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Geheimnisse intimster Art Drucken E-Mail
Geschrieben von Alexander Thobe   
Dienstag, 1. Juni 2004
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Glosse: Baut ab! Baut auf! Drucken E-Mail
Geschrieben von Sören Kittel   
Dienstag, 1. Juni 2004
> Vor rund einem halben Jahr bauten streikende Studierende eine Mahnwache vor dem Roten Rathaus auf. Selbst über Weihnachten und Silvester harrten sie aus. Ihre Genehmigung für das provisorische Lager galt bis zum 30. Mai. Vom 1. Juni an hatten sie eine neue offizielle Erlaubnis. Blieben also die 24 Stunden des 31. Mai, während derer der permanente Aufenthalt der Studierenden rechtlich nicht gesichert war.
Als sie das merkten, stellten die Streikenden einen Eilantrag, doch die nötige Frist von 48 Stunden konnten sie nicht mehr einhalten. »So bürokratisch wird schon niemand sein wollen«, dachten die Camper, doch pünktlich am 30. Mai um 17 Uhr wurde es ernst. Herren in dunklen Anzügen klopften an das Plastikplanendach ihres Lagers und teilten ihnen mit: »Wenn das ganze Zeug hier bis 24 Uhr nicht verschwunden ist, kümmert sich die Berliner Stadtreinigung darum.« Den von der Bürokratie Überraschten blieb nichts anderes übrig: Sie teilten ihre Sachen auf verschiedene Orte in der näheren Umgebung des Rathauses auf. Unter den riesigen Plakataugen von Anke Engelke und Mohammed Ali wurden Schlafsäcke in Büschen versteckt und Planen in Hauseingängen verstaut.
Der Morgen des 31. Mai muss gespenstisch gewesen sein. Die Sekretärin von Bürgermeister Klaus Wowereit wird sich gewundert haben, dass niemand sie fröhlich begrüßte auf ihrem Weg zur Arbeit. Die ältere Dame, die den Streikenden seit einem halben Jahr jeden Tag eine Kanne Kaffee vorbeigebracht hatte, wird verwirrt wieder nach Hause gegangen sein. Die Touristen aus Kanada, die erst kürzlich auf BBC eine Reportage über die bei Wind und Wetter Ausharrenden gesehen hatten, waren jetzt extra gekommen, um sich diesen historischen Streik live anzuschauen. Sie werden verwirrt den Platz abgesucht haben und, um eine Sehenswürdigkeit betrogen, weiter zum Brandenburger Tor gezogen sein.
Und die sonst so tapfer Mahnwachenden? Nun, die werden die Pause genossen haben. Einmal früh im eigenen Bett ohne das Quietschen der Straßenbahn aufwachen und abends vor dem Einschlafen die Tagesthemen sehen! Doch der Montag des 31. Mai ging vorüber und schon am 1. Juni kamen sie wieder zurück. Erst zaghaft – aber bereits am 2. und 3. Juni war alles wieder wie vorher: Des Bürgermeisters Sekretärin wurde freundlich begrüßt, die Kaffeekanne der älteren Dame machte die Runde und die Touristen bekamen ihre Fotos. Zu Hause werden sie eine Geschichte von Studenten in Berlin erzählen. Eine Geschichte von denen, die seit über einem halben Jahr für bessere Studienbedingungen kämpfen. Und sich von ein bisschen Bürokratie noch lange nicht vertreiben lassen.
Sören Kittel <
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Aufsehen erregend Drucken E-Mail
Geschrieben von Manuel Bewarder   
Dienstag, 1. Juni 2004
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Kant unterm Kissen Drucken E-Mail
Geschrieben von André Schneider   
Dienstag, 1. Juni 2004
Bei Mux müssen sich alle Roland Kochs, Dieter Bohlens und Schwarzfahrer der Republik warm anziehen.

»Schumacher ist ein Held. Ein Held, weil er um die Kurven rast und keine Steuern zahlt. aArmes Land.« Doch Mux (Jan Hendrik Stahlberg) ergreift die Initiative gegen das Sinken der deutschen Moral. Der junge Mann macht sich in Selbstjustiz daran, Temposünder abzukassieren, nimmt als pädagogische Maßnahme die Lenkräder der Raser mit und lässt die verdutzten Fahrer an der Landstraße stehen. Dann stellt er zusammen mit seinem Gehilfen Gerd (Fritz Roth) Ladendiebe, Exhibitionisten, Graffiti-Sprayer, Schwarzfahrer und andere, denen jegliches gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein abhanden gekommen ist. Mux’ Geschäft boomt. Doch er hat nicht vor, sich an den selbstverhängten Bußgeldern zu bereichern. Mit einer Kant-Ausgabe unter dem Kopfkissen und dem fehlinterpretierten kategorischen Imperativ im Kopf sieht er sich als Genie und Weltverbesserer, der nur das Gute für alle will. Seiner Ansicht nach geben Leute vor, etwas zu sein, was sie nicht sind, und machen dann den größten Unsinn. »Sollte ich Recht haben, dann können sich alle Roland Kochs, Dieter Bohlens, all die Auslaufmodelle dieser Republik, warm anziehen!«, sagt er. Doch mit seiner gnadenlosen Moral, die er exemplarisch in Berlins Straßen durchzusetzen versucht, wirkt er gleichzeitig auch abstoßend. ->
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Balsam für die Seele Drucken E-Mail
Geschrieben von Ulrike Meitzner   
Dienstag, 1. Juni 2004
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Dein Freund, der Zug Drucken E-Mail
Geschrieben von Alexander Thobe   
Dienstag, 1. Juni 2004
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Editorial UnAuf 147 Drucken E-Mail
Geschrieben von der UnAuf-Redaktion   
Dienstag, 1. Juni 2004
Dies ist das Heft der Abschiede. Nach fast fünf Jahren und 42 Ausgaben verabschieden wir uns vom Katechismus. Die letzte Seite der UnAuf ruft nach einer neuen Verwendung. Mitten in die Schlussredaktion platzte um vier Uhr morgens die Nachricht, dass sich die USA von Ronald Reagan verabschieden. Er selbst hatte sich freilich schon sehr viel früher vom amerikanischen Volk verabschiedet. Und schließlich werden sich viele von der Vorstellung verabschieden müssen, dass die überwiegend aus Heteros bestehende Redaktion einer Studierendenzeitung kein Heft über Homo-, Bi- und Transsexuelle machen kann. Hoffen wir zumindest.
Oft mussten wir uns auf dem Weg zu dieser Ausgabe den Vorwurf gefallen lassen, dass wir aus unserer Männlich-weißen-hetero-Mittelklasse-Perspektive wohl kaum die Schwul-lesbisch-transgender-queer-bi-Belange der Studierenden nachvollziehen könnten. Stimmt wohl, und deshalb haben wir uns eine ganze Menge Leute ins Redaktionsboot geholt, die es aus eigener Erfahrung einfach besser wissen. Dazu gibt es ganz klassisch den Regenbogen und im Heft fröhliche Männer in Frauenkleidern.
Aber jetzt wissen wir auch, dass es in Kreuzberg einen »Transgenialen Christopher Street Day« gibt und was sich hinter der Queer Theory verbirgt. Die behauptet nämlich, es sei allerhöchste Zeit, sich von konventionellen Rollenverständnissen und –mustern zu verabschieden. Manchmal war es nicht einfach, bei der geballten Diversität sexueller Ausrichtungen und Selbstwahrnehmungen den Überblick zu behalten. Vielleicht können wir mit diesem Heft allen ein wenig gerecht werden. Damit sich am Ende nicht ein Teil unserer Leserinnen und Leser frustriert und missverstanden von uns abwendet. Bloß keine Abschiede mehr.
Eure UnAuf <
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Cocktails oder Hexenkessel Drucken E-Mail
Geschrieben von Daniel Schalz   
Dienstag, 1. Juni 2004
Fußball in der Fremde (VII): Europameisterschaft
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Das ewig gleiche Partyvolk Drucken E-Mail
Geschrieben von Sabine Schereck   
Dienstag, 1. Juni 2004
Am Hans-Otto Theater in Potsdam lebt beim »Feuerwehrball« die DDR wieder auf: Coole Girls und schräge Schlager.

> Wer auf die Toilette muss, sollte genau aufpassen. Beide Türen sind mit einem Piktogramm für Damen ausgezeichnet. Auf einer großen Gesellschaft wie dem »Feuerwehrball« kann das zu kleinen Katastrophen führen, aber Regisseur Herbert Olschok geht mit diesem Potenzial vorsichtig um. Mit Recht, denn im wirklichen Leben arrangiert man sich mit solch ungewöhnlichen Umständen auch ohne großen Aufhebens. ->
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Die Erfindung der Banane Drucken E-Mail
Geschrieben von Lea Braun   
Dienstag, 1. Juni 2004
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