Auf der Suche nach neuen Formen der Kommunikation und des Dialogs sind all jene, für die es eine existentielle Frage ist, Aufmerksamkeit zu erregen, wieder auf eine gute alte Tugend zurückgekommen — die Förderung der schönen und der bildenden Künste, »Kultur-Sponsoring« genannt. Dabei geht es in erster Linie darum, das Licht des gesponserten Gegenstandes vorteilhaft auf den Förderer und in der Regel vor allem auf dessen Produkte fallen zu lassen. Dem Musik-Sponsoring als Teilbereich dieser Förderungsform kommt inzwischen eine immer stärkere Bedeutung zu, und so verwundert es nicht, daß derartige Aktivitäten in vielen Unternehmen zum schon fast selbstverständlichen Bestandteil der Kommunikationspolitik im Rahmen des Marketing geworden sind.
Es stellt sich allerdings die Frage, inwieweit und ob überhaupt die auf diesem Wege vergebenen finanziellen Spritzen, auch und gerade vor dem Hintergrund leerer Kassen der öffentlichen Hand, ein probates Mittel zur Förderung der nationalen Musikszene oder gar lokalen kulturellen Bodens darstellt. Dabei soll nicht von den Vorstellungen einiger Kulturpolitiker ausgegangen werden, von denen immer häufiger der Ruf zu vernehmen ist, privatwirtschaftliche Unternehmen sollten dem Staat in vielleicht gar altruistischer Weise bei Erfüllung dieses politischen Auftrages verstärkt zur Seite stehen. Vielmehr werden die realistischen Chancen Musikschaffender, insbesondere einzelner Künstler und Rock- bzw. Popbands geprüft, durch Sponsoring-Verträge an die begehrten und ggf. notwendigen Geldmittel zu gelangen, die eine professionelle Arbeit vertiefen bzw. gerade erst möglich machen können.
Zunächst soll dazu aber versucht werden, den Sponsoringbegriff zu präzisieren und von anderen Förderungsmaßnahmen abzugrenzen, da unter Sponsoring auch in Fachkreisen häufig undifferenziert ein Übergriff für sämtliche Formen der Förderung und Aktivitäten im globalen, gesellschaftlichen Umfeld durch Unternehmen verstanden wird. Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang dann auch die Darstellung der Ziele der Beteiligten sowie deren, an derartige Maßnahmen geknüpfte Vorstellungen. Umgesetzt werden diese Ausführungen in einem Sponsoring-Konzept, daß Musikschaffenden die Akquisition eines Sponsorships erleichtern kann. Beispielhaft erfolgt dann die Darstellung zweier unterschiedlicher Praxisbeispiele, die den möglichen Umfang solcher Partnerschaften bewußt werden lassen. Zudem wird jedoch regelmäßig der Abgleich mit der Sicht der Unternehmen vollzogen, da daran die Vorgaben, die zur Ausschüttung von Beträgen an Musikschaffende führen, am ehesten verdeutlicht werden können und somit eine realistische Einschätzung der damit verbundenen Chancen erlaubt.
Die Wurzeln der mehr oder minder neudeutschen Sprachregelung »Sponsoring«, worunter in Übersetzung des Englischen wohl in erster Linie »Förderung« oder »Finanzierung« zu verstehen ist, sind, folgt man dem Sprachstamm ein wenig in die Vergangenheit, auch dem Deutschen gar nicht so neu. Der Begriff »Sponsor« läßt sich wohl vom so gut wie in Vergessenheit geratenen altdeutschen Wort »Sponsorierer« herleiten, einem Mann, der nach dem Sinn des Wortes für oder um etwas wirbt[1]; so
z. B. im Auftrag eines jungen Mannes mit der Absicht, einem Mädchen die Ehe anzutragen. Auch die Gebrüder Grimm übersetzten den »Sponsorierer« in ihrem legendären Wörterbuch noch im Sinne von »Freier« und »Werber«. So fand der Begriff in leicht veränderter Sinngebung und Schreibweise in unsere heutige Sprache zurück.
In ähnlichem Zusammenhang und daher häufig vermischt stehen die Begriffe »Mäzenatentum« und »Spendenwesen«, deren Abgrenzung zum hier behandelten Gegenstand nicht unproblematisch erscheint und oft auch nicht vorgenommen wird, aber, dennoch versucht werden soll.
Der Namensgeber dieser Art der Förderung ist uns bekannt. Es handelt sich um Gaius Clinius Maecenas (ca. 70-8 v. Chr.), einen vermögenden römischen Ritter mit literarischen Neigungen, der Dichter wie Horaz, Virgil und Properz derart mit Barmitteln ausstattete, daß diesen ein sorgenfreies Dichten ermöglicht wurde.[2] Das Vorbild machte Schule. Ob Justinian, Marc Aurel oder acht Jahrhunderte später Karl der Große, nicht zu vergessen auch die Medici am Ende des 14. Jahrhunderts, das Fördern von Gelehrten, Künstlern und Dichtern erfreute sich zunehmend großer Beliebtheit. Ob die Förderung des Maecenas tatsächlich altruistisch war und im Stillen erfolgte, wie es von der Definition des Wortes »Mäzen« überwiegend verlangt wird[3], läßt sich nach rund zweitausend Jahren wohl nicht mehr klären. Sicherlich wird der Glanz des so Geförderten auch auf den Mäzen abstrahlen, so daß die Grenze zur Förderung mit Eigennutz schwer zu ziehen ist. Ganz überwiegend bezeichnen sich aber Unternehmer und Unternehmen, die dieselbe nicht in direktem Zusammenhang mit unternehmerischen Zielen sehen, gern als Mäzene und nicht als Sponsoren.[4]
Aber auch in der Vergangenheit waren nicht alle Förderer Mäzene im eigentlichen Sinn, sondern verfolgten durchaus eigene Ziele. Als solche Form der Förderung gilt heute auch das Spendenwesen. Hierbei handelt es sich um die Unterstützung von Kunst oder Wissenschaft, die systematische Förderung sozialer Vereinigungen, kirchlicher Aktionen, Parteien und Sport zur Betonung der gesellschaftlichen Verantwortung und Position durch Personen und Organisationen, besonders durch Unternehmen. Das Spendenwesen, in den USA als »Corporate Giving« bezeichnet, stellt eine Weiterentwicklung des Mäzenatentums dar, bei dem auch eigene Motive, insbesondere z. B. steuerliche Gründe, ein hohes Gewicht haben.
Auf diese Weise sind viele herausragende Einrichtungen im Kunst- und Kulturbereich in Deutschland entstanden. Ein großer Anteil davon ist den auf dauerhafte Förderung angelegten ca. 5.000 Stiftungen hierzulande zuzuschreiben, welche sich, wie beispielsweise die »Robert-Bosch-Stiftung«, der Erhaltung und Förderung kultureller Institutionen schwerpunktmäßig widmen. Hinzu kommen die zahllosen Maßnahmen von einzelnen Privatpersonen, die in den verschiedensten Bereichen eine wichtige Finanzierungsergänzung leisten oder oftmals über Mitgliedsbeiträge für Fördervereine gezielt kulturelle Aktivitäten unterstützen.[5]
Das Mäzenatentum darf — ebenso wie das Spendenwesen — nicht mit Sponsoring gleichgesetzt werden. Nach obiger Abgrenzung kann nun eine genaue Definition letzteren Begriffes erfolgen.
Als Definition des Begriffes wird in Publikationen am häufigsten folgende zitiert:
»A Sponsor makes a Contribution in cash or kind — which may or may not include services and expertise — to an activity, which is in some measure a leisure pursuit, either sport or within the broad definition of main commercial function of the sponsoring body (otherwise it becomes straightforward promotion, rather than sponsorship). The sponsor expects a return in term of publicity«..[6]
Eine weitere Definition, eher betriebswirtschaftlich angelegt, kommt aus Deutschland:
»Sponsoring ist die Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten, die mit der Zurverfügungstellung von Mitteln durch Unternehmen für Personen und Organisationen im sportlichen, kulturellen oder sozialen Bereich zur Erreichung von unternehmerischen Marketing— und Kommunikationszielen verbunden sind«.[7]
Eine ganz andere Abgrenzung wird in den USA in der Praxis verwendet: der sogenannte »acid test« (Feuerprobe). Hierbei wird ganz pragmatisch darauf geachtet, ob der Förderer auf die Nennung seines Namens besteht. Tut er das, so ist er ein Sponsor.[8]
Ungeachtet dieser unterschiedlichen Definitionsansätze lassen sich doch folgende Merkmale festhalten:
Sponsoring läßt sich kennzeichnen als
Als für Sponsoraktivitäten interessante Erscheinungsformen werden folgende Gebiete genannt:
Das Sozio— und Öko-Sponsoring gewinnt in Deutschland in immer stärkerem Maße an Interessantheit. Unternehmen engagieren sich hierbei im gesellschaftlichen Bereich, wobei gerade die zunehmenden Probleme der Umwelt und der Abbau des Sozialstaates eine werblich attraktive Lücke entstehen lassen. Obwohl Aktivitäten in diesem Bereich heute noch eher dem Mäzenatentum oder dem Spendenwesen zugerechnet werden, läßt sich ein gesteigertes Interesse der Wirtschaft hierin nachweisen.[13] Finanzielle Unterstützung erhalten insbesondere:
In den 80er Jahren entwickelten sich in den USA neue Wege des Sponsoring im kulturellen Bereich. Ursache war, daß der amerikanische Staat im internationalen Vergleich den geringsten Anteil an öffentlichen Geldern für Kulturförderung bereitstellt.[15] In Deutschland wurde man darauf Ende der 80er— Anfang der 90er Jahre aufmerksam und versuchte, in den USA entwickelte Konzepte auf die hier anzutreffenden Gegebenheiten zu transformieren.[16] Dabei fiel zuerst auf, daß Sponsoringkonzepte aus dem sportlichen Bereich nicht ohne weiteres übertragen werden können. Die Ursachen dafür liegen unter anderem in folgendem:
Die Möglichkeiten des Kultur-Sponsoring sind ähnlich vielfältig wie beim Sozio- und Öko-Sponsoring und haben sich nach dem Sport-Sponsoring inzwischen am stärksten durchgesetzt.[19] Partnerschaften lassen sich in den folgenden Gebieten eingehen:
|
Bereiche |
Ausprägungen |
|
Schauspiel |
Oper Operette Ballett Theater |
|
Ausstellungen |
Museum Galerie Unternehmenseigene Gebäude |
|
Musik |
Klassische Musik (Konzerte, Chöre, Orchester usw.) Moderne/Populäre Musik (Konzerte, Tourneen, Festivals usw.) |
|
Literatur |
Bücher Bildbände Reiseführer |
|
Film |
Spielfilme Fernsehsendungen |
Waren die Kultur-Sponsoring-Engagements der ersten Jahre oft von der Angebotsseite, also seitens der Künstler initiiert und wurden eher spontan eingegangen, so reicht dieses Vorgehen heute nicht mehr. Ein Unternehmen durchleuchtet heute sorgsam Angebot und Nachfrage, um dann nach objektiven bzw. subjektiven Entscheidungskriterien die richtige Programmwahl zu treffen. Als eine Hilfe wird dabei die richtige Einschätzung des Levels des Engagements gesehen. Zwei Kriterien kann man hier zugrunde legen: Die »Klassen« und die »Leistungsebenen« der Kulturträger.
Dabei wird der Einsatz des Kultur-Sponsorings mit der Klasse des Sponsorobjektes im Verhältnis zum zu vergebenen bzw. eingeplanten Budget in drei Ebenen eingeteilt:
|
Sponsoring-Bereich |
Kultur-Sponsoring | |
|---|---|---|
|
Sponsoring-Ebene |
Sponsoring-Klasse |
Sponsoring-Budget (pro Engagement) |
|
Oberste Ebene |
Top-Professionals: Künstler oder -gruppen, die Spitzenleistungen in ihrem Bereich erbringen. |
hoch |
|
Leistungs- ebene |
Professionals: Künstler oder -gruppen, die von einer breiten Kennerschaft voll akzeptiert werden. |
mittel |
|
Unterste Ebene |
Laien: Freizeitkünstler oder Nachwuchs in den verschiedenen Kulturformen (Musik, Malerei etc.) |
niedrig |
Entsprechend dieser Ebenen von Personen, Gruppen oder den dahinterstehenden Veranstaltungen sind natürlich Wirkungspotential und Budgetaufwand zu sehen. Gerade mit Sponsorobjekten etwa der unteren Ebene eine mittel- oder langfristige Bindung einzugehen und so eventuell den Durchbruch zu den oberen Ebenen zu schaffen, benötigt Fingerspitzengefühl und eine sorgfältige Planung und Auswahl. So können Unternehmen möglicherweise jedoch Leistung zu relativ geringen Kosten einkaufen.
Nach einer Umfrage des Kulturkreises im BDI lassen sich vier Gruppen kulturfördernder Unternehmen nach deren Aktivitäten bilden[22]:

Die Beziehungen zwischen drei unterschiedlichen Institutionen spielen bei der Entstehung und Verbreitung des Sponsoring eine wichtige Rolle:[23]
Diese drei Institutionen bilden das sogenannte »magische Dreieck« des Sponsoring:

Dieses Beziehungsmuster bedeutet für die einzelnen Institutionen[25]:
Diese Interdepenzen zwischen den einzelnen Institutionen sind zusätzlich von diversen Überschneidungen geprägt.
Trotzdem läßt sich sagen, daß das Pop- und Rockmusik-Sponsoring zunehmend an Attraktivität gewinnt und einen potentiellen Wachstumsmarkt darstellt.[30] Unterstützt wird diese Entwicklung u. a. durch eine veränderte Medienlandschaft, die sich mit zunehmend stärker werdenden privaten Anbietern nicht scheut, Musiker und Sponsoren in enger Verbundenheit zu präsentieren.[31] Vor allem aber tragen grundlegende gesellschaftliche Strukturveränderungen zu dieser Entwicklung bei, insbesondere nimmt der Anteil der Konsumenten, die sich häufig oder oft mit Musik beschäftigen, permanent zu.
Gleichzeitig ging der Anteil der Selbständigen im Zuge zunehmender Monopolisierungsprozesse im gleichen Zeitraum von rund 20% auf 11% zurück. Und selbst bei der sozialen Oberschicht, zu der in diesem Zeitraum die vornehmlich wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch höchst einflußreichen Kreise, wie führende Politiker, Unternehmer, Professoren, Staranwälte usw. gehörten, ließ sich ein merklicher Rückgang und der Trend zur sozialen Anpassung nachweisen, wobei typische Kapitaleigner 1970 nur noch 2,1% dieser Gruppe ausmachten.[33] Diese neu entstandene breite Mittelschicht setzte sich aus Angehörigen aller drei Klassen zusammen, wie Facharbeitern, Angestellten, Beamten und dem mittleren Management der zunehmend entstandenen Großunternehmen. Folge war nicht nur eine allgemeine Steigerung der Durchschnittseinkommen, sondern auch der stetige Drang nach höherer Bildung und mit beidem einhergehend die verstärkte Pflege von Kultur, ein Luxus der früher ausgiebig nur vom gehobenen Bürgertum und der Oberklasse gepflegt wurde. Zudem setzte sich durch eine hektisch angekurbelte Verbrauchermentalität ein weitverbreitetes Genuß- und Auslebebedürfnis durch, das sich in einem steigenden Drang nach einzelpersönlicher Freiheit, Ungebundenheit und Ehelosigkeit manifestierte. »Der Geschmack, die Neigung und Fähigkeit zur (materiellen und/oder symbolischen) Aneignung einer bestimmten Klasse klassifizierter und klassifizierender Gegenstände und Praktiken, ist die Erzeugungsformel, die dem Lebensstil zugrunde liegt...«.[34] Die so entstandene Single-Welt, die sich ausgiebig dem lustbetonten Nazißmus hingab, suchte statt der bisherigen traditionellen Werte, wie Familie oder Glauben, neue Formen der Selbstfindung und Freizeitbeschäftigung.[35] Die Werte — als nicht gegenstandsbezogene Orientierungen auf relativ abstrakter Ebene verstanden — haben sich auf aggregiertem Niveau in dem Sinne verschoben, daß die Bedeutung sogenannter Pflicht- und Akzeptanzwerte zurückgegangen, die der Selbstentfaltungswerte dagegen angestiegen sind.[36]
|
Selbstzwang und -kontrolle (Pflicht und Akzeptanz) |
Selbstentfaltung
| ||
|
Disziplin |
Emanzipation (von Autoritäten) | ||
|
Gehorsam |
Individualismus |
Gleichbehandlung | |
|
Pflichterfüllung |
Gleichheit | ||
|
Bezug auf die Gesellschaft |
Treue |
Demokratie | |
|
Unterordnung |
Partizipation | ||
|
Fleiß |
Autonomie (des einzelnen) | ||
|
Bescheidenheit |
|||
|
Selbstbeherrschung |
Genuß | ||
|
Pünktlichkeit |
Abenteuer | ||
|
Anpassungsbereitschaft |
Hedonismus |
Spannung | |
|
Abwechslung | |||
|
Ausleben emotionaler Bedürfnisse | |||
|
Bezug auf das individuelle Selbst |
Fügsamkeit |
Kreativität | |
|
Enthaltsamkeit |
Spontaneität | ||
|
idealistische Gesellschaftskritik |
Selbstverwirklichung | ||
|
Ungebundenheit | |||
|
Eigenständigkeit | |||
Abb. 5: Pflicht- und Akzeptanz- sowie Selbstentfaltungswerte[37]
Das Erfahren und Ausleben von Kultur als sowohl intellektuellem wie auch als ästhetischem Wert ist dabei wohl den Selbstentfaltungswerten zuzuordnen und wurde demnach ebenso ein fester und vor allem regelmäßiger Bestandteil des allgemeinen Lebens. Kulturelle Interessen verwirklichen zu können, d. h. beispielsweise ins Theater gehen, Konzerte oder Ausstellungen besuchen, ist für über die Hälfte der Bevölkerung von Bedeutung bzw. von großer Bedeutung. Zudem besucht mehr als ein Drittel der Westdeutschen gern bzw. besonders gern Theater, Oper oder Konzerte.[38]
Diese Entwicklung zu freizeitorientierten Lebensgestaltungen in praktisch allen Altersgruppen kann auch am Umgang mit Musik dargestellt werden. Als Beispiel sei hier nur auf die durchschnittliche Nutzung von Tonträgern in der Woche verwiesen:

Diese Entwicklung fördert eine kontinuierliche Ausweitung des gesamten Dienstleistungs- und Freizeitmarktes und somit permanent steigende Ausgaben im Freizeitbereich.[45] Diese Tendenzen lassen sich auch im Bereich des Konsumverhaltens, das durch die Nutzung von Musik bedingt ist, nachweisen, wenn man die Saturation und die Penetration deutscher Haushalte mit CD-Playern und Cassettenrekordern vergleicht[46]:
|
1986 |
1990 |
1995 | ||
|
Private Haushalte (in Mio.) |
25,5 |
33,2 |
34,1 | |
|
CD-Player Saturation (in %) |
4,0 |
24,0 |
59,0 | |
|
CD-Player Penetration |
4,0 |
30,0 |
78,0 | |
|
Cassettenrekorder Saturation (in %) |
75,0 |
77,0 |
80,0 | |
|
Cassettenrekorder Penetration |
260,0 |
265,0 |
290,0 | |
Abb. 7: Haushaltsausstattung mit Audiogeräten in der Bundesrepublik Deutschland
Grundsätzlich läßt sich also wegen diverser Faktoren, wie der steigenden Bedeutung des intensiven Freizeiterlebens bzw. dem generellen Wunsch nach einer hedonistisch orientierten Lebensführung, nach Kreativität und Sinnerfüllung, eine verstärkte gesellschaftliche Bedeutung von Kultur, verbunden mit einer Zunahme der Wahrnehmung von kulturellen Angeboten, darstellen.[50] Ebenso hat das Bedürfnis nach Konsum zugenommen. Um jedoch die damit verbundene Bedeutung und die Chancen für das Musik-Sponsoring im hier betroffenen Bereich zu erklären, ist im Folgenden ein Blick auf die gesellschaftliche Bedeutung von Pop- und Rockmusik sowie die Eigenschaften, die ihr anhaften, zu werfen.
|
Freizeitbeschäftigung ("tue sehr gern) |
Alle Jugendlichen[51] 12-21 Jahre |
|
Musik hören [52] |
95 |
|
Mit Freunden zusammen sein |
92 |
|
Radio hören |
85 |
|
Fernsehen |
73 |
|
Selbst Sport treiben |
70 |
|
Ins Kino gehen |
70 |
|
Bücher lesen |
69 |
|
Zeitschriften lesen |
68 |
|
Fahrrad fahren |
64 |
|
Mit Tonbändern/Kassetten beschäftigen |
63 |
|
Tanzen gehen/Discotheken |
55 |
|
Unterwegs mit Moped, Motorrad, Auto |
55 |
|
Basteln, Handarbeiten |
52 |
|
Tageszeitung lesen |
51 |
|
Besuch von Freizeitzentren |
37 |
|
Fotografieren/Filmen |
37 |
|
Selbst Musik machen |
31 |
Abb. 8: Freizeitinteressen bei Jugendlichen[53]
Musikgeprägte Aktivitäten und insbesondere das Musikhören stehen also an vorderer Stelle, wenn es um Freizeitbeschäftigungen geht. Damit wird deutlich, daß Musik im Rahmen anderer kultureller Beschäftigungen eine Sonderstellung einnimmt. Innerhalb der Musik ist nun zu fragen, ob dem hier beschriebenen Bereich wiederum besondere Bedeutung zukommt.
Neben die Welt des Schlagers und die klassische Musik hat sich seit Mitte der 60er Jahre in Deutschland unaufhaltsam die internationale Pop- und Rockmusik geschoben. Vor allem die jungen Bevölkerungsschichten favorisieren diese Form der Musik. Im übrigen präferiert jedoch Pop- und Rockmusik nicht nur die junge Generation, sondern auch die finanziell kaufkräftigste Gruppe der 30-49jährigen.
|
präferierter Musikstil |
Gesamtbevölkerung[54] |
14-29 Jahre |
30-49 Jahre |
|
intern. Pop/Rock |
47 |
80 |
62 |
|
Volksmusik |
30 |
5 |
17 |
|
Klassik |
29 |
14 |
21 |
|
Dt. Schlager |
26 |
7 |
30 |
|
Jazz |
8 |
7 |
7 |
|
Meditationsmusik |
4 |
5 |
6 |
Abb. 9: Musikpräferenzen der Bundesbürger 1995[55]
Gerade also die jungen Erwachsenen und die Jugendlichen[56], die die Käufer von heute und morgen stellen, konsumieren Musikkultur über den Bereich der Pop- und Rockmusik. Musik im allgemeinen, aber insbesondere die Pop- und Rockmusik, stellt damit für einen Großteil der bundesdeutschen Gesellschaft im kulturellen Bereich eines der Hauptbedürfnisse dar.[57]
Pop- und Rockmusik ist ein globales Medium, das sich trotzdem flexibel an die Gegebenheiten der einzelnen Länder anpaßt. Sie vermittelt und erzeugt Emotionen, ist gleichzeitig eine Form der Artikulation und eine Ausdrucksform des Körpers und dient so der nonverbalen Kommunikation zwischen Menschen.[66] Gerade auch bei Konzertveranstaltungen sind die Besucher Umweltreizen gegenüber sehr aufgeschlossen, was als Basis den gezielten Aufbau von Assoziationen, die gedankliche Verbindung zweier Erlebniswelten, unterstützt.[67] Pop- und Rockmusik stellt folglich sowohl wegen der hohen Reichweite und der großen Toleranz der Konsumenten, als auch besonders als Facette der soziologischen Entwicklung der Gesellschaft ein gutes Instrument für Verbindungen im Rahmen von Sponsoringverträgen dar.
Nach dem Entzug von mehr als 200 Mio. DM Bundesmitteln als Beteiligung des Bundes an der Finanzierung Berliner Kulturinstitutionen mit gesamtstaatlicher Aufgabenstellung stellt sich die Frage, ob der Haushalt des Landes Berlin überhaupt einen Ausgleich dazu zuläßt. Für die Vergabe der vom Bund für die Hauptstadt-Kulturförderung nur noch zur Verfügung gestellten 60 Mio. DM müssen weiterhin vom Land und seinen Vertretern Vorschläge eingereicht und inhaltlich begründet werden, welche Kulturinstitutionen gesamtstaatlich wirken und somit förderungswürdig sind. Betrachtet man nun diese Liste, stellt man erstaunt fest, daß Populärkultur, wie die Pop- und Rockmusik, gar nicht förderungswürdig erscheint. Vielmehr gehen diese Gelder an Institutionen, wie die Deutsche Staatsoper, Deutsche Oper, das Deutsche Theater, das Berliner Philharmonische Orchester, das Haus der Kulturen der Welt und den Martin-Gropius-Bau in seiner künftigen Fassung als internationales Ausstellungshaus u. ä.[70] Dabei werden diese Fördermittel bis auf ganz geringe Anteile, die dann zur freien Disposition stehen, bereits im Vorfeld verplant. Hinzu kommt, daß durch diese Bundesmittel frei gewordene Gelder des Landes in Höhe von 55 Mio. DM, die der Förderung freier nicht institutionalisierter Einrichtungen dienen könnten, nicht im Kulturhaushalt verbleiben sollten, sondern aus Sparzwang in andere Töpfe wandern. Verwundern tut in diesem Zusammenhang allerdings die Tatsache, daß der Bund allein für Auslandsschulen, wie die Goetheinstitute, 350 Mio. DM aus dem Kulturhaushalt bereitstellt[71], eine sozialisierende und massenwirksame Kulturform, wie die Pop- und Rockmusik, mit den dazugehörigen Kulturzusammenhängen und den Werten, die in ihr zirkulieren sowie der Sinngebung, die dabei in den Alltag vermittelt wird und somit nicht unerheblichen Einfluß auf die Zukunft unserer Gesellschaft hat[72], bei Förderungen einen derartig geringen und unwichtigen Platz einnimmt.[73] Um die kommunalen Kulturhaushalte ist es dementsprechend schlecht bestellt, zudem stehen die Chancen für Musikschaffende aus den Bereichen der Populärkultur, an notwendige Gelder für Projekte zu kommen, trotz der immensen gesellschaftlichen Bedeutung dieser Musik schlechter denn je.
Hier wäre, neben der Notwendigkeit eines grundsätzlichen Umdenkens der öffentlichen Verantwortlichen, ein Ansatz für Sponsoring zu sehen. Ähnlich einer Gaststättenfinanzierung durch eine Brauerei könnten gerade auch Anbieter von audiotechnischen Ausrüstungsgegenständen mit Sachmitteln aber auch andere Branchen durch Geldmittel im lokalen Bereich infrastrukturelle Unterstützungen gewähren, die sich dann im Rahmen langfristiger Verträge, beispielsweise in Werbungen auf Veröffentlichungen, in Clubs oder Discos u. ä., niederschlagen könnten und sicher auch auf Dauer rentieren würden. Ebenso wären Partnerschaften zwischen freier Wirtschaft und den Kulturverantwortlichen denkbar, um die öffentlichen Kassen zu entlasten. Dabei ist hier nicht das bereits häufiger praktizierte Event-Sponsoring gemeint, bei dem solche Partnerschaften schon existieren, sondern tatsächlich eine Hilfe im Bereich der Infrastruktur, die beiderseitig auf Dauer angelegt ist. Solche Förderung fände dann, wie bereits oben beschrieben, auf der untersten Leistungsebene statt, könnte aber langfristig eben den hohen Wirkungsgrad zu relativ geringen Kosten produzieren.
Abb. 10: Beteiligte am Musik-Sponsoring[77]
Adressaten der zu vermittelnden Botschaften sind das Publikum und die darin enthaltenen Zielgruppen sowie die Mediennutzer.
Die Sponsoren werden also als Anbieter im Rahmen der zu bewerbenden Produkte nach ihrer Affinität zum Musikbereich eingeteilt.
Es gibt verschiedene Typen von professionellen Sponsoring-Agenturen, die teils Generalisten-Full-Service, teils einzelne Spezialleistungen offerieren. Das Angebotsspektrum der Erstgenannten umfaßt nahezu alle Bereiche des Sponsoring-Managements, insbesondere werden derartige Unternehmen auf allen Gebieten tätig (z. B. Vidahl + Heinrich in Köln). Die Zweitgenannten beschränken sich auf einzelne Sponsoring-Arten oder Leistungsbereiche, wie z.B. reine Lizenzgeschäfte oder nur Vermittlung gegen Provision (z. B. der Mainhattan Musik Verlag, der ausschließlich im Bereich des Musik-Sponsoring tätig wird).[81] Bei einem der bedeutensten Vertreter im Bereich der Konzertveranstaltungen, der Konzertagentur »MAMA-Concerts & Rau« in München, wird als Service neben der kompletten Planung, Organisation und Durchführung von Konzerten und Tourneen inzwischen fast selbstverständlich, sofern vom Künstler gewünscht, auch jeweils ein Sponsorship zur Finanzierung der Veranstaltungen vermittelt.
Desweiteren bilden sich in zunehmenden Maße sogenannte Sponsoring-Börsen, wie beispielsweise die »ESB — Europäische Sponsoring-Börse« mit Sitz in der Schweiz, die sich aus einem Zusammenschluß spezialisierter Agenturen zusammensetzt. Sie basiert auf einer Datenbank, auf der Sponsoring-Gesuche aus jedem Bereich gegen eine Gebühr von 50 DM eingetragen werden können. Potentielle Sponsoren erhalten die Gesuche nach Bedarf kostenlos — nach Gebieten sortiert — zugestellt.
Zur Erreichung von Werbezeit und -platz gibt es mehrere Möglichkeiten. Die übliche ist das Einkaufen von Werbeflächen und Werbezeit, eine Möglichkeit, die allerdings zunehmend mit hohen Kosten verbunden ist. Im Privatfernsehen spielen jedoch sogenannte »Barter-Deals« eine immer größere Rolle. Dabei zeichnen Sponsoren Interviews oder Konzerte der Künstler auf, setzen die eigenen Kommunikationsbotschaften in Szene und überlassen diese Mitschnitte den Fernsehsendern im Tausch gegen Werbezeit, eventuell bei kleineren Acts auch kostenlos.[82] Eine effektive Ausnutzung der Medien ist also für alle Beteiligten von Vorteil.
Aus der Sicht der Künstler und Unternehmen wird diese Unterscheidung Zielgruppenorientiert erfaßt:
Abb. 11: Unterscheidung nach Zielgruppen[83]
Die vom Sponsorunternehmen festgelegten Zielgruppen werden als direkte Konsumenten der Musik als Mediennutzer bzw. als das Publikum des Stars mit den Produkten und den darüber erdachten Aktivitäten konfrontiert. Firmen- und Produktnamen werden auf Plakaten, in den Konzerthallen und eventuell sogar auf Veröffentlichungen der Künstler genannt. Zusätzlich erhalten die Sponsoren häufig die Möglichkeit, ihre Produkte auf den Konzertveranstaltungen mit Ständen zu bewerben bzw. sogar zu verkaufen.
Eine wichtige Rolle bei der Auslösung eines Identifikationsprozesses in der Zielgruppe des Unternehmens kommt der Leitbildwirkung des Künstlers zu. Leitbilder sind zunächst die subjektiven Vorstellungen, die sich Menschen von bestimmten Personen machen. Ein Leitbild in der Werbung hat die Aufgabe, auf ein bestimmtes Produkt oder das dahinter stehende Unternehmen hinzuweisen und Verhaltensweisen der Zielgruppe in eine bestimmte Richtung zu lenken.[88] Häufig wird daher mit dem Künstler in Anzeigen in Fach- oder Musikzeitschriften, in Fernsehspots oder Rundfunkjingles geworben, um den Aufmerksamkeitswert einer Marketingkampagne zu erhöhen. Dabei können die Künstler die Werbung mit Zitaten unterstützen, die die Qualität des jeweiligen Produktes unterstreichen.
Dabei unterscheidet man grundsätzlich drei Formen von Verkaufsförderungsmaßnahmen, die beim Musik-Sponsoring durchgeführt werden können und sich zum Thema einer gesponserten Veranstaltung oder um einen Musiker bzw. um eine Band herum gestalten lassen:[90]
Durch systematische Pressearbeit in Form von Pressekonferenzen, Pressemitteilungen oder Preisverleihungen wird versucht, die erwünschte Wirkung zu erzielen. Auf der unternehmensinternen Ebene werden die Mitarbeiter durch Haus- oder Mitarbeiterzeitschriften auf das Sponsoring-Engagement und die dadurch zu überbringenden gewünschten Botschaften und Wirkungen aufmerksam gemacht.[93]
Eine ebenfalls oft wahrgenommene Möglichkeit des Sponsoring liegt in direkter Promotion im Umfeld von Veranstaltungen. Das Spektrum reicht von der Eintrittskarten- und Plakatwerbung, der Gestaltung einzelner Teile oder des gesamten Veranstaltungsfeldes mit Produkt- oder Herstellernamen bzw. den Farben der beworbenen Marke bis zum kooperativen Merchandising mit den Veranstaltern und den Musikern oder spektakulären Aktionen, wie einem Zeppelin mit dem Firmenlogo über einem Open Air-Gelände. Das kann soweit gehen, das sogar die Ausstattung des Personals vor Ort, also die Kartenverkäufer, Aufbauhelfer, Roadies usw., in den entsprechenden Farben und Designs des Herstellers erfolgt. Häufig werden auch Werbedurchsagen während der Veranstaltung, Gewinnspiele oder Verlosungen sowie das Verteilen von Produktproben beim Ein- oder Auslaß vereinbart. Derartige Maßnahmen helfen insbesondere Veranstaltern bei der Finanzierung ihrer Projekte und werden auch von Unternehmen mit geringem Sponsoring-Budget, wie z. B. lokalen Anbietern, gern wahrgenommen.
Aber auch bekannte Künstler machen sich diese Form zunutze. So ließ Phil Collins seine Tour 94 von TDK präsentieren, die einen Konzertmitschnitt machten und diesen »natürlich« auf TDK-Videocassetten verkauften. Der Reinerlös ging übrigens an Obdachlose.
Dabei gehen Unternehmen bereits in der Phase der Grobauswahl eines zu sponsernden Künstlers von folgenden denkbaren Verbindungslinien zwischen sich bzw. ihrem Produkt und dem kulturellen Umfeld des Musikers aus[98]:
Selbstverständlich spielen persönliche Vorlieben der Entscheider für bestimmte Künstler und Musikrichtungen eine wichtige Rolle und haben keinen geringen Einfluß auf die Wahl des Engagements. Dennoch fließen natürlich vor allem Gesichtspunkte im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Relation in die Entscheidung für oder gegen einen Künstler als Sponsor-Objekt ein. Dabei werden insbesondere die folgenden Kriterien, häufig mittels eines Punktbewertungsverfahrens, alternativer Sponsoring-Engagements gegeneinander abgewogen[100]:
Bei der Formulierung der Ziele ist festzustellen, daß es sich beim Musik-Sponsoring hauptsächlich um psychographische Ziele handelt, da es schwierig ist, derartige Maßnahmen auf Umsatz- oder Absatzzahlen zu beziehen. Möglich und vorstellbar ist dies nur, wenn sich zwischen dem Produkt und Künstler eine enge, logische Verbindung herleiten läßt.
|
Zeithorizont
Ziele |
kurzfristig |
mittelfristig |
langfristig |
|
ökonomische Ziele |
|
| |
|
psychographische Ziele |
|
|
|
Abb. 12: Bedeutung von Zielen für das Sponsoring im Zeitablauf[101]
Dementsprechend ist es sinnvoll, sich insbesondere die psychographischen Ziele zu verdeutlichen.
»When you reach a certain status, people expect more of you and it becomes more expensive. You need a corporate sponsorship just to do the type of show you want to do.«[106]
Andererseits ergibt sich durch die unterschiedlichen Sponsoringeinsätze von Unternehmen auch häufig erstmalig die Möglichkeit, überhaupt oder vor einem großen Publikum durch Auftritte oder Tonträgerproduktionen auf sich aufmerksam zu machen. Ein weiteres Motiv kann das Ausschöpfen der doch nicht zu unterschätzenden Synergieeffekte im Bereich der Kommunikation für die Musiker darstellen. Die thematische Einbindung des Künstlers in die Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Verkaufsförderung des Unternehmens kann neues Publikum schaffen oder die Verkäufe der eigenen Tonträger forcieren, da dadurch natürlich als Nebeneffekt eine zusätzliche Präsenz in den Medien verschafft wird.
Seitens der Künstler ist jedoch ganz besonders sorgfältig darauf zu achten, daß die Wahl des Sponsors nicht allein von kommerziellen Erwägungen abhängig gemacht wird. Gerade psychographische Merkmale, wie Image und Akzeptanz in der und durch die Zielgruppe, wollen besonders sensibel behandelt werden. Imageverluste und Unglaubwürdigkeit sowie, dadurch bedingt, sinkende Popularität können Auswirkungen einer falschen Sponsorenwahl sein. Manche Musiker, wie z. B. Udo Lindenberg, lehnen daher und aus Angst vor einer Überkommerzialisierung Sponsorships kategorisch ab. Solche negativen Auswirkungen sind wohl nicht zu befürchten, wenn sich das Sponsoring auf Instrumente oder Übertragungsanlagen bezieht. Selbstverständlich werden auch Nachwuchswettbewerbe und ähnliche Aktivitäten sowie die daraus gezogenen Früchte i. d. R. eher Positives bewirken. Sollte es aber zu einer Dilatation des Sponsorings im Rahmen größerer Konzepte kommen, sind die o. g. Probleme genau zu bedenken. Daher ist es für den Gesponserten ebenso wichtig, eine Sponsoring-Aktivität genau zu planen, Marketing Know-How aufzubauen und dieses in Akquisitionskonzepten umzusetzen.
Als Akquisitionsstrategie hilft in der Regel ein schriftlich fixierter Entwurf über die geplanten Aktivitäten, aus dem insbesondere die Grenzen des für den Musiker akzeptablen hervorgehen. Ist die Entscheidung zum Kontaktieren eines oder mehrerer Unternehmen gefallen, ist es sinnvoll, eine Sponsoring-Präsentation auszuarbeiten, die dann dem ausgewählten Ansprechpartner vorgeführt wird.
Weitere typisierte Vertragsformen, wie beispielsweise der Werkvertrag[124] oder der Darlehensvertrag[125], sind bei einiger Phantasie vorstellbar und können in Sponsoringverträgen vorkommen. Die rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten sind dementsprechend vielfältig. Verträge sollten daher unter genauer Prüfung der rechtlichen Konsequenzen sorgfältig durchdacht und ausgearbeitet werden.
Die Live-Show entwickelte Pink Floyd in Zusammenarbeit mit ausgesuchten Designprofis (so z. B. mit Marc Brickman, der auch das Beleuchtungsdesign der Olympischen Spiele von Barcelona entwarf), wobei der Schwerpunkt in der visuellen Umsetzung der akustischen Kraft und Virtuosität der Band mit absoluter technischer Perfektion lag. Aufwendige Licht- und Computeranlagen wurden verwendet, um dieses Konzept umzusetzen. Laut VW lag gerade in dieser kreativen Nutzung modernster technischer Mittel eine wichtige Imageparallele mit der Band. Dieses Product Image Linked (bei Bezug auf die Fahrzeuge) bzw. Corporate Image Linked (in bezug auf das Unternehmen) zwischen ideenreichem Industriedesign und kreativen Musikkünstlern sollte dabei besonders deutlich werden und als Ausgangsbasis für die Kommunikation zwischen Händlern und Käufern dienen, wobei in diesem Zusammenhang intensiv auf den Aspekt der Internationalität der Musik von Pink Floyd, die über Grenzen hinweg ein integratives Motivationselement und ein konsumentenorientiertes Thema bildet, hingewiesen wurde. Die Band weist nach einer Erhebung der Universität Siegen, die die Plattenfirma EMI in Auftrag gab, allein in Deutschland einen Bekanntheitsgrad von 98% auf.
Als erster nicht amerikanischer Jeanshersteller der Welt ist Mustang heute der zweitgrößte Lieferant von Markenjeans in Deutschland und einer der führenden Markenhersteller in Europa. Die Produkte sind basicorientiert und verzichten auf modischen Schnickschnack, sind also klassische Jeansmode in amerikanischer Tradition.
Grundsätzlich gilt zudem bei allen Aktionen, daß vorrangig interessante, abwechslungsreiche Musik gefördert wird und man sich keinem thematischen Dogma in Form nur einer bestimmten Richtung unterwirft. Weiterhin wird versucht, nicht durch übermäßige Werbung von den einzelnen Ereignissen abzulenken, sondern dezent als integrierter, glaubwürdiger Bestandteil im Hintergrund zu agieren. Außerdem finden alle Aktivitäten auf sehr hohem Niveau statt, d. h. es wird bei keinem der Bausteine an Produktionskosten gespart, sondern versucht, einen internationalen Standard zu erreichen bzw. zu halten.
Zu fragen bleibt nun, welche Chancen sich für den einzelnen Kulturschaffenden aus dem Gesagten ergeben.
Abb. 13: modifiziertes Sponsoring-Modell im Pop- und Rockmusikbereich
Noch recht gut stehen die Chancen für Veranstalter, sofern sie sich im lokalen Umfeld um das geplante Event bewegen und derartige Erfahrungen bereits vorweisen können. Lokal angesiedelte Kleinunternehmer, wie z. B. Reisebüros, Sonnen- oder Fitneß-studios sowie Gaststätten u. a., werden dieser Form des Engagements mit Kleinbeträgen gegen Eintrittskarten- oder Plakatwerbung i. d. R. offen gegenüberstehen; bei Parties und Konzerten wird dieses Sponsoring bereits seit längerem erfolgreich betrieben.[130] Viel schwieriger haben es da schon Bands, Einzelmusiker oder Studios, Verlage und Labels. Gerade bei Bands aus dem Pop- und Rockbereich gilt wohl der gut bekannte Teufelskreis: Ohne Geld keine Tonträger, ohne Tonträger keine Auftritte, ohne Auftritte keine Plattenfirma, ohne Plattenfirma kein Geld. Folge des Ganzen ist der eklatante Mangel an Publikum, der dann auf der anderen Seite die Zufuhr finanzieller Mittel, die diesen Kreis durchbrechen könnten, durch sponsorwillige Unternehmen verhindert. Und auch die anderen benannten Kulturschaffenden werden nur dann erfolgreich ein Engagement akquirieren können, wenn sie bereits einige in ihrer Sparte übliche Leistungen und Erfolge vorweisen können. Die mehr oder minder »natürliche Auslese« wird also durch Sponsoring nicht durchbrochen. Großinvestitionen werden sowieso nur in dementsprechend lohnenswerte Objekte getätigt, und auch kleinere Budgets werden ausschließlich dort vergeben, wo zumindest über den lokalen Bereich hinaus ein Bekanntheitsgrad und Imageplus mit dem entsprechenden Umfeld zu verbuchen ist, was sich dann auch an dem doch sehr innovativen, offenen und tiefgreifenden Sponsoring-Engagement der Firma Mustang zeigt.
ANMERKUNGEN
*Magisterarbeit, Humboldt-Universität zu Berlin,
Philosophische Fakultät III, Fachbereich Kultur- und Kunstwissenschaften,
Musikwissenschaftliches Semninar, Forschungszentrum für Populäre Musik,
Betreuer: Prof. Dr. Peter Wicke
1 Vgl. P. Roth, Kultur-Sponsoring, S. 14.
2 A.a.O.
3 Vgl. A. Herrmanns, S. 36, M.
Bruhn, Sponsoring: Unternehmen als Mäzene und Sponsoren, K. Forbeck,
Renaissance der Mäzene?.
4 Siehe auch: M. Bruhn, Kulturförderung und
Kultursponsoring, S. 39.
5 Vgl. W. Hay, Sponsoring, S. 276.
6 Siehe bei P. Roth, S.27.
7 Siehe H. D. Dahlhoff, Sponsoring, S. 3.
8 Vgl. M. Bruhn, Kulturförderung und
Kultursponsoring, S. 40.
9 Vgl. M. Püttmann, Internationales
Musik-Sponsoring, S. 51.
10 Vgl. M. Bruhn, Kulturförderung und
Kultursponsoring, S. 37 f.
11 Vgl. H. D. Dahlhoff,
Unternehmenskommunikation, S. 30 ff.
12 Vgl. W. Hay, Sponsoring, S. 278.
13 Ebd., S. 279.
14 M. Bruhn, Sozio- und
Umweltsponsoring, S. 23 ff.
15 Vgl. W. Hay, Sponsoring, 278.
16 P. Roth, Probleme und Grenzen, S.
167.
17 Vgl. auch K.-E. Wirtz, S. 252; zur
Abgrenzung von Zielgruppen und Konsumentenverhalten im allgemeinen vgl.: W.
Kroeber-Riel.
18 Vgl. auch K.-E. Wirtz, S. 252.
19 Vgl. M. Püttmann, Musik-Sponsoring
219.
20 Vgl. M. Bruhn, Kulturförderung und
Kultursponsoring, S. 50.
21 Vgl. P. Roth, Kultur-Sponsoring, S. 130;
eine ähnliche Einteilung auch bei A. Herrmanns/N. Drees, S. 153.
22 Vgl. M. Bruhn, Kulturförderung und
Kultursponsoring, S. 41.
23 Vgl. H. D. Dahlhoff, Sponsoring,
S. 12.
24 Vgl. M. Bruhn, Kulturförderung und
Kultursponsoring, S. 47.
25 Vgl. H. D. Dahlhoff, Sponsoring,
S. 14 ff.
26 Vgl. M. Püttmann, Internationales
Musik-Sponsoring, S. 50.
27 Vgl. u. a. E. Pappermann, Kommunale
Kulturpolitik heute, S. 27.
28 Ebd.
29 Quelle: IFPI, Phonographische Wirtschaft, S.
35.
30 Vgl. M. Püttmann, Internationales
Musik-Sponsoring, S. 50.
31 Im Bereich des Sports sind inzwischen sogar
öffentlich-rechtlich Funk- und Fernsehanstalten dazu übergangen, große
Übertragungen durch einen Sponsor ankündigen zu lassen. Man denke hier nur an
die Bierwerbungen vor Fußballübertragungen.
32 J. Herrmand, S. 29 f.
33 Ebd.
34 P. Bourdieu, S. 283.
35 Ebd., S. 35.
36 L. von Rosenstiel, Selektions- und
Sozialisationseffekte beim Übergang vom Bildungs- ins Beschäftigungssystem, S.
22.
37 H. Klages, Wertorientierungen im
Wandel.
38 Vgl. hierzu die bei P. Roth,
Kultur-Sponsoring, S. 455 ff genannten Studien.
39 Zur Ausgangslage vgl. hierzu vor allem R.
Inglehart »The Silent Revolution«, der mit dieser Studie zum
intergenerationalen Wertewandel Pionierarbeit leistete. Ausgangspunkt sind die
Mangelhypothese, die besagt, daß die Wertprioritäten eines Menschen sein
sozio-ökonomisches Umfeld reflektieren, und die Sozialisationshypothese,
derzufolge die grundlegenden Wertvorstellungen eines Menschen die
wirtschaftlichen und physischen Bedingungen seiner Jugendzeit widerspiegeln. In
Anlehnung an die Theorie der Bedürfnishierarchie Maslows erläutert die
Mangelhypothese, wie die materiellen Bedürfnisse aufgrund einer weitgehenden
Sättigung kontinuierlich an Bedeutung verlieren, während immaterielle
Bedürfnisse, wie der Wunsch nach Zugehörigkeit und Wertschätzung und die
Befriedigung intellektueller und ästhetischer Bedürfnisse, zunehmend in den
Vordergrund treten. Inglehart zufolge lassen sich deutliche Zusammenhänge
zwischen materialistischen und postmaterialistischen Wertprioritäten und der
sozialen Schichtzugehörigkeit sowie dem Bildungsniveau erkennen. Demnach sind
die hauptsächlichen Träger eines Wertewandels die Jugendlichen, die die
Möglichkeit hatten, während ihrer formativen Jahre, ihre materialistischen
Bedürfnisse zu befriedigen, und die Mitglieder der gehobenen Bildungs- und
Sozialschichten (zu diesem Ergebnis kommen übrigens unabhängig von
Ingleharts Theorien auch Langzeitstudien, wie die Spiegeldokumentation
»Persönlichkeitsstärke 1983« oder die »Brigitte Kommunikations-Analyse 1986«.
Siehe hierzu die Daten dieser u. a. in P. Roth, 456 ff.). Obwohl diese
Studie wegen der Ungenauigkeit der Items, an denen Inglehart die
unterschiedlichen Wertprofile definiert hat, oft kritisiert wurde, haben doch
die Mehrheit der Autoren, die sich mit gesellschaftlichem Wertewandel befassen,
ähnliche Tendenzen nachweisen können. Vgl. hierzu auch E. Noelle-Neumann,
die davon ausgeht, daß reine materielle und soziale Sicherheit nicht zu größerer
Zufriedenheit und Glück führt. Auch B. Strümpel kommt zu dem Schluß, daß
in den letzten Jahren eine signifikante Wertverschiebung zum
Postmaterialistischen stattgefunden hat (um in Ingleharts Sprachmuster zu
bleiben). Die Erklärungsmuster sind also unterschiedlich, das Ergebnis ist
jedoch meistens ähnlich.
40 Vgl. G. Wittkämper, S. 16 ff.
41 So stieg z. B. das Bruttoinlandsprodukt nominal
von 3.320 Mrd. DM in 1994 auf 3.383 Mrd. DM in 1995. Vgl. GFK Panel Services,
Phonographische Wirtschaft, S. 31.
42 Vgl. P. Schürmann, S. 246.
43 Vgl. P. Wicke, Kultur — Politik -
Wirtschaft.
44 Media Analyse 1994/1995, Phonographische
Wirtschaft, S. 50.
45 Vgl. P. Schürmann, S. 246.
46 Jeweils zum Jahresende; siehe Phonographische
Wirtschaft, S. 44.
47 Schätzung.
48 Saturation: Anteil der Haushalte mit mind.
einem entsprechenden Audiogerät.
49 Penetration: Anzahl der in Hundert Haushalten
vorhandenen entsprechenden Audiogeräte.
50 Vgl. auch B. Grüßer, S. 26.
51 Mehrfachnennungen möglich.
52 Fettdruck = stark musikgeprägte Aktivitäten.
53 Auszug aus K. Fohrbeck/A.
Wiesand, S. 203.
54 Angaben in Prozent, Mehrfachnennungen
möglich.
55 Quelle: Emnid Institut, Phonographische
Wirtschaft, S. 48.
56 Vgl. hierzu auch die sehr dezidierten
Untersuchungen von C. Langenbach, 85 ff.
57 So auch G. Gebhardt, S. 56 ff.
58 Musik wurde 1995 vom Durchschnitt der
bundesdeutschen Gesamtbevölkerung zu gut 65% über das Radio (56%) und das
Fernsehen (11%) konsumiert. Quelle: Emnid Institut, Phonographische Wirtschaft,
S. 49.
59 Vgl. A. Herrmanns/M. Püttmann, 262.
60 H. Bonfadelli, S. 228 ff.
61 Vgl. M. v. Schoenebeck, S. 35.
62 Ebd. S. 232 f.
63 J. Herrmand, S. 399 ff.
64 Vgl. U. Meyer, S. 150.
65 Vgl. M. v. Schoenebeck, S. 24.
66 Vgl. A. Herrmanns/M. Püttmann, 262.
67 Ebd., Grundsätzliches dazu auch bei W.
Kroeber-Riel.
68 Vgl. M. Püttmann, Musik-Sponsoring
221.
69 Siehe hierzu auch M. Söndermann, S.
3ff und A. Klein, S. 4ff.
70 Rat für die Künste.
71 K. Kinkel, "Kultur und Kommerz".
72 Vgl. P. Wicke, Popmusik und Politik.
Provokationen zum Thema.
73 Vgl. hierzu auch die Fördermaßnahmen des BDI,
B. Conzen, S. 117 ff., speziell S. 119 f.
74 ABM=Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.
75 Vgl. hierzu auch P. Wicke, Kultur —
Politik — Wirtschaft.
76 Vgl. auch bei K. Kriese.
77 Vgl. M. Püttmann, Internationales
Musik-Sponsoring, S. 50.
78 Vgl. M. Bruhn, Kulturförderung und
Kultursponsoring, S. 35.
79 Ebd., S. 56 ff.
80 Zu Dienstleistungsunternehmen, speziell
Sponsoringagenturen vgl. D. Mussler, 297 ff.
81 Vgl. M. Püttmann, Internationales
Musik-Sponsoring, S. 54 f.
82 Ebd.
83 Vgl. ebd, S. 54.
84 A. Herrmanns/N. Drees, S.7; hier gibt
es zwar keine Einmütigkeit, ob noch weitere Instrumente dazugehören, über diese
drei Säulen besteht aber Einstimmigkeit; vgl. u.a. auch bei H. Meffert,
S. 119 f, R. Nieschlag et al., 531 ff.
85 Vgl. H. Meffert, S. 119 f, zur
Unternehmenskommunikation allg. vgl. u. a. M. Bruhn, Integrierte
Unternehmenskommunikation.
86 Eine von vielen möglichen Definitionen; hier
von R. Huth/D. Pflaum, S. 13.
87 R. Nieschlag et al., 531 f.
88 Ebd.
89 Vgl. ebd., S. 533 ff..
90 Vgl. M. Püttmann, Internationales
Musik-Sponsoring, S. 53, abstrakt bei R. Nieschlag et al., 534 f.
91 «Point Of Sale«: Ort des Verkaufs der
Musikprodukte, also im Tonträgerfachhandel usw.
92 Vgl. J. Bürger, Arbeitshandbuch, S. 13
ff, R. Nieschlag et al., 537.
93 Vgl. J. Bürger, Wie sage ichs der
Presse.
94 Vgl. zum Folgenden A. Herrmanns/M.
Püttmann, 263 ff.
95 Bei sehr bekannten Einzelmusikern wird das
allerdings seltener verlangt, da diese häufig Einzelanfertigungen benutzen.
Allerdings kommt es häufig vor, daß solche Künstler an der Entwicklung des
Gerätes mitwirken bzw. dasselbe nach deren Wünschen angefertigt wird.
96 O. V., Musikwoche Nr. 35/94, S. 24.
97 Vgl. M. Bruhn, Sponsoring als
Kommunikationsinstrument, S. 145; ebenso kann die Grobauswahl auch anhand einer
Affinitätsprüfung erfolgen, die als Verbindungslinien allerdings ähnliche
Merkmale nennt, wie die oben beschriebene Variante; vgl. dazu M. Bruhn,
Kulturförderung und Kultursponsoring, S. 66 f.
98 Ebd., S. 150 f.
99 Dazu mehr in Kap. 4.1.
100 Vgl. M. Bruhn, Sponsoring als
Kommunikationsinstrument, S. 160.
101 Vgl. ebd., S. 85.
102 Vgl. C. Stolorz, S. 56.
103 Bei diesen Veranstaltungen erhalten
Mitarbeiter, insbesondere bei sehr bekannten Stars, die Möglichkeit, diese auf
Konzerten in VIP-Zelten zu treffen und Fotos zu machen.
104 Vgl. C. Stolorz, S. 58.
105 Siehe dazu weiter unten 4.1.
106 Vgl. M. Püttmann, Internationales
Musik-Sponsoring, S. 55.
107 So wird insbesondere das Sponsoring mit
Instrumenten bezeichnet.
108 Als Ausnahme wäre hier allerdings das
Sponsoring durch Schenkung mit Auflage zu sehen. Vgl. hierzu M.
Bruhn/R. Mehlinger, S. 54 f.
109 Die Grenzen der inhaltlichen Gestaltung
werden nur durch die allgemeinen Schranken des Vertragsrechts, wie
beispielsweise Sittenwidrigkeit und Verstoß gegen Treu und Glauben, bestimmt.
110 Typisierte Vertragsformen sind im zweiten
Buch, siebenter Abschnitt des BGB, dem sogenannten Besonderen Teil des
Schuldrechts, festgehalten. Dieses beginnt mit dem 433, dem Kauf. Ein ähnlicher
Sachverhalt ergab sich beim Reisevertragsrecht ( 651 a ff. BGB), bei dem es bis
1979 auch keine spezielle rechtliche Regelung gab. Der Reisevertrag wurde als
Vertrag »sui generis«, also eigener Art, behandelt, und hinsichtlich der
Rechtsfolgen bei Vertragsstörungen war jeweils zu prüfen, welche Regeln zur
Anwendung kommen sollten — die des Allgemeinen ( 241 — 432 BGB) oder die des
Besonderen Teils des Schuldrecht. Folge war eine grundsätzliche
Rechtsunsicherheit bei allen Beteiligten; vgl. M. Bruhn/R.
Mehlinger, S. 62 f.
111 Vgl. 433 Abs. 1 BGB.
112 Vgl. 433 Abs. 2 BGB.
113 Vgl. O. Palandt (-H. Putzo),
BGB, 515 Rn. 1.
114 M. Bruhn/R. Mehlinger, S. 63
ff.
115 Vgl. 535 BGB.
116 Ganz plastisch darf der Pächter einer
Obstplantage die Früchte der Plantage also das Obst verwerten.
117 Vgl. 581 BGB.
118 Ein Kaufvertrag beginnt mit dem
rechtswirksamen Vertragsabschluß und endet, wenn beide Parteien ihre
Leistungspflichten erfüllt haben. Anders ist es beim Mietvertrag. Hier beginnt
das Mietverhältnis mit dem Vertragsabschluß und dauert bis zur Beendigung des
Vertrages infolge Zeitablaufs oder Kündigung. Danach ist das
Leistungsaustauschverhältnis beendet und es beginnt ein Abwicklungsverhältnis
(Rückgabe der Mietsache, Rückzahlung einer geleisteten Kaution o. ä.).
119 Vgl. 611 Abs. 1 BGB.
120 Vgl. 611 Abs. 2 BGB.
121 Im Sport wären Arbeitsverträge denkbar, wenn
in einem Einzelarbeitsvertrag eines Vereins mit einem Sportler vereinbart wird,
daß letzterer bestimmte Werbemaßnahmen für einen den Verein unterstützenden
Sponsor durchzuführen hat; vgl hierzu M. Bruhn/R. Mehlinger, S.
70.
122 Vgl. 516 Abs. 1 BGB.
123 Vgl. 598 BGB.
124 Siehe 631 ff. BGB.
125 Siehe 607 ff. BGB.
126 Die folgenden Ausführungen basieren
hauptsächlich aus der Auswertung der Pink Floyd-Tour-Sponsoring Unterlagen, die
von VW und Pink Floyd gemeinsam entwickelt wurden und vom Konzern zur Verfügung
gestellt werden.
127 C. Dahlhaus et al.,Brockhaus
Riemann Musiklexikon, Bd. 3, S. 305.
128 Die folgenden Ausführungen basieren auf den
Ausführungen von U. Bloch/M. Raven, S. 432 ff und C.
Ohnesorge, Musikwoche Nr. 36/94, S. 23 sowie den Presseunterlagen der
Konzeptbetreuer von Mustang, dem Mainhattan Musik Verlag und der BMG Ariola
Medien GmbH.
129 Vgl. Abb. 2 auf S. 8.
130 Man beachte in Berlin nur die Plakate der
diversen Uni- und Konzeptparties, auf denen eigentlich immer Sponsoren vermerkt
sind.
._1:___-___ 8
Abb. 2: Sponsoring-Ebenen 8
Abb. 3: Die vier Gruppen kulturfördernder Unternehmen 9
Abb. 4: Das »magische Dreieck« des Sponsoring 9
Abb. 5: Pflicht- und Akzeptanz- sowie Selbstentfaltungswerte 14
Abb. 6: Nutzung von Tonträgern nach Altersgruppen pro Woche in Minuten 16
Abb. 7: Haushaltsausstattung mit Audiogeräten in der Bundesrepublik Deutschland 17
Abb. 8: Freizeitinteressen bei Jugendlichen 18
Abb. 9: Musikpräferenzen der Bundesbürger 1995 19
Abb. 10: Beteiligte am Musik-Sponsoring 26
Abb. 11: Unterscheidung nach Zielgruppen 32
Abb. 12: Bedeutung von Zielen für das Sponsoring im Zeitablauf 40
Abb. 13: modifiziertes Sponsoring-Modell im Pop- und Rockmusikbereich 59
| Bloch, Uwe/Mike Raven | »Markenpositionierung durch Musik«, Handbuch der Musikwirtschaft, 4. vollständig überarbeitete Auflage, S. 429-438, Starnberg/München: Josef Keller GmbH & Co. Verlags-KG 1997. |
| Bonfadelli, Heinz | »Wie Jugendliche ihr Verhältnis zur Medienmusik sehen«, Schriftenreihe Musik und Gesellschaft, Heft 20: Massenmedien, Musikpolitik und Musikerziehung, S. 219-246, Wien: Verlag des Verbandes d. wiss. Gesellschaften Östereichs 1987. |
| Bourdieu, Pierre | Die feinen Unterschiede: Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft, 5. Auflage, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1992. |
| Braun, Günther E. | »Kultursponsoring im staatlichen und kommunalen Bereich: Öffentliches Kultursponsoring«, Sport- und Kultursponsoring, S. 195-204, München: Vahlen 1989. |
| Bruhn, Manfred | Integrierte Unternehmenskommunikation: Ansatzpunkte für eine strategische und operative Umsetzung integrierter Kommunikationsarbeit, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Stuttgart: Poeschel 1995. |
| Bruhn, Manfred | »Kulturförderung und Kultursponsoring — neue Instrumente der Unternehmenskommunikation?, Kulturförderung, Kultursponsoring: Zukunftsperspektiven der Unternehmenskommunikation, S. 37-84, Frankfurt am Main: Frankfurter Allgemeine 1989; Wiesbaden: Gabler 1989. |
| Bruhn, Manfred | Sozio- und Umweltsponsoring. Engagements von Unternehmen für soziale und ökologische Aufgaben, München: Vahlen 1990. |
| Bruhn, Manfred | Sponsoring als Kommunikationsinstrument, Frankfurt am Main/Wiesbaden: Gabler 1987. |
| Bruhn, Manfred | Sponsoring: Unternehmen als Mäzene und Sponsoren, 2. Auflage, Wiesbaden: Gabler 1991. |
| Bruhn, Manfred/
Hans-Dieter Dahlhoff | »Kultursponsoring — Entwicklungstendenzen und Zukunftsperspektiven«, Kulturförderung, Kultursponsoring: Zukunftsperspektiven der Unternehmenskommunikation, S. 357-364, Frankfurt am Main: Frankfurter Allgemeine 1989; Wiesbaden: Gabler 1989. |
| Bruhn, Manfred/
Rudolf Mehlinger | Rechtliche Gestaltung des Sponsoring: Vertragsrecht - Steuerrecht — Medienrecht — Wettbewerbsrecht, Bd. 1: Allgemeiner Teil, 2. überarbeitete und aktualisierte Auflage, München: Beck 1995. |
| Bundesverband der
Phonographischen Wirtschaft/ et al. | Jahrbuch 1996, Starnberg: Josef Keller GmbH & Verlags-KG 1996. |
| Bürger, Joachim H. | Arbeitshandbuch Presse und PR: Tips und Tricks eines PR-Profis, Essen: Stamm 1985. |
| Bürger, Joachim H. | Wie sage ichs der Presse?, Landsberg: Verlag Moderne Industrie 1986. |
| Conzen, Brigitte | »Kulturförderung der Wirtschaft — Tradition und neue Konzepte des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.«, Kulturförderung, Kultursponsoring: Zukunftsperspektiven der Unternehmenskommunikation, S. 117-133, Frankfurt am Main: Frankfurter Allgemeine 1989; Wiesbaden: Gabler 1989. |
| Dahlhaus, Carl/
Hans Heinrich Eggebrecht | Brockhaus Riemann Musiklexikon, erweiterte Taschenbuchausgabe 3. Auflage, Band 3 L-Q, Mainz: B. Schotts Söhne 1990. |
| Dahlhoff, Hans-Dieter | Sponsoring: Chancen für die Kommunikationsarbeit, Bonn: BDW Service- und Verlagsgesellschaft Kommunikation 1986. |
| Dahlhoff, Hans-Dieter | »Unternehmenskommunikation und Kulturförderung«, Kulturförderung, Kultursponsoring: Zukunftsperspektiven der Unternehmenskommunikation, S. 15-33, Frankfurt am Main: Frankfurter Allgemeine 1989; Wiesbaden: Gabler 1989. |
| Dillenz, Walter | »Europäische Integration und ihre Auswirkung auf Kultur und Kulturpolitik«, Schriftenreihe Musik und Gesellschaft, Heft 22: Kulturpolitik, Kunst und Musik, S. 92-96, Wien: Verlag des Verbandes d. wiss. Gesellschaften Östereichs 1992. |
| Forbeck, Karla | »Kulturförderung zwischen Kunst und Kommerz«, Kulturförderung,
Kultursponsoring: Zukunftsperspektiven der Unternehmenskommunikation, S.
87-115, Frankfurt am Main: Frankfurter Allgemeine 1989; Wiesbaden: Gabler
1989.
|
| Forbeck, Karla | Renaissance der Mäzene? Interessenvielfalt in der privaten Kulturfinanzierung, Köln: DuMont 1989. |
| Forbeck, Karla /
Andreas Johannes Wiesand | Studien zur Kulturpolitik: Musikstatistik, Kulturpolitik, Daten und Argumente zum Musikleben in der Bundesrepublik Deutschland, Köln: DuMont 1982. |
| Frith, Simon | Music for Pleasure, essays in the sociology of pop, Cambridge: Polity Press 1988. |
| Frith, Simon | On record: Rock, Pop, and the written word, New York: Panthenon 1990. |
| Gebhardt, Gerd | »Struktur des deutschen Musikmarktes: Repertoirebereiche und Konsumenten«, Handbuch der Musikwirtschaft, 2. Auflage, S. 55-68, Starnberg/München: Josef Keller GmbH & Co. Verlags-KG 1993. |
| Grüßer, Birgit | Handbuch Kultursponsoring: Ideen und Beispiele aus der Praxis, Hannover: Schlütersche 1992. |
| Hay, Werner | »Funktion der Musik in der Werbung«, Handbuch der Musikwirtschaft, 2. Auflage, S. 263-274, Starnberg/München: Josef Keller GmbH & Co. Verlags-KG 1993. |
| Hay, Werner | »Sponsoring«, Handbuch der Musikwirtschaft, 2. Auflage, S. 275-285, Starnberg/München: Josef Keller GmbH & Co. Verlags-KG 1993. |
| Heinemann, Klaus | »Sportsponsoring — Ökonomische Chance oder Weg in die Sackgasse?«, Sport- und Kultursponsoring S. 62-77, München: Vahlen 1989. |
| Hermand, Jost | Die Kultur der Bundesrepublik Deutschland 1965-1985, Frankfurt am Main/Berlin: Ullstein 1990. |
| Hermanns, Arnold | »Sponsoring — Zukunftsorientiertes Instrument der Marktkommunikation«, Sport- und Kultursponsoring S. 1-14, München: Vahlen 1989. |
| Hermanns, Arnold/
Norbert Drees | »Charakteristika des Kultursponsoring«, Sport- und Kultursponsoring S.
151-166, München: Vahlen 1989.
|
| Hermanns, Arnold/
Michael Püttmann | »Internationales Musiksponsoring — Bedeutung, theoretische Grundlagen und Fallbeispiele«, Kulturförderung, Kultursponsoring: Zukunftsperspektiven der Unternehmenskommunikation, S. 257-277, Frankfurt am Main: Frankfurter Allgemeine 1989; Wiesbaden: Gabler 1989. |
| Hummel, Marlies | »Musikwirtschaft in Deutschland«, Handbuch der Musikwirtschaft, 2. Auflage, S. 37-54, Starnberg/München: Josef Keller GmbH & Co. Verlags-KG 1993. |
| Huth, Rupert/
Dieter Pflaum | Einführung in die Werbelehre, 5. Auflage, Stuttgart/Berlin/Köln: Kohlhammer 1993. |
| Inglehart, Ronald | The silent revolution. Changing values and political styles among Western publics, Princeton, N. J.: Princeton University Press 1977. |
| Jungblut, Michael | »Kultursponsoring — ein Problem für den Journalismus?«, Kulturförderung, Kultursponsoring: Zukunftsperspektiven der Unternehmenskommunikation, S. 333-354, Frankfurt am Main: Frankfurter Allgemeine 1989; Wiesbaden: Gabler 1989. |
| Kaden, Christian | Musiksoziologie, Berlin/Leipzig: Verlag Neue Musik Berlin 1984. |
| Kinkel, Klaus | "Kultur und Kommerz", Rede anläßlich der Klausurtagung des
Arbeitskreises "Außen- und Sicherheitspolitik, Europa,
Entwicklungspolitik" der FDP-Bundestagsfraktion zur Auswärtigen
Kulturpolitik am 28. September 1996 in Königswinter bei Bonn, Online im
Internet, URL: http:»www.
auswaertiges-amt.goverment.de/de/aku_awi/ r961001.htm [Stand: 03.03.1997]. |
| Klages, Helmut | Wertorientierungen im Wandel. Rückblick, Gegenwartsanalyse, Prognosen, Frankfurt am Main: Campus 1984. |
| Klages, Helmut/
et al. | Wertwandel und gesellschaftlicher Wandel, Frankfurt am Main: Campus 1984. |
| Klages, Helmut/
et al. | Werte und Wandel: Ergebnisse und Methoden einer Forschungstradition, Frankfurt am Main: Campus 1992. |
| Klein, Armin | »Das neue Interesse an der Kultur: Die Ausgaben der Gemeinden von 1981 bis 1991«, Der Städtetag 1993, Heft 1, S. 4ff. |
| Kriese, Konstanze | »Musik, Kultur und Wirtschaft«, Hauptreferat zur Konferenz »Popmusik zwischen Kultur- und Wirtschaftsförderung«, Schellerhau, November 1993, Online im Internet, URL: http://www2.hu-berlin.de./inside/fpm [Stand 24.02.1997]. |
| Kroeber-Riel, Werner | Konsumentenverhalten, 5. überarbeitete und ergänzte Auflage, München: Vahlen 1992. |
| Krön, Peter | »Ein Plädoyer aus Sicht der Kulturpolitik«, Schriftenreihe Musik und Gesellschaft, Heft 22: Kulturpolitik, Kunst und Musik, S. 97-104, Wien: Verlag des Verbandes d. wiss. Gesellschaften Östereichs 1992. |
| Langenbach, Christof | Musikverhalten und Persönlichkeit 16- bis 18jähriger Schüler, Dissertation, Frankfurt am Main/ Berlin/ Bern/ New York/ Paris/ Wien: Lang 1994. |
| Luss, Susi | »The Chairmans Wife or creative Sponsorships? Some Insights into Sponsorship in Great Britain«, Sport- und Kultursponsoring, S. 279-284, München: Vahlen 1989. |
| Meffert, Heribert | Marketing: Grundlagen der Absatzpolitik, 7. überarbeitete und erweiterte Auflage, Wiesbaden: Gabler 1986. |
| Meyer, Ulrich | »Rockmusik zwischen Emanzipation und Regression«, Politik und gesellschaftlicher Wertewandel im Spiegel populärer Musik, S. 148-155, Essen: Verlag Die Blaue Eule 1992. |
| Mussler, Dieter | »Kultursponsoring — eine Hilfestellung für die Unternehmen«, Kulturförderung, Kultursponsoring: Zukunftsperspektiven der Unternehmenskommunikation, S. 293-330, Frankfurt am Main: Frankfurter Allgemeine 1989; Wiesbaden: Gabler 1989. |
| Nieschlag, Robert/
Erwin Dichtl/ Hans Hörschgen | Marketing, 17. neu bearbeitete Auflage, Berlin: Duncker & Humblot
1994.
|
| Ohne Verfasser | »Junge Talente gesucht«, Musikwoche Nr. 35-1994, S. 24 |
| Ohnesorge, Claudia | »Marketing mit Musik: Synergien zwischen Mustang, Puma und Pop«,
Musikwoche Nr. 36-1994, S. 23.
|
| Palandt, Otto | Bürgerliches Gesetzbuch, 55. neubearbeitete Auflage, München: C. H. Becksche Verlagsbuchhandlung 1996. |
| Pappermann, Ernst | »Kommunale Kulturpolitik heute: Stellenwert, Chancen und Gefährdungen«, Kulturpolitik und Kultursponsoring, S. 21-40, Münster/Hamburg: Lit 1992. |
| Perkin, Harold/
et al. | Kulturräume im Wandel, Hamburg: Deutsche BP 1979. |
| Püttmann, Michael | »Internationales Musik-Sponsoring«, Rockmusiker Jahrbuch: Musikbusiness in Deutschland, Lüneburg: Verlag Musiker Press 1992. |
| Püttmann, Michael | »Musik-Sponsoring«, Sport- und Kultursponsoring, S. 219-230, München: Vahlen 1989. |
| Rat für die Künste | »Kulturpolitik in Berlin: erste Schritte, vermeidbare Rückschritte,
notwendige Fortschritte«, Berlin 11. März 1996, Online im Internet, URL:
http:»www.kulturbox.de/berlin/kultur/rat/erst96.
html [Stand: 03.03.1997]. |
| Rosenstiel, Lutz von | »Selektion- und Sozialisationseffekte beim Übergang vom Bildungs- ins Beschäftigungssystem«, Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie 1989, S. 21-32. |
| Rosenstiel, Lutz von/
et al. | Individuum und Organisation im Wertkonflikt?, München: Beck 1988. |
| Roth, Peter | Kultur-Sponsoring: Meinungen, Chancen und Probleme, Landsberg am Lech: Verlag Moderne Industrie 1989. |
| Roth, Peter | »Probleme und Grenzen des Kultursponsoring«, Sport- und Kultursponsoring, S. 167-175, München: Vahlen 1989. |
| Schoenebeck, Mechthild von | »Politische Inhalte populärer Musik«, Politik und gesellschaftlicher Wertewandel im Spiegel populärer Musik, S. 24-37, Essen: Verlag Die Blaue Eule 1992. |
| Schürmann, Paul | »Gesellschaftliche Trends und Sponsoring«, Sport- und
Kultursponsoring, S. 239-249, München: Vahlen 1989.
|
| Söndermann, Michael | »Der Zehnjahresvergleich: Neue Prioritäten in den kommunalen Kulturetats?«, Kulturforschung 1991, Heft 2, S. 3ff. |
| Staubmann, Heinz | »Zur Spaltung des musikalischen Weltbildes«, Schriftenreihe Musik und Gesellschaft, Heft 20: Massenmedien, Musikpolitik und Musikerziehung, S. 247-262, Wien: Verlag des Verbandes d. wiss. Gesellschaften Östereichs 1987. |
| Staubmann, Heinz | »Relativität von Modellvorstellungen am Beispiel der Popularkultur«, Studien zur Kunstrezeption, Modelle für das Verhalten von Publikum im Massenzeitalter, S. 132-141, Wien/Köln/Graz: Verlag des Verbandes d. wiss. Gesellschaften Östereichs 1982. |
| Stolorz, Christian | »Zur unternehmenspolitischen Zielsetzung von Sponsoring«, Kulturpolitik und Kultursponsoring, S. 53-62, Münster/Hamburg: Lit 1992. |
| Stümpel, Burkhard/
Elisabeth Noelle-Neumann | Projekt Arbeitspolitik und Öffentlichkeit. Auswertungen zum populären Wirtschaftsdenken, Berlin: FSA print 4 1982. |
| Wicke, Peter | Bigger Than Life: Rock & Pop in den USA, eine Musikszene, Leipzig: Reclam-Verlag 1991. |
| Wicke, Peter | Rockmusik. Zur Ästhetik und Soziologie eines Massenmediums, Leipzig: Verlag Philipp Reclam jun. 1989. |
| Wicke, Peter | Kultur — Politik — Wirtschaft. Eine Studie zu Problemen und
Perspektiven der Kulturförderung, Brandenburg, Juni 1994, Online im
Internet, URL: http://www2.hu-berlin.de./inside/fpm
[Stand 24.02.1997]. |
| Wicke, Peter | »Popmusik und Politik. Provokationen zum Thema«, Hauptreferat zur Konferenz »Popmusik und Politik«, Oybin, November 1992, Online im Internet, URL: http://ww2.hu-berlin.de./inside/fpm [Stand 24.02.1997]. |
| Wirtz, Karl-Ernst | »Rechtliche Probleme des Sponsoring«, Sport- und Kultursponsoring, S. 250-258, München: Vahlen 1989. |
| Wittkämper, Gerhard W. | »Die kommunikative Demokratie und ihre Werte«, Politik und gesellschaftlicher Wertewandel im Spiegel populärer Musik, S. 11-23, Essen: Verlag Die Blaue Eule 1992. |