{"id":1077,"date":"2022-02-16T15:45:58","date_gmt":"2017-02-05T07:15:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/anna-dorothea-therbusch-gemaeldegalerie-berlin-2\/"},"modified":"2025-07-17T11:26:46","modified_gmt":"2025-07-17T09:26:46","slug":"harald-hauswald-c-o-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/harald-hauswald-c-o-berlin\/","title":{"rendered":"Harald Hauswald, C\/O Berlin"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_332\" style=\"width: 3226px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-332\" data-attachment-id=\"332\" data-permalink=\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/worldpressphoto\/weitzel_white_cube_2\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=3216%2C2448&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"3216,2448\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;FinePix S8000fd&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1464962608&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.7&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.011764705882353&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"weitzel_white_cube_2\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=150%2C114&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=1024%2C779&amp;ssl=1\" class=\"size-full wp-image-332\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=3216%2C2448&#038;ssl=1\" alt=\"World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin\" width=\"3216\" height=\"2448\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=3216&amp;ssl=1 3216w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=300%2C228&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=1024%2C779&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=973%2C741&amp;ssl=1 973w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=508%2C387&amp;ssl=1 508w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=2000&amp;ssl=1 2000w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=3000&amp;ssl=1 3000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-332\" class=\"wp-caption-text\">World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin<\/p><\/div>\n<p>Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. Juni die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Presse Awards im Willy-Brandt-Haus in Berlin anschauen m\u00f6chte, sollte sich dar\u00fcber im Klaren sein. Das was tagt\u00e4glich \u00fcber die unterschiedlichsten Informationskan\u00e4le f\u00fcr einen kurzen Moment unsere Aufmerksamkeit erh\u00e4lt, ger\u00e4t nicht einfach in Vergessenheit, sondern zeigt sich bei der World Press Ausstellung in kuratiertem Gewand und vor allem in geballter Form.<\/p>\n<p>Die sonst stark verstreuten Bildbotschaften werden hier im zweiten Stock der SPD Parteizentrale im White Cube pr\u00e4sentiert. Auf den kargen wei\u00dfen W\u00e4nden, deren Anordnung und Aufteilung im Raum jeglichem \u00e4sthetischen und gestalterischen Empfinden entbehrt, h\u00e4ngen, in acht verschiedene Kategorien aufgeteilt, die gro\u00dfformatigen Fotografien. In beinahe allen Rubriken sind Fotos von gefl\u00fcchteten, verwundeten oder toten Menschen vertreten. Polizeigewalt in den USA, Bandenkriminalit\u00e4t in Honduras, B\u00fcrgerkrieg im Sudan, \u00fcberf\u00fcllte Fl\u00fcchtlingsboote. Und das Thema Nummer eins: Der Syrienkrieg.<\/p>\n<p>Brennende Autos, zerst\u00f6rte H\u00e4user, komplett zerbombte Stra\u00dfenz\u00fcge. Alles ist Schutt und Asche, nichts scheint mehr an seinem Ort zu sein. Zwischen den Ruinen erkennt man schemenhaft eine einsame Person am Ende der H\u00e4userflucht. Nebel &#8211; verzweifelte Gesichter versuchen mit letzter Kraft verwundete Menschen aus der Gefahrenzone zu tragen \u2013 vielleicht sind sie schon l\u00e4ngst tot. Der Blick auf eine Stadt am Abend. Qualm steigt auf. Ist es die untergehende Sonne, oder eine eingeschlagene Bombe, die den Horizont erhellt, w\u00e4hrend der sternenklare Himmel unscheinbar und teilnahmslos dar\u00fcber h\u00e4ngt? Die Bilder des Fotografen Sameer al Doumy zeigen alle einen kurzen Moment w\u00e4hrend des mittlerweile f\u00fcnfj\u00e4hrigen Krieges in Syrien, hier in Douma im S\u00fcdosten des Landes. Die Momente, die hier festgehalten wurden, stellen den Krieg und seine zerst\u00f6rerische Macht in n\u00fcchterner Klarheit aus. Manchmal wirken die Szenen fast wie arrangierte Settings des Kunstfotografen Jeff Wall, der bewusst mit der Unsicherheit des Authentizit\u00e4tsgehalts von Pressefotografien und insbesondere Kriegsfotografien spielt. Hier verschwimmen die Gattungsgrenzen von Presse-und Kunstfotografie auf eindrucksvolle Weise. So liegt den Aufnahmen des aus Douma stammenden al Doumy, eine bestimmte Botschaft zu Grunde, die auf perverse Weise den Wahnsinn und gleichzeitig die \u00c4sthetik des Krieges herausstellt.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Weil ein Mensch mit westeurop\u00e4ischem Hintergrund sich jedoch meist keine Vorstellung dar\u00fcber machen kann, was er da vor sich sieht, stehen wir wie unbeteiligte Beobachter am anderen Ende der Welt und k\u00f6nnen lediglich eine \u201eVerschiebung vom dokumentarischen Sehen zum dokumentarischen F\u00fchlen\u201c wahrnehmen. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Ein Gef\u00fchl der Empathie aber auch der Hilflosigkeit wird evoziert.<\/p>\n<p>Auch die Fotografien von Abd Doumany reihen sich in dieses Gef\u00fchl der Machtlosigkeit ein. Wie in der Pressefotografie \u00fcblich, stehen neben allen ausgestellten Abbildern kurze begleitende Texte mit Informationen zur Entstehung, zum Ort und Datum, die das Bild in einen konkreten Kontext einbinden und eine Art Zeugnis- oder Beweisfunktion innehaben. Doch genau genommen ben\u00f6tigen diese Motive keine Beschriftung oder Erkl\u00e4rung. Der Mann, der den leblosen, toten, blut\u00fcberstr\u00f6mten K\u00f6rper seiner Tochter auf dem Scho\u00df liegen hat und sie mit einem fragenden Blick anschaut, als ob er nicht begreift, was da vor sich geht &#8211; dieses Bild spricht f\u00fcr sich, es bedarf keines Nachweises. In ihm spricht der Wahnsinn des Krieges auf so eindringliche und ersch\u00fctternde Weise, dass das betretende Schweigen im Ausstellungsraum fast schon zu einer Beklemmung wird. Und vielleicht ist genau deshalb der Beweis, dass es sich um authentische Abbilder des Syrienkrieges handelt, nicht notwendig. Diese Fotos scheinen uns eher wie ein Mahnmal zu sein, welches daran erinnern m\u00f6chte, dass der Krieg eine Kraft besitzt, die der Mensch nicht begreifen kann.<\/p>\n<p>Ist es also eine reale oder konstruierte Wirklichkeit, die von den dokumentarischen Bildern erzeugt wird? Glauben wir der Filmemacherin Hito Steyerl, dann ist jede scheinbare Realit\u00e4t in solchen Fotos ein Konstrukt. \u201eDie dokumentarische Form bildet demnach nicht die Realit\u00e4t ab, sondern ihren eignen Willen zur Macht.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Doch welche Macht geht von diesen Fotografien aus? Die Fotografien haben alle den Anspruch, ein m\u00f6glichst authentisches Abbild der Wirklichkeit ins Licht zu setzen. Dabei wird dem Fotografen die Rolle eines Zeugen zugeschrieben. Doch bei genauerer Betrachtung sind auch Pressefotografien nichts anderes als Moment-Inszenierungen. Es werden Wirklichkeitsbilder konstruiert, die auf komprimierte Weise einen komplexen Sachverhalt, in diesem Fall den Krieg in Syrien, in einer Fotografie f\u00fcr die Welt zug\u00e4nglich machen. Sie sollen ein Gef\u00fchl transportieren, welches uns die Grausamkeit des Krieges erahnen l\u00e4sst. Durch das subjektive Auge der Kamera wird ein Bild hervorgebracht, welches die scheinbare Realit\u00e4t von Millionen von Menschen auf die Bildschirme der Nachrichtensender, in die Foren der globalen Social-Media-Communities und auf die wei\u00dfen, kargen W\u00e4nde des Willy-Brandt-Hauses bringt.<\/p>\n<p>Brian O\u2019Doherty h\u00e4tte die H\u00e4ngung in White Cube Manier der 20er Jahre wahrscheinlich mit einem sterilen Krankenhausflur verglichen.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Und angesichts der ungl\u00fccklichen Anordnung der hochwertigen Pressefotos w\u00e4re dieser Vergleich auch angemessen. Ohne jegliche Konzeptualisierung wird auf der einen Seite \u2013 wie eben beschrieben \u2013 der Krieg in allen seinen Facetten gezeigt und an der gegen\u00fcberliegenden Fensterfront h\u00e4ngen wie zum Trotz Sport- und Naturfotografien. Die schwarz-wei\u00dfen Unterwasserbilder von Anuar Patjane Floriuk zeigen eine Tauchercrew um einen riesigen Wal schwimmend. Ein imposantes Bild. Auf den Aufnahmen von Christian Ziegler zeigt sich die Natur von ihrer kuriosesten Seite. Farbenfrohe Cham\u00e4leons in Nahaufnahme. Der Anblick der traumatisierenden Kriegsabbildungen scheint diese Themen jedoch zwangsl\u00e4ufig in den Hintergrund zu dr\u00e4ngen \u2013 so, als w\u00e4ren es belanglose Angelegenheiten, die in der World Press auch noch irgendwo untergebracht werden mussten.<\/p>\n<p>Hier liegt die T\u00fccke der Ausstellungskonzeption. Anstatt die Kategorien f\u00fcr sich sprechen zu lassen, scheinen sie miteinander zu konkurrieren. Zumindest in der konkreten Ausstellungssituation im Willy-Brandt-Haus. Denn die Wanderausstellung wird in insgesamt 45 L\u00e4ndern gezeigt. Es bleibt zu hoffen, dass an den anderen Ausstellungsorten eine gelungenere Pr\u00e4sentation der Fotografien zu sehen sein wird. Eine Pr\u00e4sentationform, die allen Rubriken ihren Platz und auch Themen, wie die Rettung von Orang-Utans in den Regenw\u00e4ldern von Sumatra oder die Synchronschwimmer aus Schweden f\u00fcr sich sprechen l\u00e4sst. Denn diese Informationen treten nicht nur in der World Press Photo Ausstellung in den Hintergrund, sondern gehen auch meistens in der Nachrichtenflut des Alltags unter. Sollten wir diesen Momenten, die auch unser Leben bestimmen, dann nicht gerade bei solch einer Ausstellung ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken? Vor allem sollten wir sie nicht mit dem Krieg konkurrieren lassen, der unsere Sinne \u00fcberfordert und keinen Platz mehr f\u00fcr andere Themen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Auf diesen Grenzgang machte schon Walter Benjamin in seiner medienkritischen Schrift \u201eDas Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit\u201c aufmerksam. F\u00fcr weitere Informationen siehe Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, in: Ders.: Illuminationen, S. 136-169, hier: 168f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Hito Steyerl (2008): Die Farbe der Wahrheit. Dokumentarismen im Kunstfeld, Wien: Turia + Kant, S. 13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Hito Steyerl (2008): Die Farbe der Wahrheit. Dokumentarismen im Kunstfeld, Wien: Turia + Kant, S. 10.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Brian O\u2019Doherty \u00fcber den White Cube: Brian O\u2019Doherty (1996): In der wei\u00dfen Zelle. Inside the White Cube\u201c Berlin: Merve.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>World Press Photo 2016<br \/>\n03. Juni \u2013 26. Juni 2016<\/p>\n<p>Willy-Brandt-Haus Berlin<br \/>\nWilhelmstra\u00dfe 140<br \/>\n10963 Berlin<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.worldpressphoto.org\/collection\/photo\/2016\">www.worldpressphoto.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. 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RELOADED!\u00a0<\/i>im C\/O Berlin<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 1,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 7,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 25px;\\\">Alicia Dengel<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 2,\r\n      \"col\": 3,\r\n      \"colspan\": 13,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 3,\r\n      \"relid\": 6,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p class=\\\"p1\\\" style=\\\"text-align: left; line-height: 1;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\">\u201e<b>Gr\u00f6\u00dfe:<\/b> 183 cm<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Gestalt: <\/b>schlank<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Kopfform:<\/b> oval<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Gesichtsfarbe:<\/b> blasser Teint<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Augenfarbe:<\/b> blaugrau<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Haarfarbe:<\/b> dunkel<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Haarstruktur:<\/b> glatt<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Frisur:<\/b> Langhaarfrisur, \u00fcber die Schultern fallend, Mittelscheitel<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Bart: <\/b>Vollbart<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Haltung:<\/b> leicht nach vorn gebeugt<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Kleidung:<\/b> verwaschene Jeans oder Kordhosen, verwaschene <\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\">olivgr\u00fcne Wetterjacke oder dunkler, unmoderner Ledermantel<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Besonderheiten:<\/b> starker Raucher, Haare unter der Oberbekleidung tragend bzw. im Sommer als Pferdeschwanz gebunden\u201c<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 3,\r\n      \"col\": 5,\r\n      \"colspan\": 10,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 5,\r\n      \"relid\": 5\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 1;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\">So lautet die Personenbeschreibung in der Stasi-Akte Harald Hauswalds, die schon vor dem Betreten des ersten Ausstellungsraumes die Aufmerksamkeit der Besucher*innen auf sich zieht. Heute w\u00fcrde man ihn wohl eher als einen der wichtigsten Fotograf*innen in der Geschichte unseres Landes beschreiben. 1954 in Radebeul geboren, wuchs er in der ehemaligen DDR auf. In den Jahren von 1977 bis 1989 wegen seiner regimekritischen Ansichten, die auch in vielen seiner Fotografien zum Ausdruck kamen, vom Ministerium f\u00fcr Staatssicherheit beobachtet, sind ca. 250 seiner eindrucksvollen Lichtbilder aktuell unter dem Titel <i>Harald Hauswald - VOLL DAS LEBEN! RELOADED! <\/i>bei der <i>C\/O Berlin Foundation<\/i> im Amerika Haus zu sehen.<\/span><\/p><p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 1;\\\"><span class=\\\"s2\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Der \u201ebeobachtete [\u2026] Beobachter\u201c<span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><a name=\\\"_ftnref1\\\" href=\\\"#_ftn1\\\">[1] <\/a><\/span><\/b><\/span><\/p><p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 1;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\">Als Kurator der Ausstellung, findet Felix Hoffmann mit diesen Worten eine passende und pr\u00e4gnante Beschreibung f\u00fcr Harald Hauswald. Auch der erste Raum der Ausstellung ist von dem Paradoxon<span class=\\\"Apple-converted-space\\\">\u00a0 <\/span>des \u201e\u00fcberwachten \u00dcberwacher[s]\u201c<span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><a name=\\\"_ftnref1\\\" href=\\\"#_ftn2\\\">[2] <\/a><\/span> gezeichnet. Neben Hauswalds Personenbeschreibung, die bis unter die Decke reicht, befinden sich hier auch zahlreiche Kopien aus den Akten der Stasi, die die \u00dcberwachung des Fotografen dokumentieren, wie auch ein paar seiner Fotografien. Der dunkle Raum mit den hell beleuchteten Akten an den W\u00e4nden, spielt scheinbar symbolisch auf die dunklen Seiten des Lebens in der DDR an, erinnert aber zugleich auch an ein Fotolabor, den ersten Arbeitsplatz Hauswalds. Ein pr\u00e4gnanter Einstieg in die Ausstellung gelingt.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 4,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 9,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5437.jpeg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 5,\r\n      \"col\": 7,\r\n      \"colspan\": 6,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 7,\r\n      \"relid\": 606,\r\n      \"attid\": 1081,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5437.jpeg\",\r\n        \"_2560\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5437-2560x3413.jpeg\",\r\n        \"_1920\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5437-1920x2560.jpeg\",\r\n        \"_1280\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5437-1280x1707.jpeg\",\r\n        \"_1024\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5437-1024x1365.jpeg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5437-768x1024.jpeg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5437-512x683.jpeg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5437-265x353.jpeg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 3024,\r\n      \"h\": 4032,\r\n      \"ar\": 1.3333333333333333,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"caption\": \"<p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 10px;\\\">Kopien aus BStU Stasi-Akten \u00fcber Harald Hauswald im 1. Ausstellungsraum, <i>Harald Hauswald - VOLL DAS LEBEN! RELOADED!<\/i>, Berlin 2022, <i>C\/O Berlin <\/i>Amerika Haus<\/span><\/p>\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 1;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Liebe zum Detail<\/b><\/span><\/p><p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 1;\\\"><span class=\\\"s2\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Diese legt nicht nur Hauswald in seinen herausragenden Fotografien an den Tag, auch das Kurator*innenteam, bestehend aus Felix Hoffmann (<i>C\/O Berlin<\/i>), Ute Mahler (<i>Ostkreuz<\/i>) und Laura Benz (<i>Ostkreuz<\/i>), stellt in der Ausstellung seinen Blick f\u00fcr \u00c4sthetik unter Beweis. Die Stimmigkeit von farblicher und r\u00e4umlicher Gestaltung in Einklang mit den Fotografien Hauswalds, f\u00e4llt auch einem nicht geschulten Auge sofort nach Betreten des zweiten Ausstellungsraumes auf und zieht sich durch die gesamte Exposition: dunkelbraune Holzrahmen umspielen die Bilder und heben sie stilvoll von der grauen Farbe der Wand ab, die, wie der schwarze Fu\u00dfboden, perfekt mit der Schwarzweissfarbe der Fotografien harmoniert. Hin und wieder finden sich gro\u00dfe, rahmenlose Fotografien als Hintergr\u00fcnde an den W\u00e4nden, die die sonst eher gradlinige Anordnung der Fotografien gekonnt aufbrechen. Die Ausstellungsr\u00e4ume sind weitl\u00e4ufig und hell, die Fotografien werden mit Spots noch einmal besonders hervorgehoben.<\/span> <\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 6,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 8,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5430-rotated.jpeg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 7,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 5,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 1065,\r\n      \"attid\": 1080,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5430-rotated.jpeg\",\r\n        \"_2560\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5430-2560x3413.jpeg\",\r\n        \"_1920\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5430-1920x2560.jpeg\",\r\n        \"_1280\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5430-1280x1707.jpeg\",\r\n        \"_1024\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5430-1024x1365.jpeg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5430-768x1024.jpeg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5430-512x683.jpeg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5430-265x353.jpeg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 3024,\r\n      \"h\": 4032,\r\n      \"ar\": 1.3333333333333333,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"caption\": \"<p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 10px;\\\">Fotografien von Harald Hauswald im 2. Ausstellungsraum, <i>Harald Hauswald - VOLL DAS LEBEN! RELOADED!<\/i>, Berlin 2022, <i>C\/O Berlin <\/i>Amerika Haus<\/span><\/p>\",\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5413.jpeg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 7,\r\n      \"col\": 7,\r\n      \"colspan\": 9,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 1293,\r\n      \"attid\": 1079,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5413.jpeg\",\r\n        \"_3840\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5413-3840x2880.jpeg\",\r\n        \"_3200\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5413-3200x2400.jpeg\",\r\n        \"_2560\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5413-2560x1920.jpeg\",\r\n        \"_1920\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5413-1920x1440.jpeg\",\r\n        \"_1280\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5413-1280x960.jpeg\",\r\n        \"_1024\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5413-1024x768.jpeg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5413-768x576.jpeg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5413-512x384.jpeg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_5413-265x199.jpeg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 4032,\r\n      \"h\": 3024,\r\n      \"ar\": 0.75,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"frameOverflow\": \"\",\r\n      \"caption\": \"<p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 10px;\\\">Fotografien von Harald Hauswald im 2. Ausstellungsraum, <i>Harald Hauswald - VOLL DAS LEBEN! RELOADED!<\/i>, Berlin 2022, <i>C\/O Berlin <\/i>Amerika Haus<\/span><\/p>\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 1;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\">Eine ungest\u00f6rte Wirkung der Bilder wird auch durch die Abwesenheit st\u00f6render Informationsschilder an den W\u00e4nden garantiert, denn statt direkt neben den Fotografien sind diese wenige Zentimeter \u00fcber dem Boden, leicht nach oben gerichtet, angebracht, wo sie mit dicker, schwarzer Schrift f\u00fcr jeden gut lesbar sind. Erg\u00e4nzt durch diverse Sitzgelegenheiten und die M\u00f6glichkeit, einen Fahrstuhl nutzen zu k\u00f6nnen, wird au\u00dferdem klar, dass die Kurator*innen auch Wert auf eine m\u00f6glichst barrierefreie Konzeption ihrer Ausstellung gelegt haben. <\/span><\/p><p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 1;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\">Mal in Gruppen, mal in Reihen, ist die r\u00e4umliche Anordnung der Fotografien abwechslungsreich, jedoch nicht willk\u00fcrlich. Innerhalb der einzelnen Collagen l\u00e4sst sich durchweg Koh\u00e4renz erkennen, von einer Bildgruppe zum Thema Tanzveranstaltungen, \u00fcber eine Bilderwand ganz der Stephanus-Stiftung gewidmet, f\u00fcr die Hauswald als Fotograf arbeitete, bis hin zu einer Collage, die nur aus Fotografien von Demonstrationen und anderen politischen Veranstaltungen besteht. W\u00e4hrend der thematische Fokus der Ausstellung zwar auf Fotografien Hauswalds in Ostberlin liegt, zeichnet sie trotzdem ein allumfassendes Bild der Arbeit des Fotografen, indem auch Bilder aus der Zeit nach der Wiedervereinigung und au\u00dferhalb von Berlin ausgestellt werden. In Hauswalds Fotografien spiegeln Schwimmb\u00e4der, Landschaften, Fu\u00dfballspiele, spielende Kinder, H\u00e4userfassaden und die U-Bahn die Vielseitigkeit des Alltags in der DDR genau so authentisch wider, wie es die Berliner Mauer und das Staatswappen verm\u00f6gen. <\/span><\/p><p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 1;\\\"><span class=\\\"s2\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Hol dir die Ausstellung nach Hause!<\/b><\/span><\/p><p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 1;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\">Zum Ende der Exposition besteht die M\u00f6glichkeit in einem kleinen, abgedunkelten Raum ein Video \u00fcber die \u00dcberwachung Hauswalds durch die Stasi, wie auch das Making-Of zum Ausstellungs- und einem damit verbundenen Buchprojekt, das interessante Einblicke in die durchdachte Gestaltung der Ausstellung gibt, anzuschauen. Diese beiden kurzen Filme sind au\u00dferdem, erg\u00e4nzt durch ein aufschlussreiches Interview mit Harald Hauswald und dem Kurator*innenteam, wie auch einen digitalen Ausstellungsbesuch, begleitet von Hauswald und Kurator Felix Hoffman, auf dem Youtube-Kanal von <i>C\/O Berlin<\/i> f\u00fcr jeden zug\u00e4nglich.<span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><a name=\\\"_ftnref1\\\" href=\\\"#_ftn3\\\">[3] <\/a><\/span> Hier zeigt sich erneut die sorgf\u00e4ltige und detailverliebte Arbeit der Kurator*innen, die es damit auch in Zeiten der Corona-Pandemie, jedem erm\u00f6glichen, die Ausstellung erleben zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p><p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 1;\\\"><span class=\\\"s2\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\"><b>Harald Hauswald - VOLL GUT GEMACHT!<\/b><\/span><\/p><p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 1;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\">\u201eEs geht darum die Hauptstadt der DDR so darzustellen, wie sie<span class=\\\"Apple-converted-space\\\">\u00a0 \u00a0 <\/span>n i c h t<span class=\\\"Apple-converted-space\\\">\u00a0 \u00a0 <\/span>ist, aber nach dem [\u2026] Willen verst\u00e4ndigungsfeindlicher Kreise gesehen werden soll\u201c, hei\u00dft es in einem Gutachten des Ministerrats der Deutschen Demokratischen Republik am Ministerium f\u00fcr Kultur, \u00fcber Harald Hauswalders gemeinsames Buch mit Lutz Rathenow <i>Berlin-Ost: Die andere Seite einer Stadt<\/i>, durch das 1987 einige seiner Fotografien, anl\u00e4sslich der 750-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4umsfeier Berlins, in Westdeutschland ver\u00f6ffentlicht wurden. Doch das Gegenteil ist der Fall: Hauswalders Fotografien des ostdeutschen Alltags sind unverf\u00e4lscht, realit\u00e4tsnah und beeindrucken bis heute.<\/span><\/p><p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 1;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 20px;\\\">Mit der Ausstellung <i>Harald Hauswald - VOLL DAS LEBEN! RELOADED!<\/i> gelingt es den Kurator*innen, das Leben dieses bedeutsamen Fotografen und seinen einzigartigen Blick f\u00fcr einen so wichtigen Teil der deutschen Geschichte, nicht nur anhand seiner Fotografien, sondern auch mithilfe von anderen, ausgew\u00e4hlten Exponaten eindr\u00fccklich zu vermitteln. Und so, wer h\u00e4tte es f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, befindet sich im Jahr 2022, durch diese gro\u00dfartige Exposition, ein kleiner Teil Ostberlins, mitten im ehemaligen Westen der Hauptstadt.<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><a name=\\\"_ftnref1\\\" href=\\\"#_ftn1\\\">[1] <\/a>Harald Hauswald . Voll das Leben! The Making-of . Dokumentarfilm von C\/O Berlin \u00d7 Steidl. https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fk7zSX7eoak (letzter Zugriff: 04.02.2022). 22:24 min.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><a name=\\\"_ftnref1\\\" href=\\\"#_ftn2\\\">[2] <\/a>Ausstellungstext: Hauswald und das Ministerium f\u00fcr Staatssicherheit der DDR (MfS)\/ and the Ministry of State Security. In: Harald Hauswald - VOLL DAS LEBEN! RELOADED!, C\/O Berlin Foundation, Amerika Haus, Berlin 2022.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><a name=\\\"_ftnref1\\\" href=\\\"#_ftn3\\\">[3] <\/a>https:\/\/www.youtube.com\/user\/COBerlinVideo\/featured<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 8,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 1881,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 0.8;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 12px;\\\">Harald Hauswald - VOLL DAS LEBEN! RELOADED!<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 12px;\\\">11.12.2021 bis 21.04.22<\/span><\/p><p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 0.8;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 12px;\\\">C\/O Berlin Foundation im Amerika Haus<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 12px;\\\">Hardenbergstra\u00dfe 22-24 <br \/>10623 Berlin<\/span><\/p><p class=\\\"p1\\\" style=\\\"line-height: 0.8;\\\"><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 12px;\\\">www.co-berlin.org<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 12px;\\\">\u00d6ffnungszeiten: t\u00e4glich von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr<br \/><\/span><span class=\\\"s1\\\" style=\\\"font-size: 12px;\\\">Eintritt: 10 Euro, erm\u00e4\u00dfigt 6 Euro<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 9,\r\n      \"col\": 5,\r\n      \"colspan\": 7,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 5,\r\n      \"relid\": 621,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    }\r\n  ]\r\n}","phonegrid":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p7ChHw-hn","jetpack-related-posts":[{"id":331,"url":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/worldpressphoto\/","url_meta":{"origin":1077,"position":0},"title":"World Press Photo 2016, Willy-Brandt-Haus Berlin","author":"Die Redaktion","date":"3. 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