{"id":1276,"date":"2025-09-22T09:59:11","date_gmt":"2025-09-22T07:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/sung-tieu-1992-2025-kw-institute-for-contemporary-art-copy\/"},"modified":"2025-09-22T10:41:16","modified_gmt":"2025-09-22T08:41:16","slug":"musafiri-von-reisenden-und-gaesten-haus-der-kulturen-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/musafiri-von-reisenden-und-gaesten-haus-der-kulturen-der-welt\/","title":{"rendered":"Musafiri: Von Reisenden und G\u00e4sten, Haus der Kulturen der Welt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_332\" style=\"width: 3226px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-332\" data-attachment-id=\"332\" data-permalink=\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/worldpressphoto\/weitzel_white_cube_2\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=3216%2C2448&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"3216,2448\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;FinePix S8000fd&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1464962608&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.7&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.011764705882353&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"weitzel_white_cube_2\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=150%2C114&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=1024%2C779&amp;ssl=1\" class=\"size-full wp-image-332\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=3216%2C2448&#038;ssl=1\" alt=\"World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin\" width=\"3216\" height=\"2448\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=3216&amp;ssl=1 3216w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=300%2C228&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=1024%2C779&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=973%2C741&amp;ssl=1 973w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=508%2C387&amp;ssl=1 508w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=2000&amp;ssl=1 2000w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=3000&amp;ssl=1 3000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-332\" class=\"wp-caption-text\">World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin<\/p><\/div>\n<p>Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. Juni die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Presse Awards im Willy-Brandt-Haus in Berlin anschauen m\u00f6chte, sollte sich dar\u00fcber im Klaren sein. Das was tagt\u00e4glich \u00fcber die unterschiedlichsten Informationskan\u00e4le f\u00fcr einen kurzen Moment unsere Aufmerksamkeit erh\u00e4lt, ger\u00e4t nicht einfach in Vergessenheit, sondern zeigt sich bei der World Press Ausstellung in kuratiertem Gewand und vor allem in geballter Form.<\/p>\n<p>Die sonst stark verstreuten Bildbotschaften werden hier im zweiten Stock der SPD Parteizentrale im White Cube pr\u00e4sentiert. Auf den kargen wei\u00dfen W\u00e4nden, deren Anordnung und Aufteilung im Raum jeglichem \u00e4sthetischen und gestalterischen Empfinden entbehrt, h\u00e4ngen, in acht verschiedene Kategorien aufgeteilt, die gro\u00dfformatigen Fotografien. In beinahe allen Rubriken sind Fotos von gefl\u00fcchteten, verwundeten oder toten Menschen vertreten. Polizeigewalt in den USA, Bandenkriminalit\u00e4t in Honduras, B\u00fcrgerkrieg im Sudan, \u00fcberf\u00fcllte Fl\u00fcchtlingsboote. Und das Thema Nummer eins: Der Syrienkrieg.<\/p>\n<p>Brennende Autos, zerst\u00f6rte H\u00e4user, komplett zerbombte Stra\u00dfenz\u00fcge. Alles ist Schutt und Asche, nichts scheint mehr an seinem Ort zu sein. Zwischen den Ruinen erkennt man schemenhaft eine einsame Person am Ende der H\u00e4userflucht. Nebel &#8211; verzweifelte Gesichter versuchen mit letzter Kraft verwundete Menschen aus der Gefahrenzone zu tragen \u2013 vielleicht sind sie schon l\u00e4ngst tot. Der Blick auf eine Stadt am Abend. Qualm steigt auf. Ist es die untergehende Sonne, oder eine eingeschlagene Bombe, die den Horizont erhellt, w\u00e4hrend der sternenklare Himmel unscheinbar und teilnahmslos dar\u00fcber h\u00e4ngt? Die Bilder des Fotografen Sameer al Doumy zeigen alle einen kurzen Moment w\u00e4hrend des mittlerweile f\u00fcnfj\u00e4hrigen Krieges in Syrien, hier in Douma im S\u00fcdosten des Landes. Die Momente, die hier festgehalten wurden, stellen den Krieg und seine zerst\u00f6rerische Macht in n\u00fcchterner Klarheit aus. Manchmal wirken die Szenen fast wie arrangierte Settings des Kunstfotografen Jeff Wall, der bewusst mit der Unsicherheit des Authentizit\u00e4tsgehalts von Pressefotografien und insbesondere Kriegsfotografien spielt. Hier verschwimmen die Gattungsgrenzen von Presse-und Kunstfotografie auf eindrucksvolle Weise. So liegt den Aufnahmen des aus Douma stammenden al Doumy, eine bestimmte Botschaft zu Grunde, die auf perverse Weise den Wahnsinn und gleichzeitig die \u00c4sthetik des Krieges herausstellt.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Weil ein Mensch mit westeurop\u00e4ischem Hintergrund sich jedoch meist keine Vorstellung dar\u00fcber machen kann, was er da vor sich sieht, stehen wir wie unbeteiligte Beobachter am anderen Ende der Welt und k\u00f6nnen lediglich eine \u201eVerschiebung vom dokumentarischen Sehen zum dokumentarischen F\u00fchlen\u201c wahrnehmen. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Ein Gef\u00fchl der Empathie aber auch der Hilflosigkeit wird evoziert.<\/p>\n<p>Auch die Fotografien von Abd Doumany reihen sich in dieses Gef\u00fchl der Machtlosigkeit ein. Wie in der Pressefotografie \u00fcblich, stehen neben allen ausgestellten Abbildern kurze begleitende Texte mit Informationen zur Entstehung, zum Ort und Datum, die das Bild in einen konkreten Kontext einbinden und eine Art Zeugnis- oder Beweisfunktion innehaben. Doch genau genommen ben\u00f6tigen diese Motive keine Beschriftung oder Erkl\u00e4rung. Der Mann, der den leblosen, toten, blut\u00fcberstr\u00f6mten K\u00f6rper seiner Tochter auf dem Scho\u00df liegen hat und sie mit einem fragenden Blick anschaut, als ob er nicht begreift, was da vor sich geht &#8211; dieses Bild spricht f\u00fcr sich, es bedarf keines Nachweises. In ihm spricht der Wahnsinn des Krieges auf so eindringliche und ersch\u00fctternde Weise, dass das betretende Schweigen im Ausstellungsraum fast schon zu einer Beklemmung wird. Und vielleicht ist genau deshalb der Beweis, dass es sich um authentische Abbilder des Syrienkrieges handelt, nicht notwendig. Diese Fotos scheinen uns eher wie ein Mahnmal zu sein, welches daran erinnern m\u00f6chte, dass der Krieg eine Kraft besitzt, die der Mensch nicht begreifen kann.<\/p>\n<p>Ist es also eine reale oder konstruierte Wirklichkeit, die von den dokumentarischen Bildern erzeugt wird? Glauben wir der Filmemacherin Hito Steyerl, dann ist jede scheinbare Realit\u00e4t in solchen Fotos ein Konstrukt. \u201eDie dokumentarische Form bildet demnach nicht die Realit\u00e4t ab, sondern ihren eignen Willen zur Macht.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Doch welche Macht geht von diesen Fotografien aus? Die Fotografien haben alle den Anspruch, ein m\u00f6glichst authentisches Abbild der Wirklichkeit ins Licht zu setzen. Dabei wird dem Fotografen die Rolle eines Zeugen zugeschrieben. Doch bei genauerer Betrachtung sind auch Pressefotografien nichts anderes als Moment-Inszenierungen. Es werden Wirklichkeitsbilder konstruiert, die auf komprimierte Weise einen komplexen Sachverhalt, in diesem Fall den Krieg in Syrien, in einer Fotografie f\u00fcr die Welt zug\u00e4nglich machen. Sie sollen ein Gef\u00fchl transportieren, welches uns die Grausamkeit des Krieges erahnen l\u00e4sst. Durch das subjektive Auge der Kamera wird ein Bild hervorgebracht, welches die scheinbare Realit\u00e4t von Millionen von Menschen auf die Bildschirme der Nachrichtensender, in die Foren der globalen Social-Media-Communities und auf die wei\u00dfen, kargen W\u00e4nde des Willy-Brandt-Hauses bringt.<\/p>\n<p>Brian O\u2019Doherty h\u00e4tte die H\u00e4ngung in White Cube Manier der 20er Jahre wahrscheinlich mit einem sterilen Krankenhausflur verglichen.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Und angesichts der ungl\u00fccklichen Anordnung der hochwertigen Pressefotos w\u00e4re dieser Vergleich auch angemessen. Ohne jegliche Konzeptualisierung wird auf der einen Seite \u2013 wie eben beschrieben \u2013 der Krieg in allen seinen Facetten gezeigt und an der gegen\u00fcberliegenden Fensterfront h\u00e4ngen wie zum Trotz Sport- und Naturfotografien. Die schwarz-wei\u00dfen Unterwasserbilder von Anuar Patjane Floriuk zeigen eine Tauchercrew um einen riesigen Wal schwimmend. Ein imposantes Bild. Auf den Aufnahmen von Christian Ziegler zeigt sich die Natur von ihrer kuriosesten Seite. Farbenfrohe Cham\u00e4leons in Nahaufnahme. Der Anblick der traumatisierenden Kriegsabbildungen scheint diese Themen jedoch zwangsl\u00e4ufig in den Hintergrund zu dr\u00e4ngen \u2013 so, als w\u00e4ren es belanglose Angelegenheiten, die in der World Press auch noch irgendwo untergebracht werden mussten.<\/p>\n<p>Hier liegt die T\u00fccke der Ausstellungskonzeption. Anstatt die Kategorien f\u00fcr sich sprechen zu lassen, scheinen sie miteinander zu konkurrieren. Zumindest in der konkreten Ausstellungssituation im Willy-Brandt-Haus. Denn die Wanderausstellung wird in insgesamt 45 L\u00e4ndern gezeigt. Es bleibt zu hoffen, dass an den anderen Ausstellungsorten eine gelungenere Pr\u00e4sentation der Fotografien zu sehen sein wird. Eine Pr\u00e4sentationform, die allen Rubriken ihren Platz und auch Themen, wie die Rettung von Orang-Utans in den Regenw\u00e4ldern von Sumatra oder die Synchronschwimmer aus Schweden f\u00fcr sich sprechen l\u00e4sst. Denn diese Informationen treten nicht nur in der World Press Photo Ausstellung in den Hintergrund, sondern gehen auch meistens in der Nachrichtenflut des Alltags unter. Sollten wir diesen Momenten, die auch unser Leben bestimmen, dann nicht gerade bei solch einer Ausstellung ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken? Vor allem sollten wir sie nicht mit dem Krieg konkurrieren lassen, der unsere Sinne \u00fcberfordert und keinen Platz mehr f\u00fcr andere Themen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Auf diesen Grenzgang machte schon Walter Benjamin in seiner medienkritischen Schrift \u201eDas Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit\u201c aufmerksam. F\u00fcr weitere Informationen siehe Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, in: Ders.: Illuminationen, S. 136-169, hier: 168f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Hito Steyerl (2008): Die Farbe der Wahrheit. Dokumentarismen im Kunstfeld, Wien: Turia + Kant, S. 13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Hito Steyerl (2008): Die Farbe der Wahrheit. Dokumentarismen im Kunstfeld, Wien: Turia + Kant, S. 10.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Brian O\u2019Doherty \u00fcber den White Cube: Brian O\u2019Doherty (1996): In der wei\u00dfen Zelle. Inside the White Cube\u201c Berlin: Merve.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>World Press Photo 2016<br \/>\n03. Juni \u2013 26. Juni 2016<\/p>\n<p>Willy-Brandt-Haus Berlin<br \/>\nWilhelmstra\u00dfe 140<br \/>\n10963 Berlin<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.worldpressphoto.org\/collection\/photo\/2016\">www.worldpressphoto.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. 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Mit Blick auf den am Empfang ausgeh\u00e4ndigten Reader und eine beginnende F\u00fchrung im Foyer fragen wir uns, wie es w\u00e4re, die Ausstellung ganz ohne Anleitung zu besuchen. So entsteht unser Experiment: Wir durchlaufen die Ausstellung mit einer jeweils anderen Methode und dokumentieren unsere Eindr\u00fccke in Form eines Gespr\u00e4chs. Pia betritt mit dem Reader in der Hand den Raum der Ausstellung, Olivia schlie\u00dft sich gespannt der F\u00fchrung an und Helen begibt sich mit Stift und Notizbuch in einen Raum von Assoziationen. Somit reisen wir auf drei verschiedenen Wegen durch die \u00fcber 40 Geschichten von Migration.\u00a0<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 4,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 8,\r\n      \"frameOverflow\": \"\",\r\n      \"absolute_position\": false\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px; letter-spacing: 0.1em;\\\">Struktur, Wegf\u00fchrung, Methoden\u00a0<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 5,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 19,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 25,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Olivia<\/strong>: Statt den Anderen als einen Fremden zu sehen, werden in <em>Musafiri <\/em>Menschen als Reisende und G\u00e4ste betrachtet. Auch wir als Besucher:innen fungieren sowohl als Reisende als auch als G\u00e4ste in der Ausstellung.\u00a0<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Pia<\/strong>: Den Reisenden und G\u00e4sten wird eine Stimme verliehen. Migration als solche wird nicht nur als politisches oder soziales Ph\u00e4nomen behandelt, sondern erh\u00e4lt eine pers\u00f6nliche, teilweise intime Dimension. Die Texte im Reader erm\u00f6glichen, weiterf\u00fchrende Informationen \u00fcber die K\u00fcnstler:innen und \u00fcber die Exponate zu gewinnen. Zus\u00e4tzlich werden darin individuelle Geschichten, Erfahrungen und Reflexionen erz\u00e4hlt.<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Olivia<\/strong>: Die Ausstellung widmet sich verschiedenen Formen sowie Beweggr\u00fcnden der Migration, verflochten mit historischen und aktuellen Migrationsbewegungen: Von Kriegsflucht und politischer Verfolgung, \u00fcber Binnenwanderung, Arbeitsmigration und internationale Migration. Die Gemeinsamkeit liegt in der Bewegung bzw. in der Reise, die Menschen, sei es freiwillig oder unfreiwillig, auf sich nehmen, um Grenzen zu \u00fcberqueren und sich anschlie\u00dfend an einem neuen Ort niederzulassen.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 6,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 10,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 9,\r\n      \"frameOverflow\": \"\",\r\n      \"absolute_position\": false\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_1.jpg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 6,\r\n      \"col\": 13,\r\n      \"colspan\": 5,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 14,\r\n      \"attid\": 1282,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_1.jpg\",\r\n        \"_1280\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_1-1280x1791.jpg\",\r\n        \"_1024\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_1-1024x1433.jpg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_1-768x1075.jpg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_1-512x717.jpg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_1-265x371.jpg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 1429,\r\n      \"h\": 2000,\r\n      \"ar\": 1.3995801259622114,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\",\r\n      \"caption\": \"<p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 10px;\\\">Anne Samat, Wide Awake and Unafraid #3 (2025), Foto: Hanna Wiedemann<\/span><\/p>\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Helen<\/strong>: Ebenfalls werden wir durch unser eigenes Interesse durch den Raum geleitet. Die Ausstellung ist kaleidoskopisch aufgebaut, wodurch kein kommerzielles \u201eCenterpiece\u201c und keine Hierarchie der Positionen existiert, was ich sehr angenehm fand. Da habe ich z.B. einen Reader gar nicht vermisst und empfand es eher befreiend, selbstst\u00e4ndig durch die R\u00e4ume gehen zu k\u00f6nnen und mich nicht beeinflussen zu lassen.\u00a0 Was au\u00dferdem ungew\u00f6hnlich ist, ist die Entscheidung, weder die Titel der Werke noch die Namen der K\u00fcnstler:innen am Kunstwerk zu vermerken.<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Pia<\/strong>: Das Motiv der freien Bewegung ist ein weiteres Merkmal des Ausstellungskonzepts, da dieses keiner strengen Chronologie gefolgt wird. Den Besucher:innen wird so Freiheit, aber auch Verantwortung vermittelt. Sie m\u00fcssen selbst entscheiden, wie tief sie eintauchen und welchen Weg sie nehmen.\u00a0<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Olivia<\/strong>: Andererseits besteht die M\u00f6glichkeit, <em>Musafiri <\/em>aus einem kollektiven Blickwinkel zu besuchen. Durch die F\u00fchrung wird der Weg zwar vorgegeben, jedoch bereichern die sogenannten Kunstgespr\u00e4che den Ausstellungsbesuch insofern, als dass sie zum gemeinsamen Betrachten der Kunst und zum Austausch einladen.\u00a0<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Helen<\/strong>: <em>Musafiri <\/em>bietet Raum f\u00fcr den kollektiven Austausch, aber auch f\u00fcr individuelle Wege und freie Orientierung. Wie wir die Ausstellung aus drei verschiedenen Perspektiven erlebt haben, so bietet auch das Haus der Kulturen der Welt unterschiedliche Vermittlungsformen.\u00a0<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Olivia<\/strong>: Genau. Dadurch k\u00f6nnen die individuellen Bed\u00fcrfnisse der Besucher:innen abgedeckt werden. Die traditionelle museale Praxis, welche durch das Ausstellen und Differenzieren des Anderen zum Konzept des sogenannten Othering beitr\u00e4gt, indem Menschen mit Migrationshintergrund exotisiert werden, wird bei der <em>Musafiri <\/em>Ausstellung durchbrochen. Hier haben internationale K\u00fcnstler:innen und Kurator:innen an der Ausstellung mitgewirkt und werden zu Entscheidungstr\u00e4ger:innen.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 7,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 5,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px; letter-spacing: 0.1em;\\\">Medientechniken<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 8,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 14,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 27,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Helen<\/strong>: Die K\u00fcnstler:innen arbeiten mit sehr verschiedenen Medien \u2013 von Fotografie und Malerei \u00fcber Statuen, Textilien und Installationen zu Kurzfilmen und Videospielen. Die Ausstellung ist demnach multimedial konzipiert, was sie f\u00fcr mich abwechslungsreich macht. Was ist euch diesbez\u00fcglich besonders aufgefallen?\u00a0<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Pia<\/strong>: F\u00fcr mich war besonders die Rolle des Readers als interaktives Medium auff\u00e4llig, da ich zuvor noch nie eine Ausstellung mit diesem Zugang besucht hatte. Er erg\u00e4nzt die physisch-individuelle Erfahrung in der Ausstellung durch eine textbasierte, reflexive Ebene und fordert mich zu einer aktiven Auseinandersetzung mit den Inhalten auf.\u00a0<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Helen<\/strong>: Unsere Sinne nehmen in der Ausstellung vieles gleichzeitig wahr. Als ich vor einer Fotografie stand, h\u00f6rte ich aus einer anderen Ecke des Raums den Ton eines Kurzfilms. Oder w\u00e4hrend ich vor einer Installation stand, h\u00f6rte ich K-Pop. Obwohl vieles gleichzeitig passiert, schafft es die Konzeption, dass sich dies nicht \u00fcberw\u00e4ltigend anf\u00fchlt, sondern eine interessante Erfahrung entsteht.\u00a0<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 9,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 29,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_2.jpg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 10,\r\n      \"col\": 3,\r\n      \"colspan\": 14,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 3,\r\n      \"relid\": 15,\r\n      \"attid\": 1281,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_2.jpg\",\r\n        \"_1920\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_2-1920x1280.jpg\",\r\n        \"_1280\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_2-1280x853.jpg\",\r\n        \"_1024\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_2-1024x682.jpg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_2-768x512.jpg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_2-512x341.jpg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_2-265x177.jpg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 2000,\r\n      \"h\": 1333,\r\n      \"ar\": 0.6665,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"caption\": \"<p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 10px;\\\">Installationsansicht der Ausstellung\u00a0Musafiri: Von Reisenden und G\u00e4sten (2025), Foto: Hanna Wiedemann<\/span><\/p>\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px; letter-spacing: 0.1em;\\\">Sprache und Interaktivit\u00e4t\u00a0<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 11,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 31,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Olivia<\/strong>: Die Kunst fungiert als Sprachrohr der Subjekte (K\u00fcnstler:innen) und ihrer Communities. Da die Ausstellung auf multimedialen Kunstinstallationen basiert, wird eine ganz andere Herangehensweise und Methode des Ausstellens genutzt. Diese bietet mehr M\u00f6glichkeiten und Erz\u00e4hlformen als das klassische Sammeln und Ausstellen historischer Objekte in Vitrinen, die den Besucher:innen visuell den Inhalt vermitteln sollen.<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Pia<\/strong>: In <em>Musafiri <\/em>wird sowohl \u00fcber die Subjekte als auch \u00fcber die Objekte gesprochen, denn im Reader berichten Kulturwissenschaftler:innen, Kurator:innen und Kunstkritiker:innen \u00fcber die Exponate.\u00a0\u00a0<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Olivia<\/strong>: An die Frage, wer wie \u00fcber wen spricht, kann ich gut ankn\u00fcpfen, da ich an zwei unterschiedlichen Tagen an Kunstgespr\u00e4chen teilnahm. Je nachdem, wer die F\u00fchrung gab und aus welchem Arbeitsfeld die Person kam, erhielten wir als Besucher:innengruppe unterschiedliche Denkanst\u00f6\u00dfe. Das erste Kunstgespr\u00e4ch wurde von einer Kulturwissenschaftlerin gef\u00fchrt, die vermehrt auf kulturhistorische Hintergr\u00fcnde einging. Das zweite Kunstgespr\u00e4ch leitete eine Kuratorin, die uns auf die k\u00fcnstlerische Praxis, Materialien und Farbpaletten aufmerksam machte.\u00a0Dieser Zugang bietet die M\u00f6glichkeit, Menschen mit unterschiedlichen Hintergr\u00fcnden und Wissensst\u00e4nde zusammenzubringen und die Ausstellung auf einer diskursiven Ebene zu besuchen. Au\u00dferdem erh\u00e4lt man von den Kunstvermittler:innen Informationen, die \u00fcber die Werkbeschreibungen hinausgehen, die einem sonst nicht aufgefallen w\u00e4ren. Wie bewertet ihr die Interaktivit\u00e4t mittels eurer Zug\u00e4nge?<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Helen<\/strong>: F\u00fcr mich war der Besuch der Ausstellung auch ohne eine F\u00fchrung oder den Reader auf jeden Fall interaktiv, zum Beispiel durch ein Videospiel (<em>The City of Willows <\/em>von Simon Soon und Chong Yan Chuah) oder ein Werk, bei dem man Platten h\u00f6ren konnte (<em>Llorando se Foi. O Museu da Lambada. In memoriam de Francisco ,Chico<\/em><em>\u2019 <\/em><em>Oliveira <\/em>von Carlos ,Marilyn\u2019 Monroy). Auch kam ich durch Fragen, die ich mir nicht selbst beantworten konnte, in den Austausch mit anderen Besucher:innen und f\u00fchrte interessante Gespr\u00e4che, in denen wir unsere Assoziationen und unser Vorwissen austauschen konnten und Menschen ihre eigenen Geschichten und Ber\u00fchrungspunkte mit Migration mit mir teilten. Die Ausstellung schafft einen Raum, der eine Reise durch verschiedene Geschichten erm\u00f6glicht. Dementsprechend bietet sie eine Form der Interaktivit\u00e4t, die \u00fcber den g\u00e4ngigen Rahmen hinausgeht.<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Pia<\/strong>: So habe ich den Besuch auch erlebt. Ich habe es genossen, die Ausstellung als meine eigene Reise ohne ein vorgegebenes Tempo oder eine vorgegebene Reihenfolge der Kunstwerke zu besuchen. So lag es ganz bei mir, welchen Weg ich nehmen wollte.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 12,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 33,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px; letter-spacing: 0.1em;\\\">Narrative, Br\u00fcche, Gegens\u00e4tze<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 13,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 16,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 35,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Helen<\/strong>: Dadurch, dass \u00fcber 40 k\u00fcnstlerische Positionen gezeigt werden, tauchen wir in \u00fcber 40 verschiedene Geschichten der Migration ein, was die Ausstellung unter anderem so spannend und nahbar macht. Teilweise lassen sich in den verschiedenen Migrationsgeschichten der K\u00fcnstler:innen Verflechtungen finden. In der Ausdrucksweise der K\u00fcnstler:innen ist jedoch deutlich zu sehen, wie individuell der Umgang mit der eigenen Geschichte\u00a0 und den verschiedenen Arten der Umwandlung in Kunst ist.\u00a0<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 14,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 7,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 37,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_3.jpg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 14,\r\n      \"col\": 12,\r\n      \"colspan\": 7,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 3,\r\n      \"relid\": 16,\r\n      \"attid\": 1280,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_3.jpg\",\r\n        \"_1920\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_3-1920x1280.jpg\",\r\n        \"_1280\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_3-1280x853.jpg\",\r\n        \"_1024\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_3-1024x682.jpg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_3-768x512.jpg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_3-512x341.jpg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wiedemann_3-265x177.jpg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 2000,\r\n      \"h\": 1333,\r\n      \"ar\": 0.6665,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"caption\": \"<p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 10px;\\\">Sonia E. Barrett, Paths to Joy. Roscoe Parish Chapeltown, Leeds (2017), Foto: Hanna Wiedemann<\/span><\/p>\",\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Pia<\/strong>: Meiner Ansicht nach liegt ein zentraler Gegensatz im Spannungsfeld zwischen der \u00e4sthetischen Wahrnehmung der Kunstwerke und dem zugeh\u00f6rigen informativen Gehalt, welcher \u00fcber den Reader vermittelt wird. Die Kunstwerke sprechen visuell eine sehr eigene Sprache, wohingegen der Reader die Aufmerksamkeit in Richtung Kontext und Hintergrundwissen lenkt. Zuvor habe ich Museen oft bin\u00e4r kategorisiert: Kunstmuseum oder Geschichtsmuseum. In <em>Musafiri<\/em> verschmelzen diese beiden Komponenten; Kunst und Geschichte sind koexistent. Zudem bestehen verschiedene Zeitebenen; die historischen stehen gleichwertig neben gegenw\u00e4rtigen Positionen. Manche Kunstwerke entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wohingegen andere im Jahr 2025 fertiggestellt wurden, was wiederum erkl\u00e4rt, weshalb die pers\u00f6nlichen Geschichten \u00fcber Migration und die Ausstellung so vielschichtig sind.<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Helen<\/strong>: Auch ohne Reader sind die verschiedenen zeitlichen Ebenen direkt zu erkennen. Gerade die Videoinstallationen sprechen f\u00fcr die Kunstwerke der Gegenwart, wohingegen die geschnitzten Holztafeln \u00e4ltere Migrationsgeschichten thematisieren. Manche der Kunstwerke sind laut und bunt, andere hingegen wirken still und beruhigend. Es werden Emotionen und pers\u00f6nliche Geschichten zum Ausdruck gebracht, die die K\u00fcnstler:innen in ihrer eigenen \u00c4sthetik darstellen.\u00a0<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Olivia<\/strong>: Beim Kunstgespr\u00e4ch begleitete uns die Fragen, was es bedeutet, Menschen als Reisende und G\u00e4ste willkommen zu hei\u00dfen, und welche Machtverh\u00e4ltnisse dahinterstecken. Diese Frage besch\u00e4ftigt die Menschheitsgeschichte schon immer und scheint heute aktueller denn je. Das Forschungsprojekt <em>Musafiri<\/em> kann als Versuch und Ansatz gesehen werden, die Art und Weise, wie in der Vergangenheit sowie heutzutage \u00fcber Migration berichtet, reflektiert und diskutiert wird, zu hinterfragen. Denn die Narrative in <em>Musafiri<\/em> durchbrechen die kollektiven Bilder und Erz\u00e4hlmuster der Migration, die in den K\u00f6pfen unserer Gesellschaft verankert sind.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 15,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 19,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px; letter-spacing: 0.1em;\\\">Publikum<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 16,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 11,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 39,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Pia<\/strong>: Die Kurator:innen beteuern, dass sich die Ausstellung an ein breites Publikum richtet. Der Intendant und Chefkurator Bonaventure Soh Bejeng Ndikung richtet sich hingegen in seinem Begr\u00fc\u00dfungsschreiben an K\u00fcnstler:innen, Wissenschaftler:innen und Kulturschaffende. Mir ist wiederum aufgefallen, dass die Texte im Reader ein sehr hohes sprachliches Niveau haben. F\u00fcr mich waren diese zwar sehr informativ und interessant, jedoch m\u00f6chte ich an dieser Stelle kritisieren, dass auf diese Weise ein breites Publikum nicht erreicht werden kann.<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Olivia<\/strong>: Diesen Eindruck teile ich nicht ausschlie\u00dflich, da es das Angebot gab, die Ausstellung in einfacher Sprache zu besuchen, was die Bem\u00fchungen f\u00fcr eine\u00a0 sprachliche Barrierefreiheit des HKW aufzeigt. Au\u00dferdem waren die Kunstgespr\u00e4che im Ticket enthalten und wurden in unterschiedlichen Sprachen abgehalten. An der F\u00fchrung nahm ein diverses Publikum teil: von Student:innen und Senior:innen \u00fcber Berliner:innen bis zu Tourist:innen. Zudem gab es w\u00e4hrend der gesamten Ausstellungsdauer jeden Montag kostenlosen Eintritt f\u00fcr alle Besucher:innen. So werden die Eintrittsbarrieren gesenkt und ein breiteres Spektrum an Besucher:innengruppen in die Ausstellung gebracht, was die Teilhabe an kulturellen Programmen im Haus der Kulturen der Welt f\u00f6rdert.<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><strong>Helen<\/strong>: In Bezug auf das Sprachniveau der Texte w\u00fcrde ich Pia teils zustimmen. Bevor ich die Ausstellung besucht habe, las ich mich ein wenig durch die Einf\u00fchrungstexte der Website und empfand die Sprache ebenfalls als recht anspruchsvoll und f\u00fcr manche vielleicht ein wenig \u201eabschreckend\u201c. Trotzdem \u2013 oder gerade deswegen \u2013 macht es gro\u00dfe Lust, sich vor Ort von der Ausstellung begeistern zu lassen.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 17,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 41,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">Musafiri: Von Reisenden und G\u00e4sten<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">1. M\u00e4rz 2025 bis 16. Juni 2025<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 0.6;\\\">\u00a0<\/p><p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">Haus der Kulturen der Welt<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">John-Foster-Dulles-Allee 10<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">10557 Berlin<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 0.6;\\\">\u00a0<\/p><p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">\u00d6ffnungszeiten: Mittwoch bis Montag 12-19 Uhr, Dienstag geschlossen<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">Eintritt: Erwachsene 8\u20ac, erm\u00e4\u00dfigt 5\u20ac, montags und jeden ersten Sonntag im Monat frei<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\"><a href=\\\"https:\/\/www.hkw.de\/programme\/musafiri\\\">https:\/\/www.hkw.de\/programme\/musafiri<\/a><\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 18,\r\n      \"col\": 5,\r\n      \"colspan\": 10,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 5,\r\n      \"relid\": 621,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"textAnimation\": {\r\n        \"enableTextAnimation\": false\r\n      },\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    }\r\n  ]\r\n}","phonegrid":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p7ChHw-kA","jetpack-related-posts":[{"id":331,"url":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/worldpressphoto\/","url_meta":{"origin":1276,"position":0},"title":"World Press Photo 2016, Willy-Brandt-Haus Berlin","author":"Die Redaktion","date":"3. 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