HS Literaturunterricht und
kulturelles Gedächtnis
Dozent: PD Dr. M. Kämper-van
den Boogaart
C. Richter, R. Wache, L.
Nord, S. Kopf
Larissa Nord, Matr.-Nr.
129798
1. Didaktische Analyse nach W. Klafki
1.1
Gegenwartsbedeutung
Welche Bedeutung hat der betreffende Inhalt bereits im geistigen Leben der Schüler und welche Bedeutung sollte er – aus pädagogischer Sicht- darin haben ?
Den
Schülern wird anhand dieses Romans die Unmenschlichkeit und Grausamkeit des
Krieges relativ „unverblümt“ vor Augen geführt. Sie realisieren die
Auswirkungen des Krieges auf das Leben jedes einzelnen Betroffenen,
insbesondere die Aus-wirkungen auf die Jugend. Damit verbunden setzen sich die
Schüler mit dem Tod auseinander und der Bedeutung, den er für jeden einzelnen
hat.
Ein
wichtiger Punkt, den die Schüler im Laufe der Erarbeitung des Werkes reali-
sieren,
ist der Konflikt zwischen dem Selbsterhaltungstrieb und der Friedssehn-
sucht
bzw. Mitmenschlichkeit, dem ein Soldat ausgesetzt wird. Dieser Konflikt wird im
Roman besonders an dem Protagonisten Paul Bäumer verdeutlicht.
Nicht
zuletzt sollten die Schüler auch die Verharmlosung des Krieges erkennen, die
oft - z.B. in Film und Fernsehen, aber auch anderen Medien - betrieben wird.
1.2
Zukunftsbedeutung
Worin liegt die Bedeutung
des Themas für die Zukunft der Schüler ?
Durch
die Beschäftigung mit dem Roman sollen die Schüler dazu angeregt werden in
Zukunft „angemessen“ mit Kriegsereignissen umzugehen; d.h. Kriegsgeschehnisse,
die sie in den Medien verfolgen, zu reflektieren und nicht einfach nur an sich
„vor-
überziehen“
zu lassen und ihnen gegenüber „abzustumpfen“.
Auch
sollen die Schüler den Frieden ein Stück weit schätzen lernen, denn für sie ist
es selbstverständlich in Frieden aufwachsen zu können. Es sollte ihnen vor
Augen geführt werden, daß andere Jugendliche anderer Länder bzw. Generationen
nicht dieses Glück haben / hatten. Wichtig ist auch, daß die Schüler lernen
„nicht zu vergessen“, was Krieg bedeutet und was er anrichtet.
1.3
Exemplarische Bedeutung
Welche allgemeinen
Sachverhalte bzw. welches Problem erschließt der Inhalt ?
Die
Gesamtzielstellung bzw. das Motto unter dem diese Unterrichtssequenz steht
lautet:
Der Mensch als Opfer von Krieg und Verfolgung. Hiermit ist nicht nur die
physische Zerstörung, sondern insbesondere auch die psychische Zerstörung des
Menschen gemeint.
Der
Roman, mit dem sich die Unterrichtseinheit beschäftigt stellt den Krieg
weitgehend realistisch dar. In dem Werk hat der Autor u.a. seine Kriegserlebnis-
se
verarbeitet. Diese Authentizität wird u.a. durch viele Kriegsveteranen, die den
Roman gelesen haben bestätigt. Aber auch das Verbot des Romans bzw. des Films
durch die Nationalsozialisten bestätigt in gewisser Weise die realistische
Darstellung
des
Themas Krieg. Der Roman stand ganz oben auf ihrer Verbotsliste, da er den Krieg
nicht „heldenhaft-beschönigend“ darstellt, also keine Kriegsverherrlichung be-
treibt,
sondern exemplarisch für ein Anti-Kriegsbuch ist.
Ein
grundlegendes Problem, welches der Roman aufzeigt, läßt sich treffend mit
folgendem Zitat des Protagonisten des Buches ausdrücken:
„Wie sinnlos ist alles, was je geschrieben, getan, gedacht wurde, wenn so
etwas möglich ist ! Es muß alles gelogen und belanglos sein, wenn die Kultur
von Jahrtausenden nicht einmal verhindern konnte, daß diese Ströme von
Blut vergossen wurden [...]“
(E.M. Remarque: Im Westen nichts Neues. KIWI Verlag
Köln 1999. S.177)
1.4
Zugänglichkeit / Darstellbarkeit
Welches sind die besonderen Fälle, Phänomene, Situationen, Versuche, in oder an denen die Struktur des jeweiligen Inhaltes den Schülern dieser Bildungsstufe interes-
sant, fragwürdig, zugänglich, begreiflich, anschaulich werden kann ?
Der Roman ist leicht zugänglich,
da er im allgemeinen einfach zu lesen ist ( bis auf ein paar veraltete Wörter).
Trotzdem der Schüler
(hoffentlich!) selbst keinen Krieg miterlebt hat, kann er sich durch Remarques
lebendige Erzählweise in die Situationen hineinversetzen und
viele Dinge gut
nachvollziehen.
Das Thema ist gut
darstellbar und zugänglich, da es durch das permanente Kriegs-
geschehen auf der Welt
immer aktuell ist (immer präsent durch Kriegsberichte in den
Medien).
Außerdem ist der Inhalt
nicht nur durch das Buch darstellbar, sondern auch durch die
Verfilmung zu dem Roman.
2. Unterrichtssequenz: Der Mensch als Opfer von Krieg und Verfolgung
Die
Unterrichtssequenz zum Thema „Der Mensch als Opfer von Krieg und Verfolg-
ung“
unterteilt sich in 12 bis 13 Unterrichtseinheiten mit folgenden Themen:
1)
Geschichtlicher Hintergrund
des Romans
2)
Leben und Werk Remarques
Diese
beiden Unterrichtseinheiten bilden die Grundlage für die Beschäftigung mit dem
Roman und können von den Schülern in Form von Kurzreferaten erarbeitet werden.
Diese Arbeitsweise dient der Vorbereitung der Unterrichtsgestaltung in der
Oberstufe
und fördert außerdem die aktive Mitarbeit der Schüler an der Auseinander-
setzung
mit der Lektüre.
3)
Motto und Frage nach der
literarischen Gattung
Hiermit
erfolgt der Einstieg in die Besprechung des eigentlichen Werkes. Remarque hat
seinem Roman ein Motto bzw. Vorwort vorangestellt, in dem er sein Werk als
sachlichen
Bericht darstellt. Das Titelblatt weist es jedoch als Roman aus. Dieser
scheinbare Widerspruch soll als Anregung zur Erörterung der Gattung des Werkes
dienen.
4)
Die Makrostruktur des Romans
Für
die Erarbeitung der Makrostruktur des Romans bietet sich die Bildung von
Arbeitsgruppen an, die jeweils den Inhalt eines Kapitels schlagwortartig
zusammen-
fassen.
Hierbei soll vor allem herausgestellt werden, daß der Roman aus drei Groß-
teilen
besteht, die jeweils mit der Darstellung der Ruhelage beginnen und mit dem
Geschehen an der Front enden.
5)
Paul zwischen Vergangenheit
und Zukunft
Mit
dieser Unterrichtseinheit wird sich der Interpretation der Hauptfiguren des
Romans zugewandt. Begonnen wird mit der Figur Kantorek, des alten
Klassenlehrers
von
Paul und einiger seiner Freunde an der Front, der als Symbol für die Vergangen-
heit
Pauls steht. Weiterhin wird auf den Vergleich der Zukunftspläne der Figuren
Kat,
Detering,
Haie und Himmelstoß einerseits und Paul und seiner gleichaltrigen Freunde
andererseits eingegangen.
6)
Der Begriff der
Kameradschaft bei Remarque
Anhand
von Äußerungen und des Verhaltens des Protagonisten Paul wird der
Kameradschaftsbegriff bei Remarque herausgearbeitet. Remarque versteht
hierunter:
Ein Gefühl elementarer Mitmenschlichkeit, das nichts mit einer historisch
belasteten Kameradschaftsideologie (z.B. des Nationalsozialismus) zu tun hat.
Diese
Erkenntnis ist Grundlage für die darauffolgende Unterrichtseinheit die im
Folgenden ausführlicher anhand einer Beispielstunde behandelt wird.
7)
Die Duval – Episode (siehe weiter unten)
8)
Das Menschenbild in „Im
Westen nichts Neues“
Hier
wird auf die vorangegangene „Duval-Episode“ bzw. der Erkenntnis des
Zentralkonflikts des Romans aufgebaut. Der Mensch steht hier zwischen seiner
Eigenschaft
als „Instinktwesen“ bzw. „Menschtier“, zu dem er bei Gefährdung wird
und
einer parzifistischen, friedliebenden Gesinnung, zu der er durch Reflexion über
die Folgen des Krieges gelangt. Hier bieten sich besonders die Textpassagen der
Episode auf dem Jägerfriedhof mit dem nachfolgenden „Verletztenkatalog“
(Instinktmensch) in Gegenüberstellung der Darstellung der Schicksale von Paul,
Albert und Peter vor und nach dieser Episode an.
9)
Die Frage der Kriegsschuld
Als
Textgrundlage dient hier das Gespräch zwischen Paul und seinen Kameraden über
die Ursachen des Krieges, welches anläßlich der „Kaiserparade“ geführt wird
(9.Kapitel).
Anhand der Analyse dieses Textabschnittes sollen die Schüler erkennen,
daß
es nicht einen, sondern viele Gründe für die Entstehung eines bewaffneten
Konfliktes gab. Die abstruse Behauptung, ein Land müsse im Krieg seine Ehre
Verteidigen wird als Vorwand entlarvt.
10)
Deutungsversuch zu „Im Westen nichts Neues“
Hiermit
endet die eigentliche Arbeit am Text. Der Roman sollte noch einmal in seiner
Gesamtheit betrachtet werden, um so zu einer möglichen Gesamtdeutung zu kom-
men.
Besondere Beachtung wird hierbei dem Ende des Romans in Bezug auf die vorherige
Handlung geschenkt.
11)
Die Rezeption des Romans
Diese
Unterrichtseinheit sollte schon wegen des Verbots des Romans durch die
Nationalsozialisten nicht fehlen; aber auch die Rezeption durch Kriegsveteranen
und auch die Kirche bilden hier interessante Aspekte. Ganz wesentlich ist
natürlich auch die Frage: Wie haben die Schüler selbst den Roman aufgenommen ?
12)
Vergleich von Roman und
Verfilmung
Am
Ende der Unterrichtssequenz bietet sich dieser Vergleich zwischen dem Roman und
der Verfilmung von 1930 (wobei es noch andere, aber nicht so werknahe
Verfilmungen gibt) an.
Variation: Unterrichtsstunde
in Verbindung mit aktuellen Kriegsgeschehnissen
Um
den Bezug zur Gegenwart herzustellen bzw. die permanente Aktualität des
Themas
zu verdeutlichen ist es sicherlich sinnvoll eine Unterrichtsstunde in
Verbindung mit aktuellen Kriegsgeschehnissen auf der Welt anzubieten.
|
Verlaufsplan für die 7.
Unterrichtsstunde: „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria
Remarque - für eine 9. / 10. Klasse Thema: Die „Duval -
Episode“ |
3. Februar 2000 HS Literaturunterricht und kulturelles Gedächtnis Dr. M. Kämper-van den Boogaart Larissa Nord &
Simone Kopf |
|
Phasen |
Lernziel
|
Lehrverhalten
|
Schülerverhalten
|
Methode
|
Medium
|
1.
Einstieg
|
|
Lehrer begrüßt die Klasse.
|
Schüler sitzen an ihren Tischen und
haben den zu Hause gelesenen Text der „Duval–Episode“ vorsichliegen.
|
|
Buch bzw. Text der „Duval -
Episode“
|
Motivation
|
|
Lehrer zeigt Schülern Kriegsbild
und fragt:
-
Was
ist auf dem Bild zu sehen? -
Wie bringt ihr
dieses Bild mit eurer Hausaufgabe in Zusammenhang?
|
Schüler sehen sich das Bild an und
nennen:
-
Kriegsszene/
Kriegstoter -
Toter
/ Überlebender -
Gefahrensituation -
Gleiche
Situation nur als Text -
aktuelle
Kriegserlebnisse -
Betroffene
Menschen im Krieg -
Lebensgefahr |
Impulsgebend
LS- Gespräch |
Bild auf Folie
|
2.1.1.
Lernziel-erarbeitung
|
LZ 1: Schüler benennen die
Bewußtseinsent-wicklung von Paul zu seinem Gegenüber in einzelnen Schritten
LZ
2: Schüler erkennen Konflikt zwischen Selbsterhaltungstrieb &
Mitmenschlichkeit LZ 3: Schüler verstehen psychologische Aspekte des
Krieges und die Schwierigkeiten der Betroffenen
|
-
Wie
waren eure Leseeindrücke beim Lesen dieser Episode ? -
Wie
empfindet ihr die Situation von Paul? -
Könnt
ihr seine Angst um sein Leben nachempfinden? -
Könnt
ihr seine Reaktion - Was fällt euch bei Pauls
Handeln auf?
- Wie stellt Paul sein Gegenüber dar?
Gibt es da Anzeichen für eine Entwicklung zum Persönlicheren in Form einer
„Beziehung“? |
Schüler äußern ihre Meinungen:
-
bedrückend -
schrecklich -
bedrohlich,
schuldig -
Angst
um sein Leben verständlich -
Keine
Fluchtmöglichkeit -
Ja/
Nein -
Tod
ist nahe, Einsamkeit -
Ja
/ Nein -
Einzige
Möglichkeit selbst zu überleben -
Rücksichtslosigkeit, -
Keine
Hemmungen -
Schuld
? -
Hilfsbereitschaft
? |
LS – Gespräch
|
|
|
Textbegegnung
& vertiefende
Rezeption Stillarbeit |
|
Aufgabe:
Anhand
des Textes –in Form von Zitaten- (besondere Beachtung der Substantive) die
Entwicklung der Beziehung Pauls zu seinem Gegenüber in dem Trichter in
einzelnen Schritten herauszusuchen. |
Schüler
suchen zu zweit aus dem Text die einzelnen Schritte der Entwicklung heraus
anhand von Zitaten: 1.
Körper
2.
Gestalt 3.
Mann
mit einem kleinen Schnurrbart 4.
Kamerad 5.
Gérard
Duval, Buchdrucker |
Aufgaben vermittelnd Partnerarbeit
|
Text
|
|
Phasen |
Lernziel
|
Lehrverhalten
|
Schülerverhalten
|
Methode
|
Medium
|
2.1.2.
Zusammen-fassung
|
|
Lehrer sammelt die Ergebnisse an
der Tafel
Lehrer fordert die Schüler auf, die
einzelnen Schritte der Entwicklung mit den herausgesuchten Zitaten auf das
Arbeitsblatt zu übertragen.
Lehrer
fordert die Schüler auf ein Ergebnis der Textarbeit zu formulieren. Mit
Hilfe der Frage: Welche Einstellung hat Paul gewonnen? |
Schüler nennen Entwicklungsschritte
Pauls
Schüler übertragen die einzelnen
Schritte der
Entwicklung mit den herausgesuchten
Zitaten
auf das Arbeitsblatt.
Schüler
nennen: - Nach und nach Entwicklung einer Art
Beziehung zu seinem Gegenüber; vom Körper zum Individuum. - Mit zunehmender Reflexion über sein
eigenes Handeln kommt zunehmende kriegsablehnende Haltung und immer mehr
Mitgefühl für den anderen zustande. |
LS – Gespräch
Aufgaben
vermittelnd Ergebnissicherung LS
– Gespräch |
Tafelbild mit Aspekten und Zitaten
Arbeitsblatt |
2.2.1.
Lernzieler-arbeitung
Stillarbeit
|
siehe
2.1.1. |
Lehrer
gibt mehrere Zitate vor (Arbeitsbogen Teil 2), die sich die Schüler nochmals
genauer ansehen sollen, um der Frage nachzugehen: - Wie
Paul die Erlebnisse bewältigt? -
Was
mit seiner Einstellung zum Krieg nach seiner Rettung passiert ? |
Schüler
lesen Zitate und nennen: -
will
den „Mord“ wieder gutmachen -
„es
darf nie wieder geschehen“ -
Hin-und
Hergerissensein -
verdrängt
& vergißt Situation mit dem Toten -
verschweigt
zunächst Erlebnis -
holt
sich Bekräftigung von Kat & Albert - leugnet seine eigenen Worte - denkt wieder nur an sein Leben |
Aufgaben
vermittelnd Partnerarbeit
oder Einzelarbeit LS – Gespräch
|
Zitate
im Text und Arbeitsblatt
|
|
2.2.2. Zusammen-fassung
Stillarbeit
|
|
Lehrer
bittet die Schüler, die zuvor an der Tafel festgehaltenen Ergebnisse auf den
Arbeitsbogen zu übertragen und ein Fazit zu formulieren. Findet
ihr diese Bewältigungsart richtig? |
Schüler
notieren Ergebnisse im 2. Teil des Arbeitsbogens und kommen zu dem Fazit: - Pauls gewonnene Einstellung zum Krieg
muss er wieder aufgeben, damit er selbst den Krieg überleben bzw. überstehen
kann. Schüler
äußern ihre Meinung |
Aufgaben
vermittelnd Ergebnissicherung LS - Gespräch
|
Tafelentwurf und Arbeitsblatt
|
|
3. Abschluss |
|
Lehrer weißt noch einmal darauf
hin, dass bei der „Duval-Episode“ der Zentralkonflikt des Romans deutlich
wird:
Schwanken
zwischen instinktivem Selbsterhaltungstrieb und der Sehnsucht nach Frieden
und Mitmenschlichkeit. (bei
90 Minuten könnte noch die „Duval-Episode“ aus dem Film gezeigt werden.) Lehrer
schließt die Stunde. |
Schüler
verlassen den Klassenraum. |
|
Filmausschnitt
|
1.
Was
passiert zwischen Paul und dem Feind im Trichter?
|
Zitate |
Wie
bezeichnet Paul sein Gegenüber? |
Paul sieht
ihn als: |
|
Zitat 1: S. 147 „Gerade will ich mich etwas umdrehen, da poltert
es, und schwer und klatschend fällt ein Körper
zu mir in den Trichter, rutscht ab, liegt auf mir- |
1. Körper |
- Gegner, -
todbringende Bedrohung |
|
Zitat 2: S. 149 „Die Gestalt
gegenüber bewegt sich.“ |
2. Gestalt |
|
|
Zitat 3: S. 149 „Ein Mann
mit einem kleinen Schnurrbart liegt da, der Kopf ist zur Seite gefallen,
ein Arm ist halb gebeugt, der Kopf drückt kraftlos darauf.“ |
3. Ein Mann
mit einem kleinen Schnurrbart |
|
|
Zitat 4: S. 150 „Ich will dir ja helfen, Kamerad, camerade, camerade, camerade – oder S. 152 „Kamerad, ich wollte dich nicht töten.“ „Vergib mir Kamerad!“ |
4. Kamerad |
|
|
Zitat 5: S. 153/ 154 „Und deshalb schlage ich das Buch auf und lese
langsam: Gérard Duval, Typograph.“ oder S. 154 „Ich habe den Buchdrucker
Gérard Duval getötet.“ |
5.
Buchdrucker, Gérard Duval |
- Individuum |
FAZIT:
1.
Nach und nach Entwicklung
einer Art Beziehung zu seinem Gegenüber.
2.
Mit zunehmender Reflexion
über sein eigenes Handeln kommt zunehmende kriegsablehnende Haltung & immer
mehr Mitgefühl für den anderen zustande.
2.
Was
passiert nach Pauls Rettung ?
|
Zitate |
Wie
verarbeitet Paul die erlebte Situation ? |
Paul sieht
ihn als: |
Zitat 1: S. 154„Aber wenn ich davon komme, Kamerad, will ich
kämpfen gegen dieses, das uns beide zerschlug: dir das Leben-und mir-? Auch
das Leben. Ich verspreche es dir, Kamerad. Es darf nie wieder geschehen.“ |
1. Will den Mord an seinem
Kameraden wieder gut machen. 2. Es darf nie wieder
passieren. |
-
Kamerad -
Individuum |
Zitat 2: S. 154„Ich werde alles halten, was ich dir versprochen
habe-, aber ich weiß jetzt schon, dass ich es nicht tun werde.“ |
3. Hin- und Hergerissensein 4. Innerer Konflikt |
|
Zitat 3: S. 155„Den Toten habe ich vergessen.“ |
5. Verdrängen und Vergessen
der Situation |
|
Zitat 4: S. 155„Von dem toten Buchdrucker sage ich nichts.“ |
6. Verschweigen des Erlebten |
|
Zitat 5: S. 155„Du kannst gar nichts daran machen. Was wolltest
du anders tun. Dazu bist du doch hier!“ |
7.
Bekräftigung und Be-ruhigung von Kat und Albert |
|
Zitat 6: S. 155„Was habe ich nur für einen Unsinn zusammengefaselt da in dem Trichter.“ |
8. Verleungung der eigenen
Worte |
|
Zitat 7: S. 156„Da brauchst du über deine Sache kein Wort mehr zu
verlieren, nickt Albert. Ich begreife mich jetzt auch selbst nicht mehr. Es
war nur, weil ich solange mit ihm zusammen liegen musste, sage ich. Krieg ist Krieg schließlich.“ |
9. Denken an das eigene Leben
bzw. Überleben 10.
Gleichgültigkeit |
- Einer
unter vielen Menschen (Opfern) |
FAZIT:
1.
Pauls gewonnene Einstellung
zum Krieg muss er wieder aufgeben, damit er selbst den Krieg überleben bzw.
überstehen kann.
|
Zentralkonflikt: Das Schwanken zwischen Selbsterhaltungstrieb und der Sehnsucht nach Frieden und Mitmenschlichkeit |