Leitfrage
und Fazit |
Biesdorf
Marzahn
von Anja Erdmann und Michael Bär
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Die gebietsspezifische Fragestellung: Das Untersuchungsgebiet Biesdorf-Maisweg stellt das im östlichen Teil Berlins untersuchte Kleinsiedelgebiet der 20er und 30er Jahre dar. Anhand der ursprünglichen Bebauung und der Gestaltung des Gebiets lassen sich die Grundzüge der Siedlungsplanung dieser Zeit nachvollziehen. Daher soll im Folgenden untersucht werden, inwiefern die Struktur der Siedlung und ihres Wohnumfeldes, unter Betrachtung ihrer Entstehung, den heutigen Wohnbedürfnissen und Ansprüchen der Bewohner entspricht. Das Fazit: Seit dem Aufbau der Siedlung in
den 30er Jahren hat sich diese baulich stark verändert. Diese Veränderungen
sind Ausdruck der gewandelten Bedürfnisse und Ansprüche der
Bewohner in den letzten Jahrzehnten. Die auf dem Prinzip der Selbstversorgung
errichtete Siedlung war auf die Ansprüche der Menschen der damaligen
Zeit ausgerichtet. Neben dem in der Erwerbsarbeit erwirtschafteten Geld
konnten sie zusätzlich die Produkte des Gartens nutzen. Durch den
hohen Selbstversorgungsgrad wurde das Gebiet daher nur mit wenigen Versorgungseinrichtungen
ausgestattet. Aufgrund dieses in der DDR nicht priorisierten Siedlungstyps,
erfuhr das Gebiet keine wesentlichen Veränderungen in Form von
Ausstattungen mit Versorgungseinrichtungen. Auch zu dieser Zeit hatte
das Selbstversorgungsprinzip im Untersuchungsgebiet einen hohen Stellenwert.
Mit den politischen Veränderungen ab dem Jahr 1989 ging auch eine
Wandlung der Bedürfnisse hinsichtlich des Wohnens einher. Das Prinzip
der Selbstversorgung ist im Gebiet nicht mehr ausgeprägt. Die Menschen
nutzen ihre Gärten vorwiegend zur Erholung und zur Freizeit. Dieser
Wandel des Lebensstandards führte gleichzeitig dazu, dass die Bedürfnisse
nach Versorgungseinrichtungen größer wurden. Aufgrund der
fehlenden Ausbaumöglichkeiten im Gebiet können den gewachsenen
Ansprüchen kaum neue Einrichtungen entgegengestellt werden, was
zu einem Mangel an bestimmten Einrichtungen führt. |