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Schülervorstellungen
Ulrike Trier, Annette Upmeier zu Belzen
Schülervorstellungen zu Modellen und deren Einfluss auf den Umgang mit konkreten Modellen

Für deutsche Schülerinnen und Schüler wird Modellkompetenz verbindlich in den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz für den Mittleren Schulabschluss im Unterrichtsfach Biologie als Element der Kompetenz Erkenntnisgewinnung gefordert (KMK 2005).
National wie international besteht aber auf der Basis einer Vielzahl von Untersuchungen Konsens darüber, dass Schülerinnen und Schüler häufig über ein nur unzureichendes Modellverständnis verfügen und ihre Konzepte von den wissenschaftlichen Auffassungen zu Modellen und Modellbildung mehr oder weniger stark abweichen (z.B. GROSSLIGHT et al. 1991). Diese Lücke ist vor allem deshalb sehr bedeutsam, da Modelle in der Biologie eine wichtige Funktion als Lern- und Lehrmedien haben (HARRISON & TREAGUST 2000).
Grundlage für das methodische Vorgehen in unserem Forschungsprojekt ist das Modell der Didaktischen Rekonstruktion von Kattmann et al. (1997). Im Forschungsvorhaben werden Untersuchungen zur Modellkompetenz und Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern bezüglich des Modellbegriffs ausgewertet. Parallel dazu werden wissenschaftliche Konzepte zu Modellen und Modellbildung im Sinne der fachlichen Klärung herausgearbeitet. Aus diesen beiden Säulen werden in einem iterativen Ansatz Interventionen erarbeitet und weiterentwickelt, die zu einer konzeptionellen Rekonstruktion der Schülervorstellungen führen. Diese Interventionen können direkt auf ihre Wirksamkeit bezüglich der Schülervorstellungen zu den Themen Modelle und Modellbildung hin kontrolliert werden.

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zuletzt geändert: 01.04.09 JH
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