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begründet 1700

   
     
   
     
   
   
   
   
   
   
   
   
   
     
   

Anthineos Philippu (Hrsg.)
Geschichte und Wirken der pharmakologischen, klinisch-pharmakologischen und toxikologischen Institute im deutschsprachigen Raum,
Berenkamp-Verlag, Innsbruck 2004

Pharmakologische Institutionen
Berlin-Buch und Berlin-Friedrichsfelde

PETER OEHME, ERHARD GÖRES, WALTER ROSENTHAL UND DETLEV GANTEN

Ausgangspunkt der außeruniversitären Pharmakologie im Nordosten Berlins war nach dem Zweiten Weltkrieg (ab 1949) der Berlin-Bucher Campus der früheren KAISER-WILHELM-Gesellschaft. Für diese Zeit steht das Institut für Pharmakologie der Deutschen Akademie der Wissenschaften unter Leitung von FRIEDRICH JUNG (siehe Teil 1). Nach 1971 verlagert sich der Schwerpunkt der Pharmakologie von Buch nach Berlin-Friedrichsfelde. Für diese Friedrichsfelder Zeit stehen das Institut für Wirkstoffforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR (IWF; Teil 2), das Institut für Pharmakologische Forschung des Kombinates Germed (IPhF; Teil 3) und das Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP; Teil 4). Nach dem im Jahr 2000 erfolgten Umzug des FMP in die unmittelbare Nachbarschaft des - gleichfalls auch pharmakologisch orientierten - MAX-DELBRÜCK-Centrums für Molekulare Medizin (MDC; Teil 5) ist die außeruniversitäre Pharmakologie wieder auf dem historischen Bucher Medizin-Campus konzentriert. Da zwischen den Standorten Buch und Friedrichsfelde zahlreiche wissenschaftliche, personelle und strukturelle Beziehungen bestehen, werden diese pharmakologischen Institutionen gemeinsam dargestellt. Hinsichtlich der ausgewiesenen Habilitanden folgende Anmerkungen: Die Akademie der Wissenschaften der DDR besaß neben dem Promotionsrecht (ab 1964) auch (ab 1969) das Habilitationsrecht (Dr. sc.) sowie das Recht auf Ernennung von Professoren. Deshalb können für die beiden Akademieeinrichtungen, d. h. das Institut für Pharmakologie und das Institut für Wirkstoffforschung, die Habilitanden direkt zugeordnet werden. Für das pharmakologische Industrieforschungsinstitut Biopharm sind für die Zeit bis 1990 die externen Habilitanden ausgewiesen. Unter dem MDC erscheinen für den Zeitraum ab 1993 die Habilitanden von DETLEV GANTEN aus dem Institut für Klinische Pharmakologie der Freien Universität Berlin (FU).

1. DAS INSTITUT FÜR PHARMAKOLOGIE IN BERLIN-BUCH
Die Pharmakologie in Berlin-Buch hat ihre Wurzeln im biologisch-medizinischen Institut an der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Die vorgegebene Zielstellung dieses - am 27. Juni 1947 durch Befehl der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) gegründeten - Institutes betraf das Bearbeiten von Problemen der theoretischen und klinischen Medizin in enger Verbindung mit den praktischen Aufgaben des Gesundheitswesens. Nach seiner Gründung wird das Institut sehr bald zum „Anziehungs- und Sammelpunkt" für eine Reihe bedeutender Wissenschaftler insbesondere auf dem Gebiet der Krebsforschung (1).
1949 stößt - aus Würzburg kommend - der 1915 in Friedrichshafen am Bodensee geborene Pharmakologe FRIEDRICH JUNG zu diesem Kreis. Er übernimmt am Bucher Akademieinstirut für Medizin und Biologie die Leitung einer Abteilung für Pharmakologie und Experimentelle Pathologie ...


 

 


Anmerkung
Die Angaben, insbesondere die bibliografischen, erfolgen nach Vorgaben des Autors / der Autoren. Sie liegen deshalb in deren Verantwortung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Aktualisiert am: 25.04.2004