Leitfrage und Fazit
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Gropiusstadt

Neukölln

Mit der Einheit Deutschlands im Jahre 1990 und damit mit der Wiedervereinigung Berlins, kam es zur Streichung zahlreicher öffentlicher Investitionen in der Gropiusstadt zu Gunsten der Aufwertung der Freiräume von Großwohnsiedlungen im östlichen Berlin. Dies sorgte, laut Aussage eines Mitarbeiters des Stadtteilmanagements, bei den Mietern häufig für Frust. War es also bis dahin den Akteuren in der Gropiusstadt möglich, recht schnell auf auftretende Probleme zu reagieren, so sind diese Reaktionsmöglichkeiten und das Tempo auf Probleme zu reagieren durch die verringerte finanzielle Unterstützung durch das Land Berlin verlangsamt worden.
Als Hauptaufgabe für die Akteure vor Ort und somit besonders für die Vermieter der verschiedenen Wohnungsbaugesellschaften wird für die nächsten Jahre die Vermietung frei werdender Wohnungen an jüngere Personen gesehen. Vorteilhaft wird dabei auch die Abschaffung der Fehlbelegungsabgabe genannt, die nun den Weg für eine neue soziale Mischung bereitet. Seit deren Abschaffung ist somit ein deutlicher Anstieg der Haushaltseinkommen vorhandener Mieter zu verzeichnen. Die Suche nach neuen Mietern wird nicht zuletzt durch die gute Verkehrsanbindung, die zahlreichen Schulen und Kitas und Einzelhandelseinrichtungen sowie das vielschichtige Wohnungsangebot erleichtert. Die im Vergleich zu anderen Bezirken der Stadt relativ niedrigen Mieten könnten sich bei der Vermietung ebenfalls als vorteilhaft erweisen. Mit größeren Mietanhebungen ist selbst dann nicht zu rechnen, wenn das Land Berlin aus den sozialen Wohnungsbauprojekten aussteigt, da die Gropiusstadt auf Grund ihres fortgeschrittenen Alters nicht bei den sozialen Förderung vom Land berücksichtigt wird, so ein Mitarbeiter der DEGEWO.
Alles in allem bleibt also festzuhalten, dass die Gropiusstadt einen Ortsteil darstellt, der noch einige Probleme zu lösen hat, doch sollte man dabei nicht vergessen, dass auch andere Stadtteile mit ihren ganz individuellen Problemen umgehen müssen. Erschwerend kommt bei diesem Beispiel leider das in vielen Köpfen noch immer vorhandene negative Image einer Großwohnsiedlung hinzu, das zwar nicht geleugnet werden soll, doch bei weitem nicht auf das gesamte Wohnumfeld der fast 45 000 Einwohner umfassenden Siedlung übertragen werden kann.

 

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