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27.-29. November 2008: Experimentalisierung des Politischen

Workshop, in Kooperation mit der Universität Wien und dem ICI, Berlin.

Kontakt: Dr. Karin Harrasser (Universität Wien)




20. Februar 2009: ZwischenRäume 15, Fokus: Verzweigungen

Arbeitsgespräch in Kooperation von:

  • Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin (MPIWG)
  • Humboldt-Universität zu Berlin, PhD-Net »Das Wissen der Literatur«
  • Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin
  • Freie Universität Berlin (Institut für deutsche und niederländische Philologie)
  • Graduiertenkolleg »Mediale Historiographien« Weimar

Lange vor Darwin diente die Rede von Verzweigungen bereits als Bild dazu, Blutgefäße, Nervenstränge und Flussverläufe zu beschreiben. Nicht nur Biologie und Medizin benutzen diese diskursive Figur, sondern auch Soziologie, Mathematik und Informatik sowie die Geschichte des Wissens und der Wissenschaften. Die ZwischenRäume 15 widmen sich der Frage nach Verzweigungen, nicht nur mit Bezug auf wissenschaftliche Schulen und Disziplinen oder einzelne Experimentalsysteme, sondern auch auf Tribunale, Gerichtshöfe und Versammlungen, die die Verzweigungen zwischen »reiner« und »angewandter Wissenschaft«, zwischen Wissenschaft und Technik sowie zwischen wissenschaftlichen Praktiken und Kriegs- bzw. Industrieforschung etablieren und sanktionieren.

Ort: Humboldt-Universität Berlin, Institut für deutsche Literatur, Raum: 1.301

Zeit: 14.00 - 18.00 Uhr

Kontakt: Dr. Henning Schmidgen (MPIWG)




7. bis 9. Mai 2009: Verdichtungen

In der Physik bezeichnet der Begriff der Verdichtung Formumwandlungsprozesse, in deren Verlauf Volumina ab-, Dichtegrade hingegen zunehmen. Erst die Verdichtung von Kraftstoffgemischen in Verbrennungsmotoren steigert die Energieleistung, so dass sich ein effizienter Wirkungsquotient einstellt. In der Unfallchirurgie begegnen Verdichtungsprozesse, wenn Wundkompressen Druck auf traumatisiertes Gewebe ausüben und die Blutstillung beschleunigen. In der Forst- und Landwirtschaft wie auch im Bauwesen bestimmt der Verdichtungsgrad die Bodenqualität. In der Tontechnik meint Verdichtung die Einschränkung der Dynamik eines Signals, um es optimaler zu steuern. Und für einen Espresso muss Kaffee verdichtet werden, so dass das mit Druck hindurchgeleitete Wasser den typischen Geschmack extrahiert. Außer in naturkundlichen und physisch-physikalischen Zusammenhängen begegnet der Begriff der Verdichtung indessen auch in psychologischen, symbolischen, medialen, soziologischen und regierungstechnischen Kontexten. Hier ist er weniger ein technisches Verfahren als vielmehr ein Gegenstand der Rede und Vorstellung, eine Metapher oder Denkfigur. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf unterschiedliche Wissensgebiete wird sich der Workshop dem Begriff und dem Bild der "Verdichtung " als poetologischem Konstrukt und spezifischer Darstellungspraxis widmen.

Das vollständige Exposé finden Sie hier.

Konzeption: Timothy Attanucci, Lucia Iacomella, Jörn Münkner, Burkhardt Wolf

Kontakt: Dr. Jörn Münkner




Wien, 2.-4. Juli 2009: Das Mögliche regieren

Gemeinsame Graduiertenkonferenz des PhD-Net »Das Wissen der Literatur« und der Universität Wien, Arbeitsgruppe Kulturwissenschaften / Cultural Studies

Hintergrund der geplanten Konferenz bilden Überlegungen zum Verhältnis von Wissensformen, die "Regierung" im Sinne einer Organisierung und Durchformung von Gesellschaft ermöglichen, zu Konzeptionen dessen, was Robert Musil als "Möglichkeitssinn" bezeichnet hat: eine Form des Wissens, die über das Faktische, das Gegebene, das Notwendige hinaus geht; ein Wissen, das das Halb- und noch nicht Gewusste als Ressource aufsucht und das unterschiedliche (psychische, ökonomische, biologische) Vermögen zu erschließen sucht.

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Wissenschaftliche Leitung: Doz. Dr. Roland Innerhofer, Dr. Karin Harrasser (Institut für Germanistik, Universität Wien) Prof. Dr. Joseph Vogl, Dr. Burkhardt Wolf (Institut für deutsche Literatur, Humboldt-Universität zu Berlin)

Keynote: Prof. Dr. Niklaus Largier (University of California, Berkeley)




17. Juli 2009: ZwischenRäume 16, Fokus: Unordnungen

Arbeitsgespräch in Kooperation von:

  • Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin (MPIWG)
  • Humboldt-Universität zu Berlin, PhD-Net »Das Wissen der Literatur«
  • Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin
  • Freie Universität Berlin (Institut für deutsche und niederländische Philologie)
  • Graduiertenkolleg »Mediale Historiographien« Weimar

Ort: Graduiertenkolleg Mediale Historiographien, Bauhaus-Universität Weimar, Sitz: Berkaer Straße 11

Zeit: 14.00 - 18.00 Uhr

Vollständiges Exposé und Programm finden Sie hier.

Kontakt: Ana Ofak (GradKolleg Weimar)




Berlin, 30. Oktober - 1. November 2009: Kristeva in Process

Internationales Kolloquium, augetragen vom Institut für Romanistik (Humboldt-Universität zu Berlin), gemeinsam mit dem PhD-Net "Das Wissen der Literatur"

The International Colloquium "Kristeva in Process" centring on the work of the acclaimed linguist, semiotician, psychoanalyst and author Julia Kristeva offers both an actualisation of her thought, with the aim of putting her original concepts into perspective within the intellectual context of the past and present, and a platform for interdisciplinary thinking and new ideas in the humanities which take her work as a starting point and apply it in different ways. It aims to create an open space in which intellectuals, scholars and students alike have the opportunity to present ideas, challenge their views and draw inspiration from each other. The purpose of the colloquium is both theoretical and practical: Not only does it have thinking as its theme, as its object of discussion, but it is itself an exercise in a kind of thinking that is forward-looking and experimental.

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Kontakt: Stefan Hollstein (Oxon)




Berlin, 17. bis 19. Juni 2010: Gefahrensinn | Sense for Danger

Eine internationale Tagung des »PhD-Net: Das Wissen der Literatur« am Institut für deutsche Literatur (Humboldt-Universität zu Berlin), in Zusammenarbeit mit dem German Department der Princeton University

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin | Hauptgebäude, Raum 3031 | Unter den Linden 6, 10099 Berlin

Die Tagung soll die historische Genese neuzeitlicher Gefahrenkulturen verfolgen. Thema sind die Veränderungen jener Wissensformen, Wahrnehmungshorizonte und Verarbeitungsweisen, in denen sich Muster und Figuren der Gefahr seit der frühen Neuzeit präsentieren und die zu spezifischen Maβnahmen und Praktiken veranlassen, um die Vorstellung diverser Bedrohungslagen mit Sekuritätskonzepten zu beantworten. Dabei soll der Begriff des ¸Gefahrensinns¸ eine Art Witterung bezeichnen, in der wirkliche Bedrohungen und eingebildete Gefahren, Risiken und phantasmatische Heimsuchungen mit einer gewissen Ununterscheidbarkeit ineinander liegen und dennoch ebenso dunkle wie zwingende Handlungsgründe liefern. Der Gefahrensinn ist so gesehen als eine besondere Spielart des neuzeitlichen Willens zum Wissen zu verstehen, der zugleich eine mehr oder weniger zwingende Ausrichtung von Wahrnehmung und Darstellung vornimmt.

Keynote: Prof. Dr. Wolfgang Krohn (Universität Bielefeld, Zentrum für interdisziplinäre Forschung)

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Kontakt: Dr. Jörn Münkner




Research Avenues into Franz Kafka's "Das Schloss"

Internationaler Workshop im Rahmen von The Kafka Network | A collaboration including the faculties of Princeton, Humboldt and Oxford University, in Kooperation mit dem PhD-Net: "Das Wissen der Literatur"

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Hauptgebäude, Raum 3031, Unter den Linden 6, 10099 Berlin

Zeit: 17. bis 19. März 2011

Im Mittelpunkt des Workshops steht Kafkas Spätwerk und insbesondere dessen letztes Romanfragment "Das Schloss". Diese Fokussierung ist einerseits einem jüngsten Forschungsinteresse geschuldet, das sich verstärkt auf die bislang ungeklärten thematischen, narrativen und poetologischen Eigenheiten des 'späten Kafka', seines 'Spätstils', richtet. Zu den möglichen Merkmalen dieses Spätstils gehören etwa eine uneindeutige Fokalisierung im Erzählprozess, das Ausufern reflexiver Passagen, die Häufung von Künstlerfiguren und Kontrollszenarien, das Schwinden von prägenden Oppositionen wie Amt und Leben, Eigenem und Fremdem oder eine nachlassende Virulenz von thematischen Komplexen wie Gesetz, Gericht, Schuld und Strafe. Andererseits können vor dem Hintergrund einer weit gefächerten Rezeptions- und Forschungsgeschichte gerade am Schloss-Roman die Fruchtbakeit und die Reichweite aktueller Forschungsperspektiven dargestellt und überprüft werden. Der Workshop schließt organisch an die erste Tagung des "Kafka-Netzwerkes" aus dem Frühjahr 2010 in Princeton an, die unter dem Titel "Kafka's Late Writing" mit allgemeinen - biographischen und literaturhistorischen - Fragen einen breiteren Fokus auf Kafkas Schreibweisen seit 1917 richtete. Die personelle und institutionelle Kontinuität auf der einen Seite und die gezielte Einladung von weiteren ausgewiesenen Kafka-ForscherInnen auf der anderen ermöglichen es, an fruchtbare Diskussionen anzuknüpfen, neue Perspektiven zu entwickeln und den Stand der internationalen Kafka-Forschung zu integrieren.

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Kontakt: Malte Kleinwort




Autorschaft zwischen Intention, Inszenierung und Gesellschaft. Positionsbestimmungen nach der "Rückkehr des Autors"

Eine literaturwissenschaftliche Tagung, organisiert von Matthias Schaffrick und Marcus Willand, in Kooperation mit dem PhD-Net: "Das Wissen der Literatur"

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Dorotheenstraße 24 (Hegelplatz), Raum 1.301

Zeit: 31. März bis 2. April 2011

Mehr als zehn Jahre nach der "Rückkehr des Autors" (Jannidis et. al. 1999) sind Autorschaftskonzeptionen ein ungebrochen reizvolles wie polarisierendes Thema der Literaturwissenschaft. Autorpoetiken, Lesungen, Plagiate, Buchpreise und andere medial verhandelte Resultate und Residuen literarischer Produktion sind Phänomene, die das Verhältnis von Autor und Text zwischen Intention und Inszenierung zur Disposition stellen. Autorschaft ist dabei stets in Abhängigkeit von den institutionellen Bedingungen und historischen Kontexten zu denken, wie sich nicht nur an literarischer, sondern ebenso wissenschaftlicher Autorschaft zeigen lässt. Die Tagung wird theoretisch und historisch - vom frühen 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart - verschiedene Spielarten von Autorschaft, ihre Manifestationen und Auswirkungen aus interdisziplinärer literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive diskutieren und systematisch reflektieren.

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Kontakt: Marcus Willand




Interner Workshop

16. bis 17. Juli 2011, Buckow (Märkische Schweiz)

Konzeption der Dissertationprojekte und methodologische Fragen zum Wissen der Literatur