Vorlesungsverzeichnis

Wintersemester 2006/2007

52 163 Avestisch I


Dozent
W. Hock
Typ UE
Zeit Do 12 - 14 Uhr, WiSe 2006/07
Ort
HP 2, 3.138
Nach einem kurzen Überblick über die avestischen Texte und ihre Überlieferung wird anhand eines jungavestischen Textes in die Sprache des Avesta eingeführt. Im Mittelpunkt der Übung steht das synchrone Laut- und Formensystem des Jungavestischen, jedoch werden auch Ausblicke auf das Altavestische gegeben und Vergleiche mit den verwandten indogermanischen Sprachen gezogen. Die Veranstaltung steht allen Studierenden offen; von Vorteil – aber nicht Voraussetzung – sind Kenntnisse im Altindischen.
Hoffmann, K.: "Avestan Language" in: Encyclopedia Iranica III. London, New York 1988, 47-62 = Aufsätze zur Iranistik. Band 3. Wiesbaden 1992, 864-879. Hoffmann, K., B. Forssman: Avestische Laut- und Formenlehre. Innsbruck 1996, (2)2004. Hoffmann, K., J. Narten: Der Sasanidische Archetypus. Untersuchungen zu Schreibung und Lautgestalt des Avestischen. Kellens, J.: "Avesta" in: Encyclopedia Iranica III. London, New York 1988, 35-44. Kellens, J.: "Avestique" in: Schmitt, R. (Hg.): Compendium Linguarum

52 164 Altgriechisch I


Dozent
W. Hock
Typ UE
Zeit Do 14 - 16 Uhr, WiSe 2006/07
Ort
HP 2, 3.138
Erstmalig wird im Rahmen einer zweisemestrigen Lehrveranstaltung eine Einführung in das Altgriechische angeboten. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende ohne Vorkenntnisse. Sie ist kein Ersatz für einen Sprachkurs, der erfolgreiche Abschluss kein Äquivalent zum Graecum. Vielmehr werden nach einem kurzen Überblick über die Sprachgeschichte Schrift, Lautsystem sowie morphologische und syntaktische Struktur des Altgriechischen in aller Kürze dargestellt und historisch-sprachvergleichend eingeordnet. Als begleitende Lektüre dienen einfache Übungstexte. Im zweiten Semester wird die sprachvergleichende Komponente verstärkt und es werden Einblicke in die griechischen Dialekte, das homerische und mykenische Griechisch gegeben.
Bornemann, E., E. Risch: Griechische Grammatik. Frankfurt a.M. u.a. (2)1978. Kastner, W.: Sprachgeschichtliche Erläuterungen zur Griechischen Grammatik. Frankfurt a.M. 1988. Meier-Brügger, M.: Griechische Sprachwissenschaft. I-II. Berlin, New York 1992. Rix, H.: Historische Grammatik des Griechischen. Darmstadt (2)1992.

52 165 Oskisch-Umbrisch


Dozent
W. Hock
Typ UE
Zeit Di 12 - 14 Uhr, WiSe 2006/07
Ort
UL 6, 2093 A

Die Übung bietet eine philologische und sprachwissenschaftliche Einführung in das Oskisch-Umbrische. Die Sprachdenkmäler werden vorgestellt, Schrift- und Lautsysteme besprochen und Probleme der Phonologie und Morphologie vor dem Hintergrund der altitalischen Dialekte und der verwandten Sprachen anhand konkreter Textpassagen erörtert.
Buck, C.: Elementarbuch der oskischumbrischen Dialekte. Heidelberg 1905. Vetter, E.: Handbuch der italischen Dialekte. Heidelberg 1935. Meiser, G.: Lautgeschichte der umbrischen Sprache. Innsbruck 1986. Rix, H.: “Ausgliederung und Aufgliederung der italischen Sprachen”. In: Bammesberger, A., Th. Vennemann (Hgg.): Languages in Prehistoric Europe. Heidelberg: 2003, 147-172.

52 166 Balkanindogermanisch


Dozent
W. Hock
Typ SE
Zeit Di 10 - 12 Uhr, WiSe 2006/07
Ort
HP 2, 3.102
Der Terminus 'Balkanindogermanisch' wird in neuerer Zeit nicht als Sammelbegriff der (alt)indogermanischen Idiome der Balkanregion verwendet, sondern im Sinne der genetischen Sprachverwandtschaft als denkbare gemeinsame Vorstufe des Griechischen, Albanischen, Phrygischen und Armenischen (Klingenschmitt 1994: 244f.). Im Seminar sollen zum einen die Argumente für die Annahme einer solchen Zwischenstufe diskutiert werden, zum anderen aber auch ein Einblick in die weniger gut bezeugten Sprachen dieser Region wie Illyrisch, Thrakisch, Dakisch oder Phrygisch und ihre Beziehungen zueinander gegeben werden.
Cowgill, W.: Indogermanische Grammatik. Band I. 1. Halbband: Einleitung. Heidelberg 1986, 52ff. Katičić, R.: Ancient languages of the Balkans. The Hague, Paris 1976. Klingenschmitt, G.: "Die Verwandtschaftsverhältnisse der indogermanischen Sprachen". In: Rasmussen, J.E. (Hg.): In honorem Holger Pedersen. Koll. d. Idg. Ges. 1993 in Kopenhagen. Wiesbaden 1994, 235-251.

52 167 Altirische Lektüre


Dozent
H. Feulner
Typ UE
Zeit Fr 10 - 12 Uhr, WiSe 2006/07
Ort
HP 2, 3.103
Der Kurs steht allen Studierenden offen, die ihre Kenntnisse von altirischer Sprache/Literatur/Kultur auffrischen und vertiefen wollen. Als Einstieg lesen wir das berühmte Gedicht "Messe ocus Pangur bán", danach ist die Lektüre von "Immram Brain" ("The Voyage of Bran") und, soweit möglich, interessanter Ausschnitte aus alten Rechtstexten geplant. Jedoch sind auch Lektürevorschläge der TeilnehmerInnen willkommen. Auf Wunsch können wir an geeigneten Textstellen ausgewählte Abschnitte der altirischen Grammatik wiederholen. Alle Texte werden nebst Bibliographie bei Veranstaltungsbeginn ausgegeben.

52 168 Altgermanische Metrik


Dozent
H. Feulner
Typ VL
Zeit Fr 12 - 14 Uhr, WiSe 2006/07
Ort
HP 2, 1.102
"I suspect that the matter lies completely on the surface, and that the good barbarians were content if their verse had rhythm enough to be sung, and alliteration enough to strike the ear at once." 180 Jahre nach dieser Einschätzung eines frühen Herausgebers ist das metrische System der altgermanischen Alliterationsdichtung umstritten wie je, und indes die Theoretiker debattieren, tradieren Handbücher lustlos unzulässige Vereinfachungen der Sieversschen Fünftypentheorie. All dies trägt dazu bei, die Stabreimmetrik zu einem nicht nur von Studierenden gemiedenen Gebiet zu machen. Die Vorlesung soll einen Zugang eröffnen: sie erläutert die wesentlichen Fakten und Probleme, diskutiert auf der Suche nach klaren Beurteilungskriterien wichtige Positionen der Forschungsgeschichte und versucht zu einem besseren Verständnis dieser eigenartigen Dichtungsform zu verhelfen, die viele für Sprach- wie Literaturwissenschaftler relevante Informationen birgt. Vorkenntnisse im Altenglischen, Altisländischen, Altsächsischen, Althochdeutschen sind nützlich, aber nicht Vorbedingung: alle Textbeispiele werden kommentiert und übersetzt. Eine ausführliche Bibliographie wird bei Veranstaltungsbeginn ausgegeben.

52 169 Sanskrit I


Dozent
R. Fecht
Typ UE
Zeit Mo 16 - 18 Uhr, WiSe 2006/07
Ort
HP 2, 1.401 HP 2, 3.103
Als einer der "Säulen" der Indogermanistik fällt dem Altindischen mit seinen archaischen grammatischen Strukturen und seiner umfangreichen Überlieferung eine herausragende Bedeutung für die sprachvergleichende Betrachtung und die Rekonstruktion der idg. Grundsprache zu. Im ersten Teil dieser auf zwei Semester angelegten Übung sollen Schriftsystem, Phonologie und Morphologie des klassischen Sanskrit eingeübt sowie vereinzelt sprachhistorisch erläutert werden.Die Aufteilung des Stoffes entspricht in etwa derjenigen in Stenzlers "Elementarbuch", dessen Übungssätze unsere erste begleitende Lektüre darstellen werden.
Stenzler, Adolf Friedrich: Elementarbuch der Sanskrit-Sprache. 19., durchges. u. verbesserte Aufl. Berlin, New York 2003.

52 170 Litauisch I


Dozent
E. Bukevičiūtė
Typ UE
Zeit Mi 12 -14 Uhr, WiSe 2006/07
Ort
HP 2, 3.102
Im Mittelpunkt steht die schwerpunktmäßig konzentrierte, einführende Vermittlung der Grundlagen des modernen Litauischen in der Schreibung, Lautung, Morphologie und z. T. der Syntax.
V. Ambrazas u. a. Lithuanian Grammar, Vilnius 1997: G. Bense. Skizze einer Grammatik der litauischen Gegenwartssprache, Halle 1991; R. Eckert, E.-J. Bukevičiuūtė, F. Hinze. Die baltischen Sprachen, Leipzig u. a. 1994 UE Mi 12-14 wöch.

52 171 Lettisch I


Dozent
Berthold Forssman
Typ UE
Zeit Di 16- 18 Uhr, WiSe 2006/07
Ort
HP 2, 3.102
Das Lettische gehört zusammen mit dem Litauischen und dem ausgestorbenen Altpreußischen (Prußischen) zu den baltischen Sprachen, einem eigenständigen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie. In diesem Kurs, der im Sommersemester fortgesetzt wird, werden die Grundzüge der lettischen Grammatik eingeübt; dazu werden möglichst rasch auch Originaltexte gelesen und übersetzt. Weiter werden kontrastiv zum Litauischen wichtige Unterschiede zwischen diesen beiden baltischen Sprachen und die Sprachgeschichte des Lettischen behandelt.
Berthold Forssman: Lettische Grammatik.

52 172 Einführung in die Baltistik


Dozent
Berthold Forssman
Typ UE
Zeit Do 16 - 18 Uhr, WiSe 2006/07
Ort
HP 2, 3.102
Diese UE im Rahmen des Studiengangs "Historische Linguistik" mit Schwerpunkt "Baltisch" widmet sich parallel zum synchronen Spracherwerb des Lettischen und Litauischen dem diachronen Aspekt. Hierzu wird die Genese der baltischen Völker vorgestellt sowie der Ausgliederungsprozess des Baltischen aus dem Urindogermanischen anhand der Beziehungen dieser Sprachgruppe zum Slavischen, Germanischen, Indoiranischen und Ostseefinnischen untersucht, so dass die Grundzüge der urbaltischen Grammatik sichtbar werden. Weiter werden unter Einbeziehung der ausgestorbenen baltischen Sprachen die Gliederung des Baltischen und die Überlieferungsgeschichte der baltischen Texte behandelt.
R. Eckert/E. Bukevičiūtė/F. Hinze: Die baltischen Sprachen, J. Endzelin: Lettische Grammatik, Berthold Forssman: Lettische Grammatik, C.S. Stang: Vergleichende Grammatik der Baltischen Sprachen, Z. Zinkevičius: Lietuvių kalbos istorija

52 173 Lettische Konversation


Dozent
I. Kuhls
Typ UE
Zeit Mi 16 - 18 Uhr, WiSe 2006/07
Ort
HP 2, 1.102
Die Entwicklung einer kommunikativen Kompetenz und solider Lesefähigkeit ist das primäre Lernziel. Um die kommunikativen Fähigkeiten im Lettischen aufzubauen, wird zum Teil mit ausgewählten Themen aus dem Lehrbuch "Palīgā, 2. līmenis" und "Lettisch intensiv!" sowie zum Teil mit einfachen literarischen Originaltexten gearbeitet. Eingehender werden die Ausspracheregeln behandelt, die wichtig sind für eine richtige Aussprache und eine gelungene Konversation. Der Kurs soll einen Überblick über die grammatischen Strukturen des Lettischen vermitteln. Der Kurs richtet sich primär an Studierende der Indogermanistik bzw. der Baltistik, steht jedoch für Teilnehmer anderer Fachrichtungen ebenfalls offen. Es werden Vorkenntnisse oder Sprachkenntnisse entsprechend SPK Lettisch I vorausgesetzt. Die Kombination mit der Lehrveranstaltung Lettisch II ist sicher empfehlenswert.
Lehrbuch „Palīgā, 2. līmenis” + Übungsbuch "Palīgā, 2. līmenis", 2001, Verlag "Zvaigzne ABC" Riga; A. Priedīte/A. Ludden: "Lettisch intensiv!", 3. korr. Auflage 2002, Verlag "Bibliotheca Baltica".

52 174 Tocharisch


Dozent
M. Hartmann
Typ UE
Zeit 09.10. - 13.10.06, 10 - 16 Uhr, WiSe 2006/07
Ort
HP 2, 3.102
Der Kurs baut auf die Einführung in Tocharisch B auf. So kann nach Bedarf entweder die Kenntnis der Sprache B durch verstärkte Lektüre vertieft oder im Kontrast in die Sprache A eingeführt werden.


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