engl. Government and Binding Theory, Abk. GB; frz . Théorie du Gouvernementet Liage
Bezeichnung für die in der Folge der >REST von N. Chomsky (1981) entworfene Entwicklungsstufe der >GG und Vorstufe der >Barrieren-Theorie.
Die Rektions-Bindungs-Theorie nimmt universale Prinzipienbündel an, die sich auf spezifische Subsysteme der Grammatik beziehen, insbesondere die >X-Bar-Theorie, die >Bindungstheorie, das >ECP und die Theorie der >Kontrolle und Rektion. Sie differenziert zwischen verschiedenen Ableitungsstufen, die autonomen Regularitäten und generellen >Beschränkungen unterliegen: Die >Basiskomponente erzeugt sog. D-Strukturen ( >Tiefenstruktur), aus welchen durch die Anwendung von >Move α S-Strukturen (>Oberflächenstruktur) abgeleitet werden; S-Strukturen bilden die Eingabe-Strukturen sowohl für phonologische Interpretationsregeln, als auch für die >Logische Form, die ihrerseits durch semantische Interpretationsregeln in semantische Formen umgesetzt wird.
N. Chomsky, Lectures on Government and Binding. Dordrecht 1981.
– Ders., Barriers. Cambridge, Mass. 1986.
G. Fanselow & S. Felix, Sprachtheorie. 2 Bde. Tübingen 1987.
L. Haegeman, Introduction to Government & Binding Theory. Oxford 1993.
– Ders., Thinking Syntactically. A Guide to Argumentation and Analysis. Amsterdam 2005.
H. Haider & K. Netter (Hg.), Derivational and Representational Approaches to Generative Syntax. Dordrecht 1992.
A. v. Stechow & W. Sternefeld, Bausteine syntaktischen Wissens. Opladen 1988.
G. Webelhuth, Government and Binding Theory and the Minimalist Program. Oxford 1995.