HS Literaturunterricht und kulturelles Gedächtnis

Dozent: PD Dr. M. Kämper-van den Boogaart

C. Richter, R. Wache, L. Nord, S. Kopf

Larissa Nord, Matr.-Nr. 129798

 

 

 

Thema: Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“

 

1.      Didaktische Analyse nach W. Klafki

 

1.1  Gegenwartsbedeutung

 

Welche Bedeutung hat der betreffende Inhalt  bereits im geistigen Leben der Schüler und welche Bedeutung sollte er – aus pädagogischer Sicht- darin haben ?

 

Den Schülern wird anhand dieses Romans die Unmenschlichkeit und Grausamkeit des Krieges relativ „unverblümt“ vor Augen geführt. Sie realisieren die Auswirkungen des Krieges auf das Leben jedes einzelnen Betroffenen, insbesondere die Aus-wirkungen auf die Jugend. Damit verbunden setzen sich die Schüler mit dem Tod auseinander und der Bedeutung, den er für jeden einzelnen hat.

Ein wichtiger Punkt, den die Schüler im Laufe der Erarbeitung des Werkes reali-

sieren, ist der Konflikt zwischen dem Selbsterhaltungstrieb und der Friedssehn-

sucht bzw. Mitmenschlichkeit, dem ein Soldat ausgesetzt wird. Dieser Konflikt wird im Roman besonders an dem Protagonisten Paul Bäumer verdeutlicht.

Nicht zuletzt sollten die Schüler auch die Verharmlosung des Krieges erkennen, die oft - z.B. in Film und Fernsehen, aber auch anderen Medien - betrieben wird.

 

1.2  Zukunftsbedeutung

 

Worin liegt die Bedeutung des Themas für die Zukunft der Schüler ?

 

Durch die Beschäftigung mit dem Roman sollen die Schüler dazu angeregt werden in Zukunft „angemessen“ mit Kriegsereignissen umzugehen; d.h. Kriegsgeschehnisse, die sie in den Medien verfolgen, zu reflektieren und nicht einfach nur an sich „vor-

überziehen“ zu lassen und ihnen gegenüber „abzustumpfen“.

Auch sollen die Schüler den Frieden ein Stück weit schätzen lernen, denn für sie ist es selbstverständlich in Frieden aufwachsen zu können. Es sollte ihnen vor Augen geführt werden, daß andere Jugendliche anderer Länder bzw. Generationen nicht dieses Glück haben / hatten. Wichtig ist auch, daß die Schüler lernen „nicht zu vergessen“, was Krieg bedeutet und was er anrichtet.

 

1.3  Exemplarische Bedeutung

 

Welche allgemeinen Sachverhalte bzw. welches Problem erschließt der Inhalt ?

 

Die Gesamtzielstellung bzw. das Motto unter dem diese Unterrichtssequenz steht

lautet: Der Mensch als Opfer von Krieg und Verfolgung. Hiermit ist nicht nur die physische Zerstörung, sondern insbesondere auch die psychische Zerstörung des Menschen gemeint.

Der Roman, mit dem sich die Unterrichtseinheit beschäftigt stellt den Krieg weitgehend realistisch dar. In dem Werk hat der Autor u.a. seine Kriegserlebnis-

se verarbeitet. Diese Authentizität wird u.a. durch viele Kriegsveteranen, die den Roman gelesen haben bestätigt. Aber auch das Verbot des Romans bzw. des Films durch die Nationalsozialisten bestätigt in gewisser Weise die realistische Darstellung

des Themas Krieg. Der Roman stand ganz oben auf ihrer Verbotsliste, da er den Krieg nicht „heldenhaft-beschönigend“ darstellt, also keine Kriegsverherrlichung be-

treibt, sondern exemplarisch für ein Anti-Kriegsbuch ist.

Ein grundlegendes Problem, welches der Roman aufzeigt, läßt sich treffend mit folgendem Zitat des Protagonisten des Buches ausdrücken:

 

         „Wie sinnlos ist alles, was je geschrieben, getan, gedacht wurde, wenn so

         etwas möglich ist ! Es muß alles gelogen und belanglos sein, wenn die Kultur

         von Jahrtausenden nicht einmal verhindern konnte, daß diese Ströme von

         Blut vergossen wurden [...]“

         (E.M. Remarque: Im Westen nichts Neues. KIWI Verlag Köln 1999. S.177)

 

1.4 Zugänglichkeit / Darstellbarkeit

 

Welches sind die besonderen Fälle, Phänomene, Situationen, Versuche, in oder an denen die Struktur des jeweiligen Inhaltes den Schülern dieser Bildungsstufe interes-

sant, fragwürdig, zugänglich, begreiflich, anschaulich werden kann ?

 

Der Roman ist leicht zugänglich, da er im allgemeinen einfach zu lesen ist ( bis auf ein paar veraltete Wörter).

Trotzdem der Schüler (hoffentlich!) selbst keinen Krieg miterlebt hat, kann er sich durch Remarques lebendige Erzählweise in die Situationen hineinversetzen und

viele Dinge gut nachvollziehen.

Das Thema ist gut darstellbar und zugänglich, da es durch das permanente Kriegs-

geschehen auf der Welt immer aktuell ist (immer präsent durch Kriegsberichte in den

Medien).

Außerdem ist der Inhalt nicht nur durch das Buch darstellbar, sondern auch durch die

Verfilmung zu dem Roman.

 

 

 

2.      Unterrichtssequenz: Der Mensch als Opfer von Krieg und Verfolgung

 

Die Unterrichtssequenz zum Thema „Der Mensch als Opfer von Krieg und Verfolg-

ung“ unterteilt sich in 12 bis 13 Unterrichtseinheiten mit folgenden Themen:

 

1)     Geschichtlicher Hintergrund des Romans

2)     Leben und Werk Remarques

 

Diese beiden Unterrichtseinheiten bilden die Grundlage für die Beschäftigung mit dem Roman und können von den Schülern in Form von Kurzreferaten erarbeitet werden. Diese Arbeitsweise dient der Vorbereitung der Unterrichtsgestaltung in der

Oberstufe und fördert außerdem die aktive Mitarbeit der Schüler an der Auseinander-

setzung mit der Lektüre.

 

3)     Motto und Frage nach der literarischen Gattung

 

Hiermit erfolgt der Einstieg in die Besprechung des eigentlichen Werkes. Remarque hat seinem Roman ein Motto bzw. Vorwort vorangestellt, in dem er sein Werk als

sachlichen Bericht darstellt. Das Titelblatt weist es jedoch als Roman aus. Dieser scheinbare Widerspruch soll als Anregung zur Erörterung der Gattung des Werkes

dienen.

 

4)     Die Makrostruktur des Romans

 

Für die Erarbeitung der Makrostruktur des Romans bietet sich die Bildung von Arbeitsgruppen an, die jeweils den Inhalt eines Kapitels schlagwortartig zusammen-

fassen. Hierbei soll vor allem herausgestellt werden, daß der Roman aus drei Groß-

teilen besteht, die jeweils mit der Darstellung der Ruhelage beginnen und mit dem Geschehen an der Front enden.

 

5)     Paul zwischen Vergangenheit und Zukunft

 

Mit dieser Unterrichtseinheit wird sich der Interpretation der Hauptfiguren des Romans zugewandt. Begonnen wird mit der Figur Kantorek, des alten Klassenlehrers

von Paul und einiger seiner Freunde an der Front, der als Symbol für die Vergangen-

heit Pauls steht. Weiterhin wird auf den Vergleich der Zukunftspläne der Figuren Kat,

Detering, Haie und Himmelstoß einerseits und Paul und seiner gleichaltrigen Freunde andererseits eingegangen.

 

6)     Der Begriff der Kameradschaft bei Remarque

 

Anhand von Äußerungen und des Verhaltens des Protagonisten Paul wird der Kameradschaftsbegriff bei Remarque herausgearbeitet. Remarque versteht

hierunter: Ein Gefühl elementarer Mitmenschlichkeit, das nichts mit einer historisch belasteten Kameradschaftsideologie (z.B. des Nationalsozialismus) zu tun hat.

Diese Erkenntnis ist Grundlage für die darauffolgende Unterrichtseinheit die im Folgenden ausführlicher anhand einer Beispielstunde behandelt wird.

 

7)     Die Duval – Episode  (siehe weiter unten)

 

8)     Das Menschenbild in „Im Westen nichts Neues“

 

Hier wird auf die vorangegangene „Duval-Episode“ bzw. der Erkenntnis des Zentralkonflikts des Romans aufgebaut. Der Mensch steht hier zwischen seiner

Eigenschaft als „Instinktwesen“ bzw. „Menschtier“, zu dem er bei Gefährdung wird

und einer parzifistischen, friedliebenden Gesinnung, zu der er durch Reflexion über die Folgen des Krieges gelangt. Hier bieten sich besonders die Textpassagen der Episode auf dem Jägerfriedhof mit dem nachfolgenden „Verletztenkatalog“ (Instinktmensch) in Gegenüberstellung der Darstellung der Schicksale von Paul, Albert und Peter vor und nach dieser Episode an.

 

9)     Die Frage der Kriegsschuld

 

Als Textgrundlage dient hier das Gespräch zwischen Paul und seinen Kameraden über die Ursachen des Krieges, welches anläßlich der „Kaiserparade“ geführt wird

(9.Kapitel). Anhand der Analyse dieses Textabschnittes sollen die Schüler erkennen,

daß es nicht einen, sondern viele Gründe für die Entstehung eines bewaffneten Konfliktes gab. Die abstruse Behauptung, ein Land müsse im Krieg seine Ehre Verteidigen wird als Vorwand entlarvt.

10)  Deutungsversuch zu „Im Westen nichts Neues“

 

Hiermit endet die eigentliche Arbeit am Text. Der Roman sollte noch einmal in seiner Gesamtheit betrachtet werden, um so zu einer möglichen Gesamtdeutung zu kom-

men. Besondere Beachtung wird hierbei dem Ende des Romans in Bezug auf die vorherige Handlung geschenkt.

 

11) Die Rezeption des Romans

 

Diese Unterrichtseinheit sollte schon wegen des Verbots des Romans durch die Nationalsozialisten nicht fehlen; aber auch die Rezeption durch Kriegsveteranen und auch die Kirche bilden hier interessante Aspekte. Ganz wesentlich ist natürlich auch die Frage: Wie haben die Schüler selbst den Roman aufgenommen ?

 

12) Vergleich von Roman und Verfilmung

 

Am Ende der Unterrichtssequenz bietet sich dieser Vergleich zwischen dem Roman und der Verfilmung von 1930 (wobei es noch andere, aber nicht so werknahe Verfilmungen gibt) an.

 

Variation: Unterrichtsstunde in Verbindung mit aktuellen Kriegsgeschehnissen

 

Um den Bezug zur Gegenwart herzustellen bzw. die permanente Aktualität des

Themas zu verdeutlichen ist es sicherlich sinnvoll eine Unterrichtsstunde in Verbindung mit aktuellen Kriegsgeschehnissen auf der Welt anzubieten.

 

 

   


 

Verlaufsplan für die 7. Unterrichtsstunde: „Im Westen nichts Neues“

von Erich Maria Remarque  - für eine 9. / 10. Klasse

Thema: Die „Duval - Episode“

3. Februar 2000

HS Literaturunterricht und kulturelles Gedächtnis

Dr. M. Kämper-van den Boogaart

Larissa Nord & Simone Kopf

 

Phasen

Lernziel

Lehrverhalten

Schülerverhalten

Methode

Medium

1.

Einstieg

 

 

Lehrer begrüßt die Klasse.

Schüler sitzen an ihren Tischen und haben den zu Hause gelesenen Text der „Duval–Episode“ vorsichliegen.

 

Buch bzw. Text der „Duval - Episode“

Motivation

 

Lehrer zeigt Schülern Kriegsbild und fragt:

-          Was ist auf dem Bild zu sehen?

 

 

 

-          Wie bringt ihr dieses Bild mit eurer Hausaufgabe in Zusammenhang?

 

Schüler sehen sich das Bild an und nennen:

-          Kriegsszene/ Kriegstoter

-          Toter / Überlebender

-          Gefahrensituation

 

-          Gleiche Situation nur als Text

-          aktuelle Kriegserlebnisse

-          Betroffene Menschen im Krieg

-          Lebensgefahr

Impulsgebend

LS- Gespräch

Bild auf Folie

2.1.1.

Lernziel-erarbeitung

 

 

LZ 1: Schüler benennen die Bewußtseinsent-wicklung von Paul zu seinem Gegenüber in einzelnen Schritten

 

LZ 2: Schüler erkennen Konflikt zwischen Selbsterhaltungstrieb & Mitmenschlichkeit

 

LZ 3: Schüler verstehen psychologische Aspekte des Krieges und die Schwierigkeiten der Betroffenen

 

-          Wie waren eure Leseeindrücke beim Lesen dieser Episode ?

 

 

-          Wie empfindet ihr die Situation von Paul?

 

 

 

-          Könnt ihr seine Angst um sein Leben nachempfinden?

-          Könnt ihr seine Reaktion
nachvollziehen?

 

-       Was fällt euch bei Pauls

        Handeln auf?

 

 

 

-       Wie stellt Paul sein Gegenüber dar? Gibt es da Anzeichen für eine Entwicklung zum Persönlicheren in Form einer „Beziehung“?

Schüler äußern ihre Meinungen:

-          bedrückend

-          schrecklich

 

-          bedrohlich, schuldig

-          Angst um sein Leben verständlich

-          Keine Fluchtmöglichkeit

 

-          Ja/ Nein

-          Tod ist nahe, Einsamkeit

-          Ja / Nein

-          Einzige Möglichkeit selbst zu überleben

 

-          Rücksichtslosigkeit,

-          Keine Hemmungen

-          Schuld ?

-          Hilfsbereitschaft ?

 

LS – Gespräch

 

 

Textbegegnung &

vertiefende Rezeption

 

Stillarbeit

 

 

Aufgabe:

Anhand des Textes –in Form von Zitaten- (besondere Beachtung der Substantive) die Entwicklung der Beziehung Pauls zu seinem Gegenüber in dem Trichter in einzelnen Schritten herauszusuchen.

Schüler suchen zu zweit aus dem Text die einzelnen Schritte der Entwicklung heraus anhand von Zitaten:

1.        Körper

2.        Gestalt

3.        Mann mit einem kleinen Schnurrbart

4.        Kamerad

5.        Gérard Duval, Buchdrucker

Aufgaben

vermittelnd

 

 

Partnerarbeit

Text

Phasen

Lernziel

Lehrverhalten

Schülerverhalten

Methode

Medium

2.1.2.

Zusammen-fassung

 

 

 

Lehrer sammelt die Ergebnisse an der Tafel

 

Lehrer fordert die Schüler auf, die einzelnen Schritte der Entwicklung mit den herausgesuchten Zitaten auf das Arbeitsblatt zu übertragen.

 

Lehrer fordert die Schüler auf ein Ergebnis der Textarbeit zu formulieren.

Mit Hilfe der Frage: Welche Einstellung hat Paul gewonnen?

Schüler nennen Entwicklungsschritte Pauls

 

Schüler übertragen die einzelnen Schritte der

Entwicklung mit den herausgesuchten Zitaten

auf das Arbeitsblatt.

 

 

Schüler nennen:

-       Nach und nach Entwicklung einer Art Beziehung zu seinem Gegenüber; vom Körper zum Individuum.

-       Mit zunehmender Reflexion über sein eigenes Handeln kommt zunehmende kriegsablehnende Haltung und immer mehr Mitgefühl für den anderen zustande.

LS – Gespräch

 

Aufgaben vermittelnd

Ergebnissicherung

 

LS – Gespräch

Tafelbild mit Aspekten und Zitaten

 

Arbeitsblatt

2.2.1.

Lernzieler-arbeitung

 

Stillarbeit

siehe 2.1.1.

Lehrer gibt mehrere Zitate vor (Arbeitsbogen Teil 2), die sich die Schüler nochmals genauer ansehen sollen, um der Frage nachzugehen:

 

-       Wie Paul die Erlebnisse bewältigt?

-          Was mit seiner Einstellung zum Krieg nach seiner Rettung passiert ?

Schüler lesen Zitate und nennen:

-          will den „Mord“ wieder gutmachen

-          „es darf nie wieder geschehen“

-          Hin-und Hergerissensein

-          verdrängt & vergißt Situation mit dem Toten

-          verschweigt zunächst Erlebnis

-          holt sich Bekräftigung von Kat & Albert

-       leugnet seine eigenen Worte

-       denkt wieder nur an sein Leben

Aufgaben vermittelnd

Partnerarbeit oder Einzelarbeit

LS – Gespräch

 

Zitate im Text

und Arbeitsblatt

2.2.2.

Zusammen-fassung

 

Stillarbeit

 

Lehrer bittet die Schüler, die zuvor an der Tafel festgehaltenen Ergebnisse auf den Arbeitsbogen zu übertragen und ein Fazit zu formulieren.

 

 

 

Findet ihr diese Bewältigungsart richtig?

Schüler notieren Ergebnisse im 2. Teil des Arbeitsbogens und kommen zu dem Fazit:

-       Pauls gewonnene Einstellung zum Krieg muss er wieder aufgeben, damit er selbst den Krieg überleben bzw. überstehen kann.

 

Schüler äußern ihre Meinung

Aufgaben vermittelnd

Ergebnissicherung

 

 

 

LS - Gespräch

Tafelentwurf und Arbeitsblatt

3.

Abschluss

 

Lehrer weißt noch einmal darauf hin, dass bei der „Duval-Episode“ der Zentralkonflikt des Romans deutlich wird:

Schwanken zwischen instinktivem Selbsterhaltungstrieb und der Sehnsucht nach Frieden und Mitmenschlichkeit.

 

(bei 90 Minuten könnte noch die „Duval-Episode“ aus dem Film gezeigt werden.)

 

Lehrer schließt die Stunde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schüler verlassen den Klassenraum.

 

 

 

 

 

 

 

 

Filmausschnitt

 


Arbeitsbogen zur „Duval-Episode“  -  „Im Westen nichts Neues“

von E. M. Remarque

 

 

 

1.    Was passiert zwischen Paul und dem Feind im Trichter?

 

Zitate

Wie bezeichnet Paul sein Gegenüber?

Paul sieht ihn als:

Zitat 1: S. 147

„Gerade will ich mich etwas umdrehen, da poltert es, und schwer und klatschend fällt ein Körper zu mir in den Trichter, rutscht ab, liegt auf mir-

 

1. Körper

- Gegner,

- todbringende Bedrohung

Zitat 2: S. 149

„Die Gestalt gegenüber bewegt sich.“

2. Gestalt

 

Zitat 3: S. 149

Ein Mann mit einem kleinen Schnurrbart liegt da, der Kopf ist zur Seite gefallen, ein Arm ist halb gebeugt, der Kopf drückt kraftlos darauf.“

3. Ein Mann mit einem kleinen Schnurrbart

 

Zitat 4: S. 150

„Ich will dir ja helfen, Kamerad, camerade, camerade, camerade –

oder S. 152

„Kamerad, ich wollte dich nicht töten.“

„Vergib mir Kamerad!“

4. Kamerad

 

Zitat 5: S. 153/ 154

„Und deshalb schlage ich das Buch auf und lese langsam: Gérard Duval, Typograph.“

oder S. 154

„Ich habe den Buchdrucker Gérard Duval getötet.“

5. Buchdrucker,

Gérard Duval

- Individuum

 

 

FAZIT:

 

1.      Nach und nach Entwicklung einer Art Beziehung zu seinem Gegenüber.

 

2.      Mit zunehmender Reflexion über sein eigenes Handeln kommt zunehmende kriegsablehnende Haltung & immer mehr Mitgefühl für den anderen zustande.

 

 

2.    Was passiert nach Pauls Rettung ?

 

Zitate

Wie verarbeitet Paul die erlebte Situation ?

Paul sieht ihn als:

Zitat 1: S. 154

„Aber wenn ich davon komme, Kamerad, will ich kämpfen gegen dieses, das uns beide zerschlug: dir das Leben-und mir-? Auch das Leben. Ich verspreche es dir, Kamerad. Es darf nie wieder geschehen.“

1.      Will den Mord an seinem Kameraden wieder gut machen.

2.      Es darf nie wieder passieren.

 

-         Kamerad

-         Individuum

Zitat 2: S. 154

„Ich werde alles halten, was ich dir versprochen habe-, aber ich weiß jetzt schon, dass ich es nicht tun werde.“

3.      Hin- und Hergerissensein

4.      Innerer Konflikt

 

Zitat 3: S. 155

„Den Toten habe ich vergessen.“

5.      Verdrängen und Vergessen der Situation

 

 

Zitat 4: S. 155

„Von dem toten Buchdrucker sage ich nichts.“

6.      Verschweigen des Erlebten

 

 

Zitat 5: S. 155

„Du kannst gar nichts daran machen. Was wolltest du anders tun. Dazu bist du doch hier!“

7.  Bekräftigung und Be-ruhigung von Kat und Albert

 

Zitat 6: S. 155

„Was habe ich nur für einen Unsinn zusammengefaselt da in dem Trichter.“

8.      Verleungung der eigenen Worte

 

 

Zitat 7: S. 156

„Da brauchst du über deine Sache kein Wort mehr zu verlieren, nickt Albert. Ich begreife mich jetzt auch selbst nicht mehr. Es war nur, weil ich solange mit ihm zusammen liegen musste, sage ich. Krieg ist Krieg schließlich.“

9.      Denken an das eigene

      Leben bzw. Überleben

 

10.  Gleichgültigkeit

- Einer unter vielen Menschen (Opfern)

 

FAZIT:

 

1.      Pauls gewonnene Einstellung zum Krieg muss er wieder aufgeben, damit er selbst den Krieg überleben bzw. überstehen kann.

 

Zentralkonflikt: Das Schwanken zwischen Selbsterhaltungstrieb und der Sehnsucht nach Frieden und Mitmenschlichkeit