Die Augusteische Epoche

(um 14 n.Chr.)

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Die Augusteische Zeit (um 14 n.Chr.)

 

Gut ein Jahrhundert später, am Ende der Herrschaft des Augustus, des ersten römischen Kaisers, hatte das Forum sein Erscheinungsbild nochmals grundlegend gewandelt. Das Forum erstrahlte nun in einer einzigartigen und bisher nie dagewesenen glanzvollen Monumentalität. Die Architektur wuchs in die Höhe, der Platz wirkte gefasster, die Menschen auf ihm scheinbar kleiner.

 

Alle rahmenden Bauten waren nun durch aufsehenerregende Neubauten ersetzt worden, die mit ihrer hoch aufragenden Architektur weitaus prächtiger erschienen als die spätrepublikanischen Vorgängerbauten, die sie ersetzten. Zahlreiche aufsehenerregende Ehrenmonumente – Bogenmonumente und Ehrensäulen – bevölkerten nun den Platz und verweisen nachhaltig auf den neuen Herrscher und seine militärischen Siege. Und auch der Platz selbst hatte nun eine neue Raumstruktur erhalten: Indem unter Caesar und Augustus die Rednertribüne (Rostra) von ihrem alten Platz beim Comitium hinüber auf die Westseite der eigentlichen Forumsfläche verlegt worden war, und Augustus auf der gegenüberliegenden Seite den Caesar-Tempel errichten ließ, richtete sich der gesamt Platz nun konsequent auf eine neue Ost-West-Achse aus, die sich seit der Situation um 100 v.Chr. schon angebahnt hatte.

 

Augustus selbst hatte nur wenige, aber dafür die bedeutendsten Bauten selbst gestiftet: die Curia, den Caesar-Tempel sowie die neuen Rostra. Andere Bauten stifteten seine Anhänger in der Senatsaristokratie oder aber die anvisierten Thronfolger aus der Familie des Augustus. Auch wenn Augustus also nicht selbst als Bauherr überall am Forum auftrat, so steckte doch sein Geld in allen Neubauten. Und auch er profitierte primär von allen Bauprojekten. Denn das Forum wandelte nachhaltig seinen Charakter: Es wurde nun zum Repräsentationsplatz des neuen Herrschers und seiner Familie. Eindrücklich schrieb sich Augustus damit in die Physiognomie des Forums ein – und war aus der weiteren Geschichte des Forums nicht mehr wegzudenken.

 

 

 

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