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Gründe für Studienabbruch Drucken E-Mail
Geschrieben von Sara Wilde   
Samstag, 6. Februar 2010
Zu hohe Studienanforderungen sind der häufigste Grund für deutsche Studierende, ihr Studium abzubrechen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS), die Mitte Januar veröffentlicht wurde. Des Weiteren führen finanzielle Probleme und Unzufriedenheit über die Studienfachwahl häufig dazu, dass Studierende ihr Studium nicht zu Ende führen. Seit Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge brechen Studierende ihr Studium durchschnittlich in einem früheren Stadium ab, so die Studie. Grund hierfür seien die schon zu Beginn des Studiums hohen  Anforderungen an die Studierenden.     


Kommentare
Neuer Kommentar
Theophilus   |09.02.2010 23:45:36
Eine sehr kluge Position von Leutheusser-Schnarrenberger in Jura Journal
1/2010:

"Deutsche Juristinnen und Juristen genießen weltweit einen
exzellenten Ruf. Damit das so bleibt, halten wir in der Juristenausbildung an
unserem Qualitätsstandard fest. Wissenschaftliche Tiefe, thematische Vielfalt
und Praxisorientierung stehen nicht zur Disposition. Die deutschen Staatsexamina
werden den hohen Anforderungen gerecht. Ich bin skeptisch, ob sich unser hoher
Standard bei einer Ausdehnung des Bologna-Prozesses halten ließe. Denken Sie nur
an die Probleme in anderen Studiengängen, in denen Bachelor und Master bereits
eingeführt sind. Wir sollten deshalb auch überlegen, wie die deutsche
Juristenausbildung unabhängig vom Bologna-Prozess noch besser werden kann. Dazu
wollen wir uns jetzt genau ansehen, was die letzten Reformen gebracht haben.
Eine solche Evaluierung ist eine fundierte Basis, um dann gemeinsam mit den
Ländern über weitere Verbesserungen nachzudenken."

Eine sehr sinnvolle
Position, so könnte man ein erstklassiges und regelmäßig zu evaluierendes
Uni-Rep., vergleichbar mit den privaten, anbieten. Module und Bachelor waren
hingegen schon der Untergang der bislang betroffenen Studiengänge.

Bachelor
sofort abschaffen, echte Studiendgänge für Alle!
Winterwonderland   |10.02.2010 10:02:08
Schreibt gegen eine geist- und wissenschaftslose simple Ökonomisierung der
Bildung durch die Bolognakrankheit.

Das HUFW veranstaltet im Rahmen seines
Ökonomischen Symposiums 2010 "Wa(h)re Bildung
Winterwonderland   |10.02.2010 10:03:13
2.Teil (Bindestriche nimmt das Kommentarprogram hier nicht an):

...Von der
Wissensgesellschaft zur Wissenswirtschaft?" einen EssayWettbewerb zu dem
Thema: Humboldts Ideal heute, die Zukunft der deutschen Universität.

Weitere
Infos: http://www.hufw.de/
Bildungs-Protegier   |10.02.2010 13:37:41
De-Bildung in den Wahnsinn

Unwortschöpfungen sind nicht nur beim Transfer von
Studiengängen in Berufsausbildungen und damit zu Häppchen-Bachelor und -Master
angesagt. Auch die Bildungseinrichtungen schöpfen fröhlich, nicht überall wo
Hochschule drauf steht ist Uni drin (wobei heute durch Bologna nicht mal nehr in
der Uni noch Uni ist):

"Wenn die Bologna-Reform die Hochschulen schon im
Innersten verändert und Lehr- und Studienbedingungen auf den Kopf stellt, so
ließe sich der Trend zum Umtaufen auch erklären, dann kann ein neues äußeres
Etikett nicht schaden. In Scharen haben sich zum Beispiel die Fachhochschulen
ihrer ersten Silbe entledigt und sich im Streben nach Internationalität Namen
gegeben, die im Extremfall so entlarvend sind wie das deutsch-englische
Ungeheuer
Bildungs-Protegier   |10.02.2010 13:38:43
..."Hochschule RheinMain University of Applied Sciences Wiesbaden
Rüsselsheim Geisenheim". Die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
ihrerseits tauschte ihren einst so verlässlich klingenden Namen gegen den
luftigen Titel "Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften" ein,
und die Merkur Internationale Fachhochschule Karlsruhe heißt nun
Karlshochschule."

http://www.faz.net/s/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A/
Doc~EE98D814E511749AA877130AF984E35D6~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Hans   |11.02.2010 11:45:10
Hier ein weiteres Armutszeugnis des Debildungssystems, Modularisierung reduziert
studierende Arbeiterkinder:

"Selbst Arbeitersohn, war mir die Nonchalance
akademischer Kinderkarrieren ein Dorn im Auge. Wer keinen Lehrer, Arzt oder am
besten Professor zum Vater hatte, schien in der deutschen Gesellschaft keine
Chance auf eine akademische Karriere zu haben. Kinder aus Akademikerfamilien
bilden an Universitäten mehr als 60 Prozent der Studierendenschaft. Ihr Anteil
ist seit 2004 um drei und seit 1993 um elf Prozentpunkte
gewachsen."

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,675502,00.h
tml
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