Projektleitung
Sportwissenschaftlerin Nadine Spielmann
Betreuer
Dr. med. Lars Brechtel
Prof. Dr. med. Roland Wolff
Was bedeutet die Herzfrequenzvariabilität?
Das menschliche Herz schlägt ununterbrochen und reagiert dabei auf innere
und äußere Einflüsse, indem es die Herzschlagabfolge unmittelbar
auf die gemessenen Einflüsse abstimmt und verändert. Diese Veränderungen
der Abfolge des Herzschlages nennt man Herzfrequenzvariabilität. Die Herzfrequenzvariabilität
beschreibt also die Fähigkeit des Herzens, den zeitlichen Abstand von einem
Herzschlag zum nächsten laufend zu verändern.
Wie wird die Herzfrequenzvariabilität gemessen?
Die Herzfrequenzvariabilität wird über ein EKG (Elektrokardiogramm)
bestimmt, d.h. es werden mehrere Elektroden auf die Haut aufgebracht. Nur die
Messzeitdauer ist länger als bei einem normalen EKG. Ein Messzyklus dauert
ca. 30 Minuten. Es erfolgt also kein Eingriff in den Körper.
Die Herzfrequenzvariabilität im Zyklusverlauf
Es ist bereits bekannt, dass gewisse Hormone die Herzfrequenzvariabilität
zusätzlich beeinflussen können. Deshalb wollen wir in einem ersten
Schritt feststellen, ob ein zyklusabhängiger Einfluss auf die Parameter
der Herzfrequenzvariabilität sowohl bei ausdauertrainierten als auch bei
untrainierten Frauen besteht. Als Kontrollgruppe werden aktive und inaktive
Männer untersucht, wobei vor allem der Einfluss des männlichen Hormons
Testosteron überprüft wird.
Die Gesamtstudiendauer der Frauen beträgt zwei Monate, wobei der erste Monat dazu dient, die morgendliche Basaltemperatur, das Gewicht und die Ruheherzfrequenz zu bestimmen und einen Fragebogen zur Befindlichkeit auszufüllen. Diese Messungen sind nötig, um den Zyklus jeder Frau zu bestimmen und können zuhause durchgeführt werden. Nach Absprache mit der Probandin werden einmal in diesem Monat eine ärztliche Untersuchung sowie ein stufenförmiger Spiroergometrietest (Fahrradtest) zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit in der sportmedizinischen Abteilung des Instituts für Sportwissenschaft durchgeführt.
Im zweiten Monat erfolgen mehrere Termine nach Absprache mit den Probandinnen. Während rund einer Stunde werden wir die Herzfrequenzvariabilität mittels eines EKG messen und eine Blutentnahme zur Bestimmung des Hämatokritwertes und zur Zyklusüberwachung machen. Weiterhin werden von den Probandinnen selber die morgendliche Basaltemperatur, das Gewicht und die Ruheherzfrequenz bestimmt und ein Fragebogen zur Befindlichkeit ausgefüllt.
Die Gesamtstudiendauer der Männer beträgt einen Monat und umfasst ebenfalls das Bestimmen der morgendlichen Ruheherzfrequenz und des Gewichts sowie das Ausfüllen eines Fragebogens zur Befindlichkeit in Eigenregie zuhause. Vor Beginn der Messungen werden wir nach Absprache mit jedem männlichen Probanden eine ärztliche Untersuchung und einen stufenförmigen Spiroergometrietest durchführen, um die Leistungsfähigkeit zu bestimmen. Die Messung der Herzfrequenzvariabilität sowie die Blutentnahme zur Bestimmung des Hämatokritwertes und der männlichen Hormone erfolgen jeden 4. Tag und dauern rund eine Stunde. Diese Termine werden wir nach Absprache mit jedem Probanden festlegen.
Die Studie soll im März begonnen werden und im Sommer/Herbst diesen Jahres abschlossen werden.
Die Untersuchungstermine werden nur in Absprache mit den Probandinnen und Probanden erfolgen, so dass Sie in ihrem Alltag möglichst wenig eingeschränkt werden. Zudem erhält jede Probandin und jeder Proband kostenlos einen Gesundheitscheck mit einer ärztlichen Untersuchung und einer sportmedizinischen Leistungsdiagnostik.
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich zu einer Teilnahme entschließen könnten. Falls Sie nicht teilnehmen wollen, wäre es für uns aber hilfreich, wenn Sie Verwandte, Freunde und Arbeitskollegen hiervon unterrichten würden.
Wenn Sie Interesse haben, an dieser Studie teilzunehmen, dann melden Sie sich bitte unter folgender E-Mail Adresse: nadine.spielmann@rz.hu-berlin.de bzw. unter der Telefon-Nr. 030/9717-3526.