Leitfrage und Fazit
Lage
Historische Entwicklung
Wohnumfeld Charakteristik
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Beusselstraße

Tiergarten

von Nicola Mengler

Die gebietsspezifische Fragestellung:

  1. Wie lässt sich das Wohnumfeld des Wohngebietes um die nördliche Beusselstraße (Wohngebiet/Gebiet Beusselstraße) charakterisieren?
  2. Welche Rolle spielt das Quartiersmanagement?
  3. Welche Perspektiven und Schlussfolgerungen lassen sich für das Gebiet erstellen?

Folgende Methoden wurden zur Beantwortung der Fragestellung verwendet:

  • eigene Untersuchungen im Gebiet,
  • Medienrecherchen,
  • Gespräche mit Experten, d.h. Personen, die sich intensiv mit dem Gebiet beschäftigen oder beschäftigt haben,
  • Gespräche mit einigen Bewohnern des Gebietes,
  • Auswertung von Fragebogenanteilen(1).

Das Fazit:

Das räumlich kleine Untersuchungsgebiet stellt sich weiterhin als Arbeiterkiez dar und bleibt durch seine historisch Bausubstanz geprägt. Trotz der verschiedensten Maßnahmen von unterschiedlichen Vereinen und Institutionen bleibt die Bewertung des Wohnumfeldes konträr.
Das übergeordnete Ziel für das Beusselgebiet ist eine Stabilisierung und eventuell eine langsame Aufwertung des Gebietes; dabei soll aber die Struktur des Gebietes nicht zu sehr verändert werden. Eine baldige Gentrifizierung des Gebietes ist wahrscheinlich ausgeschlossen, da innerhalb Berlin andere Kieze eine bessere Ausgangssituation für den Gentrifizierungsprozess aufweisen. Um das Gebiet aufzuwerten, muss versucht werden die private Sanierung der Grundstücke, möglichst bei Beibehaltung der Mietpreise, attraktiver zu gestalten, da mit öffentlichen Geldern in nächster Zeit nicht zu rechnen ist. Aus dem immer geringer werdenden Quartiersfond wurden in den letzten Jahren bereits Wohnumfeldverbesserungen bezahlt, die aber unterschiedlich gut wirkten. Das QM beschäftigt eine geringe Anzahl an Kiezläufern(2), die aber nicht alle angesprochenen Probleme des öffentlichen Raumes bisher beheben konnten.
Bei den sozialen Zielen ist jedoch der Wunsch der Anwohner zu beachten, die zum Teil lieber passiv bleiben wollen oder mit der vorhandenen Situation zufrieden sind.
In Bezug auf die baulichen und infrastrukturellen Missstände sind in den letzten Jahren viele positive Maßnahmen, wie z.B. die Einrichtung des Nachbarschaftshauses in zielgerichtet saniertem Altbau, die Errichtung einer Spielplatzbetreuung und die Verkehrsberuhigung, erfolgt.
Inwieweit arbeitsplatzschaffende und kulturelle Maßnahmen, wie z.B. das Künstlerprojekt, die erhoffte Wirkung zeigen ist im Moment noch nicht absehbar.
Die Entwicklung des Wohngebietes um die nördliche Beusselstraße ist nicht genau vorhersehbar, wie die Gespräche mit den verschiedenen Experten zeigten, die bei der Analyse einiger Probleme übereinstimmten, aber zum Teil verschiedene Maßnahmen und Schlüsse aus diesen Problemlagen zogen.

(1)Dabei handelt es sich um Fragebögen, die die Seminarteilnehmer im Auftrag des dem Projektseminar übergeordneten DFG-Projektes „Stadt der kurzen Wege – planerisches Leitbild und räumliche Mobilität der Berliner Bevölkerung“ bei den Probanden im Untersuchungsgebiet persönlich verteilt und zu vereinbarten Termin eingesammelt haben.Die vollständige Auswertung der Fragebögen erfolgt erst im Sommer-Semester 2003.
(2)oder auch Stadtbildbeauftragten; dieses sind Personen, die gegen ein geringes Entgeld den öffentlichen Raum des Kiezes beobachten und die Beobachtungen entweder an die entsprechenden Stellen weitermelden oder sich selbst darum kümmern. So fällt auch das Problem Straßenbeleuchtung in ihren Aufgabenbereich, da ihnen dies vom Stadtteilplenum übertragen wurde.

 

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