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Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf
e.V.
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Bienenweide und BestäubungDie Bestäubung der Blüten ist eine notwendige Voraussetzung für die Bildung
von Früchten und Samen. Die Früchte an Bäumen und Sträuchern (z.B. Äpfel,
Kirschen, Himbeeren) dienen sowohl uns Menschen als auch vielen Tieren
als Nahrung. Die Samen sichern die Erhaltung der Vielfalt an Pflanzenarten.
Bei Kulturpflanzen kommen so entscheidende Aspekte hinzu, wie:
Ca. 80% der heimischen Pflanzenarten sind im auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Aufgrund ihres Körperbaus und ihrer Lebensweise kommt der Honigbiene dabei eine ganz besondere Rolle zu. Im Gegenzug nutzt die Honigbiene den Pollen (Blütenstaub) und Nektar der Blüten als Nahrung. Derart von Bienen genutzte Pflanzen werden auch als Bienenweide bezeichnet. Am LIB wird untersucht, inwieweit verschiedener Pflanzenarten und -sorten unter verschiedenen Umweltbedingungen als Nektar- und Pollenquelle für die Honigbiene geeignet sind. Daneben werden Fragen zum Einfluss der Blütenbestäubung auf den jeweiligen Ertrag der Pflanzen untersucht. Gegenwärtig trifft dies insbesondere auf Raps, Sonnenblume und Resede zu. Raps und Sonnenblume
Raps und Sonnenblume werden insbesondere zur Ölproduktion angebaut. Sie zählen zu den sogenannten Nachwachsenden Rohstoffen. Das Öl wird aus den Samen beider Pflanzen gewonnen. Die Ausbildung von Samen und deren gleichmäßige Reife setzt eine intensive Bestäubung voraus. Das gewonnene Öl wird nicht nur als Speiseöl verwendet, sondern dient gegenwärtig schon der Produktion von Biodiesel, Schmierstoffen, Waschmitteln, Farben und Lacken, Kosmetika sowie Linoleum. Weitere Anwendungsgebiete sind zu künftig zu erwarten. Raps und Sonnenblume haben darüber hinaus für die Wirtschaftlichkeit der Bienenhaltung große Bedeutung. Während Raps ein recht zuverlässiger Nektarspender ist, sind bei Sonnenblume besondere Voraussetzungen erforderlich. Auch die Sortenwahl spielt eine wichtige Rolle.
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