Forschungsbericht 2008-2009

Aletheia - Semantische Föderation umfassender Produktinformation


Aletheia ermöglicht durch den Einsatz semantischer Technologien Zugriff auf umfassende Produktinformationen. Das Forschungsprojekt ist eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Leitinnovation, die Konsortialführung liegt bei SAP Research, SAP AG. Die Anforderungen an die Verwaltung von Produktinformationen sind gestiegen. Der Ansatz von Aletheia reicht über die Fähigkeiten gegenwärtiger Systeme zur Verwaltung produktbezogener Informationen (Product Lifecycle Management Systeme) weit hinaus. Sämtliche produktbezogenen Informationen - über die Lieferkette und den Produktlebenszyklus hinweg werden durch das Aletheia - System mit Informationen aus betrieblichen Geschäfts- und Büroanwendungen, dem Internet und intelligenten Gütern verknüpft. Um die heterogenen Informationsquellen nutzbar zu machen, durchlaufen sie neben der rein technischen Integration eine semantische Föderation und Harmonisierung. Aletheia schafft so eine umfassende Informationsbasis verwertbar für eine Reihe von Geschäftsprozessen und wertvoll für Verbraucher, Dienstleistungsanbieter und Hersteller. Projektbeteiligung der Humboldt-Universität Die Humboldt-Universität zu Berlin ist mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik (Prof. Günther) und dem Fachgebiet Rechnerorganisation und Kommunikation (Prof. Malek) am Projekt beteiligt. Die beiden Lehrstühle zeichnen sich durch ihre besondere Anwendungsorientiertheit aus, was sich u.a. in der Arbeit des vom BMBF geförderten Berliner Forschungszentrums Internetökonomie (iö-Projekt InterVal ) niedergeschlagen hat. Der Lehrstuhl von Prof. Günther ist besonders für seine wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich des Internet of Things bekannt, mit Schwerpunkt auf Fragen der IT-Sicherheit, Privatsphäre sowie Nachhaltigkeit (Technikfolgen). Seit 2006 leitet das Institut ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördertes Verbundprojekt namens Ko-RFID zur Frage des Einsatzes von RFID-Funkchips in Wertschöpfungsnetzen. Die dort erzielten Ergebnisse bilden eine wichtige Arbeitsgrundlage für die in Aletheia geplanten Forschungsarbeiten. Der Lehrstuhl Rechnerorganisation und Kommunikation unter der Leitung von Prof. Dr. Miroslaw Malek beschäftigt sich mit der Architektur von Computersystemen, dabei insbesondere mit (drahtloser) Kommunikation. Für Aletheia relevant sind Ortungstechnologien und ihre Integration in ortsbasierte Informationssysteme auf Grundlage von Web Services und XML. Aletheia wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Zeitraum 2008-2011 mit insgesamt sieben Millionen Euro gefördert. Aletheia ist ein Verbundprojekt, das die Forschungsschwerpunkte verschiedener Universitäten und in diesem Feld aktiver Unternehmen bündelt.
Projektleitung:

Prof. Ph. D. Oliver Günther
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Wirtschaftsinformatik
Tel (030) 2093-5743
Fax (030) 2093-5741
E-Mail guenther@wiwi.hu-berlin.de
Weitere Projektleitungen:

Konsortialführer: SAP AG
Weitere Projektmitglieder:

HU-Berlin, FU-Berlin, Techn. Universität Dresden, sowie folgende Praxispartner: ABB, BMW Group, Deutsche Post World Net, EUROLOG AG, Fraunhofer-Institut IIS, Giesecke & Devrient, ontoprise GmbH., Otto GmbH & Co. KG, TECO und SAP AG.
Laufzeit:

03/2008 - 06/2011
Fördereinrichtung:

BMBF
Online-Informationen:

http://aletheia.wiwi.hu-berlin.de/
Publikationen:

http://aletheia.wiwi.hu-berlin.de/content/de/publikationen/index.php