{"id":1310,"date":"2025-09-23T11:48:11","date_gmt":"2025-09-23T09:48:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/no-the-exhibition-kunstraum-kreuzberg-bethanien-copy\/"},"modified":"2025-09-23T12:08:41","modified_gmt":"2025-09-23T10:08:41","slug":"musafiri-von-reisenden-und-gaesten-haus-der-kulturen-der-welt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/musafiri-von-reisenden-und-gaesten-haus-der-kulturen-der-welt-2\/","title":{"rendered":"Musafiri: Von Reisenden und G\u00e4sten, Haus der Kulturen der Welt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_332\" style=\"width: 3226px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-332\" data-attachment-id=\"332\" data-permalink=\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/worldpressphoto\/weitzel_white_cube_2\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=3216%2C2448&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"3216,2448\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;FinePix S8000fd&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1464962608&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.7&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.011764705882353&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"weitzel_white_cube_2\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=150%2C114&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=1024%2C779&amp;ssl=1\" class=\"size-full wp-image-332\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=3216%2C2448&#038;ssl=1\" alt=\"World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin\" width=\"3216\" height=\"2448\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=3216&amp;ssl=1 3216w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=300%2C228&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=1024%2C779&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=973%2C741&amp;ssl=1 973w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=508%2C387&amp;ssl=1 508w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=2000&amp;ssl=1 2000w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=3000&amp;ssl=1 3000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-332\" class=\"wp-caption-text\">World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin<\/p><\/div>\n<p>Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. Juni die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Presse Awards im Willy-Brandt-Haus in Berlin anschauen m\u00f6chte, sollte sich dar\u00fcber im Klaren sein. Das was tagt\u00e4glich \u00fcber die unterschiedlichsten Informationskan\u00e4le f\u00fcr einen kurzen Moment unsere Aufmerksamkeit erh\u00e4lt, ger\u00e4t nicht einfach in Vergessenheit, sondern zeigt sich bei der World Press Ausstellung in kuratiertem Gewand und vor allem in geballter Form.<\/p>\n<p>Die sonst stark verstreuten Bildbotschaften werden hier im zweiten Stock der SPD Parteizentrale im White Cube pr\u00e4sentiert. Auf den kargen wei\u00dfen W\u00e4nden, deren Anordnung und Aufteilung im Raum jeglichem \u00e4sthetischen und gestalterischen Empfinden entbehrt, h\u00e4ngen, in acht verschiedene Kategorien aufgeteilt, die gro\u00dfformatigen Fotografien. In beinahe allen Rubriken sind Fotos von gefl\u00fcchteten, verwundeten oder toten Menschen vertreten. Polizeigewalt in den USA, Bandenkriminalit\u00e4t in Honduras, B\u00fcrgerkrieg im Sudan, \u00fcberf\u00fcllte Fl\u00fcchtlingsboote. Und das Thema Nummer eins: Der Syrienkrieg.<\/p>\n<p>Brennende Autos, zerst\u00f6rte H\u00e4user, komplett zerbombte Stra\u00dfenz\u00fcge. Alles ist Schutt und Asche, nichts scheint mehr an seinem Ort zu sein. Zwischen den Ruinen erkennt man schemenhaft eine einsame Person am Ende der H\u00e4userflucht. Nebel &#8211; verzweifelte Gesichter versuchen mit letzter Kraft verwundete Menschen aus der Gefahrenzone zu tragen \u2013 vielleicht sind sie schon l\u00e4ngst tot. Der Blick auf eine Stadt am Abend. Qualm steigt auf. Ist es die untergehende Sonne, oder eine eingeschlagene Bombe, die den Horizont erhellt, w\u00e4hrend der sternenklare Himmel unscheinbar und teilnahmslos dar\u00fcber h\u00e4ngt? Die Bilder des Fotografen Sameer al Doumy zeigen alle einen kurzen Moment w\u00e4hrend des mittlerweile f\u00fcnfj\u00e4hrigen Krieges in Syrien, hier in Douma im S\u00fcdosten des Landes. Die Momente, die hier festgehalten wurden, stellen den Krieg und seine zerst\u00f6rerische Macht in n\u00fcchterner Klarheit aus. Manchmal wirken die Szenen fast wie arrangierte Settings des Kunstfotografen Jeff Wall, der bewusst mit der Unsicherheit des Authentizit\u00e4tsgehalts von Pressefotografien und insbesondere Kriegsfotografien spielt. Hier verschwimmen die Gattungsgrenzen von Presse-und Kunstfotografie auf eindrucksvolle Weise. So liegt den Aufnahmen des aus Douma stammenden al Doumy, eine bestimmte Botschaft zu Grunde, die auf perverse Weise den Wahnsinn und gleichzeitig die \u00c4sthetik des Krieges herausstellt.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Weil ein Mensch mit westeurop\u00e4ischem Hintergrund sich jedoch meist keine Vorstellung dar\u00fcber machen kann, was er da vor sich sieht, stehen wir wie unbeteiligte Beobachter am anderen Ende der Welt und k\u00f6nnen lediglich eine \u201eVerschiebung vom dokumentarischen Sehen zum dokumentarischen F\u00fchlen\u201c wahrnehmen. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Ein Gef\u00fchl der Empathie aber auch der Hilflosigkeit wird evoziert.<\/p>\n<p>Auch die Fotografien von Abd Doumany reihen sich in dieses Gef\u00fchl der Machtlosigkeit ein. Wie in der Pressefotografie \u00fcblich, stehen neben allen ausgestellten Abbildern kurze begleitende Texte mit Informationen zur Entstehung, zum Ort und Datum, die das Bild in einen konkreten Kontext einbinden und eine Art Zeugnis- oder Beweisfunktion innehaben. Doch genau genommen ben\u00f6tigen diese Motive keine Beschriftung oder Erkl\u00e4rung. Der Mann, der den leblosen, toten, blut\u00fcberstr\u00f6mten K\u00f6rper seiner Tochter auf dem Scho\u00df liegen hat und sie mit einem fragenden Blick anschaut, als ob er nicht begreift, was da vor sich geht &#8211; dieses Bild spricht f\u00fcr sich, es bedarf keines Nachweises. In ihm spricht der Wahnsinn des Krieges auf so eindringliche und ersch\u00fctternde Weise, dass das betretende Schweigen im Ausstellungsraum fast schon zu einer Beklemmung wird. Und vielleicht ist genau deshalb der Beweis, dass es sich um authentische Abbilder des Syrienkrieges handelt, nicht notwendig. Diese Fotos scheinen uns eher wie ein Mahnmal zu sein, welches daran erinnern m\u00f6chte, dass der Krieg eine Kraft besitzt, die der Mensch nicht begreifen kann.<\/p>\n<p>Ist es also eine reale oder konstruierte Wirklichkeit, die von den dokumentarischen Bildern erzeugt wird? Glauben wir der Filmemacherin Hito Steyerl, dann ist jede scheinbare Realit\u00e4t in solchen Fotos ein Konstrukt. \u201eDie dokumentarische Form bildet demnach nicht die Realit\u00e4t ab, sondern ihren eignen Willen zur Macht.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Doch welche Macht geht von diesen Fotografien aus? Die Fotografien haben alle den Anspruch, ein m\u00f6glichst authentisches Abbild der Wirklichkeit ins Licht zu setzen. Dabei wird dem Fotografen die Rolle eines Zeugen zugeschrieben. Doch bei genauerer Betrachtung sind auch Pressefotografien nichts anderes als Moment-Inszenierungen. Es werden Wirklichkeitsbilder konstruiert, die auf komprimierte Weise einen komplexen Sachverhalt, in diesem Fall den Krieg in Syrien, in einer Fotografie f\u00fcr die Welt zug\u00e4nglich machen. Sie sollen ein Gef\u00fchl transportieren, welches uns die Grausamkeit des Krieges erahnen l\u00e4sst. Durch das subjektive Auge der Kamera wird ein Bild hervorgebracht, welches die scheinbare Realit\u00e4t von Millionen von Menschen auf die Bildschirme der Nachrichtensender, in die Foren der globalen Social-Media-Communities und auf die wei\u00dfen, kargen W\u00e4nde des Willy-Brandt-Hauses bringt.<\/p>\n<p>Brian O\u2019Doherty h\u00e4tte die H\u00e4ngung in White Cube Manier der 20er Jahre wahrscheinlich mit einem sterilen Krankenhausflur verglichen.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Und angesichts der ungl\u00fccklichen Anordnung der hochwertigen Pressefotos w\u00e4re dieser Vergleich auch angemessen. Ohne jegliche Konzeptualisierung wird auf der einen Seite \u2013 wie eben beschrieben \u2013 der Krieg in allen seinen Facetten gezeigt und an der gegen\u00fcberliegenden Fensterfront h\u00e4ngen wie zum Trotz Sport- und Naturfotografien. Die schwarz-wei\u00dfen Unterwasserbilder von Anuar Patjane Floriuk zeigen eine Tauchercrew um einen riesigen Wal schwimmend. Ein imposantes Bild. Auf den Aufnahmen von Christian Ziegler zeigt sich die Natur von ihrer kuriosesten Seite. Farbenfrohe Cham\u00e4leons in Nahaufnahme. Der Anblick der traumatisierenden Kriegsabbildungen scheint diese Themen jedoch zwangsl\u00e4ufig in den Hintergrund zu dr\u00e4ngen \u2013 so, als w\u00e4ren es belanglose Angelegenheiten, die in der World Press auch noch irgendwo untergebracht werden mussten.<\/p>\n<p>Hier liegt die T\u00fccke der Ausstellungskonzeption. Anstatt die Kategorien f\u00fcr sich sprechen zu lassen, scheinen sie miteinander zu konkurrieren. Zumindest in der konkreten Ausstellungssituation im Willy-Brandt-Haus. Denn die Wanderausstellung wird in insgesamt 45 L\u00e4ndern gezeigt. Es bleibt zu hoffen, dass an den anderen Ausstellungsorten eine gelungenere Pr\u00e4sentation der Fotografien zu sehen sein wird. Eine Pr\u00e4sentationform, die allen Rubriken ihren Platz und auch Themen, wie die Rettung von Orang-Utans in den Regenw\u00e4ldern von Sumatra oder die Synchronschwimmer aus Schweden f\u00fcr sich sprechen l\u00e4sst. Denn diese Informationen treten nicht nur in der World Press Photo Ausstellung in den Hintergrund, sondern gehen auch meistens in der Nachrichtenflut des Alltags unter. Sollten wir diesen Momenten, die auch unser Leben bestimmen, dann nicht gerade bei solch einer Ausstellung ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken? Vor allem sollten wir sie nicht mit dem Krieg konkurrieren lassen, der unsere Sinne \u00fcberfordert und keinen Platz mehr f\u00fcr andere Themen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Auf diesen Grenzgang machte schon Walter Benjamin in seiner medienkritischen Schrift \u201eDas Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit\u201c aufmerksam. F\u00fcr weitere Informationen siehe Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, in: Ders.: Illuminationen, S. 136-169, hier: 168f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Hito Steyerl (2008): Die Farbe der Wahrheit. Dokumentarismen im Kunstfeld, Wien: Turia + Kant, S. 13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Hito Steyerl (2008): Die Farbe der Wahrheit. Dokumentarismen im Kunstfeld, Wien: Turia + Kant, S. 10.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Brian O\u2019Doherty \u00fcber den White Cube: Brian O\u2019Doherty (1996): In der wei\u00dfen Zelle. Inside the White Cube\u201c Berlin: Merve.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>World Press Photo 2016<br \/>\n03. Juni \u2013 26. Juni 2016<\/p>\n<p>Willy-Brandt-Haus Berlin<br \/>\nWilhelmstra\u00dfe 140<br \/>\n10963 Berlin<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.worldpressphoto.org\/collection\/photo\/2016\">www.worldpressphoto.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. 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Tessa Mracsek<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 2,\r\n      \"col\": 3,\r\n      \"colspan\": 13,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 3,\r\n      \"relid\": 6,\r\n      \"frameOverflow\": \"\",\r\n      \"absolute_position\": false\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"text-align: center;\\\"><span style=\\\"font-size: 25px;\\\">\u201eTravelling, displacement, migration, and other shades of physical movements or psychological shifts from A to B are in fact the oldest continuums in human history, and indeed the history of all begins.\u201c<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 3,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 8,\r\n      \"frameOverflow\": \"\",\r\n      \"absolute_position\": false\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Mit diesen Worten er\u00f6ffnet die Ausstellung <em>Musafiri: Von Reisenden und G\u00e4sten<\/em> ihre vielschichtige Auseinandersetzung mit einem der zentralen Themen der Menschheitsgeschichte: dem Unterwegssein. Der Titel \u201eMusafiri\u201c, ein Wort aus dem Swahili, bedeutet so viel wie \u201eReisender\u201c oder \u201eGast\u201c und verweist auf die grundlegenden Fragen der Ausstellung \u2013 nach Mobilit\u00e4t, Migration, Gastfreundschaft und kultureller Begegnung. Gew\u00e4hlte Ausstellungsorts sind die Mrinalini Mukherjee Halle sowie verschiedene Foyers und Au\u00dfenbereiche des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin. Inhalt der Ausstellung ist eine Vielzahl von verschiedenen Exponaten von gemalten Bildern, Kurzfilmen und Skulpturen von \u00fcber 40 teilnehmenden K\u00fcnstler:innen aus aller Welt.<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Schon im Foyer entfalten herabh\u00e4ngende, farbenpr\u00e4chtige Banner eine kraftvolle Wirkung. Vorbei am Empfang f\u00fchrt der Weg in den abgedunkelten, in Magenta getauchten Ausstellungsraum, wo Licht, Klang und Farbe die Besucher:innen empfangen \u2013 wie der Auftakt einer Reise, die Zeit und Raum miteinander verwebt. Um den bewegten Charakter des Themas der Migration einzufangen, haben wir uns dazu entschlossen, die sehr umfangreiche Ausstellung in drei thematische Schwerpunkte zu unterteilen.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 4,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 21,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_1-alt-.jpg\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 5,\r\n      \"col\": 3,\r\n      \"colspan\": 6,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 3,\r\n      \"relid\": 9,\r\n      \"attid\": 1312,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_1-alt-.jpg\",\r\n        \"_1920\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_1-alt--1920x1280.jpg\",\r\n        \"_1280\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_1-alt--1280x853.jpg\",\r\n        \"_1024\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_1-alt--1024x682.jpg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_1-alt--768x512.jpg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_1-alt--512x341.jpg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_1-alt--265x177.jpg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 2000,\r\n      \"h\": 1333,\r\n      \"ar\": 0.6665,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\",\r\n      \"caption\": \"<p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 10px;\\\">Titelbild des Ausstellungsf\u00fchrers Visual: Yukiko\u00a0Pressebild. Quelle: HKW, abgerufen am 24.07.2025.<\/span><\/p>\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_2.jpg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 5,\r\n      \"col\": 11,\r\n      \"colspan\": 6,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 11,\r\n      \"attid\": 1313,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_2.jpg\",\r\n        \"_1920\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_2-1920x1280.jpg\",\r\n        \"_1280\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_2-1280x853.jpg\",\r\n        \"_1024\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_2-1024x682.jpg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_2-768x512.jpg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_2-512x341.jpg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_2-265x177.jpg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 2000,\r\n      \"h\": 1333,\r\n      \"ar\": 0.6665,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"caption\": \"<p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 10px;\\\">Installationsansicht der Ausstellung <em>Musafiri: Of Travellers and Guests<\/em>, Haus der Kulturen der Welt (HKW), 2025. Foto: Hanna\u202fWiedemann (HKW). Pressebild. Quelle: HKW, abgerufen am 24.07.2025.<\/span><\/p>\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px; letter-spacing: 0.1em;\\\">1) Ursachen von Migration\u00a0<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 6,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 12,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 14,\r\n      \"absolute_position\": false\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Bei dem ersten ausgew\u00e4hlten Objekt im Kontext der Ursachen von Migration handelt es sich um ein Gem\u00e4lde der K\u00fcnstlerin Monilola Olayemi Ilupeju aus dem Jahr 2024 mit dem Titel <em>Dust floating above my head like gnats in a daze<\/em>. Der Titel l\u00e4sst sich sinngem\u00e4\u00df mit \u201eStaub tanzt \u00fcber meinem Kopf wie benommene M\u00fccken\u201c ins Deutsche \u00fcbersetzen.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 7,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 16,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_3.jpeg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 8,\r\n      \"col\": 5,\r\n      \"colspan\": 8,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 5,\r\n      \"relid\": 18,\r\n      \"attid\": 1314,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_3.jpeg\",\r\n        \"_2560\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_3-2560x3413.jpeg\",\r\n        \"_1920\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_3-1920x2560.jpeg\",\r\n        \"_1280\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_3-1280x1707.jpeg\",\r\n        \"_1024\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_3-1024x1365.jpeg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_3-768x1024.jpeg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_3-512x683.jpeg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_3-265x353.jpeg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 3024,\r\n      \"h\": 4032,\r\n      \"ar\": 1.3333333333333333,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"caption\": \"<p style=\\\"margin: 0cm; line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"color: black; font-size: 10px;\\\">Fotografie des Werkes von Monilola Olayemi Ilupeju, das im Rahmen der Ausstellung zu sehen war (eigene Aufnahme, 2025).<\/span><\/p><p style=\\\"margin: 0cm; line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"color: black; font-size: 10px;\\\">\u00a0<\/span><\/p>\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Das Gem\u00e4lde ist Teil einer Werkserie und zeigt geschlossene Mohnblumen. Es thematisiert auf vielschichtige Weise die doppelte Bedeutung des Mohns: einerseits als \u00e4sthetisch ansprechende und medizinisch genutzte Pflanze, andererseits als global gehandelte Ware, die in politische und \u00f6konomische Konflikte verstrickt ist. Das Werk verkn\u00fcpft pers\u00f6nliche und globale Perspektiven auf Migration und Handel und l\u00e4dt dazu ein, \u00fcber die Ambivalenz von Naturprodukten sowie deren politische und soziale Instrumentalisierung im Kontext von Identit\u00e4t nachzudenken.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 9,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 5,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px; letter-spacing: 0.1em;\\\">2) Reise<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 10,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 6,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 20,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Dass nicht nur die Ursachen oder der Ausgangspunkt f\u00fcr die Migration, sondern auch das Reisen selbst oft von Konflikten und Unsicherheit gepr\u00e4gt sind, zeigt das n\u00e4chste Ausstellungsst\u00fcck der \u201eMusafiri\u201c. Hierbei ist die gew\u00e4hlte Art der Darstellung ein 20-min\u00fctiger Kurzfilm von Roy Dip \u2013 <em>Mondial 2010<\/em>, der im Jahr 2014 ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 11,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 23,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_4.jpeg\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 12,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 6,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 24,\r\n      \"attid\": 1315,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_4.jpeg\",\r\n        \"_2560\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_4-2560x3413.jpeg\",\r\n        \"_1920\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_4-1920x2560.jpeg\",\r\n        \"_1280\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_4-1280x1707.jpeg\",\r\n        \"_1024\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_4-1024x1365.jpeg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_4-768x1024.jpeg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_4-512x683.jpeg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_4-265x353.jpeg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 3024,\r\n      \"h\": 4032,\r\n      \"ar\": 1.3333333333333333,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"caption\": \"<p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 10px;\\\">Fotografie der Kurzfilminzinierung von Roy Dip: <em>Mondial 2010 <\/em>(eigene Aufnahme, 2025).<\/span><\/p>\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">In diesem Film begleiten wir ein homosexuelles Paar auf seiner Reise von Beirut nach Ramallah. Die beiden halten ihre Gespr\u00e4che mit einer Handkamera fest, ohne sich selbst dabei ein einziges Mal zu zeigen. Das verursacht unterschiedliche Wirkungen \u2013 viele der Gespr\u00e4che zwischen den beiden drehen sich darum, ihren Status als homosexuelles Paar geheim zu halten, um Homophobie, m\u00f6gliche Ausgrenzung und Konflikte durch ihre sexuelle Orientierung zu vermeiden. Dabei setzen sie sich gegenseitig Grenzen, um ihre Zuneigung zu zeigen. In diesem Sinne sind sie auch hinter der Kamera nicht sichtbar, da sie ihre Identit\u00e4t nicht authentisch ausleben k\u00f6nnen und sich in diesem Zusammenhang eben nicht nur \u201evor\u201c der Kamera, sondern auch im realen Leben verstecken m\u00fcssen. Jedoch sind die Grenzen, denen sie in ihrer Identit\u00e4t ausgesetzt sind, nicht die einzigen, die das Video pr\u00e4gen. Auch die Grenzen, die zwischen Beirut und Ramallah verlaufen, sind von gro\u00dfer Bedeutsamkeit. Zwischen den Kontrollpunkten der israelischen Besatzung und den pal\u00e4stinensischen Demonstrant:innen, die sich gegen israelische Soldat:innen auflehnen, ist ihre Reise von Stadt zu Stadt von sehr vielen Konflikten gepr\u00e4gt. Zeitgleich zu ihrer Reise findet die Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft statt, welche paradoxerweise die unterschiedlichsten Nationen zusammenbringen soll.<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 12,\r\n      \"col\": 9,\r\n      \"colspan\": 10,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 40,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Dieser Film arbeitet verkn\u00fcpfend mit Themen wie Reise, Flucht oder Sexualit\u00e4t und schafft somit eine ad\u00e4quate Darstellung im Bezug zu Reisen und Migration. Die Reise von einem Herkunftsland zu einem anderen Land ist mit vielen Grenzen verbunden, die es zu \u00fcberwinden gilt. Oftmals wird in diesem Prozess die eigene Identit\u00e4t in Frage gestellt, vielleicht wird man sogar dazu gezwungen, diese aufzugeben, wenn man im neuen Land \u201eankommen\u201c will. In vielen F\u00e4llen sterben Menschen bei dem Versuch, Grenzen zu \u00fcberqueren \u2013 w\u00e4hrend im Kontext von Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen mit Zusammenhalt und Freundschaft geprahlt wird.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 13,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 33,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px; letter-spacing: 0.1em;\\\">\u00a0<\/span><span style=\\\"font-size: 20px; letter-spacing: 0.1em;\\\">3) Ankommen<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 14,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 8,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 26,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Die Menschen, die es geschafft haben, Grenzen zu \u00fcberqueren, stehen nun vor einer unsicheren Zukunft \u2013 werden sie ankommen? Wenn ja, welches Leben erwartet sie? Werden sie es schaffen, Arbeit und eine Community zu finden, ein fester Teil der Gesellschaft zu werden?\u00a0Nachdem Besucher:innen in den Saal eintreten und die lange Rampe wie eine Br\u00fccke vom erh\u00f6hten Eingang hinuntergehen, um sich auf die Reise in die Ausstellung begeben, werden sie von folgendem Exponat begr\u00fc\u00dft: Mittig im Saal angeordnet, pr\u00e4sent und irgendwie auch der Knotenpunkt der Ausstellung, repr\u00e4sentiert es das Leben und das Ankommen von Migrant:innen: eine Sammlung von 14 Fotografien aus verschiedenen Jahren, die den Alltag von vietnamesischen Menschen, die in die USA eingewandert sind, dokumentieren. Genauer genommen handelt es sich um geliebte Menschen des Fotografen \u2013 Ocean Vuong. Ocean Vuong wurde in Vietnam geboren und zog im Alter von zwei Jahren mit seiner Familie in die USA, wo er bis heute lebt. Als Schriftsteller greift er in seinen B\u00fcchern seine Erfahrungen und seine Herkunft auf und besch\u00e4ftigt sich mit Themen wie \u201eKlasse, Sexualit\u00e4t, Migration und geopolitische[n] Ereignisse[n]\u201c, wie im Ausstellungsf\u00fchrer zu lesen ist. \u00c4hnlich wie seine B\u00fccher erz\u00e4hlt auch seine Fotografie-Sammlung eine Geschichte. Die Bilder h\u00e4ufig rund um die Feierlichkeiten zum 4. Juli. Eine H\u00e4lfte der Fotos zeigt Momentaufnahmen aus dem Nagelstudio von Vuongs Mutter, die andere H\u00e4lfte besteht aus Bildern seines Bruders Nicky.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 15,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 29,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_5.jpg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 16,\r\n      \"col\": 7,\r\n      \"colspan\": 5,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 7,\r\n      \"relid\": 31,\r\n      \"attid\": 1316,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_5.jpg\",\r\n        \"_1920\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_5-1920x2868.jpg\",\r\n        \"_1280\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_5-1280x1912.jpg\",\r\n        \"_1024\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_5-1024x1530.jpg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_5-768x1147.jpg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_5-512x765.jpg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sperling_Mracsek_5-265x396.jpg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 2491,\r\n      \"h\": 3721,\r\n      \"ar\": 1.4937775993576876,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"caption\": \"<p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 10px;\\\">Ocean Vuong, Phuong and Mom (1) (2009), Archival Pigment Print auf Canson Platine Fiber Paper, ~21\\\" x 31.5\\\". Courtesy Ocean Vuong Pressebild. Quelle: HKW, abgerufen am 24.07.2025.<\/span><\/p>\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Im Kontext des US-amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitstags verbindet diese Fotografie-Sammlung die Themen Identit\u00e4t, Migration und Familie miteinander und symbolisiert ein Oxymoron: Selbst am Tag der Unabh\u00e4ngigkeit sind die USA abh\u00e4ngig von bestimmten Dienstleistungen wie denen, die im Nagelstudio von Vuongs Mutter angeboten werden. Die Fotografie des Nagelstudios bildet den Mittelpunkt in Vuongs Werk. Es verbindet alle der vorab genannten Themen und verk\u00f6rpert die Essenz vom allt\u00e4glichen Leben vietnamesische:r Migrant:innen \u2013 die stereotype und oft mit Vorurteilen behaftete Arbeit in einem Nagelstudio, dessen Arbeitskraft jedoch verlangt wird, sowie die Bedeutung von Familie und Generation, welche die Identit\u00e4t pr\u00e4gen.<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Das Thema Migration wird in der Ausstellung <em>Musafiri<\/em> eindrucksvoll und vielschichtig pr\u00e4sentiert \u2013 lebendig, farbenfroh und zugleich von schmerzhafter Tiefe gepr\u00e4gt. Die gro\u00dfe Vielfalt und Dichte der Objekte l\u00e4dt zu einer intensiven Auseinandersetzung ein, wirkt dabei aber teilweise un\u00fcbersichtlich, zumal ein klarer thematischer Fokus oder eine F\u00fchrung nicht vorgegeben sind. Die Ausstellung richtet sich in erster Linie an Personen mit eigener Migrationserfahrung sowie an interessierte Besucher:innen, die sich mit Fragen von Identit\u00e4t, Zugeh\u00f6rigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe auseinandersetzen m\u00f6chten. Im Mittelpunkt steht dabei weniger ein klassisch aufkl\u00e4rerischer Anspruch im Sinne einer externen Wissensvermittlung, sondern vielmehr die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die K\u00fcnstler:innen, ihre eigenen Erfahrungen, Perspektiven und Identit\u00e4ten sichtbar zu machen und zur Diskussion zu stellen. Dadurch hebt sich die Ausstellung in ihrer inhaltlichen und kuratorischen Ausrichtung deutlich von vergleichbaren migrationsbezogenen Inszenierungen ab, die h\u00e4ufig einer eurozentrischen Perspektive folgen und dabei oft bewusst oder unbewusst koloniale Strukturen der Aneignung und Fremdzuschreibung reproduzieren. Diese Ausstellung kommt dem Bem\u00fchen nach, eine Welt zu erm\u00f6glichen, in der Reisende ankommen k\u00f6nnen und als G\u00e4ste empfangen werden, und formuliert ein dringendes Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Anerkennung und Bekr\u00e4ftigung der polyphonen Welten all derer, die sich von den Orten ihrer Herkunft gel\u00f6st und auf den Weg gemacht haben.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 17,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 35,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><strong><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Weiterf\u00fchrend f\u00fcr Interessierte:\u00a0<\/span><\/strong><\/p><p><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Kuratorisches Essay von Cosmin Costina\u0219: <\/span><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><a href=\\\"https:\/\/www.hkw.de\/programme\/musafiri\/musafiri-curatorial-essay\\\">https:\/\/www.hkw.de\/programme\/musafiri\/musafiri-curatorial-essay<\/a><\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 18,\r\n      \"col\": 2,\r\n      \"colspan\": 17,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 2,\r\n      \"relid\": 37,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">Musafiri: Von Reisenden und G\u00e4sten<\/span><br \/><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">8.\u202fM\u00e4rz\u202f2025 bis 16.\u202fJuni\u202f2025<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">Haus der Kulturen der Welt (HKW)<\/span><br \/><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">John\u2011Foster\u2011Dulles\u2011Allee\u202f10<\/span><br \/><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">10557\u202fBerlin <\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">\u00d6ffnungszeiten: Mi \u2013 Mo\u00a012:00\u201319:00 Uhr<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">Eintritt: Regul\u00e4r ca.\u202f8\u202f\u20ac, erm\u00e4\u00dfigt ca.\u202f6\u202f\u20ac (montags und an ausgew\u00e4hlten Sonntagen freier Eintritt)<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 0.6;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\"><a href=\\\"https:\/\/www.hkw.de\\\">https:\/\/www.hkw.de<\/a><\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 19,\r\n      \"col\": 5,\r\n      \"colspan\": 10,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 5,\r\n      \"relid\": 621,\r\n      \"absolute_position\": false,\r\n      \"textAnimation\": {\r\n        \"enableTextAnimation\": false\r\n      },\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    }\r\n  ]\r\n}","phonegrid":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p7ChHw-l8","jetpack-related-posts":[{"id":331,"url":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/worldpressphoto\/","url_meta":{"origin":1310,"position":0},"title":"World Press Photo 2016, Willy-Brandt-Haus Berlin","author":"Die Redaktion","date":"3. 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