Hornissen und Wespen leben nur bis zum Winter, sterben ab und hinterlassen
ein leeres Nest, was dann ohne Gefahr entfernt werden kann.
Alte Nester werden nie neu bezogen, sondern eine Königin baut immer
neu.
Bei Nestern im Haus und Garten jegliche Erschütterung vermeiden und
die Flugbahn freihalten.
Nie mit einem Stock im Nest stochern, oder mit Benzin und Feuer versuchen,
das Nest abzuflämmen.
Stiche sind bei Kindern auch nicht weiter gefährlich als bei Erwachsenen.
Öffnungen zu Rolladenkästen, wo sich Königinnen verirren können sollten
abgeklebt werden.
Im Freien sollte man nicht aus einem Glas trinken, ohne vorher hineingeschaut
zu haben. Trinkgläser mit süßen oder alkoholischen Getränken grundsätzlich
abdecken.
Aus Dosen sollte man am besten mit einem Strohhalm trinken.
Kleine Kinder sollten im Freien nicht unkontrolliert süße Säfte trinken.
Die süßen Düfte aus den Mündern der Kinder ziehen Wespen an und provozieren
Stiche in den Mundbereich.
Auch die wie bunte Blüten markierten Marmeladen- oder Schokoladenmünder
von Kleinkindern wirken auf Wespen wie Wirtshausschilder.
Wespen lernen wo es Futter gibt. Der Frühstückstisch, auf dem Wurst,
Käse und Marmelade einladend offen angeboten werden, wird zu einer festen
Station auf ihren Suchflügen. Marmeladenglädser sollte man also direkt
nach Gebrauch schließen und die Wurst wie den Käse unter einer Abdeckung
legen.
Es ist wenig sinnvoll, Flaschen mit gärenden Säften als Wespenfallen
aufzuhängen. Erstens sterben die Tiere hier qualvoll, und zweitens ziehen
diese Düfte nur immer wieder neue Wespen an. Als besseres Abwehrmittel
auf Terasse oder Balkon gegen Wespenplage ist Nelkenöl, erhältlich in
verschiedenen Duftkombinationen.
Hornissen fliegen auch in Dunkelheit auf der Jagd nach Beuteinsekten.
Da sie die Orientierung der Tiere beeinträchtigt, sollte man in der
Nähe eines Hornissennestes jegliche Beleuchtung vermeiden und Fenster
nachts geschlossen halten.