Informierte Oberflächen. Visibilität und Perzeptionstechniken im medialen Wandel
 
Fotografie, Film, Fernsehen und Computertechnik markieren mediengeschichtliche Wendepunkte, von denen prägende Effekte für die Kultur ausgehen. Diese wiederum wirkt auf sich verändernde mediale Ensembles ein. Die historiografische Rekonstruktion dieser Medienumbrüche zeigt, dass quer zu den unbestreitbaren Differenzen der historischen Kontexte »Oberflächen« konkrete medientechnische Gegenstände sind. Zum anderen fungiert das Phänomen »Oberfläche« als ein zentraler diskursiver ‚Entzündungsbegriff’ im Ringen um den kulturellen Ort der neuen Medientechnologien sowie hinsichtlich einer allgemeinen, kulturellen Zustandsbeschreibung.

In dem Forschungsvorhaben wird das Phänomen »Oberfläche« unter vier Aspekten in einen gemeinsamen Problemhorizont integrieren:

1. als medien­technischer Sachverhalt,

2. in diskursiv-metaphorischer Verwendung,

3. als ästhetisch-poetologisches Verfahren und

4. als kulturtechnisches Operationsfeld.

Diskursive wie non-diskursive Aspekte des Unter­suchungsgegenstands verbindend, zeigt das Projekt an vier exemplarischen medienhistorischen Situa­tionen, dass das Phänomen »Oberfläche« in mehrfacher Hinsicht als ein Feld der Über­tragung und Refle­xion beschrieben sowie als Informationszone begriffen werden kann. Die literatur-, medien- und kultur­wissenschaftliche Analyse exemplarischer medialer Konstellationen zielt darauf, im historischen Durchgang neue Perspektiven für den Umgang mit medial bestimmten Oberflächen als einer der Schlüsselkompetenzen der Informations- und Wissensgesellschaft zu gewinnen.

erstellt 08.11.2007
zuletzt überarbeitet: 08.11.2007

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