Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf e.V.
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D-16540 Hohen Neuendorf
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Impressum

 

 

Qualitätskontrolle von Honig

Als Dienstleistung werden zur Sicherung der Honigqualität Vollanalysen von Honigen erstellt, bestehend aus:
1) sensorische Prüfung
2) chemisch-physikalische Prüfung
3) mikroskopische Analyse

1. Die sensorische Prüfung

 

- Aufmachung:   ordnungsgemäße Kennzeichnung, Sauberkeit etc.
- Farbe, Geruch, Geschmack: wichtige Anhaltspunkte für die Sortenbestimmung


Farbpalette Honige

2. Die chemisch-physikalische Analyse

(Kriterien der Routineanalytik)

- Füllgewicht: Überprüfung der korrekten Einwaage des Honigs (nur D.I.B.-Glas)
- Wassergehalt: Beurteilung der Reife des Honigs, bei zu hohem Wassergehalt kann der Honig in Gärung übergehen
- elektr. Leitfähigkeit, pH-Wert u. a. Kriterien zur Unterscheidung zwischen Blüten- und Honigtauhonigen
- Hydroxymethylfurfural (HMF) Nachweis von Wärme- und/oder Lagerschäden
- Invertaseaktivität Rückschlüsse auf Reife, Naturbelassenheit und Wärmeschädigung
- Zuckerspektrum Reife des Honigs (Saccharosegehalt), Hinweise zur botanischen Herkunft
- Prolingehalt Nachweis von Honigverfälschungen (Zuckerfütterung der Bienen, Zusatz von Zucker zum Honig), Beurteilung der Reife des Honigs
- Thixotropie Test zur Erkennung von Heidehonigen

3. Die mikroskopische Analyse

Die mikroskopische Analyse von Honigen ermöglicht, ihre pflanzliche und geographische Herkunft zu ermitteln.
In jedem Honig kommen Pollen vor, die durch die Bienen beim Nektarsammeln passiv aufgenommen werden. Sie werden durch Zentrifugation aus dem Honig als Sediment gewonnen und unter dem Mikroskop ausgewertet.
Da sich die Pollen in ihrer Gestalt von einander unterscheiden, lässt sich anhand des Pollenbildes eines Honigs nachvollziehen, welche Pflanzen in welchem Umfang von den Bienen besucht wurden. Regionale Unterschiede in der Pflanzenwelt spiegeln sich im Pollenspektrum wider.


Pollen