| 250 Laienmusiker der Humboldt-Universität begeistern ihr Publikum Prenzlau . Es war ein wunderbarer Kunstgenuss den das Prenzlauer Konzertpublikum in der St. Nikolai-Kirche erleben durfte. Humboldts Philharmonischer Chor und Studentische Philharmonie, insgesamt wirkten 250 junge Künstler mit, brachten das "Deutsche Requiem" von Johannes Brahms (1833 - 1897). Chor und Orchester, alle Laienkünstler, haben sich über fünf Monate mit dem Werk auseinandergesetzt, bis Musikdirektor Constantin Alex der Meinung war, dass die nötige Reife und das Können erreicht war. Brahms war 33 Jahre alt, als er dieses Werk vollendete. Es ist ein Chorwerk, dass alt- und neutestamentarische Verse nicht in lateinischer Sprache, sondern in der Bibelübersetzung Martin Luthers vermittelt. Alex brachte Orchester und Chor zur Höchstleistung, jede Phase des Konzertes lebte er mit, jede Note der Musik, jede Silbe der Worte, die der Chor sang, kamen aus seinem Herzen an die Musiker und Sänger, die er mit grenzenloser Akribie führte. Und seine Künstler hingen an den Lippen, am Taktstock. Man fühlt eine Vertrautheit zu den Mitwirkenden, die berührend wirkte. Als Solisten boten die Südkoreanerin Esther Lee, Sopranistin an der Deutschen Oper Berlin, und Bariton Matthias Vieweg eine glanzvolle Leistung. Mit größter Verinnerlichung sangen sie ihren Part, zart und mit Einfühlungsvermögen vom Orchester und Chor untermalt. Das Konzert, eine Gemeinschaftsproduktion des Uckermärkischen Konzertchores e.V. und der Berliner Humboldt-Universität war ein Höhepunkt im Musikgeschehen Prenzlaus. Es ist zu wünschen, dass die Berliner Künstler in der Uckermark regelmäßig auftreten werden. Der tosende Beifall der rund 400 Gäste dürfte sie überzeugt haben. Michael Steer | |