In der
deutschen Honigverordnung wird Honig wie folgt definiert:
"Flüssiges, dickflüssiges oder kristallines Lebensmittel, das von Bienen
erzeugt wird, in dem sie Blütennektar, andere Sekrete von lebenden Pflanzenteilen
oder aus lebenden Pflanzen befindliche Sekrete von Insekten aufnehmen,
durch körpereigene Sekrete bereichern und verändern, in Waben speichern
und dort reifen lassen."
Inhaltsstoffe des Honigs
Bisher
wurden mehr als 200 natürliche Substanzen in verschiedenen Honigsorten
nachgewiesen:
Kalium,
Natrium, Calcium, Magnesium, Eisen, Mangan, Bor, ...
= 245 Substanzen
Diese ernährungsphysiologisch günstige Zusammensetzung lässt sich nicht
künstlich erzeugen. Sie macht stattdessen den Honig zu einem wertvollen
Lebensmittel.
Honig ist nicht gleich Honig
Die Farbpalette
Rein äußerlich
lässt sich erkennen, dass Honig nicht gleich Honig ist. Die Farben reichen
von annähernd "glasklar" über weiß bis hinzu "schwarzbraun".
BILD
Die unterschiedliche Färbung des Honigs kommt hauptsächlich durch verschiedene
Pflanzenfarbstoffe zustande. Aber auch die natürliche Bearbeitung des
Honigs durch die Bienen kann die Farbe des Honigs verändern.
Unterschiedliche Zustandsformen
Honig wird flüssig geerntet und kristallisiert in den meisten Fällen
später aus. Dies ist ein natürlicher Vorgang, der von dem Verhältnis
der beiden Zuckerarten Fructose und Glucose im Honig abhängig ist. Bei
Sorten mit hohem Glucoseanteil (z.B. Raps, Löwenzahn) kann die Kristallisation
schon nach wenigen Tagen vollzogen sein. Sorten mit hohem Fructoseanteil
(z.B. Robinie) können über mehrere Jahre flüssig bleiben.
Aroma
Honige
unterscheiden sich auch im Geruch und Geschmack. Entscheidend dafür
ist die Zusammensetzung der Aromakomponenten im Honig. Je nachdem von
welchern Pflanzen die Bienen ihren Nektar bzw. Honigtau sammeln, entstehen
mild schmeckende, helle Honige (z.B. Raps) oder dunkle, würzige Honige
(z.B. Waldhonig).
Qualitätskontrolle
Zur Qualitätskontrolle
von Honigen werden drei wichtige Beurteilungsbereiche herangezogen:
1. die sensorische Prüfung
2. die chemisch-physikalische Prüfung
3. die mikroskopische Pollenanalyse