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Wahrnehmungspsychologie

Disparation

Das visuelle System nutzt verschiedene Möglichkeiten für die Wahrnehmung räumlicher Tiefe. Neben den Monokularen Tiefenkriterien ist vor allem das binokulare Tiefenkriterium wichtig. Wie der Name schon sagt, kommt dieses Kriterium nur zum tragen, wenn beide Augen benutzt werden. Da unsere beiden Augen aus leicht unterschiedlichen Perspektiven die Welt betrachten, sind auch die beiden Netzhautbilder leicht unterschiedlich. Dieser Unterschied, auch Disparation genannt, ermöglicht adäquates räumliches Sehen.

Unter den folgenden Links erfährst du mehr über Nulldisparation, gekreuzte und ungekreuzte Querdispaartion und die Ableitung räumlicher Tiefe.

  • Nulldisparation
  • Querdisparation
  • Gekreuzte Querdisparation
  • Ungekreuzte Querdisparation


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Nulldisparation

Stell dir vor, du betrachtest diese Holzklötze, die auf einem Tisch stehen. Dabei fixierst du den roten Zylinder.


Objekte, die man fixiert, fallen auf beiden Netzhäuten in die Fovea. Wenn man beide Netzhäute übereinander legen könnte, lägen diese beiden Punkte genau aufeinander. Bei diesen korrespondierenden Netzhautpunkten herrscht Nulldisparation.

Die Fovea ist nicht der einzige Punkt, bei dem Nulldisparation herrscht. Alle Objekte, die auf dem Horpter liegen, fallen ebenso auf korrespondierende Netzhautpunkte, bei denen Nulldisparation herrscht. Der Horopter ist ein gedachter Kreis, der durch das fixierte Objekt und die optischen Mittelpunkte der Augen verläuft.

In den beiden Abbildungen wird dies verdeutlicht. Dabei stellt der linke Kasten dar, was das linke Auge sieht; der rechte Kasten stellt dar, was das rechte Auge sieht. Der Kasten darunter zeigt das kombinierte Bild beider Augen.

Der rote Zylinder liegt auf dem Horopter, weil er fixiert wird. Zufälligerwiese liegt der blaue Zylinder auch auf dem Horopter. Somit wird es auch auf korrespondierenden Netzhautpunkten abgebildet, bei denen Nulldisparation herrscht. schließen

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Querdisparation

Es liegt Nahe, dass nicht alle Objekte auf dem Horopter liegen. Objekte, die vor oder hinter dem Horopter liegen, fallen auf nicht-korrespondierende Netzhautpunkte.

In unserem Beispiel ist dies bei dem grünen und dem violetten Zylinder der Fall.

Wenn man einzeichnet, wo der grüne und das violette Zylinder auf beiden Netzhäuten abgebildet werden, und die Netzhäute dann übereinanderlegt, wird deutlich, dass die Zylinder auf nicht-korrespondierende Netzhautpunkte fallen. Es herrscht Querdisparation. Der Querdisparationswinkel gibt Information darüber, wie weit ein Objekt vom Horopter entfernt liegt. Je größer der Winkel, desto weiter auseinander liegen die Netzhautpunkte, wo das Objekt abgebildet wird, und desto weiter ist es vom Horpter entfernt.

In dieser zusammengefügten Grafik ist schön zu erkennen, dass der Querdisparationswinkel beim violetten Zylinder größer ist. Der violette Zylinder liegt also weiter entfernt vom Horopter als der grüne.

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Gekreuzte Querdisparation

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Ungekreuzte Querdisparation

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Humboldt-Universität zu Berlin - Kognitive Psychologie - Wahrnehmungspsychologie - Tiefenwahrnehmung - Disparation
zuletzt geändert: 15.03.2011 - sunrai

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