Evaluation des teletherapeutischen Verfahrens "EvoCare" für Patienten nach Schlaganfall in der Reha-Nachsorge


Zur Sicherung der Nachhaltigkeit der Rehabilitationsergebnisse setzt die Deutsche Rentenversicherung Nachsorgeleistungen auch im Bereich der neurologischen Rehabilitation ein (z.B. IRENA). Das EvoCare -System mit den Übungsprogrammen EvoLing2 und EvoCog bietet die Möglichkeit einer von den Therapeuten der Klinik gesteuerten und supervidierten Nachsorge im sprachlichen und kognitiven Bereich. Im Rahmen der Studie wird die Effektivität der teletherapeutischen Versorgungsform EvoCare in der rehabilitativen Nachsorge von Schlaganfallpatienten (Versicherte der Deutschen Rentenversicherung) mit speziellen neuropsychologischen oder sprachlichen Defiziten bewertet. Es soll die Frage beantwortet werden, ob die Nachsorge von Schlaganfallpatienten mit dem EvoCare -System zu besseren und nachhaltigeren Ergebnissen im Aufmerksamkeitsbereich oder bei der Wiedererlangung sprachlicher Fähigkeiten und in der subjektiven Einschätzung der Lebensqualität und damit zu besseren Voraussetzungen für eine weitere Erwerbstätigkeit führt als die poststationäre ambulante Versorgung ohne EvoCare . Die Evaluation erfolgt in einer randomisierten kontrollierten Studie. Das Studienkonzept wurde von der Ethikkommission der Charité geprüft und gebilligt. Die notwendige Anzahl von Studienteilnehmer kann nur mit einem multizentrischen Ansatz (Kooperation mit vier Reha-Kliniken Klinik Ambrock, Reha-Zentrum Bad Gögging, Odebornklinik, Westerwaldklinik) realisiert werden.
Projektleitung:

Prof. Dr. Werner Müller-Fahrnow
Charité - Universitätsmedizin Berlin
AG für Rehabilitationswissenschaften
Tel. 450517092
Fax 450517932
werner.mueller-fahrnow@charite.de
Weitere Projektleitungen:

Radoschewski, F. M.
Weitere Projektmitglieder:

Tesmer, I.
Laufzeit:

09/2006 - 12/2008
Fördereinrichtung:

Div. Mittelgeber
Publikationen:

Radoschewski FM, Tesmer I und Müller-Fahrnow W. Nachsorge bei Schlaganfallpatienten mit "EvoCare" - Evaluation der Effektivität eines teletherapeutischen Verfahrens. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg). Tagungsband, "Evidenzbasierte Rehabilitation - zwischen Standardisierung und Individualisierung", 17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium vom 3. bis 5. März 2008 in Bremen. DRV-Schriften 2008; (77): 539-540