Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft (Indogermanistik)

Gegenstand der Historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft ist vorrangig die indogermanische Sprachfamilie, deren überlieferte Einzelsprachen unter den Aspekten ihrer genetischen Verwandtschaft, ihrer jeweiligen Herausbildung und der Erschließung einer ihnen gemeinsamen Vorstufe (Rekonstruktion der indogermanischen Grundsprache) erforscht und gelehrt werden.

Wesentlicher Bestandteil des Studiums ist die Beschäftigung mit altindogermanischen Sprachen wie Sanskrit, Altgriechisch, Hethitisch, Gotisch u.a., deren Kenntnis die Voraussetzung für die sprach- historische und sprachvergleichende Betrachtung ist. Ferner werden damit verbundene ur- und frühgeschichtliche, kulturgeschichtliche, ethnologische und dialektgeographische Fragestellungen behandelt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Faches liegt in der Behandlung allgemeinsprachwissenschaftlicher Theorien wie Sprachtypologie, Sprachwandeltheorien, Methoden und Modelle synchroner und diachroner Beschreibung von Sprachen sowie dem genealogischen und typologischen Vergleich auch nicht- indogermanischer Sprachen.

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