{"id":772,"date":"2016-07-19T21:01:18","date_gmt":"2016-07-19T19:01:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/worldpressphoto-2\/"},"modified":"2025-07-17T11:26:27","modified_gmt":"2025-07-17T09:26:27","slug":"resetmodernity","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/resetmodernity\/","title":{"rendered":"Reset Modernity, ZKM Karlsruhe"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_332\" style=\"width: 3226px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-332\" data-attachment-id=\"332\" data-permalink=\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/worldpressphoto\/weitzel_white_cube_2\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=3216%2C2448&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"3216,2448\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;FinePix S8000fd&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1464962608&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.7&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.011764705882353&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"weitzel_white_cube_2\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=150%2C114&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=1024%2C779&amp;ssl=1\" class=\"size-full wp-image-332\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=3216%2C2448&#038;ssl=1\" alt=\"World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin\" width=\"3216\" height=\"2448\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=3216&amp;ssl=1 3216w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=300%2C228&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=1024%2C779&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=973%2C741&amp;ssl=1 973w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=508%2C387&amp;ssl=1 508w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=2000&amp;ssl=1 2000w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=3000&amp;ssl=1 3000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-332\" class=\"wp-caption-text\">World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin<\/p><\/div>\n<p>Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. Juni die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Presse Awards im Willy-Brandt-Haus in Berlin anschauen m\u00f6chte, sollte sich dar\u00fcber im Klaren sein. Das was tagt\u00e4glich \u00fcber die unterschiedlichsten Informationskan\u00e4le f\u00fcr einen kurzen Moment unsere Aufmerksamkeit erh\u00e4lt, ger\u00e4t nicht einfach in Vergessenheit, sondern zeigt sich bei der World Press Ausstellung in kuratiertem Gewand und vor allem in geballter Form.<\/p>\n<p>Die sonst stark verstreuten Bildbotschaften werden hier im zweiten Stock der SPD Parteizentrale im White Cube pr\u00e4sentiert. Auf den kargen wei\u00dfen W\u00e4nden, deren Anordnung und Aufteilung im Raum jeglichem \u00e4sthetischen und gestalterischen Empfinden entbehrt, h\u00e4ngen, in acht verschiedene Kategorien aufgeteilt, die gro\u00dfformatigen Fotografien. In beinahe allen Rubriken sind Fotos von gefl\u00fcchteten, verwundeten oder toten Menschen vertreten. Polizeigewalt in den USA, Bandenkriminalit\u00e4t in Honduras, B\u00fcrgerkrieg im Sudan, \u00fcberf\u00fcllte Fl\u00fcchtlingsboote. Und das Thema Nummer eins: Der Syrienkrieg.<\/p>\n<p>Brennende Autos, zerst\u00f6rte H\u00e4user, komplett zerbombte Stra\u00dfenz\u00fcge. Alles ist Schutt und Asche, nichts scheint mehr an seinem Ort zu sein. Zwischen den Ruinen erkennt man schemenhaft eine einsame Person am Ende der H\u00e4userflucht. Nebel &#8211; verzweifelte Gesichter versuchen mit letzter Kraft verwundete Menschen aus der Gefahrenzone zu tragen \u2013 vielleicht sind sie schon l\u00e4ngst tot. Der Blick auf eine Stadt am Abend. Qualm steigt auf. Ist es die untergehende Sonne, oder eine eingeschlagene Bombe, die den Horizont erhellt, w\u00e4hrend der sternenklare Himmel unscheinbar und teilnahmslos dar\u00fcber h\u00e4ngt? Die Bilder des Fotografen Sameer al Doumy zeigen alle einen kurzen Moment w\u00e4hrend des mittlerweile f\u00fcnfj\u00e4hrigen Krieges in Syrien, hier in Douma im S\u00fcdosten des Landes. Die Momente, die hier festgehalten wurden, stellen den Krieg und seine zerst\u00f6rerische Macht in n\u00fcchterner Klarheit aus. Manchmal wirken die Szenen fast wie arrangierte Settings des Kunstfotografen Jeff Wall, der bewusst mit der Unsicherheit des Authentizit\u00e4tsgehalts von Pressefotografien und insbesondere Kriegsfotografien spielt. Hier verschwimmen die Gattungsgrenzen von Presse-und Kunstfotografie auf eindrucksvolle Weise. So liegt den Aufnahmen des aus Douma stammenden al Doumy, eine bestimmte Botschaft zu Grunde, die auf perverse Weise den Wahnsinn und gleichzeitig die \u00c4sthetik des Krieges herausstellt.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Weil ein Mensch mit westeurop\u00e4ischem Hintergrund sich jedoch meist keine Vorstellung dar\u00fcber machen kann, was er da vor sich sieht, stehen wir wie unbeteiligte Beobachter am anderen Ende der Welt und k\u00f6nnen lediglich eine \u201eVerschiebung vom dokumentarischen Sehen zum dokumentarischen F\u00fchlen\u201c wahrnehmen. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Ein Gef\u00fchl der Empathie aber auch der Hilflosigkeit wird evoziert.<\/p>\n<p>Auch die Fotografien von Abd Doumany reihen sich in dieses Gef\u00fchl der Machtlosigkeit ein. Wie in der Pressefotografie \u00fcblich, stehen neben allen ausgestellten Abbildern kurze begleitende Texte mit Informationen zur Entstehung, zum Ort und Datum, die das Bild in einen konkreten Kontext einbinden und eine Art Zeugnis- oder Beweisfunktion innehaben. Doch genau genommen ben\u00f6tigen diese Motive keine Beschriftung oder Erkl\u00e4rung. Der Mann, der den leblosen, toten, blut\u00fcberstr\u00f6mten K\u00f6rper seiner Tochter auf dem Scho\u00df liegen hat und sie mit einem fragenden Blick anschaut, als ob er nicht begreift, was da vor sich geht &#8211; dieses Bild spricht f\u00fcr sich, es bedarf keines Nachweises. In ihm spricht der Wahnsinn des Krieges auf so eindringliche und ersch\u00fctternde Weise, dass das betretende Schweigen im Ausstellungsraum fast schon zu einer Beklemmung wird. Und vielleicht ist genau deshalb der Beweis, dass es sich um authentische Abbilder des Syrienkrieges handelt, nicht notwendig. Diese Fotos scheinen uns eher wie ein Mahnmal zu sein, welches daran erinnern m\u00f6chte, dass der Krieg eine Kraft besitzt, die der Mensch nicht begreifen kann.<\/p>\n<p>Ist es also eine reale oder konstruierte Wirklichkeit, die von den dokumentarischen Bildern erzeugt wird? Glauben wir der Filmemacherin Hito Steyerl, dann ist jede scheinbare Realit\u00e4t in solchen Fotos ein Konstrukt. \u201eDie dokumentarische Form bildet demnach nicht die Realit\u00e4t ab, sondern ihren eignen Willen zur Macht.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Doch welche Macht geht von diesen Fotografien aus? Die Fotografien haben alle den Anspruch, ein m\u00f6glichst authentisches Abbild der Wirklichkeit ins Licht zu setzen. Dabei wird dem Fotografen die Rolle eines Zeugen zugeschrieben. Doch bei genauerer Betrachtung sind auch Pressefotografien nichts anderes als Moment-Inszenierungen. Es werden Wirklichkeitsbilder konstruiert, die auf komprimierte Weise einen komplexen Sachverhalt, in diesem Fall den Krieg in Syrien, in einer Fotografie f\u00fcr die Welt zug\u00e4nglich machen. Sie sollen ein Gef\u00fchl transportieren, welches uns die Grausamkeit des Krieges erahnen l\u00e4sst. Durch das subjektive Auge der Kamera wird ein Bild hervorgebracht, welches die scheinbare Realit\u00e4t von Millionen von Menschen auf die Bildschirme der Nachrichtensender, in die Foren der globalen Social-Media-Communities und auf die wei\u00dfen, kargen W\u00e4nde des Willy-Brandt-Hauses bringt.<\/p>\n<p>Brian O\u2019Doherty h\u00e4tte die H\u00e4ngung in White Cube Manier der 20er Jahre wahrscheinlich mit einem sterilen Krankenhausflur verglichen.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Und angesichts der ungl\u00fccklichen Anordnung der hochwertigen Pressefotos w\u00e4re dieser Vergleich auch angemessen. Ohne jegliche Konzeptualisierung wird auf der einen Seite \u2013 wie eben beschrieben \u2013 der Krieg in allen seinen Facetten gezeigt und an der gegen\u00fcberliegenden Fensterfront h\u00e4ngen wie zum Trotz Sport- und Naturfotografien. Die schwarz-wei\u00dfen Unterwasserbilder von Anuar Patjane Floriuk zeigen eine Tauchercrew um einen riesigen Wal schwimmend. Ein imposantes Bild. Auf den Aufnahmen von Christian Ziegler zeigt sich die Natur von ihrer kuriosesten Seite. Farbenfrohe Cham\u00e4leons in Nahaufnahme. Der Anblick der traumatisierenden Kriegsabbildungen scheint diese Themen jedoch zwangsl\u00e4ufig in den Hintergrund zu dr\u00e4ngen \u2013 so, als w\u00e4ren es belanglose Angelegenheiten, die in der World Press auch noch irgendwo untergebracht werden mussten.<\/p>\n<p>Hier liegt die T\u00fccke der Ausstellungskonzeption. Anstatt die Kategorien f\u00fcr sich sprechen zu lassen, scheinen sie miteinander zu konkurrieren. Zumindest in der konkreten Ausstellungssituation im Willy-Brandt-Haus. Denn die Wanderausstellung wird in insgesamt 45 L\u00e4ndern gezeigt. Es bleibt zu hoffen, dass an den anderen Ausstellungsorten eine gelungenere Pr\u00e4sentation der Fotografien zu sehen sein wird. Eine Pr\u00e4sentationform, die allen Rubriken ihren Platz und auch Themen, wie die Rettung von Orang-Utans in den Regenw\u00e4ldern von Sumatra oder die Synchronschwimmer aus Schweden f\u00fcr sich sprechen l\u00e4sst. Denn diese Informationen treten nicht nur in der World Press Photo Ausstellung in den Hintergrund, sondern gehen auch meistens in der Nachrichtenflut des Alltags unter. Sollten wir diesen Momenten, die auch unser Leben bestimmen, dann nicht gerade bei solch einer Ausstellung ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken? Vor allem sollten wir sie nicht mit dem Krieg konkurrieren lassen, der unsere Sinne \u00fcberfordert und keinen Platz mehr f\u00fcr andere Themen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Auf diesen Grenzgang machte schon Walter Benjamin in seiner medienkritischen Schrift \u201eDas Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit\u201c aufmerksam. F\u00fcr weitere Informationen siehe Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, in: Ders.: Illuminationen, S. 136-169, hier: 168f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Hito Steyerl (2008): Die Farbe der Wahrheit. Dokumentarismen im Kunstfeld, Wien: Turia + Kant, S. 13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Hito Steyerl (2008): Die Farbe der Wahrheit. Dokumentarismen im Kunstfeld, Wien: Turia + Kant, S. 10.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Brian O\u2019Doherty \u00fcber den White Cube: Brian O\u2019Doherty (1996): In der wei\u00dfen Zelle. Inside the White Cube\u201c Berlin: Merve.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>World Press Photo 2016<br \/>\n03. Juni \u2013 26. Juni 2016<\/p>\n<p>Willy-Brandt-Haus Berlin<br \/>\nWilhelmstra\u00dfe 140<br \/>\n10963 Berlin<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.worldpressphoto.org\/collection\/photo\/2016\">www.worldpressphoto.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. 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Dabei nimmt sich das Kuratorenteam um Bruno Latour so sehr zur\u00fcck, dass man sich ihm verbl\u00fcfft hingibt.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Es scheint anstrengend zu werden. Geballte Information schl\u00e4gt mir im Eingang des Lichthofs entgegen. Viel lieber, als mir die n\u00f6tigen Vorinformationen zur Ausstellung von den Texttafeln zu saugen, w\u00fcrde ich die Architektur dieser riesigen Halle verstehen. Das freie Stahlskelett der Deckenkonstruktion erscheint \u00e4hnlich rau wie eine Turbinenhalle. Doch nicht wie die eine bekannte zur Perfektion des Leerraums gegl\u00e4ttete Halle \u2013 nein, hier ist es eher eine technische, den Bauprozess sichtbarmachende architektonische H\u00fclle, die nicht zuerst \u00e4sthetisch sein will. Treppen liegen offen und die W\u00e4nde der Ausstellungsgestaltung offenbaren eine R\u00fcckseite, ohne diese verstecken zu m\u00fcssen.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 3,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 8,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour.jpg\",\r\n      \"align\": \"bottom\",\r\n      \"row\": 4,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 8,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 589,\r\n      \"attid\": 773,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour.jpg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour-768x575.jpg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour-512x383.jpg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour-265x198.jpg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 908,\r\n      \"h\": 680,\r\n      \"ar\": 0.748898678414097,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour2.jpg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 4,\r\n      \"col\": 13,\r\n      \"colspan\": 4,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 5,\r\n      \"relid\": 1348,\r\n      \"attid\": 774,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour2.jpg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour2-512x684.jpg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour2-265x354.jpg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 680,\r\n      \"h\": 908,\r\n      \"ar\": 1.3352941176470587,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Die Ausstellung, die sich selbst \u201eGedankenausstellung\u201c nennt, erkl\u00e4rt zu Beginn ihr Konzept. Meidet man diese Anfangstextbausteine, verliert man den Durchblick und den Zugang. Die Ausstellung stellt eigentlich schon zu Beginn an auf die Probe, ob man in der Lage ist, sich auf etwas einzulassen. Dabei geht es nicht um die Bedingung von Vorwissen, sondern erstmal nur um das \u201eSich Einlassen\u201c auf den Moment, in dem man selbst aktiv wird. Der Ausstellungsparcours ist in sechs, als \u201eProcedures\u201c benannte Orte unterteilt, die von A-F gekennzeichnet sind. Ein \u201eField Book\u201c ersetzt Texttafeln an den Ausstellungsobjekten und bietet im Format eines Notizblocks die Informationen, die die BesucherInnen ben\u00f6tigen: Zum einen die Basisinformationen wie Titel und K\u00fcnstlerIn und zum anderen eine Notiz der Kuratoren. Darin begr\u00fcnden sie, warum sie sich daf\u00fcr entschieden haben, dieses oder jenes Objekt zu zeigen und warum es an dieser Stelle des Parcours in Erscheinung tritt. Ausgestattet mit meinem \u201eField Book\u201c f\u00fchle ich mich beladen, weil ich etwas in meinen H\u00e4nden halten muss, wo ich sonst immer Stift und leeren Notizblock habe, und zugleich befreit von den Texten an den W\u00e4nden, die ich normalerweise nicht weiterbl\u00e4ttern kann. Es f\u00fchlt sich an, als schenke mir das \u201eField Book\u201c die Freiheit, selbst die Entscheidung zu treffen, wann ich Wissen vermittelt haben will und wann ich die Anonymit\u00e4t des Objekts ohne Informationstafel durch ein Umbl\u00e4ttern bewahren kann.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 5,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 9,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour3.jpg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 6,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 5,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 2123,\r\n      \"attid\": 775,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour3.jpg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour3-768x582.jpg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour3-512x388.jpg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/latour3-265x201.jpg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 784,\r\n      \"h\": 594,\r\n      \"ar\": 0.7576530612244898,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Zum Ende einer jeden Station gibt es ein Studierzimmer in Form einer Petersburger H\u00e4ngung. Diverse Utensilien des wissenschaftlichen Arbeitens h\u00e4ngen als Forschungsangebot an der Wand. Ein Handzettel verleiht dem Environment eine wissenschaftliche G\u00fcltigkeit, da hier zu jedem Text, jedem Video, jedem Bild, jedem Zeitungsausschnitt und jeder Fotografie die jeweiligen Quellen- oder Bibliographieangaben gegeben werden. Die ZuschauerInnen bekommen in diesem Moment die M\u00f6glichkeit, in der Ausstellung vermitteltes Wissen nicht nur zu konsumieren, sondern einen eigenst\u00e4ndigen Wissenstransfer zu vollziehen. Sie k\u00f6nnen Bilder vergleichen, Aussagen auf ihre G\u00fcltigkeit \u00fcberpr\u00fcfen und Interessensgebiete abstecken. Durch die Handzettel kann die Zeitlichkeit dieses Moments verl\u00e4ngert werden. Sie sind Anregung f\u00fcr die Zeit\u00a0<em>nach<\/em>\u00a0der Ausstellung. Ein g\u00e4ngiges Prinzip des martkkonformen Museums wird somit gebrochen. Es geht nicht mehr um die Ausstellung als Ware (mit dem Eintrittsgeld als Gegenwert), sondern hier wird in die Zukunft der Besucherschaft investiert, ohne einen direkten Tauschwert zu erhalten.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 6,\r\n      \"col\": 6,\r\n      \"colspan\": 13,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 2124,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Die Texte der Kuratoren fallen auf. Es ist der Ton, der sich stark von anderen Museumstexten unterscheidet. Wo sonst belehrt und verbessert werden will, wird hier der gleichberechtigte Dialog mit den BesucherInnen gesucht:<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">\u201eWir glauben, dass\u2026\u201c<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">\u201eVielleicht sind Sie mit den von uns hier veranschaulichten Konstrasten nicht einverstanden \u2013 oder sie versp\u00fcren das Bed\u00fcrfnis, andere Beispiele hinzuzuf\u00fcgen, die sie aussagekr\u00e4ftiger finden\u201c<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">\u201eWas das anbelangt, was sich unter unseren F\u00fc\u00dfen bewegt: Wir haben keine Ahnung woraus es besteht.\u201c<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Mit Jacques Ranci\u00e8re und den Gedanken, die er in\u00a0<em>Der unwissende Lehrmeister\u00a0<\/em>formuliert, l\u00e4sst sich die Ausstellungsmethodik von\u00a0<em>Reset Modernity!<\/em>\u00a0theoretisch fassen: \u201eEs geht darum, eine Intelligenz sich selbst entdecken zu lassen.\u201c Immer werden mehrere Perspektiven aufgezeigt und die BesucherInnen angehalten, selbst Entscheidungen zu treffen, Meinungen zu \u00fcberdenken, zu wandeln. \u00c4hnlich dem unwissenden Lehrmeister, verh\u00e4lt sich die Figur des Kurators im ZKM: \u201eEr\u00a0<em>befragt<\/em>, er verlangt eine Rede, dass hei\u00dft eine Offenbarung einer Intelligenz, die sich verkannte oder sich vernachl\u00e4ssigte\u201c. Was die Ausstellung so schaffen kann, ist Mut zum Loslassen einer Gewissheit des eigenen Wissens. Durch die Installation von Fragen und Objekten will die Ausstellung Wissensstrategien f\u00fcr die stetige Differenzierung gegen\u00fcber Informationen, die das eigene Wissen bilden, vorschlagen.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Eindr\u00fccklich dabei ist beispielsweise der Versuch des K\u00fcnstlers Thomas Thwaites, einen Toaster zu bauen. Das Selbst-Bauen geht dabei soweit, dass Plastik eigenh\u00e4ndig aus \u00d6l gewonnen wird und Stahl aus Erz. Dabei beginnt die Aufmerksamkeit f\u00fcr unsere Umwelt genauer zu werden, weil man gezwungen wird, \u00fcber das eigene Lebens- und \u00d6kosystem hinauszudenken. Dekonstruiert \u2013 und somit bereit zu einer Neuanordnung \u2013 werden nicht nur Objekte, sondern auch digitales Bildmaterial. Eine Rede von Barack Obama, die er w\u00e4hrend eines Trauergottesdienstes anl\u00e4sslich eines Attentats an einer amerikanischen Schule hielt, ist hier auf Video aufgezeichnet. Ein zweiter Bildschirm zeigt die gleiche Situation aus einem zweiten Kamerablickwinkel. Ein dritter Bildschirm zeigt die Worte Obamas, versetzt sie mit rhetorischen Markierungen und geht dabei auch auf die Reaktionen Obamas, auf die ihn umgebenden Zuh\u00f6rerInnen, ein. Hier kann nicht nur eine gesetzte Seherfahrung durch eine zus\u00e4tzliche Perspektive ver\u00e4ndert werden, sondern die Sprachanalyse belegt eine Inszenierung und Planm\u00e4\u00dfigkeit der politischen Rede, die vorher noch von Spontaneit\u00e4t zeugte.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Was macht man mit dieser Erfahrung? Ist die heterogene Wahrnehmung einer Situation bereits ein \u201eReset\u201c der Moderne? Eine Erkl\u00e4rung findet sich bei dem Soziologen Hartmut Rosa, der die Zeitlichkeit der Moderne genauer betrachtet:<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><em>\u201eDenn wenn diese Diagnose richtig ist, dass n\u00e4mlich Beschleunigung (ebenso wie Autonomie) das Wesen der Moderne und (mehr noch als die Autonomie) den Modernisierungsprozess als Ganzen charakterisiert, dann kann eine politische oder \u00f6konomische Reform niemals die L\u00f6sung sein. Die Frage nach der Alternative zum Beschleunigungsregime ist dann die Frage nach einer Alternative zur Moderne. Und wer k\u00f6nnte sich anma\u00dfen sie zu beantworten? Ebendeshalb schien mir in den Schlusspassagen des Beschleunigungsbuches der Benjamin\u2019sche Griff zur Notbremse noch der plausibelste Ausweg zu sein.\u201c<\/em><\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Wenn Walter Benjamin in seinem Passagenwerk von dem Griff zur Notbremse schreibt, so denkt er dabei an die Kraft der Revolutionen. Mit\u00a0<em>Reset Modernity!<\/em>\u00a0hat Bruno Latour die Notbremse gezogen. Er tut dies nicht in Form einer Protestbewegung, sondern in Form von Gedanken: Wissenschaftlichen Entdeckungen, Anekdoten, k\u00fcnstlerischen Ideen, Experimenten und Gescheitertem. Wenn Rosa von einer \u201eAlternative zum Beschleunigungsregime\u201c spricht, dann meint er dabei auch den Moment, in dem die Technologien zwar Fortschritt schenken, zugleich aber auch Geschwindigkeit generieren. Gel\u00e4hmt durch diesen Modus der Geschwindigkeit ist unsere Wahrnehmung nicht mehr flexibel. Latours Gegenmodell im ZKM ist ein Moment des Innehaltens, den er hier als das \u201eRuhe bewahren\u201c formuliert. Der \u201eReset\u201c den die Ausstellung erprobt, kann also als ein Zur\u00fccktreten vom diffusen Angebot der Ger\u00e4te verstanden werden. Es ist der Versuch Freude am eigenst\u00e4ndigen Denken zur\u00fcckzugewinnen und sich Distanznahme zum normativen Lauf der Dinge zuzutrauen. Es ist eine Ausstellung, die Disziplinentrennung nicht kennt und sich am Dialog zwischen den Medien n\u00e4hrt. Es ist der in den Raum gestellte Dialog mit Literatur und mit den BesucherInnen, der sp\u00fcren l\u00e4sst, dass diese begleitet und dabei ernst genommen werden. Der Kurzfilm \u201eAfter\u201c von Pauline Julier verdichtet das Gef\u00fchl des Verlorenseins in der beschleunigten Zeit und die Orientierungslosigkeit im kapitalistischen M\u00f6glichkeitssystem atmosph\u00e4risch. Julier untermalt ihre Filmaufnahmen von einem Feuerwerkspektakel damit, dass sie \u00fcber das Zeitgef\u00fchl einer Generation spricht. Sie spricht vom Verlorensein \u2013 der Welt als Spektakel, die einer Party gleicht, die durch Drogen eskaliert. W\u00e4hrenddessen laufen die Filmaufnahmen immer weiter und das Feuerwerk nimmt kein Ende. Abrupt wird der Ort gewechselt und die Kamera filmt jetzt ein brennendes Haus. Die Party in der Erz\u00e4hlung findet ihr Pendant in der Realit\u00e4t. Die Gegenwart, von der Julier hier spricht, ist in einem andauernden Zustand, in dem die Kinder der Moderne \u201ehoffen, dass die Eltern zur\u00fcckkommen\u201c. Ist es die Sehnsucht nach einer Ordnung? Die Sehnsucht weg von einer polizeilichen Ordnung, hin zu strukturellen Ordnungen im Privaten, die Schutz in einer Zeit der Orientierungslosigkeit bieten sollen?<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 7,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 5,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Kritik3_BildD.jpg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 8,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 5,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 2667,\r\n      \"attid\": 526,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Kritik3_BildD.jpg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 1632,\r\n      \"h\": 1224,\r\n      \"ar\": 0.75,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Wenn der Film vom Feuerwerk zum Feuer schneidet, dann trifft sich mein letzter r\u00e4umlicher Schritt\u00a0<em>in der<\/em>\u00a0Ausstellung mit meinem ersten\u00a0<em>in die<\/em>\u00a0Ausstellung. Und dabei w\u00fcnscht man sich mehr davon \u2013 am liebsten mit gesprengten Ausstellungst\u00fcren, damit der Raum die Stadt wird, in der jeder Zugang hat zu den Ideen dieser Ausstellungsmacher. Denn sie beweisen mit diesem Ausstellungskonzept nicht nur, dass eine andere Moderne m\u00f6glich ist, die aus der bereits existierenden entstehen kann, sondern auch, dass sie ein ganz anderes \u2013 ein ganz egalit\u00e4res \u2013 Ausstellungswesen hervorbr\u00e4chte.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 8,\r\n      \"col\": 5,\r\n      \"colspan\": 14,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 2125,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Anmerkungen<\/span><br \/><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><em>Es wird die m\u00e4nnliche Form \u201eKurator\u201c sowie \u201eAusstellungsmacher\u201c genutzt, da sich das Kuratorenteam der Ausstellung, mit Bruno Latour, Martin Guinard-Terrin, Christophe Leclercq und Donato Ricci nur aus m\u00e4nnlichen Kuratoren zusammensetzt.<\/em><\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><em>Jacques Ranci\u00e8re wird zitiert nach Ebd., Der unwissende Lehrmeister. F\u00fcnf Lektionen \u00fcber die intellektuelle Emanzipation. Wien 2009, S. 41f.<\/em><\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><em>Hartmut Rosa wird zitiert nach Ebd., Kritik der Zeitverh\u00e4ltnisse. Beschleunigung und Entfremdung als Schl\u00fcsselbegriffe der Sozialkritik. In: Rahel Jaeggi, Tilo Wesche (Hg.), Was ist Kritik? Frankfurt am Main 2009, S. 33.<\/em><\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 9,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 10,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">Reset Modernity<\/span><br \/><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">16.4.-21.8.2016<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">ZKM Karlsruhe [Zentrum f\u00fcr Kunst und Medien]<\/span><br \/><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">Lorenzstra\u00dfe 19<\/span><br \/><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">76135 Karlsruhe<\/span><br \/><span style=\\\"font-size: 15px;\\\"><a href=\\\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/524\/www.zkm.de\\\">www.zkm.de<\/a><\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 10,\r\n      \"col\": 5,\r\n      \"colspan\": 9,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 5,\r\n      \"relid\": 621,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    }\r\n  ]\r\n}","phonegrid":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p7ChHw-cs","jetpack-related-posts":[{"id":331,"url":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/worldpressphoto\/","url_meta":{"origin":772,"position":0},"title":"World Press Photo 2016, Willy-Brandt-Haus Berlin","author":"Die Redaktion","date":"3. 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