engl., equi (lat. aequus) 'gleich', deletion 'Tilgung'
Im Rahmen des >Aspekte-Modells Bezeichnung für eine >Transformation, welche das Subjekt eines eingebetteten Satzes tilgt, falls dieses referenzidentisch mit dem Subjekt oder Objekt des einbettenden Satzes ist, wodurch in verschiedenen Sprachen z.B. spezifische Infinitiv-Konstruktionen erzeugt werden, z.B.
[Hans verspricht [Hans kommt]] → [Hans verspricht [zu kommen]] .
Das Konzept der EQUI-NP-Deletion wurde in der >Rektions-Bindungs-Theorie zugunsten einer Theorie über >Kontrolle und Bindung (>Bindungstheorie) aufgegeben.
W. Huber & W. Kummer, Transformationelle Syntax des Deutschen. Bd. I. München 1974, 161-196.