Tumorzellspezifische Regulierung der Genexpression durch Johanniskraut und Hyperforin


Man hat beobachtet, daß Johanniskraut und sein Bestandteil Hyperforin auf Tumoren und deren Zellen antiproliferative und pro-apoptotische Wirkungen hat. Über den zugrundeliegenden Mechnismus gibt es nur Vermutungen. Wir haben Hepatomzellen mit Johanniskraut und Hyperforin behandelt, anschließend die Expression mittels Microarray gemessen und dabei festgestellt, daß mRNAs für bestimmte Proteine (Calciumhomöostase, unfolded protein response , Apoptoseschutz) vermindert sind. Diese Downregulierung sollte eigentlich mit einem Anstieg der intrazellulären Calciumkonzentration und der Apoptoserate einhergehen. Wir haben vor zu untersuchen (1) ob die durch Johanniskraut und Hyperforin hervorgerufenen Änderungen in der Genexpression wirklich die intrazelluläre Calciumkonzentration beeinflussen, (2) ob diese an Hepatomzellen erhobenen Befunde spezifisch sind für Tumorzellen. Hierzu wollen wir (1) die Konzentration von intrazellulärem Calcium behandelter und unbehandelter Zellen messen (Fluoreszenz, Fura 2) und (2) die Wirkungen von Johanniskraut und Hyperforin auf die Genregulation mittels Microarray und RT-PCR in CaCo2-Zellen (Colonkarzinom) bestimmen. Diese Zellen lassen sich mit Hilfe von Natriumbutyrat differenzieren. Damit ist die Möglichkeit gegeben, die Effekte auf proliferierende und differenzierte Zellen zu vergleichen. Die Ergebnisse sollten bei der Klärung der Frage helfen, über welchen Mechanismus Johanniskraut das Wachstum von Tumorzellen hemmt.
Projektleitung:

Univ.Prof.Dr. Ivar Roots
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Institut für klinische Pharmakologie und Toxikologie CCM
Weitere Projektleitungen:

Dr. rer. nat. Solveigh Krusekopf
Weitere Projektmitglieder:

Mark Goldammer, Dr. habil Dieter Schwarz
Laufzeit:

01/2005 - 12/2005
Fördereinrichtung:

Universitäre Forschungsförderung Charite
Förderform:

n.a.
Online-Informationen:

http://www.charite.de/klinpharm