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    PostHeaderIcon Amharisch lernen

    Amharisch wird in Deutschland gewöhnlich an afrikawissenschaftlichen oder semitistischen Instituten unterrichtet. Dazu zählten in den vergangen Jahrzehnten die Universitäten Hamburg, Leipzig, Berlin (Freie Universität und Humboldt), Mainz, Köln und Heidelberg.

    Im internationalen Bereich wurde oder wird Amharisch in Frankreich, Großbritannien, Italien, USA, Russland, Israel, Polen, Schweiz unterrichtet. Dabei sind im Laufe der Zeit eine Reihe von Lehr- und Wörterbücher entstanden, die hier aufgelistet sind:

    Lehrbücher und Sprachführer

    • Appleyard, David L. 1995. Colloquial Amharic: a complete language course. London: Routledge.
    • Armbruster, Charles. H. 1910. Initia Amharica. An introduction to spoken Amharic. Part II. English- Amharic vocabulary with phrases. Cambridge: Cambridge University Press.
    • Armbruster, Charles H. (1920). Initia Amharica. An introduction to spoken Amharic. Part III. Amharic- English Vocabulary, with phrases. H-S (in Ethiopic order) (1). Cambridge: Cambridge University Press.
    • Hudson, Grover, & Anbessa Teferra. 2007. Essentials of Amharic. Köln: Köppe.
    • Klingenheben, August. 1966. Deutsch-amharischer Sprachführer. Nebst einer grammatischen Einführung ins Amharische. Wiesbaden: Harrassowitz.
    • Leslau, Wolf. 1965. An Amharic conversation book. Wiesbaden: Harrassowitz.
    • Leslau, Wolf. 1967. Amharic textbook. Wiesbaden: Harrassowitz.
    • Leslau, Wolf. 2001. Amharic cultural reader. Collected and edited by Wolf Leslau anf Thomas L. Kane. Wiesbaden: Harrassowitz.
    • Richter, Renate. 1994. Lehrbuch der amharischen Sprache. Leipzig [u.a.]: Verl. Enzyklopädie Langenscheidt.
    • Richter, Renate & Mulugeta Eteffa. 1994. Deutsch-amharisches Gesprächsbuch. Wiesbaden: Reichert.
    • Wedekind, M. (1995). Kauderwelsch, Amharisch Wort für Wort. Bielefeld: Reise Know-How Verlag.

    Wörterbücher

    • Amsalu Aklilu. 1986/7. Amharic - English Dictionary. Addis Ababa: Kuraz Publishing Agency.
    • Kane, Thomas. L. 1990. Amharic-English Dictionary. Wiesbaden: Harrassowitz.
    • Leslau, Wolf. 1976. Concise Amharic dictionary. Wiesbaden: Harrassowitz.

    Grammatiken

    • Armbruster, Charles H. 1908. Initia Amharica. An introduction to spoken Amharic. Part I. Grammar. Cambridge: Cambridge University Press.
    • Baye Yimam. 1995. Yä’amarəñña säwasəw. Addis Abäba. (in Amharisch)
    • Hartmann, Josef. 1980. Amharische Grammatik. Wiesbaden: Steiner.
    • Leslau, Wolf. 1995. Reference Grammar of Amharic. Wiesbaden: Harrassowitz.
    • Praetorius, Franz. 1879. Die Amharische Sprache. Halle: Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses.

    (Der Inhalt dieser Seite wird in unregelmässigen Abständen ergänzt.)

    Last Updated (Thursday, 17 November 2011 15:51)

     

    PostHeaderIcon Die äthiosemitische Sprachen

    Sprachfamilien in ÄthiopienDie äthiosemitischen Sprachen bilden eine Untergruppe innerhalb der semitischen Sprachfamilie, die selbst wiederum Teil der afroasiatischen Groß-Familie ist. Zu den äthiosemischen Sprachen gehören ungefähr 23 Sprachen. Zwei dieser Sprachen, das Tigre und das Dahlik, werden ausschliesslich im heutigen Eritrea gesprochen. Die beiden Sprachen mit den meisten Sprechern sind das Amharische (ca. 20 Mio.) und Tigrinya (ca. 7,5 Mio.). Tigrinya wird sowohl in Eritrea als auch im Norden Äthiopiens gesprochen.

    Das Amharisch hat zwar weniger Sprachen als Oromo (eine kuschitische Sprache), es ist jedoch aus soziolinguistischer Perspektive die bedeutendste Sprache Äthiopiens, da es von vielen Menschen als Zweitsprache gesprochen wird und die offizielle Sprache auf der gesamtstaatlichen Verwaltungsebene ist. Das Argobba ist nah mit dem Amharischen verwandt, wird aber nur noch von wenigen Menschen gesprochen und ist daher eine bedrohte Sprache.

    Im Osten und Südosten Hauptstadt Addis Abeba werden eine Reihe weiterer äthiosemitischer Sprachen gesprochen. Zu diesen gehört das Harari, die ursprüngliche Sprache der Stadt Harar, das Silt'e, das Wolane und das Zay. Diese drei Sprachen bilden die Gruppe der sogenannten Ostgurage-Sprachen.

    Südwestlich von Addis Abeba wird eine größere Zahl von äthiosemitischen Sprachen gesprochen, die unter der Bezeichnung Gurage-Sprachen bekannt sind. In Abgrenzung von den Ostgurage-Sprachen von Hetzron (1977) als Gunnän-Gurage-Sprachen bezeichnet worden. Zu dieser Gruppe gehören Sprachen wie Chaha, Ezha, Muher, Gumer, Endegen, Inor u.a.

    Zwei mittlerweile ausgestorbene äthiosemitischen Sprachen sind das Ge'ez und das Gafat. Gafat wurde bis Mitte des 20. Jahrhundert noch gesprochen. Ge'ez hingegen war in der Antike die Sprache des Aksumitischen Reiches. Während des Mittelalters und bis ins 19. Jahrhundert hatte es wichtige Rolle als Literatursprache. Heute wird es noch als Liturgiesprache in der äthiopisch-orthodoxen Kirche verwendet.

    Bibliographie

    • Bender, M. L,; Bowen, J. D.; Cooper, R. L. and Ferguson, C. A. (1976). Language in Ethiopia. London: Oxford University Press.
    • Hetzron R. (1972). Ethiopian Semitic. Studies in classification. Manchester: University Press.
    • Hetzron R. (1977). The Gunnän-Gurage languages. Naples: Istituto Orientale di Napoli.
    • Hetzron R. (ed.) (1997). The Semitic languages. London: Routledge.
    • Meyer R. & Richter R. (2003). Language use in Ethiopia from a network perspective. Results from a sociolinguistic survey conducted among high school students. Frankfurt: Peter Lang Verlag.
    • Simeon-Senelle M-C (2000). ‘Situation linguistique dans le sud de l’Erythrée.’ In: Wolff, H. E. and Gensler O. (eds.) Proceedings 2nd World Congress of African Linguistics, Leipzig 1997. Köln: Kö ppe Verlag. 261–276.
    • Ullendorff E. (1955). The Semitic languages of Ethiopia: a comparative phonology. London: Taylor’s.

     

    Last Updated (Thursday, 17 November 2011 22:19)