Genotypisierung einer der Pelizaeus-Merzbacher-Erkrankung (PMD) ähnlichen Leukodystrophie


Zwei Gene sind bekannt, deren Mutationen eine Hypomyelinisierung des Zentralnervenssystems bedingen. Die Pelizaeus-Merzbacher-Erkrankung (PMD) beruht auf Mutationen des X-chromosomalen PLP-Gens, welches das myelinständige Proteolipid-Protein (PLP/DM20) kodiert. Hauptsymptome der PMD sind Nystagmus, Ataxie und Spastik sowie eine ZNS-Hypomyelinisierung. Homozygote Mutationen des autosomalen mbp-Gens, welches das Myelin basic protein kodiert, führen bei der shiverer ( Schüttelfrost -) Maus, die eine große Deletion in der mbp Sequenz trägt, zu Tremor, Krampfanfällen und Hypomyelinisierung. In einer konsanguinen Familie mit einer weiblichen und zwei männlichen Merkmalsträgern, bei der genetisch eine PMD ausgeschlossen ist, soll eine PMD-ähnliche Leukodystrophie genotypisiert werden. Das Glykoprotein m6b interagiert mit plp, und so ist trotz seiner Lokalisation auf dem X-Chromosom das GPM6B ein zweites Kandidatengen. Durch Kopplungsanalysen der MBP- und GPM6B-Kandidatenregionen und ggf. anschließend des gesamten Genoms sollen der Genort in dieser Familie lokalisiert, mit betroffenen Familien ähnlichen Phänotyps und kosegregierender Kandidatenregion der Genort eingeengt und das verantwortliche Gen durch Mutationsanalysen identifiziert werden.
Projektleitung:

Dr. Birgit Uhlenberg
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Neurologie CVK
Tel. 450-566112
Fax 450-566930
birgit.uhlenberg@charite.de
Laufzeit:

01/2004- 12/2004
Fördereinrichtung:

Universitäre Forschungsförderung Charité