Fellows 2011/2012

140

Professor Erdmute Alber

Universität Bayreuth
Transnational Care and the Transformations of Intergenerational Relations.

 

Telefon: +49 (0)30 2093 702 24

Telefax: +49 (0)30 2093 702 25

erdmute.alber(at)uni-bayreuth.de

 

ist Professorin für Sozialanthropologie an der Universität Bayreuth. Die beiden Arbeitsschwerpunkte in Lehre und Forschung ihres Lehrstuhls sind die politische Anthropologie und die Verwandtschaftsethnologie. Gegenwärtig geht es Erdmute Alber darum, die Überlappungen beider Bereiche neu zu konzeptionalisieren und damit hinter die „alte“ Ausdifferenzierung der Politikanthropologie aus der Verwandtschaftsethnologie zurückzugehen, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts begann. Albers langjährigen eigenen Forschungen befassten sich mit den Politiken und Praktiken der Kindspflegschaft in Westafrika, mit Macht und Herrschaft in Westafrika, intergenerationellen Beziehungen sowie mit den sich wandelnden Familienbeziehungen in Afrika. Zusammen mit KollegInnen gründete sie die Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS).

 

In dem gemeinsam mit Heike Drotbohm durchgeführten Projekt „Transnational Care and the Transformations of Inter-Generational Relations” interessieren sie sich für die Frage, inwieweit die lokale, regionale oder interkontinentale Mobilität von Hausangestellten, Pflegekräften oder Nannies die Generationenbeziehungen verändern – sowohl die der mobilen Arbeitskräfte als auch die ihrer Arbeitgeber. Das Hauptziel dieses Projekts ist die vergleichende Betrachtung von global care chains aus afrikanischer und lateinamerikanischer Perspektive, um damit einen theoriebasierten Forschungsansatz zu entwickeln.

  

Literatur

Im Gewand von Herrschaft: Modalitäten der Macht im Bourgou (Nord-Benin) 1900-1995. Köln: Rüdiger Köppe 2000. (Studien zur Kulturkunde, 116). 

 

Erdmute Alber, Bettina Beer, Michael Schnegg, Julia Pauli (Hg.). Verwandtschaft heute. Berlin: Dietrich Reimer 2000.

 

Erdmute Alber, Reynolds White, Sjaak van der Geest (Hg.). Generations in Africa. Connections and Conflicts. Berlin: Lit 2008.

 

140

Professor Eric Allina

University of Ottawa
History of Socialist Era Mozambican Labor Migration to the GDR.

 

Telefon: +49 (0)30 2093 702 22

Telefax: +49 (0)30 2093 702 25

eallinap(at)uottawa.ca

 

ist Professor an der Historischen Fakultät der Universität von Ottawa, wo er Kurse in afrikanischer Geschichte, Geschichte der Sklaverei und historischer Methodik unterrichtet. Ein Großteil seiner bisherigen Forschungsarbeit hatte die Geschichte der Kolonialherrschaft in Mosambik zum Gegenstand, mit besonderem Fokus auf das Verhältnis zwischen Gesetz und Gewalt, der Interaktion zwischen kolonialen und landeseigenen Praktiken der Subordination, sowie den Formen staatlicher Machtausübung.

 

Am IGK wird Eric Allina an einem Projekt mit dem Titel "Tracing African History in the Shadow of the Berlin Wall: Mozambican Workers in East Germany" (Spuren afrikanischer Geschichte im Schatten der Berliner Mauer: Arbeiter aus Mosambik in der DDR) arbeiten. Hervorgegangen ist dieses Projekt aus früheren Recherchen, die Allina zu dem Thema der panafrikanischen Identität unter afrikanischen Studenten im sowjetischen und post-sowjetischen Moskau durchführte. Das Projekt untersucht die Beziehung zwischen Mosambik und Ostdeutschland von 1960 bis 1990 und konzentriert sich insbesondere auf die Migration von Arbeitskräften aus Mosambik in die DDR. Diese Geschichte der internen Dynamik und externen Verknüpfung einer afrikanischen Gesellschaft zeigt auf, wie Arbeiter versuchten, sich selbst und ihren Platz in der Welt neu zu erfinden, sich aus alten imperialistischen Mustern zu lösen und Verbindungen innerhalb neuer transnationaler Netzwerke zu knüpfen. Sie bedienten sich dabei einer althergebrachten Tradition – der Migration junger Arbeit suchender Männer und Frauen in teils große Entfernung mit dem Ziel, persönliches Wachstum und kollektive Solidarität zu fördern. Auf diesem Wege versuchten einzelne Angehörige des Staates sowie auch der Staat Mosambik selbst, neue Identitätsmodelle und einen neuen Bürgertypus in der postkolonialen Ära zu schaffen. Anhand der Nachverfolgung der geschichtlichen Verbindung zwischen Mosambik und Ostdeutschland soll deutlich werden, wie sowohl Staat als auch Individuum die Konzepte Nationalismus, Sozialismus, Internationalismus und Entwicklungsmodernismus als einen Weg sahen, eine neue, gerechte öffentliche Ordnung zu schaffen. Darüber hinaus will das Projekt erforschen, wie die einzelnen Arbeiter aus Mosambik diese geschichtlichen Phänomene interpretierten und für sich neu gestalteten.

  

Literatur

Slavery By Any Other Name: African Life under Company Rule in Colonial Mozambique. Charlottesville: University of Virginia Press 2012.

 

"The Zimba, the Portuguese, and Other Cannibals in Late Sixteenth-Century Southeast Africa". In: Journal of Southern African Studies 37.2 (2011), 211-27.

 

"Imperialism and the Colonial Experience". In: Paul Haslam, Jessica Schafer & Pierre Beaudet (Hg.). Introduction to International Development. Toronto: Oxford University Press 2009.

"L’impérialisme et la colonisation". In: Paul Haslam, Jessica Schafer & Pierre Beaudet (Hg.). Introduction au développement international. Ottawa: Les presses de l’Université d’Ottawa 2008.

 

"Resistance and the Social History of Africa". In: Journal of Social History 37.1 (2003), 187-98.

 

"'Fallacious Mirrors':  Colonial Anxiety and Images of African Labor in Mozambique, ca. 1929". History in Africa 24 (1997), 9–52.

 

 

140

Dr. Heike Drotbohm

Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg
Transnational Care and the Transformations of Intergenerational Relations.

 

Telefon: +49 (0)30 2093 702 23

Telefax: +49 (0)30 2093 702 25

heike.drotbohm(at)ethno.uni-freiburg.de

 

lehrt Ethnologie an der Universität Freiburg. In ihrer Arbeit befasst sie sich mit transnationaler Ethnologie unter besonderer Beachtung der historischen Entwicklung und der gegenwärtigen Aushandlung sozialer Ordnung in afroatlantischen Gesellschaften. Ihre Doktorarbeit behandelte haitianischen Geisterglauben, seine Veränderungen in der haitianischen Diaspora Kanadas sowie wechselbare soziale und religiöse Loyalitäten. In einer daran anschließenden Forschung verlagerte sie den Blick nach Kap Verde und behandelte hier das Zusammenspiel zwischen grenzüberschreitender Mobilität, sozialer Verbindlichkeit und moralischen Erwägungen, das sowohl den Zusammenhalt als auch Distanzsetzungen in transnationalen Netzwerken kennzeichnet.

 

In dem gemeinsam mit Erdmute Alber durchgeführten Projekt "Transnational Care and the Transformations of Inter-Generational Relations" interessieren sie sich für die Frage, inwieweit die lokale, regionale oder interkontinentale Mobilität von Hausangestellten, Pflegekräften oder Nannies die Generationenbeziehungen verändern – sowohl die der mobilen Arbeitskräfte als auch die ihrer Arbeitgeber. Das Hauptziel dieses Projekts ist die vergleichende Betrachtung von 'global care chains' aus afrikanischer und lateinamerikanischer Perspektive, um damit einen theoriebasierten Forschungsansatz zu entwickeln. 

  

Literatur

"On the Durability and the Decomposition of Citizenship: The Social Logics of Forced Return Migration in Cape Verde". In: Citizenship Studies 15.3/4 (2011), 381-396.

 

"Haunted by Spirits: Balancing Religious Commitment and Moral Obligations in Haitian Transnational Social Fields". In: Gertrud Hüwelmeier & Kristine Krause (Hg.). Traveling Spirits: Migrants, Markets and Mobilities. Oxford, New York: Routledge 2010, 36-51.

 

"Horizons of Long-Distance Intimacies. Reciprocity, Contribution and Disjuncture in Cape Verde". In: The History of the Family. An International Quaterly 14.2 (2009), 132-149.

 

 

160

Professor Henrique Espada Lima

Universidade Federal de Santa Catarina, Brasil
African Trajectories in Southern Brazil: Life Cycles, Generational Transits, and Survival Strategies between Slavery and Freedom (Nineteenth Century).

 

Telefon: +49 (0)30 2093 702 11

Telefax: +49 (0)30 2093 702 25

henrique.espada(at)gmail.com

 

ist Professor an der Historischen Fakultät der Universität von Santa Catarina in Brasilien, wo er sich der Lehre, der Betreuung von Dissertationen und der Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Historiographie und zeitgenössischen Arbeitsgeschichte widmet.

Seine erste akademische Ausbildung erhielt er auf dem Gebiet der Psychologie, erwarb sodann 1993 einen Magistergrad in Literaturwissenschaft an der Universität von Santa Catarina und 1999 einen Doktorgrad in Geschichte an der Universität von Campinas. Seine Forschungsarbeit umfasst zeitgenössische Historiographie und Mikrogeschichte, sowie Arbeitsgeschichte mit besonderem Fokus auf das Leben ehemaliger Sklavenarbeiter im Brasilien des 19. Jahrhunderts. Von 2007 bis 2010 koordinierte er das brasilianische akademische Netzwerk für Historiker mit dem Spezialgebiet Arbeitsgeschichte.

 

Sein Projekt am Kolleg konzentriert sich auf die Rekonstruktion der Lebenswege von befreiten afrikanischen Sklavenarbeitern - Einzelpersonen, Familien und Gruppen - und ihrer Nachkommen auf der Insel Santa Catarina in Südbrasilien. Dies geschieht unter anderem durch intensive Sichtung fortlaufender Unterlagen und Urkunden, sowohl notarieller als auch kirchlicher Provenienz, sowie von Dokumenten aus dem zivilrechtlichen und kriminalistischen Bereich und gerichtlichen Bestandsaufnahmen nach Todesfällen. Teil der Forschungsarbeit wird es sein, diese Lebenswege zu untersuchen und zu rekonstruieren, wobei das Hauptinteresse den zahlreichen Strategien und Planungsprozessen gelten wird, auf welche diese Männer und Frauen zurückgegriffen haben, um sich aus der Sklaverei zu befreien und um der von ihnen erkämpften "Freiheit" Bedeutung und Inhalt zu verleihen. 

Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den Übergängen von einer Generation zur nächsten gelten, sowie den unterschiedlichen Möglichkeiten, die dem Einzelnen und den Familien zur Verfügung standen, um Arbeits- und Freiheitsstrukturen während der wechselnden Phasen im jeweiligen Lebenszyklus aufzubauen. Die Forschung wird in etwa den Zeitraum zwischen 1830 und 1900 umfassen und sich auf den langfristigen Prozess der Disaggregation des brasilianischen Sklavensystems konzentrieren sowie auf das erste Jahrzehnt nach der Emanzipation, die 1888 stattfand.

Schließlich soll – durch einen mikrogeschichtlichen Ansatz – ein weitgefasster Fragenkatalog diskutiert werden, der seinen Fokus hauptsächlich auf die verschwommenen Grenzen zwischen "Sklaverei" und "Freiheit" richtet. Inspiriert wird dieser Themenansatz durch die bedeutende und stetig wachsende wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Arbeitsgeschichte in einer globalen und transnationalen Perspektive.

  

Literatur

A micro-história italiana: escalas, indícios e singularidades. Rio de Janeiro: Civilização Brasileira 2006.

 

Sobre o domínio da precariedade: escravidão e os significados da liberdade de trabalho no século XIX. Rio de Janeiro: 2005. (Topoi 11)

 

"Freedom, Precariousness, and the Law: Freed Persons Contracting out their Labour in Nineteenth-Century Brazil". In: International Review of Social History 54 (2009).

 

"Trabalho e lei para os libertos na ilha de Santa Catarina no século XIX : arranjos e contratos entre a autonomia e a domesticidade". In: Cadernos do AEL 26 (2009). 

 

 

 

140

Professor Martin Allen Klein

University of Toronto, Canada
Transformations of Slavery in West Africa.

 

Telefon: +49 (0)30 2093 702 13

Telefax: +49 (0)30 2093 702 25

martin.klein(at)utoronto.ca

 

ist emeritierter Professor an der Universität von Toronto, wo er einen Lehrstuhl für Afrikanische Geschichte innehatte. Während der letzten vierzig Jahre hat er einen Großteil seiner Zeit damit verbracht, die Geschichte der Sklaverei und des Sklavenhandels innerhalb Afrikas zu erforschen. In letzter Zeit konzentriert er sich in seiner Forschungsarbeit hauptsächlich auf die Suche nach afrikanischen Quellen zur Geschichte der Sklaverei und des Sklavenhandels und ist darum bemüht, das Phänomen der Sklaverei in einen weitgefassten komparativen Kontext zu stellen.

Sein Projekt am Institut umfasst eine komparative Studie der Sklaverei in Westafrika. Es soll dabei von zwei Fragestellungen Ausgang genommen werden: zum Ersten, welche unterschiedlichen Formen der Sklaverei sich in den Städten und Fabriken herausbildeten, die dem Sklavenhandel und dem darauf aufbauenden Rohstoffhandel dienten, und zum Zweiten, wie der Konflikt um die Kontrolle der Arbeitskräfte nach Beginn des Emanzipationsprozesses die Lebensgestaltungsmöglichkeiten ehemaliger Sklaven beeinflusste.

  

Literatur

Slavery and Colonial Rule in French West Africa. Cambridge: Cambridge University Press 1998.

 

Breaking the Chains: Slavery, Bondage, and Emancipation in Modern Africa and Asia. Madison: University of Wisconsin Press 1993.

 

Martin Klein & Clare Robertson. Women and Slavery in Africa. Madison: University of Wisconsin Press 1983.

 

120

Professor Thomas Mergel

Humboldt-Universität zu Berlin
Die Sozialfigur des Rentiers und das Verhältnis des Bürgertums zur Arbeit im Europa des 19. Jahrhunderts.

 

thomas.mergel(at)geschichte.hu-berlin.de

 

ist seit 2008 Professor für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Humboldt-Universität zu Berlin; zuvor war er Professor für Neuere Geschichte an der Universität Basel. Er war Gastprofessor an der University of Chicago und der Karls-Universität Prag. Seine Forschungen umfassen die Sozialgeschichte, besonders die Stadt- und Bürgertumsgeschichte des 19. Jahrhunderts, die Geschichte von politischer Kultur und politischer Kommunikation v.a. im 20. Jahrhundert sowie Fragen von Theorie und Historiographiegeschichte. Er ist Mitglied der Kommission für die Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.

 

Am Kolleg forscht Thomas Mergel in westeuropäischer Perspektive über eine bisher vernachlässigte Gruppe des Bürgertums im 19. Jahrhundert: Bürger, die nicht arbeiteten; sie passen nicht zum Diktum von Jean Jaurès: „Das Bürgertum ist eine Klasse, die arbeitet“. Die Rentiers (auch: Privatiers, Particuliers), die v.a. in der ersten Phase der Industrialisierung häufig sehr schnell reich wurden und sich schon in jungen Jahren zur Ruhe setzten, stellen eine wichtige Gruppe im Bürgertum deshalb dar, weil sie abkömmlich waren und wichtige Funktionen im Vereinswesen und der bürgerlichen Politik wahrnehmen konnten. Im Zusammenhang damit möchte Mergel die Frage nach der bürgerlichen Arbeitsethik neu stellen: Wie viel haben die Bürger gearbeitet? Was verstanden sie unter Arbeit, und welchen Wert hatte bei ihnen Müßiggang?

  

Literatur

Zwischen Klasse und Konfession. Katholisches Bürgertum im Rheinland 1794-1914. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1994.

 

Parlamentarische Kultur in der Weimarer Republik. Politische Kommunikation, symbolische Politik und Öffentlichkeit im Reichstag 1919-1933. Düsseldorf: Droste 2002.

 

Großbritannien seit 1945. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2005.

 

Propaganda nach Hitler. Eine Kulturgeschichte des Wahlkampfs in der Bundesrepublik 1949-1990. Göttingen: Wallstein 2010.

 

 

160

Professor Jamie Monson

Macalester College
Building a Construction Generation: Labor, Life Cycle and Technology Transfer in a Chinese Development Project in Africa, 1968-1986.

 

Telefon: +49 (0)30 2093 702 14

Telefax: +49 (0)30 2093 702 25

jmonson1(at)macalester.edu

 

Jamie Monsons Spezialgebiet ist die Geschichte der chinesisch-afrikanischen Beziehungen während des Kalten Krieges. Ihre neueste Forschungsarbeit untersucht das Verhältnis zwischen Arbeit, Arbeiterbewusstsein und Arbeitergenerationen in der Geschichte chinesischer Entwicklungshilfeprojekte in Afrika. Ihr besonderes Interesse gilt dabei der Sozialgeschichte der Eisenbahntechnologie, der technischen Ausbildung, sowie der Rolle des Ingenieurs in transnationalen Arbeitsverhältnissen. 

 

Professor Monson ist zur Zeit Mitglied des Macalester College in St. Paul, im Bundesstaat Minnesota, USA. Sie war bereits Forschungsstipendiatin am Wissenschaftskolleg Berlin und hatte ebenso ein Stipendium in der Abteilung der chinesischen Geisteswissenschaften des SSRC (Social Science Research Council) inne, die mit der Universität von Peking verbunden ist. Weitere Stipendien erhielt sie von der Carnegie Foundation, der Fulbright Foundation und dem National Endowment for the Humanities.

 

Am International Research Center wird Professor Monson die Erfahrungen und Erinnerungen der afrikanischen und chinesischen Arbeiter erforschen, die an dem TAZARA-Eisenbahn-Projekt beteiligt waren, das zwischen 1968 und 1986 mit chinesischer Unterstützung in Tansania und Sambia gebaut wurde. Aufbauend auf Quellen, die unter anderem aus mündlichen biografischen Interviews bestehen, wird sie untersuchen, wie diese Arbeiter ein besonderes Bewusstsein dafür entwickelt haben, Teil einer Generation gewesen zu sein, die 'Geschichte gemacht' hat und zwar durch ihre Teilnahme an einem panafrikanischen Projekt, das die Solidarität zwischen dem Osten und Süden Afrikas fördern sollte. Gleichzeitig wird sie anhand der Erinnerungen der Arbeiter aufzeigen, dass die Herausbildung einer TAZARA-Arbeiter-Generation keineswegs zufällig stattfand. Ebensowenig verlief die Ausdrucksweise des Arbeiterbewusstseins nahtlos oder über die Zeiten hinweg stabil. Das Bewusstsein wurde sowohl durch individuelle als auch durch kollektive Faktoren geformt und war darüber hinaus Teil eines weiter gefassten historischen Kontextes der 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts, in dem sich neue afrikanische Staaten gründeten, Panafrikanismus und sozialistischer Internationalismus herausbildeten und Modernisierungs-Ideologien ihren Ursprung fanden.

  

Literatur

Africa’s Freedom Railway: How a Chinese Development Project Changed Lives and Livelihoods in Tanzania. Bloomington: Indiana University Press 2009.

 

Jamie Monson & James Leonard Giblin. Maji Maji: Lifting the Fog of War. Leiden: Brill 2010.

 

140

Professor Martha Mundy

London School of Economics, UK
Nameless Labour: Household and Field Work in the Contemporary Arab East.

 

Telefon: +49 (0)30 2093 702 13

Telefax: +49 (0)30 2093 702 25

m.mundy(at)lse.ac.uk

 

studierte Griechisch, Latein, Arabisch und Geographie, bevor sie ihren Doktorgrad in sozialer Anthropologie unter der Betreuung von Jack Goody an der Universität von Cambridge erwarb. Sie hat Geschichte an der UCLA (University of California, Los Angeles) und Anthropologie an der Yarmouk Universität, der Amerikanischen Universität von Beirut, der Université Lyon 2 Lumière und der London School of Economics unterrichtet.

Wie man aus ihren Veröffentlichungen schließen kann, galt ihr bisheriges Hauptinteresse den agrarischen Verhältnissen und der Veränderung von Arbeitsstrukturen im arabischen Nahen Osten, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Eigentums- und Rechtsdokumentierung ebenso wie die islamische Rechtsprechung traditionell auf dem Prinzip des Debattierens aufbauen.

Abseits ihrer akademischen Tätigkeit war sie Gründungsmitglied von LSEStaffagainstWar, BRICUP (British Committee for the Universities of Palestine) und Naftana (dem UK Unterstützungskommitee für die Gewerkschaft der Ölarbeiter im Südirak). 

 

Während ihres Aufenthaltes am Kolleg wird sie über die Umwandlung der agrarischen Systeme und der Frauenarbeit in der jemenitischen Küstenebene am Roten Meer innerhalb der letzten vier Jahrzehnte schreiben.

  

Literatur

"The Family, Inheritance and Islam: A Re-examination of the Sociology of Fara’id Law". In: A. Al-Azmeh (Hg.). Islamic Law: Social and Historical Contexts. London: Routledge 1988.

 

Domestic Government: Kinship, Community and Polity in North Yemen. London: I.B. Tauris & Co 1995. 

 

Martha Mundy & Alain Pottage. Law, Anthropology and the Constitution of the Social: Making Persons and Things. Cambridge: Cambridge University Press 2004.

 

Martha Mundy & Richard Saumarez Smith. Governing Property, Making the Modern State: Law, Administration and Production in Ottoman Syria. London: I.B. Tauris 2007.

 

160

Professor Alexander Nützenadel

Humboldt-Universität zu Berlin
Genese und Transformation globaler Arbeitsmärkte im 20. Jahrhundert.

 

Telefon: +49 (0)30 2093 702 15

Telefax: +49 (0)30 2093 702 25

nuetzenadel(at)geschichte.hu-berlin.de

Homepage

 

ist Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der HU Berlin. Er promovierte und habilitierte an der Universität zu Köln, wo er auch mehrere Jahre lehrte. Forschungsaufenthalte führten ihn an das Deutsche Historische Institut in Rom, an die Columbia University New York und an das Netherlands Institut for Advanced Study in Wassenaar. Nach seiner Habilitation war er Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt, bevor er 2009 an die Humboldt-Universität Berlin wechselte. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Geschichte des faschistischen Italiens, die Rolle von ökonomischen Experten in der Wissensgesellschaft, Korruption und Klientelismus sowie die Wirtschaftsgeschichte der Globalisierung.

 

Am Kolleg forscht er zur Transformation von internationalen Arbeitsmärkten im 20. Jahrhundert. Anhand von Fallstudien möchte er vor allem die veränderten Mobilitätsmuster in agrarischen Gesellschaften analysieren. Das besondere Interesse richtet sich dabei auf die Globalisierungsschübe des langen 20. Jahrhunderts.

  

Literatur

"A Green International? Food Markets and Transnational Politics (1850–1914)". In: Alexander Nützenadel & Frank Trentmann (Hg.). Food and Globalization. Consumption, Markets and Politics in the Modern World. Oxford: Berg, 2008, 153-173.

 

Alexander Nützenadel & Ruth Jachertz. "Coping with Hunger? Visions of a Global Food System, 1930-1960". In: Journal of Global History 6.1 (2011). 99-119.

 

"Städtischer Immobilienboom und Finanzkrisen im späten 19. Jahrhundert". In: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte (2011/2), 97-114.

 

160

Dr. des. Alexandra Oberländer

University of Bremen, Forschungsstelle Osteuropa
Work and Dissent: A Cultural History of Socialist Labour in Soviet Russia, 1960s-1980s.

 

Telefon: +49 (0)30 2093 702 00

Telefax: +49 (0)30 2093 702 10

oberlaendera(at)uni-bremen.de

 

unterrichtet russische/sowjetische Geschichte vom 17. Jahrhundert bis zur Perestrojka. Sie promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin über die Wahrnehmung sexueller Gewalt im ausgehenden Zarenreich. Neben russischer/sowjetischer Geschichte interessiert sich Alexandra Oberländer vor allem für die Geschichte der Subjektivität und Gender History.

 

Ihr post-doc Projekt widmet sich Arbeitseinstellungen in der sowjetischen Gesellschaft nach 1960. Statt die letzten Jahrzehnte der Sowjetunion als Phase der Stagnation zu begreifen, argumentiert das Projekt dafür, vor allem die 1970er Jahre als eine Phase der Normalisierung zu verstehen. Wie Menschen ihre Arbeit wahrnahmen, wie sich soziale Beziehungen durch die Arbeit konstituierten, welche Rolle Arbeit im Leben eines sowjetischen Bürgers spielte, sind die erkenntnisleitenden Fragen dieses Buchprojektes. Während in den 1960er Jahren vermeintliche ArbeitsverweigerInnen noch verfolgt wurden, änderte sich die Einstellung zur Arbeit in den 1970er Jahren grundlegend. Viele SowjetbürgerInnen empfanden ihre Arbeit schlicht als Job, als Mittel zum Zweck und nicht wie von der sowjetischen Führung erträumt als Erfüllung, als eigentlichen Zweck des Daseins. Komödien oder Songtexte der 1970er/1980er Jahre spiegeln diesen Bezug zur Arbeit wider. Statt zum "ersten Lebensbedürfnis" wurde Arbeit zum Witz, zum Objekt des Spotts. Arbeit und Arbeitsplatz waren für viele SowjetbürgerInnen weder der vorrangige Ort zum Erwerb des Lebensunterhaltes noch der Ort für Selbstbestätigung. Stattdessen werkelten sowjetische BürgerInnen in ihrer Freizeit auf der Datscha, um sich mit Gemüse zu versorgen oder schraubten an Gerätschaften in ihren Garagen, die sie dann schwarz weiterverkauften. Neben einem grundlegenden Wandel der Arbeitseinstellungen zwischen 1960 und 1980 argumentiert das Projekt auch für eine Umkehrung des Verhältnisses von Arbeit und Freizeit in der späten Sowjetunion.

Literatur

"Shame and Modern Subjectivities: The Rape of Elizaveta Cheremnova". In: Mark D. Steinberg & Valeria Sobol (Hg.). Interpreting Emotions in Russia and Eastern Europe. DeKalb: Northern Illinois University Press 2011.

 

"Die Provokation ging auf dem Nevskij spazieren": Zur Wahrnehmung sexueller Gewalt im ausgehenden Zarenreich, 1880-1914. (in Vorbereitung)

 

140

Dr. Niels Petersson

Sheffield Hallam University
Generations of Sailors: Maritime Labour and Globalisation in the 20th Century.

 

Telefon: +49 (0)30 2093 702 20

Telefax: +49 (0)30 2093 702 25

n.p.petersson(at)gmail.com

 

lehrt internationale und globale Geschichte an der Sheffield Hallam University in Großbritannien. Zuvor war er an der Universität Konstanz als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Koordinator für die Doktorandenausbildung im Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die vergleichende Geschichte der europäischen Imperialismen, die Geschichte von Globalisierungsprozessen und Weltwirtschaft und seit jüngstem die Geschichte der Arbeit in transnationaler und globaler Perspektive.

 

Sein Projekt im Kolleg nimmt die Geschichte der Arbeit auf See seit dem Zweiten Weltkrieg als Ausgangspunkt für die Erforschung der Veränderungen der Arbeitswelt im Kontext der Öffnung und Schließung von Märkten sowie der Freisetzung, Einhegung und Abfederung globaler Konkurrenz.

  

Literatur

Anarchie und Weltrecht: Das Deutsche Reich und die Institutionen der Weltwirtschaft, 1890-1930. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2009.

 

Niels Petersson & Jürgen Osterhammel. Geschichte der Globalisierung. Dimensionen, Prozesse, Epochen. München: C.H. Beck 2003.

Globalization: A Short History. Princeton: Princeton University Press 2005.

 

Imperialismus und Modernisierung. Siam, China und die europäischen Mächte, 1895-1914. München: Oldenbourg 2000.

 

160

Dr. Marina de Regt

International Institute of Social History in Amsterdam
The Changing Place of Domestic Labour in Human Life Cycles: Gender, Generation and Ethnicity in Yemen.

 

Telefon: +49 (0)30 2093 702 21

Telefax: +49 (0)30 2093 702 25

marina.deregt(at)gmail.com

 

erwarb ihren Doktortitel in Sozialanthropologie an der Universität von Amsterdam. Ihr Hauptinteresse gilt der Erforschung der Themen Gender, Arbeit, Migration und Mobilität in der arabischen Welt. Dabei hat sie Feldforschungen unter den Teppichknüpfern Marokkos betrieben, sowie unter dem medizinischen Personal im Jemen und den Gastarbeitern, die dort als Haushaltshilfen tätig waren. Ihre Dissertation zum Thema weiblicher Mitarbeiter im Gesundheitsbereich – 'health workers' – im Jemen basierte auf den Erfahrungen, die sie in dortigen Entwicklungshilfeprojekten gesammelt hat. Zusätzlich zu ihren akademischen Veröffentlichungen arbeitete Marina zusammen mit der Filmemacherin Arda Nederveen an einer Kurzdokumentation mit dem Titel Young and Invisible – African Domestic Workers in Yemen (Jung und Unsichtbar – Afrikanische Hausangestellte im Jemen). Sie war darüber hinaus die verantwortliche Koordinatorin des SEPHIS-Projektes, einem Süd-Süd-Austauschprogramm zur Erforschung der Entwicklungshilfegeschichte und ist Vorsitzende der Niederländischen Gesellschaft für Genderforschung und Feministischer Anthropologie (LOVA). 

 

Ihr Projekt am Kolleg wurde von ihrem langjährigen Interesse an Frauen afrikanischer Herkunft im Jemen inspiriert. Historisch gesehen bestanden immer sehr enge Verbindungen zwischen dem Jemen und Äthiopien, doch es gibt bemerkenswert wenig Forschungsarbeiten zu dem Thema der Migration, die zwischen beiden Ländern stattgefunden hat. Insbesondere der geschlechterspezifische Aspekt dieses Phänomens ist wenig erforscht worden. Marina de Regt wird die Faktoren Gender, ethnische Herkunft und Generationsangehörigkeit unter bezahlten Haushaltshilfen im Jemen untersuchen und sich dabei auf die wechselhafte Bedeutung der Arbeit als Hausangestellte innerhalb des Lebenszyklus' dreier Frauengruppen afrikanischer Herkunft konzentrieren. Diese drei Gruppen fallen mit ganz bestimmten Momenten in der sozialpolitischen Geschichte des Jemen zusammen, zu denen besondere soziale und ökonomische Bedingungen herrschten, wodurch sich entsprechende Diskurse in den Bereichen Gender, Arbeit und ethnischer Angehörigkeit erkennen lassen.

  

Literatur

"Ways to Come, Ways to Leave: Gender, Mobility and Il/Legality among Ethiopian Domestic Workers in Yemen". In: Gender & Society 24.2 (2010), 237-260.

 

"Refugee, Woman and Domestic Worker: Somali Women Dealing with Dependencies in Yemen". In: African and Black Diaspora. An International Journal 3.1 (2010), 107-119.

 

"Preferences and Prejudices: Employers' Views on Domestic Workers in the Republic of Yemen". In: Signs. Journal of Women in Culture and Society 34.3 (2009), 559-581.

 

"High in the Hierarchy, Rich in Diversity: Asian Domestic Workers, Their Networks and Employers' Preferences in Yemen". In: Critical Asian Studies 40.4 (2008), 587-608.

 

Marina de Regt & Annelies Moors. "Migrant Domestic Workers in the Middle East". In: Marlou Schrover, Joanne van der Leun, Leo Lucassen & Chris Quispel (Hg.). Illegal Migration and Gender in a Global and Historical Perspective. Amsterdam: Amsterdam University Press 2008.

 

Pioneers or Pawns? Women Health Workers and the Politics of Development in Yemen. Syracuse: Syracuse University Press 2007.

 

140

Professor Mahua Sarkar

Binghamton University, SUNY, USA
Lives in Motion: Circular Migration and Bangladeshi Contract Workers.

 

Telefon: +49 (0)30 2093 702 12

Telefax: +49 (0)30 2093 702 25

msarkar(at)binghamton.edu

 

ist Professorin der Soziologie, Asienkunde, Asian-American-Studies sowie Frauenforschung an der Universität Binghampton, SUNY. Ihre Forschungsbereiche umfassen historische Soziologie, Kultursoziologie, Gender- und Feminismustheorie, postkoloniale Theorie, qualitative Forschungsmethoden, politische Ökonomie der Weltsysteme, staatliche und öffentliche Befehlsgewalt sowie internationale Migration. Zur Zeit arbeitet sie an einem Buch zum Thema zirkulärer Migration von Menschen aus Bangladesch, die in befristeten Arbeitsverhältnissen stehen. 

  

Literatur

Visible Histories, Disappearing Women: Producing Muslim Womanhood in Late Colonial Bengal. Durham: Duke University Press, 2008.

 

"Difference in Memory". In: Comparative Studies in Society and History 48.1 (2006), 139-168.

 

"Looking for Feminism". In: Gender & History 16.2 (2004), 318-333.

 

Mahua Sarkar & József Böröcz. "What is the EU?". In: International Sociology 20.2 (2005), 153-173.

 

160

PD Dr. Felix Schnell

Humboldt-Universität zu Berlin
„…to Force Everybody to Work“ – Forced Work, Workhouses and Their Inmates in Tsarist Russia from the 18th to the 19th Centuries.

 

Telefon: +49 (0)30 2093 70593

Telefax: +49 (0)30 2093 70654 

schnellf(at)cms.hu-berlin.de

 

hat 2004 an der Universität Bielefeld mit einer Arbeit über die Polizei im späten Russischen Kaiserreich promoviert und ist seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Sommer 2011 habilitierte er sich mit einer Arbeit zum Zusammenhang von Gewalträumen und Gruppenmilitanz im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts in der Ukraine und vertrat im Wintersemester 2010/11 die Professur für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität. Seine Forschungsschwerpunkte sind historische Gewaltsoziologie, Macht und Herrschaft als soziale Prozesse, Geschichte Russlands und der Ukraine im 19. und 20. Jahrhundert.

 

Am Kolleg wird er an einer Studie zu Arbeitshäusern und ihren Insassen im zarischen Russland arbeiten. Dabei geht es zum einen um die Frage, wie dieses westeuropäische Konzept in Russland praktisch umgesetzt wurde und wie es sich im Laufe der Zeit veränderte. Des Weiteren soll die Reichweite und Wirksamkeit der Arbeitshäuser im Bestreben der Obrigkeit, die Gesellschaft zu verbessern oder zu disziplinieren, untersucht werden. Dabei soll auch die Frage nach den Lebensläufen der Insassen und den Auswirkungen der Institution auf ihre Biographien eine Rolle spielen. Neben der Praxis der Arbeitshäuser geht es auch um das allgemeine Konzept von Arbeit als Instrument sozialer Veränderung „von oben“.

  

Literatur

Ordnungshüter auf Abwegen? Herrschaft und illegitime polizeiliche Gewalt in Moskau, 1905–1914. Wiesbaden: Harrassowitz 2006.

 

Räume des Schreckens. Gewalträume und Gruppenmilitanz in der Ukraine, 1905–1933. Hamburg: Hamburger Edition 2011.

 

"'Tear them apart...and be done with it!' The Ataman-Leadership of Nestor Makhno as a Culture of Violence". In: Ab Imperio (2008/3), 195–221.

 

"Der Sinn der Gewalt. Der Ataman Volynec und der Dauerpogrom von Gajsin im Russischen Bürgerkrieg (1919)". In: Jörg Baberowski, Klaus Große Kracht, Jan-Holger Kirsch (Hg.). Gewalt: Räume und Kulturen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2008, 18-39. (Zeithistorische Forschungen 5.1).