Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik

 

 
 

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Band 25
ALEXANDER NEBRIG, CARLOS SPOERHASE (Hrsg.)
Die Poesie der Zeichensetzung.
Studien zur Stilistik der Interpunktion

ISBN 978-3-0343-1000-0

81,40 € * ( inkl. MWST. - gültig für Deutschland )
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Inhaltsverzeichnis

 

ALEXANDER NEBRIG, CARLOS SPOERHASE
Für eine Stilistik der Interpunktion

JÖRG TREMPLER
Richard Galpin
Literarische Satzzeichen auf Leinwand

ALEXANDER NEBRIG, CARLOS SPOERHASE
Über den Aufbau und die Beiträge dieses Bandes

 

I. Grundlagen

THEODOR W. ADORNO
Satzzeichen (1956)

HANS-GEORG GADAMER
Poesie und Interpunktion (1961)

JÜRGEN STENZEL
Versuch einer Hermeneutik der Satzzeichen (1966)


II. Studien

LUTZ DANNEBERG
Das perforierte Gewand:
Geschichte und hermeneutische Funktion von
distinctiones, partitiones und divisiones

HANS JÜRGEN SCHEUER
Die Zeichensetzung ist eine Frau namens Eleonore
Aus dem Imaginarium der vormodernen Interpunktion

ANDREA POLASCHEGG
Ausdruckskunst!
Satzzeichen als Indizien des Affekts in Ode und Briefroman des 18. Jahrhunderts

ETHEL MATALA DE MAZZA
Asteriske und Oberbeistrichlein
Über Fehlanzeigen in Herders und Goethes Volkspoesie

RALF KLAUSNITZER
„(die Schriftgelehrten mögen ihn erklären)“
Zum Kommagebrauch des Heinrich von Kleist

ERNST OSTERKAMP
Drei Punkte
Capriccio über ein Ärgernis

JOACHIM RICKES
(Anstands-)Striche in Heinrich Heines Gedicht
„Beine hat uns zwei gegeben / Gott der Herr“

JOSEPH VOGL
Der Gedankenstrich bei Adalbert Stifter

STEFFEN MARTUS
Stefan Georges Punkte

MICHAEL KÄMPER-VAN DEN BOOGAART
Nachgelesen!!!
Adorno ausgeBECHERt:
Zur Lektüre expressionistischer Ausrufungszeichen

ULRIKE VEDDER
„Verhoffen“:
Gedankenstriche in der Lyrik von Ingeborg Bachmann, Nelly Sachs und Paul Celan

ERHARD SCHÜTZ
Der Einzige und die Typenwirtschaft
Satz- und andere Zeichen bei Arno Schmidt

ROLAND BERBIG
„und sie, das Kind das ich war“
Satzzeichen und Zeichensetzung bei Uwe Johnson
Stichproben

NORBERT FRIES
Spatien oder Die Bedeutung des Nichts



III. Anhang

Siglen
Satzzeichen
Auswahlbibliographie
Zu den Autorinnen und Autoren
Werkregister
Personenregister


Klappentext

Satzzeichen sind für Literatur konstitutiv, moderne Schriftlichkeit ohne sie undenkbar. Dennoch spielen die Zeichen, die zwischen den Wörtern stehen, in der literaturwissenschaftlichen Praxis nahezu keine Rolle. Von berühmten Beispielen wie Heinrich von Kleists Gedankenstrich in der „Marquise von O...“ abgesehen, hat der virtuose Gebrauch von Satzzeichen, der sich bei großen Autoren der deutschen Literatur beobachten lässt, bisher keine angemessene stilistische Aufmerksamkeit gefunden.

Dem vorliegenden Band geht es um eine literatur- und kulturhistorische, aber auch stilistische Rekonstruktion der vielfältigen Formen und Funktionen der Satzzeichenverwendung und -wahrnehmung. Die Beiträge entwerfen eine differentielle Beschreibung der Verwendung von Satzzeichen in Bezugstexten unterschiedlicher literarischer Epochen, Strömungen und Autoren. Ergänzt werden die 16 Originalbeiträge durch drei klassische Studien der Interpunktionsstilistik von Theodor W. Adorno, Hans-Georg Gadamer und Jürgen Stenzel.