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Die gebietsspezifische Fragestellung:
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Wie lässt
sich das Wohnumfeld des Wohngebietes um die nördliche Beusselstraße
(Wohngebiet/Gebiet Beusselstraße) charakterisieren?
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Welche Rolle
spielt das Quartiersmanagement?
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Welche Perspektiven
und Schlussfolgerungen lassen sich für das Gebiet erstellen?
Folgende Methoden wurden zur Beantwortung
der Fragestellung verwendet:
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eigene Untersuchungen
im Gebiet,
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Medienrecherchen,
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Gespräche
mit Experten, d.h. Personen, die sich intensiv mit dem Gebiet beschäftigen
oder beschäftigt haben,
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Gespräche
mit einigen Bewohnern des Gebietes,
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Auswertung von
Fragebogenanteilen(1).
Das Fazit:
Das räumlich kleine Untersuchungsgebiet
stellt sich weiterhin als Arbeiterkiez dar und bleibt durch seine historisch
Bausubstanz geprägt. Trotz der verschiedensten Maßnahmen von
unterschiedlichen Vereinen und Institutionen bleibt die Bewertung des
Wohnumfeldes konträr.
Das übergeordnete Ziel für das Beusselgebiet ist eine Stabilisierung
und eventuell eine langsame Aufwertung des Gebietes; dabei soll aber die
Struktur des Gebietes nicht zu sehr verändert werden. Eine baldige
Gentrifizierung des Gebietes ist wahrscheinlich ausgeschlossen, da innerhalb
Berlin andere Kieze eine bessere Ausgangssituation für den Gentrifizierungsprozess
aufweisen. Um das Gebiet aufzuwerten, muss versucht werden die private
Sanierung der Grundstücke, möglichst bei Beibehaltung der Mietpreise,
attraktiver zu gestalten, da mit öffentlichen Geldern in nächster
Zeit nicht zu rechnen ist. Aus dem immer geringer werdenden Quartiersfond
wurden in den letzten Jahren bereits Wohnumfeldverbesserungen bezahlt,
die aber unterschiedlich gut wirkten. Das QM beschäftigt eine geringe
Anzahl an Kiezläufern(2), die aber nicht alle
angesprochenen Probleme des öffentlichen Raumes bisher beheben konnten.
Bei den sozialen Zielen ist jedoch der Wunsch der Anwohner zu beachten,
die zum Teil lieber passiv bleiben wollen oder mit der vorhandenen Situation
zufrieden sind.
In Bezug auf die baulichen und infrastrukturellen Missstände sind
in den letzten Jahren viele positive Maßnahmen, wie z.B. die Einrichtung
des Nachbarschaftshauses in zielgerichtet saniertem Altbau, die Errichtung
einer Spielplatzbetreuung und die Verkehrsberuhigung, erfolgt.
Inwieweit arbeitsplatzschaffende und kulturelle Maßnahmen, wie z.B.
das Künstlerprojekt, die erhoffte Wirkung zeigen ist im Moment noch
nicht absehbar.
Die Entwicklung des Wohngebietes um die nördliche Beusselstraße
ist nicht genau vorhersehbar, wie die Gespräche mit den verschiedenen
Experten zeigten, die bei der Analyse einiger Probleme übereinstimmten,
aber zum Teil verschiedene Maßnahmen und Schlüsse aus diesen
Problemlagen zogen.
(1)Dabei handelt es sich
um Fragebögen, die die Seminarteilnehmer im Auftrag des dem Projektseminar
übergeordneten DFG-Projektes „Stadt der kurzen Wege –
planerisches Leitbild und räumliche Mobilität der Berliner Bevölkerung“
bei den Probanden im Untersuchungsgebiet persönlich verteilt und
zu vereinbarten Termin eingesammelt haben.Die vollständige Auswertung
der Fragebögen erfolgt erst im Sommer-Semester 2003.
(2)oder auch Stadtbildbeauftragten;
dieses sind Personen, die gegen ein geringes Entgeld den öffentlichen
Raum des Kiezes beobachten und die Beobachtungen entweder an die entsprechenden
Stellen weitermelden oder sich selbst darum kümmern. So fällt
auch das Problem Straßenbeleuchtung in ihren Aufgabenbereich, da
ihnen dies vom Stadtteilplenum übertragen wurde. |