Personalia................................................................

Geburtstag

Am 28. November 2001 feierte Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ernst Lindemann seinen 65. Geburtstag. Auf dem elterlichen Bauernhof aufgewachsen, studierte er von 1955 bis 1961 Landwirtschaft an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Die folgenden Jahre führten ihn an das Institut für Tierzucht der Universität in Rostock und in die Betriebe der Tierzuchtorganisation im Bezirk Rostock. Er promovierte 1967 und habilitierte 1978 mit Themen zur Rinderzucht. 1970 wurde er zum Hochschuldozenten berufen und leitete von 1971 bis 1977 als Direktor die VEB Tierzucht Rostock. 1979 erfolgte seine Berufung zum ordentlichen Professor an die Humboldt-Universität. Seinem Fach, der "Technologie der Tierproduktion", gab er hier wesentliche Impulse und eine neue tierbezogene Ausrichtung in Studium und Forschung. Die Integration in das Ensemble der Agrarwissenschaft, die Praxisverbundenheit und die konsequente Nachwuchsförderung prägen seine Hochschullehrertätigkeit. Von 1984 bis 1990 war Prof. Lindemann Direktor der Sektion Tierproduktion und Veterinärmedizin. Anschließend wurde er Dekan der Fakultät für Landwirtschaft und Gartenbau, ein Amt, dass er mit kurzer Unterbrechung bis zum heutigen Tag bekleidet. Mit grossem Engagement hat er in diesen Jahren den Erhalt und die Entwicklung der Fakultät organisiert und geleitet. Die Gestaltung eines neuen Studiums und ein umfangreiches Netz nationaler und internationaler Partnerschaften sind mit seinem Namen verbunden.

 

Ehrenpromotion

Am 1. November 2001 erhielt Herr Prof. Dr. Siegfried Heinz, Direktor des Instituts für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der Humboldt-Universität zu Berlin (IASP), den Ehrendoktortitel "Doctor honoris causa" der Hochschule für Lebens- und Genussmittelindustrie Plovdiv, Bulgarien, verliehen.

Mit dieser Auszeichnung werden die außerordentlichen Verdienste von Herrn Prof. Heinz in der Entwicklung der Wissenschaft und Hochschulbildung auf dem Gebiet der Lebensmittelindustrie in Bulgarien gewürdigt. Sein erfolgreiches Wirken ist eng mit den internationalen Aktivitäten des IASP in Lehre, Forschung und Entwicklung verbunden.

 

Lingen-Preis an Charité-Wissenschaftler
Nierenspeziallist Prof. Dr. Friedrich C. Luft erhält den mit 100.000 DM dotierten Preis

Für seine "herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Pathophysiologie, Klinik und Therapie der Nieren- und Gefäßerkrankungen" hat der Berliner Nieren- und Bluthochdruckspezialist, Prof. Dr. med. Friedrich C. Luft, am 30. November 2001 den mit 100.000  DM dotierten Preis der Helmut und Ruth Lingen-Stigftung (Köln) erhalten. Prof. Luft ist Nephrologe an der Franz -Volhard-Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen der Charité der Humboldt-Universität zu Berlin und leitet darüber hinaus eine Forschungsgruppe am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin-Buch. ·Mit dem Preisgeld will Professor Luft junge Wissenschaftler fördern.

Der Lingen-Preis ist benannt nach dem Kölner Verlegerehepaar Helmut und Ruth Lingen. Zweck der von ihnen 1991 eingerichteten Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung in der Medizin, insbesondere in den Bereichen Migräne, Infarkt und Krebs. der Preis wird jährlich verliehen.

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Professor Schilfert verstorben

Im Alter von 84 Jahren verstarb der Historiker Prof. Dr. em. Gerhard Schilfert.
Sein Studium, das er in den Fächern Geschichte, Deutsch und Latein in Königsberg begonnen hatte, schloss er, nach kriegsbedingter Pause, an der Martin-Luther-Universität Halle ab. 1948 begann er dort auch seine wissenschaftliche Laufbahn, bevor er über Rostock 1952 an die Humboldt-Universität kam. Mit der Berufung zum ordentlichen Professor begann seine über 30-jährige Tätigkeit, während der er u. a. das Institut für Allgemeine Geschichte leitete.

Schilferts Forschungsgebiet war die englische Geschichte, zu der er viel international publizierte.

 

Zum Tod von Bernd-Ulrich Meyer und Simone Rörichts

Die Charité trauert um zwei ihrer hervorragenden Wissenschaftler, um zwei engagierten Ärzte und um zwei Freunde.
Simone Röricht und Bernd-Ulrich Meyer kamen in der Nacht zum 25.11.2001 bei einem Flugzeugabsturz in Zürich ums Leben.

Privatdozent Dr. med. Bernd-Ulrich Meyer (41 Jahre) war Oberarzt der Neurologischen Klinik, leitete die Neurologische Poliklinik am Campus Virchow-Klinikum und war Leiter der Forschungsabteilung "Funktionelle Hirnstimulation". Ferner war er klinischer Oberarzt und als solcher sowohl für die Betreuung stationärer Patienten als auch für den Konsiliardienst in der Charité zuständig. Er bereitete mit anderen Berliner Wissenschaftlern den 2002 in Berlin stattfindenden Europäischen Neurologenkongresses (ENS) vor. PD Dr. Meyer war eine herausragende Forscherpersönlichkeit, die getragen von hoher internationaler Anerkennung, zu den hoffnungsvollen und erfolgreichsten Nachwuchswissenschaftlern dieses Landes gehörte. Bernd-Ulrich Meyer sollte in wenigen Wochen durch die Verleihung einer außerplanmäßigen Professur für seine wissenschaftliche Leistung ausgezeichnet werden.

Frau Dr. Simone Röricht (36 Jahre) war Assistentin an der Neurologischen Klinik. Sie hat ihren wissenschaftlichen Werdegang zusammen mit Bernd-Ulrich Meyer begonnen und bis zuletzt mit großem Enthusiasmus fortgesetzt. Sie war mit einem Rahel-Hirsch-Stipendium ausgezeichnet worden und wurde vom Fakultätsrat der Charité zusammen mit vier anderen jungen Wissenschaftlern dem Akademischen Senat der Humboldt-Universität zur Berufung auf die erste Juniorprofessur der Charité vorgeschlagen. Frau Röricht hat während ihrer so erfolgreichen wissenschaftlichen Arbeit zwei Söhne (Sintram, 5 ½ Jahre und Merlin, 3 ½ Jahre) zur Welt gebracht, die beide mit ihren Eltern ums Leben kamen.

Die beiden miteinander verheirateten Wissenschaftler und Ärzte waren am Samstagabend nach einer langen und harten Arbeitsphase in Berlin in den Urlaub gestartet, nachdem sie in der zurückliegenden Woche Vorbereitungen zu wichtigen Meilensteinen ihres wissenschaftlichen Wirkens abgeschlossen hatten: Gemeinsam vollendeten sie einen Antrag für eine Forschergruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Die Charité verliert mit Simone Röricht und Bernd-Ulrich Meyer zwei ihrer besonders erfolgreichen, engagierten und innovativen Nachwuchswissenschaftler. Viele Mitarbeiter der Neurologischen Klinik verlieren aber auch zwei Freunde.