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Veranstaltungsreihe: Vertrauen als Ressource internationaler Politik
Ringvorlesung

„Wer miteinander redet, schießt nicht aufeinander“

Im Gespräch: Reinhild Kreis (Mannheim) & Reinhard Krumm (Wien): "Wer miteinander redet, schießt nicht aufeinander" - Kommunikation und Vertrauen in Europa

Termine

Do., 14.12.2017
18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Standort

Unter den Linden 6.Universitäts-Hauptgebäude

Eintritt

frei

„Solange man miteinander redet, schießt man nicht aufeinander“ – das Bonmot Hans-Dietrich Genschers ließe sich der europäischen Entspannungspolitik seit den späten 1960er Jahren als Motto voranstellen. Tatsächlich war Kommunikation über die Blockgrenzen hinweg der Schlüssel zu einer Sicherheitsordnung in Europa, deren Bestand auch dann nicht in Frage gestellt wurde, als sich die Beziehungen zwischen den beiden Supermächten ab Ende der 1970er Jahre wieder verschlechterten. Wie und worüber sprachen die Europäer in Ost und West miteinander, welchen Regeln folgte ihre Kommunikation? Welche Bedeutung kam den Begegnungen der Staats- und Regierungschefs zu, wie wichtig waren Kontakte „von unten“? Wurde über die europäische Sicherheit auf den Gipfeln der Diplomatie entschieden, oder waren es eher zivilgesellschaftliche Beziehungen, die, „von oben“ durchaus kritisch beäugt, zur Sicherheit in unsicheren Zeiten beitrugen? Diese Fragen werden zu diskutieren sein. Ebenso ist zu klären, was „Vertrauen“ unter diesen Umständen überhaupt heißen konnte. Wie viel Kontrolle war nötig, um Vertrauen zu generieren und zu stabilisieren, wie viel Empathie, wie viel Verständnis für die jeweils andere Seite musste aufgebracht werden, um im Gespräch bleiben zu können? Und schließlich: Was können wir für heute daraus lernen?

Dr. Reinhild Kreis ist Akademische Rätin auf Zeit am Lehrstuhl für Zeitgeschichte an der Universität Mannheim. Sie forscht zur Emotions- und Protestgeschichte sowie zu den trans-atlantischen Beziehungen im 20. Jahrhundert. Mit Martin Klimke und Christian Ostermann hat sie 2016 den Sammelband “Trust, but Verify”: The Politics of Uncertainty and the Transformation of the Cold War Order, 1969-1991 (Stanford University Press) herausgegeben. 

Dr. Reinhard Krumm ist Leiter des Regionalbüros für Zusammenarbeit und Frieden in Europa der Friedrich-Ebert-Stiftung in Wien. Der Osteuropawissenschaftler beschäftigt sich mit der Ukrainekrise und allgemein mit den heutigen Spannungen zwischen (Ost-)Europa und Russland als auch möglichen Lösungswegen.

Moderiert wird das Gespräch von Prof. Dr. Gabriele Metzler, Inhaberin des Lehrstuhls für die Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und des Berliner Kollegs Kalter Krieg.


Weitere Informationen

Veranstalter: Berliner Kolleg Kalter Krieg, Humboldt-Universität zu Berlin
Referenten: Dr. Reinhild Kreis/Dr. Reinhard Krumm
Moderation: Prof. Dr. Gabriele Metzler

Zur Website der Veranstaltung

Kontakt

Dr. Bettina Greiner
Telefon: 030 555 740-990
info@berlinerkolleg.com

Adresse

Unter den Linden 6.Universitäts-Hauptgebäude
Raum: HS 1072 (Eingang über die Universitätsstr.)

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