Antikes Christentum
Lehrstuhl für Ältere Kirchengeschichte

 

Allgemeine Informationen


August Neander
1789-1850
 
Adolf von Harnack
1851-1930
 
Hans Lietzmann
1875-1942
 
"Hans-Lietzmann-Vorlesungen"
 
 

Im Fach Kirchengeschichte wird die zweitausendjährige Geschichte des Christentums, seiner kirchlichen Organisationsformen, seiner Theologien und Bekenntnisse, seiner Institutionen, Lebensformen und seiner Wirkungsgeschichte mit den allgemeinen kultur- und geistesgeschichtlichen Methoden erforscht, interpretiert und dargestellt. Angesichts des Umfangs und der ganz unterschiedlichen Quellen- und Forschungslage ist die Kirchengeschichte an Theologischen Fakultäten üblicherweise durch mehrere Professuren vertreten. Der Lehrstuhl für Ältere Kirchengeschichte (Patristik) beschäftigt sich in Forschung und Lehre vor allem mit dem antiken Christentum von seinen Anfängen bis zur Völkerwanderung und wird dabei von einer Juniorprofessur unterstützt.
 
Wie es der Tradition des Berliner Lehrstuhls entspricht, wird an ihm nicht nur in der klassischen ideengeschichtlichen Form dogmen- und theologiegeschichtlicher Forschung gearbeitet, sondern in Aufnahme der Ansätze von August Neander (1789-1850), Adolf von Harnack (1851-1930) und Hans Lietzmann (1875-1942) ein besonderes Schwergewicht auf die Edition von einschlägigen Quellen, die Erforschung von religiösen Mentalitäten und das Verhältnis der paganen zu christlichen Antike gelegt. Der allgemeineren Öffentlichkeit präsentieren sich die Berliner Forschungen zum antiken Christentum einmal jährlich mit der "Hans-Lietzmann-Vorlesung".
 
Das Fach Kirchengeschichte wird in einem fünfsemestrigen Zyklus von vierstündigen Hauptvorlesungen mit Tutorien und Exkursionen gelehrt (I: Antikes Christentum, II: Mittelalter, III: Reformation und katholische Reform, VI: Neuzeit I (Barock und Aufklärung) und V: Neuzeit II und Neueste Zeit). Daneben stehen Proseminare, Übungen und Hauptseminare zu verschiedenen Themen sowie eine Sozietät.
 
Enge fachliche Kontakte bestehen zum Center for the Study of Christianity an der Hebrew University Jerusalem, zu Mitgliedern der Association pour l'étude de la littérature apocryphe chrétienne (Vereinigung für das Studium der christlichen apokryphen Literatur) und Mitgliedern der italienischen Origenes-Forschungsgruppe. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Fachgebieten und Ländern wird die Zeitschrift für Antikes Christentum herausgegeben.

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Prof. Dr. Dres. h.c. Christoph Markschies

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Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike


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