Leitfrage
und Fazit |
Marienfelde / Lankwitz
Tempelhof / Steglitz
von Antje Pollesche und Margarete Sporek
|
Die gebietsspezifische Fragestellung: Vor dem Hintergrund zunehmender,
alltäglicher Mobilität befasst sich das Teilprojekt "Wohnumfeld
in Berlin" im Rahmen des Forschungsprojektes "Stadt der kurzen
Wege - planerisches Leitbild und räumliche Mobilität der Berliner
Bevölkerung" mit den räumlichen Mustern und Motiven der
auf das Wohnumfeld bezogenen Mobilität. Dazu wurden in fünf
verschiedenen Quartierstypen (jeweils ein Typ im Ost- und Westteil der
Stadt = 10 Gebiete) Untersuchungen hinsichtlich alltäglich und
periodisch wiederkehrender, der Versorgung und Freizeit dienender Aktivitäten
durchgeführt. Eine damit verbundene Kartierung der Einrichtungen
und eine derzeit noch nicht vollständig ausgewertete Haushaltsbefragung
sollen Aufschluss über das Mobilitätsverhalten in Abhängigkeit
der gegebenen Möglichkeiten sowie der unterschiedlichen Wohngebietstypen
und Lebensstile geben. Das Fazit: Zusammenfassend
lässt sich festhalten, dass sich das in den 1920/30er Jahren entstandene
Gebiet in seinen baulichen Strukturen bis heute nicht wesentlich verändert
hat. Die in verschiedenen Phasen und unter unterschiedlichen Einflüssen
gebauten Häuser der Siedlungen "Mariengarten" und "Lankwitz
Süd", deren Bezeichnungen jedoch nicht mehr gebräuchlich
sind, lassen sich heute immer noch leicht im Gelände identifizieren.
Zwar wurde das Gebiet im Laufe der Jahre weiter verdichtet, das Gesamtbild
dadurch jedoch nicht bedeutend verändert. Das als reine Wohnsiedlung geplante
Gebiet, das sich in Stadtrandlage befindet, ist nach wie vor fast ausschließlich
durch Wohnnutzung geprägt. Im Laufe der Zeit haben sich jedoch
die Lebens- und Mobilitätsstile stark verändert. Für
viele Menschen ist eine hohe Wohnqualität sehr wichtig. Neben der
Qualität im Bezug auf das Wohnen selbst und dem Vorhandensein ausreichender
Versorgungseinrichtungen sind Möglichkeiten der Freizeitgestaltung
von großer Bedeutung. Da heute fast jeder Haushalt einen Pkw besitzt
und das Netz des öffentlichen Verkehrs in Berlin gut ausgebaut
ist, besteht die Möglichkeit und von vielen auch die Bereitschaft,
in Stadtrandlage zu leben und trotzdem aktiv am Stadtleben teilzunehmen.
|