Fachschaft Skandinavistik

 
     
   
 

 

Kulturwissenschaft

Wie man bereits dem Namen entnehmen kann, geht es in diesem Fachteil der Skandinavistik um die Kultur der skandinavischen Länder. Viele Lehrveranstaltungen gehen vor allem auf die Geschichte und die politischen Systeme im Norden ein, aber es gibt auch die Möglichkeit sich mit Architektur, den Medien in Skandinavien oder philosophischen Strömungen zu beschäftigen. Das Angebot im kulturwissenschaftlichen Fachteil – wie in den anderen Fachteilen auch – hängt allerdings stark davon ab, welche Dozenten mit welchen wissenschaftlichen Schwerpunkten unterrichten. D.h., dass nicht in jedem Semester beispielsweise ein Seminar über die Kunst im 19. Jahrhundert in Norwegen angeboten wird.

Die Professur für Kulturwissenschaft ist derzeit vakant. Sobald sich dies jedoch ändert, wird es hier bekannt gegeben. Außerdem arbeiten für diesen Fachteil zwei wissenschaftliche und zwei studentische Mitarbeiter sowie Professor Bernd Henningsen und Doktor Reinhold Wulff. Das Angebot der Lehrveranstaltungen wird auch durch die Gastprofessoren aus Norwegen und Schweden erweitert, da diese oft einen kulturwissenschaftlichen Forschungsschwerpunkt haben.

Das Nordeuropa-Institut in Berlin ist in Deutschland auch das einzige Skandinavistik-Institut, das diesen Fachteil in dieser Breite anbietet.

 

Literaturwissenschaft

Die Literaturwissenschaften untersuchen die Literatur, am Nordeuropa-Institut der des skandinavischen Raumes. Mit viel Lesen, soweit es geht in der Originalsprache, nähert man sich Biographien, Theaterstücken, Romanen und was es sonst noch alles gibt. Dabei wird immer wieder versucht auch über den Tellerrand zu schauen – Gibt es z.B. Anknüpfungspunkte in der Kulturwissenschaft, den Gender Studies, was kann aus andern Kursen übertragen werden? Wer sich für eine Vertiefung in Literaturwissenschaft entscheidet, sollte Spaß an Büchern und vor allem auch an deren Diskussion haben.

In den Seminaren werden die Texte besprochen, werden z.B. Raum und Motive diskutiert, die Lektüre bereitet jeder Studierende einzeln zu Hause vor. Durch Referate oder Moderationen wird Hintergrundwissen vermittelt, durch die so manche Hausarbeitsthese entsteht.

Am NI gibt es für Neuere skandinavische Literaturen eine eigene Professur, diese wird von einer wissenschaftlichen MitarbeiterIn unterstützt, außerdem bieten die beiden skandinavischen Gastprofessuren Seminare in der Literaturwissenschaft an. So gibt es jedes Semester ein breites Angebot an interessanten Veranstaltungen, die die Möglichkeit bringen, sich individuell mit Literatur auseinander zu setzen.

 

Linguistik

Eine der ersten Fragen, die zu Beginn eines Grundkurses gerne gestellt wird, ist die nach dem Verständnis von Sprache. Was bedeutet 'Sprache' für die Kursteilnehmer_innen? Und wie leiten sich daraus erste Erwartungen und Vorverständnisse von Sprachwissenschaft ab?

Am häufigsten wird Sprache als ein Mittel zur Kommunikation und als ein System verstanden, das mit Hilfe von grammatischen Regeln beschrieben werden kann und sich darin von anderen Sprachen unterscheidet. Diese Antworten sind nicht überraschend, denn unsere ersten Erfahrungen mit Sprache dienen ja zum einen genau dem Ziel, sich in einer Kommunikationssituation verständlich zu machen. Zum anderen werden wir im mutter-, zweit- und fremdsprachlichen Unterricht mit Sprache als disziplinärem Gegenstand konfrontiert.

Wir erfahren und lernen, dass Dänisch, Finnisch, Isländisch, Norwegisch und Schwedisch interne Regeln 'haben', die dazu dienen sollen, Sprache 'korrekt' abzubilden, um sich verständlich machen zu können. Dass jedoch dazu nicht nur das 'korrekt' ausgesprochene und geschriebene Wort notwendig ist, sondern dass Bedeutung auch über Gestik und Mimik oder in Abhängigkeit von Raum, Zeit und den beteiligten Personen entsteht, erscheint nicht nur nachvollziehbar, sondern lässt auch die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit Sprache beschäftigt, als sehr weit und offen erscheinen.

Und tatsächlich gibt es nicht nur EINE Sprachwissenschaft. Das Feld ist untergliedert in verschiedene Teildisziplinen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Im Fachbereich Sprachwissenschaft der Skandinavistik konzentrieren wir uns auf jüngere Perspektiven in der Sprachwissenschaft - auf die Teildisziplinen Pragmatik und Soziolinguistik. Wir beschäftigen uns mit spezifischen Kontexten, in denen Sprache zum Ausdruck kommt, und gehen davon aus, dass wir mit unserem Sprechen und Schreiben handeln. Beispielsweise stellen wir uns die Frage, inwiefern ich anders spreche und mich anders verhalte, wenn ich mich z.B. mit einer Professorin oder einem Freund in Norwegen über mein Studium, über Politik oder über andere Personen austausche. Inwiefern spielen Vorstellungen über Status, Herkunft, Alter und Geschlecht beim Verstehen von Texten eine Rolle? Weil wir davon ausgehen, dass in Kommunikationssituationen immer auch Machtbeziehungen wirksam sind, analysieren wir machtvolle Konventionalisierungen in Skandinavien, die über öffentliche Diskurse re/produziert werden.

 

Mediävistik

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