Impressum Kontakt
 
UnAuf Spezial Titelthema Politik Studium Leben Kultur Dossier Meinung
Startseite arrow Blog arrow Ungarn bloggt – Der Streiktag  
Aktuelles Heft
Spezial
Titelthema
Politik
Studium
Leben
Kultur
Dossier
Meinung
UnAufgefordert Archiv
UnAuf Interaktiv
Startseite
Liebesbriefe
Wir suchen Dich!
Links
UnAuf in den Medien
Freundeskreis
Kontakt
Archiv
Gesamtarchiv
Heftdownload
Gesamtarchiv (Rubriken)
Suche
UnAuf Abo
Abo bestellen
Verschiedenes
UnAuf in den Medien
Sitemap
Kontakt
Impressum

Ungarn bloggt – Der Streiktag Drucken E-Mail
Geschrieben von Marcel Hoyer   
Dienstag, 17. November 2009

Unsere ungarischen Gäste schildern heute vor allem ihre Eindrücke vom Bildungsstreik. Ein ganz anderer Blick auf die Berliner Protestkultur.

Wenn das Recht zu Worte kommt
Langsam endet dieser Tag (schneller als ich erwartete) und es war voll mit Erlebnissen. Ich weiß nicht genau, womit ich mein Blog beginnen soll. Mit den Besuchen beim taz? Oder mit der Geschichte der gefundenen Gebäude (wir haben am Morgen Angst gehabt: ist es leicht die Kochstraße zu finden?) Mit den netten Mitarbeiter in der Post, die die in den Briefumschlägen gepackten, ungeordneten UnAuf Exemplaren ohne Streit organisierten? Oder mit den Studenten, die für ihre Rechte demonstrierten?
Vielleicht mit den Letzten. Mit den Studenten, die ihre Probleme auf die Straße brachten. Ich habe schlechte Erfahrungen über Demonstrationen aus Ungarn. Heute habe ich aber eine ruhige Demonstration gesehen. Ruhig spazierende Studenten, mit denen man Interview führen kann, Polizisten, denen man Fragen stellen kann haben unter den Linden marschiert. Meiner Meinung nach sollten wir das von den Deutschen lernen.
Ihr fragt vielleicht: Woran denkt sie? Ich denke an dem Sinn der Demokratie, den sollten alle Ungaren verstehen. Denn die Demokratie ist das, was in Ungarn ausgesagt, aber nicht oder schlecht geübt wird. In der Demokratie hat man das Demonstrationsrecht. Und es ist nicht für die Rebellen. Wenn das zu erreichende Ziel nur mit Protest verwirklicht werden kann, dann soll man in die Straße gehen. Nicht mit Waffen, gegen den Polizisten, die „die große Feinde“ sind, sondern für ihre aus der Demokratie stammenden Rechte. Dieser Art von Protest machte ich heute mit. Ich spazierte, machte einige Interviews, und habe eine andere Seite der Demokratie kennengelernt, die mir besonders gefallen hat.
Zum Schluss will ich noch sagen: liebe deutsche Studenten, ich bin stolz auf euch!
Enikö Enzsöl

Meinungsvertretung….wie anders
Wie gesagt, ich lasse mich mal von der Stadt uberraschen. Fur die großte Touristenattraktion haben heute die deutsche Studierende der HU besorgt. Nach dem Besuch beim taz, waren wir mit Marcel Hoyer, ehemaligen Chefredakteur der Unauf verabredet. Kurzes Vorglühen- Gespräch, Spaziergang zum Roten Rathaus, ein paar unerfolgreiche Fotoversuch von Demonstrierenden und dann wie ein Blitz vom Himmel ist mir eingefallen, dass mich jemand vor der Mensa wartet. Csilla, die ungarische Germanistikstudentin war schon da, hat sogar einen neuen Rock zum Eröffnungsfeier des Jacob-und-Wilhelm-Zentrums gekauft. Was es kostete, habe ich nicht bemerkt, weil ich wollte unbedingt beim Streik zugucken, wie die deutsche eine Demonstration durchmachen. Ja, die Leute da waren sehr überzeugend und haben ihre Meinung richtig stark betont und vertreten. Es gab keinen Bratwurst, kein Gratisbier und trendy Band, wie in Ungarn, in Szeged vor zwei Jahren bei einem ähnlichen Bildungsstreik, wofür die Finanzierung von der Tasche der Studierenden gesichert wurde. Weniger Finanzierung beim studentischen Projekten, daher wieder eine gute Möglichkeit, zu saufen und zu Party machen. Ich hatte damals nicht das Gefühl gehabt, dass die Studierendenvertretung mich mit ganzen Herzen vertritt. Naja, ein paar Streik-Shirts haben sie doch angehabt, aber von 30.000 Szegeder Studierende waren paar hundert anwesend, bit’schön. Wie immer, wurde auch heute festgestellt, dass unser Weg in Europa noch sehr lange dauert, vielleicht sogar ewig.
Also, HU’ler ich habe heute Nachmittag eure Macht erlebt, überlebt, werde die Erfahrungen in Ungarn unbedingt weitergeben.
Sorry, für den Ausdruck ‚Attraktion’, schließlich bin ich hier doch ein Tourist.
Viktoria Koger

DEMO-Version
Dieser Tag war ein extremer Tag, im Leben der Insel-Redakteure, wir nahmen an einer Demonstration teil, wo junge Leute gegen die Studiengebühren im Rahmen der sog. Bildungsstreik protestierten. Aber vor dem Demo schossen wir einige Bilder zusammen mit „uncle“ Marx & Lenin.
Es war interessant, quasi ein Mitglied der Demonstrierenden sein, und trotzdem keinen Angst zu fühlen. Die Studierenden (Uni-Studenten und diejenigen, die nur ein Gymnasium besichtigen) waren ganz friedlich, und die Polizisten höflich mit den Interessierenden es gab keine Aggressivität von beiden Seiten. Bei uns in Ungarn ist es kaum vorstellbar. Denn alle hörten, vermute ich, aus der Weltpresse wie die meisten Demonstrationen in Ungarn 2006 endeten. Mit Blut, und zahlreiche, Prozessen gegen Polizisten und Demonstrierenden, nicht einmal
Meine Aufgabe war eigentlich, die Interviews, die Anett und Enikö zu fotografieren. Das war nicht einmal eine schwierige Aufgabe. Einerseits waren die Lichtkonditionen schrecklich Wolken mit durchstrahlendem Sonnenschein. Andererseits bewegte sich die Masse ständig, so war die Chance für ein erfolgreiches Foto echt niedrig. Wenn ich doch einen Nikon D-Modell hätte….
Mit dem Wetter hatten wir am ganzen Tag kein Glück, da es so stark regnete, wie es aus einem Eimer gegossen hätte. (Amateure Überarbeitung der ungarischen Redewendung „Esik mintha dezsabol öntenek).
Wissenschaftler sagen, dass der Mensch aus 2/3 Teil Wasser besteht…unser Wassergehalt war am Nachmittag zirka 85-90%. Ist Berlin immer so regnerisch, oder hatten wir Pech? Egal…c`est la vie, sagen die Holländer, wenn sie französisch kennen.
Ich hoffe trotzdem auf eine sonnigen Wochenende!
Bis Morgen!
Thomas Kaszai

Ein Tag mit den Journalisten und mit den Demonstranten
Morgen um 9 Uhr begann die Redaktionssitzung der TAZ. An der Besprechung konnten leider nur 5 Leute (Anett, Enikö. Kriszti, Viki und Ich) teilnehmen. Was ich ziemlich interessant und gut fand, dass die Aufgaben nicht von der Chefredakteurin verteilt wurden, weil die Journalisten genau wussten was sie zu tun haben. Sie warf nur die Themen (Ausland, Inland, Aktuelles, usw.…) vor und die Redakteure stellten ihre zum Thema passenden Ideen, Vorschlägen sofort vor. Am Ende der Sitzung verständigten sich auf die Artikeln gemeinsam.
Am Nachmittag nahm ich an der Demonstration teil. Ich war überrascht, wie entschlossen die Studierenden und die Mittelschüler gegen das Bildungssystem protestierten. Ungarn konnte ein Beispiel an die Willenkraft der deutschen Studenten nehmen, weil heutzutage eine solche Regung bei uns leider unvorstellbar ist. 
Am Abend führten wir ein Gespräch in TAZ-Cafe mit Gordon Repinski, der seit Juni 2009 in der Inlandsredaktion arbeitet. Er erzählte über die Entstehungsgeschichte der Zeitung, über die Arbeit beim TAZ (wie eine Redaktionssitzung aussieht, was für Termine sie einhalten müssen, wann sie ihre Artikel jeden Tag abgeben müssen usw…) über die TAZ-Akademie, und über das Verhalten der Redaktion gegenüber dem Bildungsstreik.
Programm für Mittwoch:  Bearbeiten des Interviewmaterials mit Krisztina und der Besuch in InDaf.
Fortsetzung folgt…
Lajos Grund

Grüß Gott Berlin, ich bin wieder da!!

Ich bin erst gestern als Letzte in Berlin angekommen. Die Flugfahrt war sehr schön: Berlin und München bei Nacht Alle mussten so was einmal erleben. Was mir  Sorge gemacht hat, war das, dass die anderen schon lange in Berlin sind, sie  kennen schon die Programm, sie wissen, was ihre Aufgaben sind und zu wem die bestimmten Themen gehören. Da ich jetzt nicht ganz im Bilde bin, muss ich immer nachfragen, wie, wo, was …- das hasse ich. Ich muss jetzt mehr arbeiten, unbedingt ein Thema für mich auswählen und in einer Gruppe beitreten.
Da ich gestern sehr spät angekommen bin konnte ich leider nicht an den gestrigen Programmen  teilnehmen. Heute hatte ich eigentlich einen ganz freien Tag. Ich habe einfach genossen, wieder in Berlin zu sein. Ich habe diesen Tag mit Freunden aus Ungarn verbracht, wir haben uns ja schon lange nicht gesehen, da ich momentan mit dem Stipendium Erasmus in Regensburg studiere. Moni, Krisztian, Andris und ich haben einen Spaziergang gemacht dann mit unserem Chefredakteur Tamas  zu  Mittag gegessen. Am Nachmittag fand ein Programm um fünf Uhr statt. Ehrlich gesagt, wir sind erstmal die falsche Richtung genommen, aber am Ende- zum Glück- haben wir rechtzeitig  dorthin angekommen.
Ich freu mich sehr, auch an diesem Workshop teilnehmen zu können und wieder mit den Freunden von den verschiedenen Studentenzeitungen zu treffen.
Das war es für heute, die Fortsetzung kommt morgen…
Aniko Meszaros


Erste Versuche das CH-Interview zu skizzieren
Collegium Hungaricum, 12.05
    Heute trafen wir uns mit András vor dem CH um die Fragen unseres Interviews zu besprechen. Unsere Rechercheergebnissen wurden dabei zusammengeglichen und so entstand die Skizze unseres Interviews – mit ungefähr 8 bis 10 Fragen, die wir morgen noch konkreter formulieren werden. Wir überlegten uns auch, dass im Zusammenhang mit dem Interview mit dem Direktor des CH - János Can Togay – auch einige Besucher einer der aktuellen Ausstellungen, „Deutsche Einheit am Balaton“ fragen könnten. Leider waren heute keine Besucher an der Ausstellung präsent wenn wir dort waren, jedenfalls waren wir nicht entmutigt und haben uns die Ausstellung angeschaut, Fotos gemacht und ein bisschen Atmo für unser zukünftiges Interview aufgenommen. Auf alle Fälle einigten wir uns, dass wir es morgen noch einmal versuchen – vielleicht werden wir mehr Glück haben und uns ein paar Besucher schnappen :)
taz-Café, 17.00
    Am Spätnachmittag haben wir das taz-Café besucht und dort ein Interview mit Gordon Repinski uns angehört und ihm auch Fragen gestellt. Er lieferte uns eine Einsicht hinter die Kulissen der taz-Redaktion und ihrer Arbeit. Unter anderem erzählte er über wie sie es in der Redaktion entscheiden, welche Themen es in den fertigen Ausgabe schaffen und wie sie die falls ungeheuren Mengen von Artikeln dafür sortieren.
Botond Szabo

Fotos, Zeitung, Lasagne – ein Tag als Touristin

Die Energie, die ich gestern so sehr vermisst habe, hatte ich endlich. Ich habe die Nacht in einer gemütlichen Wohnung verbracht, die das Collegium Hungaricum uns zur Verfügung gestellt hat. Heute hatte ich fast nichts zu tun, ich konnte also die Stadt ein bisschen besser kennen zu lernen. (Na ja, ein Tag ist zu wenig, wenn es um Berlin geht. Ich hoffe, wir werden in den folgenden Tagen noch ein wenig Freizeit haben, und damit die Gelegenheit nutzen können, dass wir in der Hauptstadt von Deutschland sind.)
Ich konnte am Morgen Geld abheben, und dann alles kaufen, was ich brauchte. (Ich denke an solche triviale Sachen wie Handtücher oder etwas zum Essen…) Es ist erstaunlich, dass einige Kleinigkeiten so viel helfen können. Heute fehlte mir gar nichts mehr zum Wohlfühlen. Ich habe den Tag mit drei (später zwei) Studenten und einem Dozent von meiner Uni in Szeged verbracht, und wir waren ganz frei: wir könnten Fotos machen (natürlich auch mit einem der Berliner Bärenstatuen), gemeinsam einen italienischen Restaurant aufsuchen, und ganz ruhig eine Kaffe an der Humboldt Uni trinken. Währenddessen plauderten wir über alles, was vorkam. Ich habe den anderen seit mehr als einem Monat gar nicht gesehen, da ich jetzt in Göttingen studiere, also wir hatten viel zu besprechen.
Unser Weg zu dem taz-Café war nicht ganz problemlos: wir gingen automatisch in die Voltastraße, wo wir gestern an der Besprechung teilnahmen. Dann sollten wir rennen, und wir könnten nur hoffen, dass der Massenverkehr uns gnädig wird. Unsere Mantra („Wir werden um 17 Uhr da sein.“) schien endlich wirksam zu sein. Leider konnte ich von dem Interview mit dem Journalisten von taz nicht zu viel hören, da das Café war zu laut war. Ich wollte mich nützlich machen, ich hatte also Fotos gemacht. Wenn ich schon von dem Thema des Gesprächs fast nichts begreifen konnte, wollte ich mindestens die Stimmung verewigen.
Mónika Hevesi


Ein regnerischer Tag
Wir sind schon zwei Tagen in Berlin und heute wieder geregnet. Ich bin schon an das Wetter gewöhnt, weil der Sommer bis Mitte Juli auch nicht das Beste war. Der heutige Tag war locker, hatte ganz viel Freizeit. Ich habe mit Moni, Andris, und mit Aniko einen kleinen Stadtrundgang in Berlin gemacht. Durch die Sightseeing bekamen wir Riesenhunger, so haben wir die beste Dönerbude am Nollendorfplatz aufgesucht. Nach dem Mittagsessen habe ich mit Tamas (er ist mein Konsulent) einen Kaffe getrunken und dabei über meine Diplomarbeit diskutiert. Durch die Besprechung habe ich wieder Lust bekommen sie weiter zu schreiben.
Auf der Programmliste stand noch ein Gespräch mit einem Redakteur von Taz. Er hat uns darüber berichtet, wie ihre Zeitung produziert wird.
Ab morgen haben wir mehr Programme, las heute, aber ich freue mich auf die nächsten Tage.
Bis Morgen :)
Mányó Krisztián
Kommentare
Neuer Kommentar
daniel biandzija  - gäääähn   |17.11.2009 21:44:53
sorry alter und nichts gegen unsere gäste: aber das ist ja mal totlangweilig.
gibts keine berichte, infos, mehr fotos?
Malte   |18.11.2009 12:15:20
Gerne mehr Gastbeiträge in der Unauf.
Ich finde es sehr interessant, wie
Außenstehende die Demonstration sehen und welche Eindrücke sie von Berlin haben.
Schreibe einen Kommentar
Name:
E-Mail:
 
Überschrift:
 
:D:):(:0:shock::confused:8):lol::x:P:oops::cry::evil::twisted:
:roll::wink::!::?::idea::arrow:
 

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

Artikel bookmarken:
del.icio.us Facebook Google Mister Wong Yahoo
 
UnAuf gebloggt
Ungarn bloggt
UnAuf-Blog
Filmfestivals gebloggt
Kultur gebloggt
Berlinale
UnAuf on Facebook
Aktuelles Heft
Spenden für UnAuf

Unterstützen Sie mit Ihrer Spende die UnAufgefordert!

Blogtipps
knallrosa Tagebuch
UnAufler in Südamerika
Moderner Performer
Top 15 der UnAuf 202
Leserkommentare
UnAuf-Blog RSS
© 2012 UNAUFGEFORDERT ONLINE
Design by SL Creations 2006.