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Kommentar: RefRat macht ratlos Drucken E-Mail
Geschrieben von Konstantin Sacher   
Donnerstag, 10. Dezember 2009

Die Bildungsstreikenden der HU harren aus und kämpfen für die Belange der Studierenden. Doch die konkreten Forderungen, die von den Audimax-Besetzern ausgearbeitet worden sind, gehen dem RefRat der HU anscheinend nicht weit genug. Deshalb stellt sich die gewählte Vertretung aller Studierenden gegen die Interessen ihrer Wähler. Eine der UnAuf vorliegende E-mail bestätigt, was schon länger als Gerücht die Runde macht: Der RefRat versucht den Streik zu boykottieren.

Der Bildungsstreik ist immer noch im Gange. Ein paar Hartgesottene verharren im Audimax und streiken und besetzen weiter für die Belange der Studierenden der HU. Sie tun das anscheinend auch nicht umsonst. Man kann von ersten kleinen Erfolgen sprechen: Der Akademische Senat (AS) hat gerade beschlossen, sämtliche Anwesendheitspflichten für dieses Semester auszusetzen. HU-Präsident Markschies hat bei seinem Besuch der Vollversammlung am 26. November angekündigt, die Bachelor- und Masterstudiengänge überarbeiten zu lassen. Mitte Januar wird es eine Extra-Sitzung des AS geben, auf der es ausschließlich um die Forderungen der Streikenden gehen wird und nächste Woche Mittwoch kommt Wissenschaftssenator Zöllner ins Audimax, um den Studierenden Rede und Antwort zu stehen.

Die von den meisten Beobachtern als konstruktiv eingeschätzten Streikenden stoßen jedoch auch auf Widerstand. Und zwar auch von Seiten, von denen es keiner erwarten würde. Wie jetzt aus einer E-Mail hervorgeht, die der UnAuf vorliegt, wirft der ReferentInnenRat (RefRat) der HU, also die vom StudentInnenparlament (Stupa) gewählte „Regierung“ der verfassten Studierendenschaft, den Leuten, die sie gewählt haben, ebenfalls Steine in den Weg.

In der E-Mail, die ein RefRat-Mitglied an seine Kollegen und Kolleginnen geschickt hat, heißt es, der Streik sei nicht der Streik des Verfassers, aber man (der RefRat) müsse dennoch zumindest so tun, als ob man daran interessiert sei, dass der Streik erfolgreich sein werde. Als Begründung für diese anscheinend geheuchelte Unterstützung wird angeführt, dass man sich bemühen müsse, damit das „linke Feuchtbiotop“ RefRat nicht in Gefahr sei. Denn bei der AS-Wahl und auch bei der Stupa-Wahl bestünde die Gefahr, dass die Studierenden ihren Unmut an der Wahlurne ausdrücken und diese Gremien zu sehr in Richtung Mitte rückten. Es sei also unklug die Streikenden weiterhin von der RefRat Infrastruktur fernzuhalten, wie man es auch schon im Sommer getan hätte. Zum Schluss heißt es in der Email noch, dass „Parlamentarismus zwar scheiße“ sei, man allerdings „mit dem gegebenen parlamentarischen System klarkommen“ müsse.

Was in dieser E-Mail deutlich herauskommt, brodelt unter der Oberfläche allerdings schon seit längerem. Viele der Bildungsstreikenden berichten, dass man den RefRat immer mehrmals um Unterstützung bitten müsse und die Stimmung allgemein sehr unfreundlich sei. Eine Ankündigung für die Vollversammlung der Studierenden am vergangenen Montag wurde beispielsweise erst am selben Tag über den Mailverteiler des RefRats an alle Studierenden verschickt, obwohl Vertreter der Streikenden darum bereits seit Mitte letzter Woche gebeten hatten. Die Vollversammlung war entsprechend schlecht besucht.

Das Verhalten des RefRats ist deshalb schwer zu verstehen, weil der RefRat die Studierenden der HU repräsentieren soll und sich für deren Belange einzusetzen hat. Der arrogante Tonfall und die herablassende Art, in welcher die jetzt aufgetauchte Email geschrieben ist, vermittelt allerdings ein anderes Bild. Der RefRat scheint sich als eigene Institution zu verstehen, die in ihrer eigenen Suppe kocht und alles zu tun scheint, damit diese nicht von irgendwelchen Ideen, die nicht ihrer politischen Meinung entsprechen, die als links zu bezeichnen eine Beleidigung für alle wirklich Linken ist, versalzen wird.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Studierenden der HU erkennen, wie arrogant und selbstherrlich sich die von ihnen gewählten Vertreter und Vertreterinnen hier benehmen und es ihnen bei den kommenden Wahlen heimzahlen.

Kommentare
Neuer Kommentar
Freie Uni-Bildung   |10.12.2009 16:38:14
Sehr investigativer Beitrag, das ist nach m.M. ein sehr unsolidarisches und
unipolitisch unmoralisches Verhalten des Refrat, wenn sie die Proteste nicht
nach allen Mitteln, obwohl schließlich aus Studentengeldern, ebenfalls
unterstützen.

Dafür unterstützt Attac die Studentenproteste "Attac
unterstützt Bildungsproteste, Wissenschaftler solidarisch mit Studierenden"
auf
http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?r=393779&sid=&aktion=j
our_pm&quelle=0&n_firmanr_=109361&pfach=1&detail=1&sektor=pm&popup_vorschau=0
und besonders lesenswert ist auch das pdf von Attac "Solidaritätserklärung
des Wissenschaftlichen Beirats von Attac Deutschland mit dem Bildungsstreik der
Studierenden" mit vielen interessanten Grafiken
https://www.attac.de/fileadmin/user_upload/bundesebene/Pressegruppe/Solidarit%C3
%A4tserkl%C3%A4rung%20Wissenschaftlicher%20%20Beirat%20.pdf .
Maria   |10.12.2009 16:58:03
Wiedereinführung von echten eigenverantwortlichen Studiengängen und Abschaffung
der kleingeistigen Berufsausbildungen an der Uni!

Den Versprechen von KMK und
Bildungspolitikern kann man nicht mehr glauben, denn Reformreformreformen
braucht keiner. Die Bildungswelt mit Diplom/ Staatsexamen/ Magister war
großartig, die Bildung in den Studiengängen ausgezeichnet, umfassend und die
Berufschancen, gerade auch international, exzellent.

"Nur mit 500.000
zusätzlichen Studienplätzen und besten Studienbedingungen für alle lassen sich
Studienverzicht und Abbruchquoten
senken"

http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/stolpern-in-die-bildun
gsrepublik
Maximalhirn   |10.12.2009 18:35:27
Nach der KMK-Sitzung ist immer noch nichts vom Master als Regelabschluss zu
hören
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2009/12/10/westblick-kultusministerkon
ferenz.xml;jsessionid=284A013B7D43EBFCDB21288C888248DB.mediathek3.

Es gibt also
immer noch eine universitäre Klassengesellschaft, nämlich für wenige einen
zumindest relativ normalen Studienabschluss mit dem Master, wenn auch weiterhin
geistlos modularisiert, für den Großteil jedoch nur einen Prekariatsschein
Bachelor, für den sie sich ein Leben lang rechtfertigen müssen, da sie stets nur
max. 2. und unakademische Wahl sein werden.

Darum sofort zurück zu den
bewährten Abschlüssen, Bologna hat das Bildungssystem in die Steinzeit geführt.
Samuel   |10.12.2009 19:22:55
Die scheinheilige Ministerin

Eine relativ deutliche Abrechnung auch in der
Tagesschau mit der Bildungspolitik schon aus dem November
http://www.tagesschau.de/inland/schavan136.html , geändert hat sich freilich
wenig.
Barabas   |11.12.2009 09:54:22
Schön, dass man diese Truppe am 19./20. Januar abwählen kann.
Unschön, dass die
Wahlbeteiligung wieder im einstelligen Bereich dümplen wird.

Warum treten die
die Streikenden, die sich für eine "Demokratisierung der Hochschule"
einsetzen eigentlich nicht für eine höhere Wahlbeteiligung ein?
der Angegriffene  - dumm, dümmer, unauf     |11.12.2009 16:13:33
Wie schön, dass die Unauf erneut etwas gefunden hat, mit dem sie auf dem pösen
RefRat rumhacken kann.
Dummerweise werden Falschaussagen nicht richtiger, wenn
sie dauernd wiederholt werden.

Die Äusserung eines einzelnen (!) Menschen über
den Verteiler einer Gremienliste (!) sagen nichts, aber so gar nichts über den
RefRat oder seine Haltung zum Streik aus.
Auch die schöne Geschichte mit der
VV-Ankündigung ist so wie sie hier geschildert wurde, einfach sachlich falsch.
Wie so vieles, was in diesem Blättchen veröffentlicht wird.

Für mich sieht es
so aus, als wollten hier Menschen den RefRat aus dem Streik herausdrängen. Viel
Spaß dabei. Wenn sich nicht Menschen aus dem RefRat (übrigens auch der Schreiber
der Mail) täglich ihre Ärsche für den Streik aufgerissen hätten und es immer
noch täten, hätte keine einzige VV steigen und keine einzige Veranstaltung im
Audimax abgehalten werden können und es wäre auch kein einziger Flyer kopiert
worden.

Was der UnAuf als Zentralorgan der angepassten Studis ohne
Protestambitionen sicherlich sehr zu pass kommen würde.
Margarete   |12.12.2009 13:53:01
"UnAuf als Zentralorgan der angepassten Studis ohne Protestambitionen" -
Baby danke für die Blumen. Aber nur weil wir unsere Ringelkniestrümpfe und
Palitücher mit 16 wieder abgelegt haben (und nein, nicht alle haben sie gegen
Strapse von Palmers eingetauscht), heißt es nicht, dass wir nicht mehr kritisch
sind. Und im Übrigen mit unserer Kritik auch häufig wirksam und erfolgreich -
sogar mit Euch zusammen, siehe unser Artikel und Euer Antrag bzgl. Grimm-Zentrum
und Barrierefreiheit. Ob Ihr es wollt oder nicht: Sofortmaßnahmen von Markschies
+ Einrichtung der Kommission, das war unser gemeinsamer Erfolg.
muh   |12.12.2009 14:35:29
Naja, kritisch sieht meiner Meinung nach auch ein wenig anders aus. Klar ist es
schön, dass etwas in Sachen Barrierefreiheit passiert und das ist sicher auch
der UnAuf zu verdanken, nur halte ich es für naiv zu glauben, dass Markschies
keine Ahnung davon hatte, was im Grimm-Zentrum passiert. Und sollte dem dennoch
so sein, spricht das für seine enorme Unfähigkeit. Dazu findet sich aber leider
nichts in jenem Artikel. Aber wer beißt auch schon die Hand, die ihn füttert?
(Oh...)

Es geht nicht darum, wer die uncoolere Kleidung trägt (Palitücher?
Boah, in welcher Welt lebst du denn?). Hier wurde mal wieder ein Artikel
hingeschmiert, der nicht viel mit der Realität gemein hat. Das ist nicht
kritisch sein, das ist unehrlich. Zudem räumt ihr ja noch nicht mal
Gegendarstellungen zu fehlerhaften Artikeln ein, weder korrigiert ihr sie
selbst. Auch das ist nicht kritisch sein.

Nochmal zu den Fakten:
Die Mail, auf
die sich da bezogen wird, wurde nicht über einen RefRat-Verteiler, sondern über
einen anderen und gibt die Meinung einer Einzelperson in einer Diskussion, die
dem Kommentator unbekannt ist, wieder.
Dass die Ankündigung für die VV erst am
selben Tag verschickt wurde, ist wohl kaum die Schuld des RefRat, denn entgegen
den Behauptungen gibt es keinen aktiven RefRat-Verteiler, nur einen zur Zeit
inaktiven Newsletter. Hier ist sicher der hu-an-studis-Verteiler gemeint. Auf
diesen hat der RefRat jedoch keinerlei Einfluss, sondern kann nur hoffen, dass
die dafür Zuständigen alles rechtzeitig verschicken.
Die Boykottvorwürfe sind ja
wohl auch an den Haaren herbeigezogen, siehe Kommentar von Felix.
Bleibt also
eine Mail, in der sich ein Mensch privat politisch zum Streik äußert.

Wie wäre
es denn, den Kommentar von Konstantin dahingehend zu korrigieren oder ihn
einfach zu löschen, weil er dadurch seine Relvanz verloren hat?

Und verdammt
noch mal, bleibt doch bitte in Zukunft einfach mal bei der Wahrheit!
Schnuffi   |13.12.2009 20:50:50
Sehr amüsant die Ausfluchtsversuche einiger RefRat-Mitglieder hier. Wieder
einmal eine mustergültige Reaktion wie schon in der Diskussion um die Kürzung
der Finanzierung und Zensur (übrigens scheint Caroline Fiedler in diesem Beitrag
diesen Zensurvorgang überhaupt nicht kritisch zu hinterfragen; angesichts der
Entstehung der Zeitung geschichtsvergessen und ignorant:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/896510/
UNAufgefordert/)

Wie dem auch sei: Guter Artikel von der UnAuf. Wenn die
RefRat- und Stupa-Politik einmal ein Iota davon abschneiden würde, könnte man
auch endlich mal ohne Spott auf die leidig gewählten VertreterInnen der
StudentenInnen blicken und sich fragen "Warum sind wir nur so wenige"
sparen.
Benjamin   |11.12.2009 16:44:40
Wenn die Gegendarstellung des Refrat stimmt, ist dies sehr zu begrüßen. Auch die
Drastigkeit im Ausdruck sei dann vielleicht im tatsächlichen Engagement
begründet und entschuldigt. Refrat und Unauf weiter so und hoffentlich auch ab
und an mal gemeinsam im Sinne der Sache.

Weg mit dem
Bolognadreck!

Studiengebühren, Bologna-Prozess, die Einführung von
Bachelor-
und Mastersystem - die bildungspolitischen Eintwicklungen
der letzten
Jahre machen die Studierenden immer mehr zu
Maschinen, in die so viel
hineingegeprügelt wird, dass die
Verarbeitung der diktierten Inhalte nicht mehr
funktioniert.
Kritischer Geist wird eingeforen und immer weniger gefördert.
Das
Ziel ist ökonomische Optimierung von Humankapital.
Der Mensch spielt keine Rolle
mehr. Nicht wenige brechen
unter diesem Druck zusammen. In den letzten Jahren
ist
die Zahl der Studierenden, die sich in therapeutische
Behandlung begeben
haben, um 20% gestiegen.
Felix   |11.12.2009 21:20:22
Als Teilnehmer des Bildungsstreik und Mitbesetzer des Audimax kann ich die in
diesem Beitrag vorgebrachten Beschuldigungen gegen den RefRat nur kategorisch
zurückweisen. Fast alle Flyer, die im Rahmen der Besetzung gedruckt wurden
kommen vom RefRat-Kopierer. Insbesondere in den ersten Wochen der Besetzung war
der RefRat fast ununterbrochen besetzt und stand den Streikenden zur Verfügung.
Die wöchentlichen VV's der letzten Wochen wären ohne das Engagement und KnowHow
der Referent_innen nicht möglich gewesen. Viele der Besetzenden sind noch in
ihren ersten Studiensemestern und damit unerfahren, was die
Organisationsstruktur der HU und der studentischen Gremien betrifft. Wir waren
und sind dringend angewiesen auf die Unterstützung durch den RefRat und haben
diese auch stets bekommen.

Dass die Unaufgefordert nun ihren Streit mit dem
RefRat auf dem Rücken des Bildungsstreiks auszutragen sucht, ist eine Frechheit.
Die Bezugnahme auf eine einzelne Quelle ist höchst selektiv und hat nichts mit
Journalismus zu tun.

Veröffentlicht den Artikel und ihr verliert meiner
Meinung nach die Bildungsstreikenden als LeserInnen.

MFG

felix,
no modulbrains   |12.12.2009 17:23:24
Bologna-Reform: Wir sind bürokratisiert

"Zeit: Heute würde man ihn
(Einstein) rauswerfen.

Fröhlich: Wahrscheinlich schon. Exzentrische Talente
laufen im heutigen System Gefahr, auf der Strecke zu bleiben. Das Studium ist
sehr bürokratisiert. Die Studenten stehen im Banne der Kreditpunkte und schauen,
wie sie möglichst billig möglichst viele Punkte sammeln können. Das ganze
Bologna-System ist ja letztlich eine Folge davon, dass unsere Universitäten
heute Massen-Universitäten sind. Wenn mehr Leute studieren, studieren auch mehr
solche, die für ein Hochschulstudium im Grunde genommen nicht prädestiniert
sind. Die werden dann irgendwie mitgeschleppt. Deshalb muss man die Studienpläne
straffen und häufiger Leistungskontrollen durchführen. So haben die schwächeren
Studenten eher eine Chance, das Studium erfolgreich zu beenden. Für die guten
Studenten hingegen sind die Bedingungen schlechter geworden."

...

ZEIT:
War Bologna ein Fehler?

Fröhlich: Ich frage mich, ob wir uns nicht mehr dagegen
hätten wehren sollen. Der Prozess wurde uns oktroyiert und ist viel zu schnell
abgelaufen. Darum sind unsere Lehrpläne heute noch Baustellen. Schade ist, dass
man die wenigen Vorteile des Bologna-Systems nicht umgesetzt hat.

ZEIT: Zum
Beispiel?

Fröhlich: Ich hatte gehofft, dass die Durchlässigkeit zwischen
benachbarten Studiengängen erhöht würde
no modulbrains   |12.12.2009 17:25:15
Schlussteil:

",dass man etwa nach einem PhysikBachelor mit geringen
Zusatzauflagen eine MasterAusbildung in Chemie absolvieren könnte. Das wurde
verpasst.

ZEIT: Was halten Sie von Rankings?

Fröhlich: Ich halte sie für wenig
aussagekräftig und potenziell gefährlich. Man kann Universitäten nicht linear
bewerten. Das Schielen auf Ranglisten und auf die Höhe der Drittmittel wirkt
korrumpierend. Ich publiziere dann nicht, weil ich etwas Wichtiges zu sagen
habe, sondern um einen möglichst hohen Impact Factor zu erreichen. Es gibt noch
weitere Modetrends mit problematischen Nebenwirkungen. So sollen heute bereits
die Studierenden global rekrutiert werden. Die ETH macht dabei auch mit, ohne
sich zu überlegen, was sie damit aufs Spiel setzt.

ZEIT: Was steht auf dem
Spiel?

Fröhlich: Wir haben schon Klagen bekommen von Eltern hiesiger Studenten,
die sich von den ausländischen Kommilitonen verdrängt fühlen. Es ist wichtig,
dass es einen Grundstock an regionalen Studenten gibt. Mit "regional"
meine ich Bündner, Romands, Tessiner, aber auch Süddeutsche und Norditaliener.
Das gilt im Übrigen nicht nur für die Studierenden, sondern auch für die
Fakultät. Es braucht Leute, die das hiesige System kennen. Die wissen, bei wem
man reklamieren muss, wenn etwas fehlt. Außerdem sind einheimische Professoren
wichtig als
Rollenmodelle."

http://www.zeit.de/2009/51/CH-Interview-Froehlich

Bologna
macht dumm!
david   |14.12.2009 11:45:42
herzlichen glückwunsch, lieber
refrat.

http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/linkes-biotop-will-
feucht-bleiben/
naja   |19.12.2009 21:11:57
Zu Heisers plattem Artikel gibt es eine Stellungnahme, der auch für die Unauf
nicht uninteressant sein dürfte...
http://jusoshu.blogspot.com/2009/12/stellungnahme.html
Bolognanichtmoeger  - Bologna     |12.01.2010 15:33:25
Die mit dem Bolognaprozess und der "Rationalisierung" einhergehende
Entmachtung der verfassten Studentenschaft und der Provinzialisierung der
Lehrerbildung durch die BA/MA Umstellung (gerade bei Sonderpädagogik) ist ein
weiterer Beweis für die Unfähigkeit unserer Bildungspolitiker.
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