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Schlecht durch Facebook Drucken E-Mail
Geschrieben von Valentin Franklyn   
Samstag, 6. Februar 2010

Studierende, die Mitglied bei Facebook sind, haben schlechtere Noten als ihre Kommilitonen ohne ein Profil auf der Online-Plattform – so dass Ergebnis einer Studie der US-amerikanischen Ohio State University. Zwei Drittel der befragten Studierenden loggen sich jeden Tag mindestens einmal auf Facebook ein. Ein Großteil der 219 befragten Studierenden gab an, keinen Zusammenhang zwischen ihren Noten und der Zeit, die sie im Internet verbringen, zu sehen. Deutsche Studierende surfen laut einer Untersuchung der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) und dem Multimedia-Kontor Hamburg durchschnittlich drei Stunden täglich im Internet. Jeder hundertste deutsche Studierende verbringt ganze zehn Stunden pro Tag im Netz.         

Kommentare
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Thoralf   |12.02.2010 16:31:27
Ein schöner FAZ-Beitrag:

"Die Frage der digitalen Generation, Was lassen
wir in unsere Köpfe?: Eine scheinbar alberne Frage zuerst: Mit welchem Gehirn
denken Sie am meisten, mit dem schwammartigen in Ihrem Kopf oder dem
elektronischen Wunderding unter Ihren Fingerkuppen? Welches von beiden speichert
mehr Erinnerungen von Ihnen, welches knüpft die Netze Ihrer Freundschaften? ...
Man stelle sich nur vor, was geschähe, wenn wir alle ein paar Monate ohne das
elektrische Netz verbrächten, Karten spielten oder in alten Büchern und
Zeitschriften blätterten. Das Netzwerk wäre ausgehungert nach Informationen.
Unternehmen verlören ihre Arbeiter und Abläufe aus den Augen. Twitter hätte
ausgezwitschert, Wikipedia würde veralten und für Facebook die Zeit stillstehen.
Google ginge bankrott. Ohne menschlichen Input wäre unser elektronisches Gehirn
nicht viel mehr als eine große Rechenmaschine am Himmel. ... Manche bieten
Antworten, andere Klatsch oder Sexbilder. Einige der Erfolgreichsten wie
E-Mail-Anbieter und soziale Netzwerke gewinnen uns dafür, unsere Freunde zu
aktivieren und einzubinden. Ihre Dienste können nützlich, unterhaltsam oder
sogar unverzichtbar sein. Betrachtet man sie aber aus der Perspektive unseres
belagerten Gehirns, dann pflanzt uns die vernetzte Welt einen riesigen Basar
voller Ablenkungen direkt vor die Nase und schickt uns in diesem Basar auf
tausend Pfade. Wenn sie damit Erfolg hat, kann sie einen simplen EMailCheck oder
eine Websuche zu einer mehrstündigen Reise ins Chaos werden lassen. Im
schlimmsten Fall werden wir konfus und zerstreut, in mancher Hinsicht vielleicht
sogar dümmer , während die vernetzte Welt selbst immer intelligenter wird. Ich
betrachte sie als einen gigantischen Parasiten, der sich bester
Wachstumsbedingungen erfreut. ... Auch Informationen waren lange Zeit ein rares
Gut. Sie sind es aber nicht mehr. Wir können uns mit ihnen überfrachten. Wir
können uns am Ramsch ins Koma saufen. Damit nähren wir das elektronische Gehirn
und riskieren es, unser eigenes verhungern zu lassen. Mehr als je zuvor müssen
wir steuern, was wir in unsere Köpfe lassen." ...Facebook und andere sog.
social networks gehören für mich definitiv nicht
dazu.

http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~EFE324AEB56D
9453787F300D7644D93D6~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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