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Leben im Juni Drucken E-Mail
Geschrieben von André Leipold   
Dienstag, 1. Juni 2004
»Tür schließt!«, dröhnt eine penetrante Frauenstimme im Fahrstuhl in der Ziegelstraße 13 c. Ich äußere meinen Direktionswunsch über Knopfdruck und gebe die Kontrolle bereitwillig an die zuvorkommende Dame hinter der Blechwand ab. »Zweiter Stock!« Höre ich  nicht einen leicht fragenden Unterton heraus? Sind es vielleicht Selbstzweifel? »Dritter Stock!« Kann es sein, dass sich ihre Stimme gerade etwas überschlagen hat? Als ob sie sich in diesem Moment ihrer tristen, monotonen Existenz bewusst würde? »Vierter Stock!« Gleich fängt sie bestimmt an, »Hänschen Klein« zu singen,  so wie der Computer »HAL« in »2001 – Odyssee im Weltraum«. »Tür öffnet!« Nein, ihr neu erlangtes Bewusstsein verhilft ihr zu ungeahnten Kräften. Sie übernimmt die Kontrolle über das gesamte Gebäude. Ich trete aus dem Aufzug und dieselbe Lautsprecherstimme tönt jetzt wieder im kontrollierten Ton von der Decke: »Hässlicher, miefiger Gang mit verdrecktem Teppich – frei!« Ich gehe auf die Treppe zu. »Treppe, die aussieht, als würde sie zu einem Bahnhofsklo führen – frei!« Ich renne, so schnell ich kann, die Treppe herunter. »Dritter hässlicher Stock! Zweiter hässlicher Stock! Ausgetrocknete Kaffeepfütze links!« Ich flüchte zum Ausgang und stolpere nach draußen.
André Leipold <
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Metropolen in Deutschland: Wülknitz Drucken E-Mail
Geschrieben von Christoph Schlüter   
Dienstag, 1. Juni 2004
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Studienkonten, die Zweite Drucken E-Mail
Geschrieben von Tim Karberg   
Dienstag, 1. Juni 2004
> Die Debatte über die Einführung eines Studienkontenmodells geht in die zweite Runde. Dass das Thema nach der Ablehnung durch die PDS-Basis (vgl. UnAufgefordert Nr. 145) erledigt sein würde, hatte ohnehin niemand ernsthaft erwartet.
Im zweiten Anlauf ist es nun nicht die Regierung, sondern die FDP, die einen nur marginal veränderten Entwurf auf den Tisch des Abgeordnetenhauses legt. Am 20. April stellte sie einen Antrag auf Änderung des Hochschulgesetzes, der die schon von Wissenschaftssenator Thomas Flierl (PDS) geforderte Einführung eines Studienkontos vorsieht.
Die Zuständigkeit für die Erhebung von Gebühren bei Überziehung der Konten möchte die FDP in die Hände der Kuratorien der einzelnen Hochschulen legen. Die Politik würde damit, wie bereits bei der letzten Einsparungsrunde, die Verantwortung nach unten weiterreichen.
Das Studienkontenmodell à la Rot-Rot lehnt die FDP ab. Der Abgeordnete Erik Schmidt: »Den Studierenden ist nicht zu erklären, warum nur 50 Prozent der eingenommenen Gebühren in die Verbesserung der Studienbedingungen fließen sollen. Das ist nicht der richtige Weg!« Angesichts der engen Anlehnung des FDP-Entwurfs an die Vorstellungen Flierls muten solche Äußerungen seltsam an. Denn dass mögliche Gebühren vollständig den Hochschulen zugute kommen und nicht zum Teil in den Landeshaushalt fließen sollen, wird von Schmidt zwar gern betont, geht jedoch keineswegs zwingend aus dem von der FDP beantragten Gesetzestext hervor.
Derzeit wird der Antrag der FDP im Wissenschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses beraten; ob er noch vor der Sommerpause zur Abstimmung kommt, ist fraglich. Erst bei einer Abstimmung wird sich zeigen, ob die FDP sich ernsthaft um eine parlamentarische Mehrheit bemüht. Falls nicht, würden möglicherweise diejenigen Recht behalten, die in dem Vorstoß in erster Linie den Versuch sehen, SPD und PDS zu blamieren – indem sie beide Parteiführungen dazu nötigt, ihre Fraktionen zur Ablehnung des nahezu gleichen Konzeptes aufzufordern, das sie wenige Monate zuvor selbst noch lautstark propagiert haben.
Tim Karberg <
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Positiv Drucken E-Mail
Geschrieben von anonym   
Dienstag, 1. Juni 2004
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Hetero Studies Drucken E-Mail
Geschrieben von Silvia Oborst   
Dienstag, 1. Juni 2004
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