{"id":818,"date":"2016-07-16T23:15:19","date_gmt":"2016-07-16T21:15:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/versammelt-euch-2\/"},"modified":"2025-07-17T11:26:33","modified_gmt":"2025-07-17T09:26:33","slug":"kolonialismus-dhm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/kolonialismus-dhm\/","title":{"rendered":"Audio-Guide Kolonialismus im Kasten?, Deutsches Historisches Museum"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_332\" style=\"width: 3226px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-332\" data-attachment-id=\"332\" data-permalink=\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/worldpressphoto\/weitzel_white_cube_2\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=3216%2C2448&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"3216,2448\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;FinePix S8000fd&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1464962608&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.7&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.011764705882353&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"weitzel_white_cube_2\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=150%2C114&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?fit=1024%2C779&amp;ssl=1\" class=\"size-full wp-image-332\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=3216%2C2448&#038;ssl=1\" alt=\"World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin\" width=\"3216\" height=\"2448\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=3216&amp;ssl=1 3216w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=300%2C228&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=1024%2C779&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=973%2C741&amp;ssl=1 973w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?resize=508%2C387&amp;ssl=1 508w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=2000&amp;ssl=1 2000w, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/weitzel_white_cube_2.jpg?w=3000&amp;ssl=1 3000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-332\" class=\"wp-caption-text\">World Press Ausstellung 2016 im Willy-Brandt-Haus Berlin<\/p><\/div>\n<p>Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. Juni die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Presse Awards im Willy-Brandt-Haus in Berlin anschauen m\u00f6chte, sollte sich dar\u00fcber im Klaren sein. Das was tagt\u00e4glich \u00fcber die unterschiedlichsten Informationskan\u00e4le f\u00fcr einen kurzen Moment unsere Aufmerksamkeit erh\u00e4lt, ger\u00e4t nicht einfach in Vergessenheit, sondern zeigt sich bei der World Press Ausstellung in kuratiertem Gewand und vor allem in geballter Form.<\/p>\n<p>Die sonst stark verstreuten Bildbotschaften werden hier im zweiten Stock der SPD Parteizentrale im White Cube pr\u00e4sentiert. Auf den kargen wei\u00dfen W\u00e4nden, deren Anordnung und Aufteilung im Raum jeglichem \u00e4sthetischen und gestalterischen Empfinden entbehrt, h\u00e4ngen, in acht verschiedene Kategorien aufgeteilt, die gro\u00dfformatigen Fotografien. In beinahe allen Rubriken sind Fotos von gefl\u00fcchteten, verwundeten oder toten Menschen vertreten. Polizeigewalt in den USA, Bandenkriminalit\u00e4t in Honduras, B\u00fcrgerkrieg im Sudan, \u00fcberf\u00fcllte Fl\u00fcchtlingsboote. Und das Thema Nummer eins: Der Syrienkrieg.<\/p>\n<p>Brennende Autos, zerst\u00f6rte H\u00e4user, komplett zerbombte Stra\u00dfenz\u00fcge. Alles ist Schutt und Asche, nichts scheint mehr an seinem Ort zu sein. Zwischen den Ruinen erkennt man schemenhaft eine einsame Person am Ende der H\u00e4userflucht. Nebel &#8211; verzweifelte Gesichter versuchen mit letzter Kraft verwundete Menschen aus der Gefahrenzone zu tragen \u2013 vielleicht sind sie schon l\u00e4ngst tot. Der Blick auf eine Stadt am Abend. Qualm steigt auf. Ist es die untergehende Sonne, oder eine eingeschlagene Bombe, die den Horizont erhellt, w\u00e4hrend der sternenklare Himmel unscheinbar und teilnahmslos dar\u00fcber h\u00e4ngt? Die Bilder des Fotografen Sameer al Doumy zeigen alle einen kurzen Moment w\u00e4hrend des mittlerweile f\u00fcnfj\u00e4hrigen Krieges in Syrien, hier in Douma im S\u00fcdosten des Landes. Die Momente, die hier festgehalten wurden, stellen den Krieg und seine zerst\u00f6rerische Macht in n\u00fcchterner Klarheit aus. Manchmal wirken die Szenen fast wie arrangierte Settings des Kunstfotografen Jeff Wall, der bewusst mit der Unsicherheit des Authentizit\u00e4tsgehalts von Pressefotografien und insbesondere Kriegsfotografien spielt. Hier verschwimmen die Gattungsgrenzen von Presse-und Kunstfotografie auf eindrucksvolle Weise. So liegt den Aufnahmen des aus Douma stammenden al Doumy, eine bestimmte Botschaft zu Grunde, die auf perverse Weise den Wahnsinn und gleichzeitig die \u00c4sthetik des Krieges herausstellt.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Weil ein Mensch mit westeurop\u00e4ischem Hintergrund sich jedoch meist keine Vorstellung dar\u00fcber machen kann, was er da vor sich sieht, stehen wir wie unbeteiligte Beobachter am anderen Ende der Welt und k\u00f6nnen lediglich eine \u201eVerschiebung vom dokumentarischen Sehen zum dokumentarischen F\u00fchlen\u201c wahrnehmen. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Ein Gef\u00fchl der Empathie aber auch der Hilflosigkeit wird evoziert.<\/p>\n<p>Auch die Fotografien von Abd Doumany reihen sich in dieses Gef\u00fchl der Machtlosigkeit ein. Wie in der Pressefotografie \u00fcblich, stehen neben allen ausgestellten Abbildern kurze begleitende Texte mit Informationen zur Entstehung, zum Ort und Datum, die das Bild in einen konkreten Kontext einbinden und eine Art Zeugnis- oder Beweisfunktion innehaben. Doch genau genommen ben\u00f6tigen diese Motive keine Beschriftung oder Erkl\u00e4rung. Der Mann, der den leblosen, toten, blut\u00fcberstr\u00f6mten K\u00f6rper seiner Tochter auf dem Scho\u00df liegen hat und sie mit einem fragenden Blick anschaut, als ob er nicht begreift, was da vor sich geht &#8211; dieses Bild spricht f\u00fcr sich, es bedarf keines Nachweises. In ihm spricht der Wahnsinn des Krieges auf so eindringliche und ersch\u00fctternde Weise, dass das betretende Schweigen im Ausstellungsraum fast schon zu einer Beklemmung wird. Und vielleicht ist genau deshalb der Beweis, dass es sich um authentische Abbilder des Syrienkrieges handelt, nicht notwendig. Diese Fotos scheinen uns eher wie ein Mahnmal zu sein, welches daran erinnern m\u00f6chte, dass der Krieg eine Kraft besitzt, die der Mensch nicht begreifen kann.<\/p>\n<p>Ist es also eine reale oder konstruierte Wirklichkeit, die von den dokumentarischen Bildern erzeugt wird? Glauben wir der Filmemacherin Hito Steyerl, dann ist jede scheinbare Realit\u00e4t in solchen Fotos ein Konstrukt. \u201eDie dokumentarische Form bildet demnach nicht die Realit\u00e4t ab, sondern ihren eignen Willen zur Macht.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Doch welche Macht geht von diesen Fotografien aus? Die Fotografien haben alle den Anspruch, ein m\u00f6glichst authentisches Abbild der Wirklichkeit ins Licht zu setzen. Dabei wird dem Fotografen die Rolle eines Zeugen zugeschrieben. Doch bei genauerer Betrachtung sind auch Pressefotografien nichts anderes als Moment-Inszenierungen. Es werden Wirklichkeitsbilder konstruiert, die auf komprimierte Weise einen komplexen Sachverhalt, in diesem Fall den Krieg in Syrien, in einer Fotografie f\u00fcr die Welt zug\u00e4nglich machen. Sie sollen ein Gef\u00fchl transportieren, welches uns die Grausamkeit des Krieges erahnen l\u00e4sst. Durch das subjektive Auge der Kamera wird ein Bild hervorgebracht, welches die scheinbare Realit\u00e4t von Millionen von Menschen auf die Bildschirme der Nachrichtensender, in die Foren der globalen Social-Media-Communities und auf die wei\u00dfen, kargen W\u00e4nde des Willy-Brandt-Hauses bringt.<\/p>\n<p>Brian O\u2019Doherty h\u00e4tte die H\u00e4ngung in White Cube Manier der 20er Jahre wahrscheinlich mit einem sterilen Krankenhausflur verglichen.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Und angesichts der ungl\u00fccklichen Anordnung der hochwertigen Pressefotos w\u00e4re dieser Vergleich auch angemessen. Ohne jegliche Konzeptualisierung wird auf der einen Seite \u2013 wie eben beschrieben \u2013 der Krieg in allen seinen Facetten gezeigt und an der gegen\u00fcberliegenden Fensterfront h\u00e4ngen wie zum Trotz Sport- und Naturfotografien. Die schwarz-wei\u00dfen Unterwasserbilder von Anuar Patjane Floriuk zeigen eine Tauchercrew um einen riesigen Wal schwimmend. Ein imposantes Bild. Auf den Aufnahmen von Christian Ziegler zeigt sich die Natur von ihrer kuriosesten Seite. Farbenfrohe Cham\u00e4leons in Nahaufnahme. Der Anblick der traumatisierenden Kriegsabbildungen scheint diese Themen jedoch zwangsl\u00e4ufig in den Hintergrund zu dr\u00e4ngen \u2013 so, als w\u00e4ren es belanglose Angelegenheiten, die in der World Press auch noch irgendwo untergebracht werden mussten.<\/p>\n<p>Hier liegt die T\u00fccke der Ausstellungskonzeption. Anstatt die Kategorien f\u00fcr sich sprechen zu lassen, scheinen sie miteinander zu konkurrieren. Zumindest in der konkreten Ausstellungssituation im Willy-Brandt-Haus. Denn die Wanderausstellung wird in insgesamt 45 L\u00e4ndern gezeigt. Es bleibt zu hoffen, dass an den anderen Ausstellungsorten eine gelungenere Pr\u00e4sentation der Fotografien zu sehen sein wird. Eine Pr\u00e4sentationform, die allen Rubriken ihren Platz und auch Themen, wie die Rettung von Orang-Utans in den Regenw\u00e4ldern von Sumatra oder die Synchronschwimmer aus Schweden f\u00fcr sich sprechen l\u00e4sst. Denn diese Informationen treten nicht nur in der World Press Photo Ausstellung in den Hintergrund, sondern gehen auch meistens in der Nachrichtenflut des Alltags unter. Sollten wir diesen Momenten, die auch unser Leben bestimmen, dann nicht gerade bei solch einer Ausstellung ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken? Vor allem sollten wir sie nicht mit dem Krieg konkurrieren lassen, der unsere Sinne \u00fcberfordert und keinen Platz mehr f\u00fcr andere Themen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Auf diesen Grenzgang machte schon Walter Benjamin in seiner medienkritischen Schrift \u201eDas Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit\u201c aufmerksam. F\u00fcr weitere Informationen siehe Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, in: Ders.: Illuminationen, S. 136-169, hier: 168f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Hito Steyerl (2008): Die Farbe der Wahrheit. Dokumentarismen im Kunstfeld, Wien: Turia + Kant, S. 13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Hito Steyerl (2008): Die Farbe der Wahrheit. Dokumentarismen im Kunstfeld, Wien: Turia + Kant, S. 10.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Brian O\u2019Doherty \u00fcber den White Cube: Brian O\u2019Doherty (1996): In der wei\u00dfen Zelle. Inside the White Cube\u201c Berlin: Merve.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>World Press Photo 2016<br \/>\n03. Juni \u2013 26. Juni 2016<\/p>\n<p>Willy-Brandt-Haus Berlin<br \/>\nWilhelmstra\u00dfe 140<br \/>\n10963 Berlin<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.worldpressphoto.org\/collection\/photo\/2016\">www.worldpressphoto.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. Juni die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Presse Awards im Willy-Brandt-Haus in Berlin anschauen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":532,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[166,161,1],"tags":[],"coauthors":[],"class_list":["post-818","post","type-post","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-alle","category-dauerausstellungen","category-work"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_0197.jpg?fit=3264%2C2448&ssl=1","grid":"{\r\n  \"colCount\": 20,\r\n  \"colGutter\": 1,\r\n  \"rowGutters\": [\r\n    2,\r\n    2,\r\n    5,\r\n    2,\r\n    2,\r\n    2,\r\n    2,\r\n    5\r\n  ],\r\n  \"frameMargin\": 5,\r\n  \"leftFrameMargin\": 5,\r\n  \"rightFrameMargin\": 5,\r\n  \"topFrameMargin\": 80,\r\n  \"bottomFrameMargin\": 5,\r\n  \"rowAttrs\": [\r\n    {},\r\n    {},\r\n    {},\r\n    {},\r\n    {},\r\n    {},\r\n    {},\r\n    {},\r\n    {}\r\n  ],\r\n  \"bgColor\": \"#fbf8f8\",\r\n  \"cont\": [\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span style=\\\"font-size: 35px;\\\">Kolonialismus im Kasten?<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 0,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 620,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p>Audio-Guide <em>Kolonialismus im Kasten?<\/em> von Manuela Bauche, D\u00f6rte Lerp, Susann Lewerenz, Marie Muschalek und Kristin Weber in der Dauerausstellung des <span style=\\\"font-size: 30px;\\\">Deutschen Historischen Museums<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 1,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 7,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"text-align: left;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Leonie Schmiese<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 2,\r\n      \"col\": 3,\r\n      \"colspan\": 13,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 3,\r\n      \"relid\": 6,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Die Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums (DHM) soll einen Einblick in rund 1500 Jahre deutscher Vergangenheit erm\u00f6glichen. 7000 Ausstellungsst\u00fccke erz\u00e4hlen von geschichtlichen Abl\u00e4ufen und Ereignissen bis ins ausgehende 20. Jahrhundert. Die Deutsche Kolonialgeschichte allerdings bleibt fast unsichtbar. Dargestellt wird sie lediglich in einer halb unter der Treppe versteckten Vitrine innerhalb des Ausstellungsabschnitts zum Deutschen Kaiserreich.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 3,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 8,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_0197.jpg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 4,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 7,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 712,\r\n      \"attid\": 532,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_0197.jpg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 3264,\r\n      \"h\": 2448,\r\n      \"ar\": 0.75,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Bezogen auf diesen\u00a0<em>Kolonialkasten<\/em>\u00a0gehen f\u00fcnf Historikerinnen der Initiative\u00a0<em>Kolonialismus im Kasten?<\/em>\u00a0der Frage nach, wie genau die Geschichte des deutschen Kolonialismus \u2013 sofern \u00fcberhaupt \u2013 im DHM dargestellt wird. Der gleichnamige Audio-Guide\u00a0<em>Kolonialismus im Kasten?\u00a0<\/em>ist komplett unabh\u00e4ngig vom Museum produziert worden, l\u00e4sst sich im Internet als Podcast herunterladen und erinnert daran,\u00a0<em>dass\u00a0<\/em>Deutschland Kolonialmacht war und eine deutsche Geschichte von kolonialer Gewalt, kolonialem Rassismus und wirtschaftlicher Ausbeutung existiert. Dieser Teil der Geschichte wird allerdings fast immer ausgeblendet \u2013 eine bruchst\u00fcckhafte Darstellung, die sich auch in der Dauerausstellung des DHM wiederfindet.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 4,\r\n      \"col\": 7,\r\n      \"colspan\": 12,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 405,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Im ersten Titel des Audio-Guides hei\u00dft es: \u201eUnser Audio-Guide will drei Dinge: erstens an den deutschen Kolonialismus erinnern, zweitens im Blick haben, was das mit unserer Gegenwart zu tun hat und drittens aufmerksam machen auf die L\u00fccken in der Dauerausstellung des DHM.\u201c Die einzelnen Titel von\u00a0<em>Kolonialismus im Kasten?<\/em>\u00a0befassen sich mit der Zeit des Deutschen Kaiserreichs \u2013 also mit der Epoche, in der Deutschland Kolonien besa\u00df. Dieser Ausstellungsabschnitt befindet sich im ersten Obergeschoss des DHM. Orientiert an den Texttafeln des Museums gibt es zu ausgew\u00e4hlten Abschnitten jeweils einen gleichnamigen Audiobeitrag. Die Tour beginnt bei einer beleuchteten S\u00e4ule mit dem Titel\u00a0<em>Das Bismarck Reich 1870-1890<\/em>\u00a0und endet in dem Ausstellungsbereich, der sich mit dem Ersten Weltkrieg befasst. Die einzelnen \u201eMeilensteine\u201c, so die Eigenbezeichnung des Museums \u2013 eckige beleuchtetet Informationss\u00e4ulen \u2013 sind chronologisch aufgebaut und leiten die BesucherInnen von Epoche zu Epoche in jeweils durch Trennw\u00e4nde abgesteckte Bereiche.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 5,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 713,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Im Ausstellungsabschnitt mit dem Titel\u00a0<em>Mythos Preu\u00dfen<\/em>\u00a0befinden sich zum Beispiel verschiedene Bilder und eine verkleinerte Replik der Original-Statue des Gro\u00dfen Kurf\u00fcrsten Friedrich Wilhelm von Schl\u00fcter (1620-1688). Alle Ausstellungsst\u00fccke thematisieren also symboltr\u00e4chtige Ereignisse oder Personen der preu\u00dfisch-deutschen Geschichte. Ein Bild irritiert jedoch: Neben der Texttafel h\u00e4ngt das Gem\u00e4lde\u00a0<em>Preu\u00dfisches Liebesgl\u00fcck<\/em>\u00a0(1890) von Emil D\u00f6rstling, auf dem ein Liebespaar abgebildet ist. Eine wei\u00dfe junge Frau umarmt einen dunkelh\u00e4utigen Mann in preu\u00dfischer Uniform. Der Mann wird in der Bildunterschrift als Gustav Sabac-el-Cher vorgestellt, ein Milit\u00e4rmusiker, der 1868 in Berlin geboren wurde. Zweifelnd steht man als BesucherIn vor jenem Gem\u00e4lde und fragt sich, wie das\u00a0<em>Preu\u00dfische Liebesgl\u00fcck<\/em>\u00a0wohl im Verh\u00e4ltnis zum\u00a0<em>Preu\u00dfischen Mythos<\/em>\u00a0steht. Die kleine Texttafel liefert keine Erkl\u00e4rung zu dieser h\u00f6chst problematischen Darstellung des \u201eschwarz-wei\u00dfen\u201c Paares und das eindr\u00fcckliche Bild irritiert erst und macht dann ratlos.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 6,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 13,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 858,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_0156.jpg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 6,\r\n      \"col\": 14,\r\n      \"colspan\": 6,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 941,\r\n      \"attid\": 533,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_0156.jpg\"\r\n      },\r\n      \"w\": 3264,\r\n      \"h\": 2448,\r\n      \"ar\": 0.75,\r\n      \"alt\": \"\",\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Innerhalb des Ausstellungsbereichs\u00a0<em>Mythos Preu\u00dfen\u00a0<\/em>tr\u00e4gt das DHM selbst zu einem Mythos bei: Die Ausstellung blendet entscheidende Aspekte kolonialer Geschichte hier aus und zeichnet das Bild einer gl\u00fccklichen Liebesbeziehung, ohne die BesucherInnen \u00fcber m\u00f6gliche Hintergr\u00fcnde des ausgestellten Gem\u00e4ldes zu informieren.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Im Audio-Guide wird jedoch eine Ann\u00e4herung gewagt und so wird klar, dass die Geschichte der Familie Sabac-el-Cher eng mit der des preu\u00dfischen Herrscherhauses verbunden ist. Als Sklave kam der Vater des abgebildeten jungen Mannes an den preu\u00dfischen Hof und heiratete schlie\u00dflich eine deutsche Frau. AfrikanerInnen im Dienste des K\u00f6nigshauses \u2013 beispielsweise als MusikerInnen \u2013 dienten dazu, das Prestige und die Verbindung der jeweiligen Herrscherh\u00e4user in den als \u201eanders\u201c und fremd konstruierten \u201eOrient\u201c und dessen Kultur zu zeigen. Ohne diese Zusatzinformationen von <em>Kolonialismus im Kasten?\u00a0<\/em>wird allerdings der Eindruck eines toleranten und weltoffenen Preu\u00dfens vermittelt, wo schwarze Menschen anerkannt und integriert waren. Die Bildunterschrift verschweigt die Rassismen, denen diese Menschen t\u00e4glich ausgesetzt waren und zeichnet das Bild einer \u201eerfolgreichen Integration\u201c, ohne auf die damaligen massiven Proteste gegen\u00fcber sogenannten \u201eMischehen\u201c einzugehen.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Ein weiterer Ausstellungsabschnitt mit dem Titel\u00a0<em>Die Gesellschaft im Kaiserreich<\/em>\u00a0konzentriert sich auf Bev\u00f6lkerungs- und Wirtschaftsentwicklung zwischen 1819 und 1914. In diesem Teil lassen sich zum ersten Mal konkrete Hinweise auf die deutsche Kolonialgeschichte finden. Auf der R\u00fcckseite der ausgeleuchteten S\u00e4ule finden sich sehr klein gedruckt und versteckt zwei Tabellen, die ohne den Audio-Guide nicht aufgefallen w\u00e4ren. In der einen wird der weltweite Kolonialbesitz nach Staaten sortiert aufgef\u00fchrt, w\u00e4hrend die zweite antikoloniale Bewegung in Afrika zwischen 1881 und 1919 auflistet. Die Tabellen stehen in keinem Zusammenhang mit der Ausstellung. Sie sind ausgelagert und abgetrennt von den restlichen Geschehnissen dargestellt. Nichtsdestotrotz bilden sie in ihrer willk\u00fcrlich anmutenden Pr\u00e4sentation einen der wenigen Hinweise auf die Kolonialgeschichte im DHM \u2013 ganz so als habe der Kolonialismus nichts mit den vorher thematisierten Geschehnissen im Reichstag, der Entwicklung der Wissenschaften oder dem Aufkommen der Massenmedien zu tun.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Im Audio-Guide wird hingegen betont, dass der Kolonialismus\u00a0<em>keine<\/em>\u00a0Randnotiz des deutschen Kaiserreichs ist, sondern sich durch seine gesamte Geschichte zieht und somit grundlegend mit ihr verbunden ist. Die einzelnen Texttafeln werden von den Historikerinnen auditiv erweitert und auf die l\u00fcckenhafte oder einseitige Beschreibung und Darstellung einzelner Objekte wird hingewiesen. Zus\u00e4tzlich wird Hintergrundwissen vermittelt, beispielsweise \u00fcber den brutalen Krieg des deutschen Milit\u00e4rs gegen Herero und Nama in Deutsch-S\u00fcdwestafrika, dem heutigen Namibia. Ein Ereignis, das von der Bundesregierung in diesem Juli erstmals in einem offiziellen Dokument als V\u00f6lkermord eingestuft wurde. Innerhalb der Dauerausstellung wird au\u00dferdem die Westafrika-Konferenz, die 1885 in Berlin stattfand, an keiner Stelle thematisiert.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><em>Kolonialismus im Kasten?\u00a0<\/em>macht zus\u00e4tzlich auf die von M\u00e4nnern dominierte Geschichtsschreibung aufmerksam, die zum Beispiel in den Objektbeschreibungen vom DHM \u00fcbernommen wurde. Eine kleine Vitrine zu Frauen und der Kolonialbewegung wurde inzwischen g\u00e4nzlich aus dem Museum entfernt. Die Rolle der Frau innerhalb kolonialisierter L\u00e4nder beispielsweise in Form der Viktimisierung der \u201eunterdr\u00fcckten Anderen Frau\u201c<a href=\\\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/507\/#_ftn1\\\">[1]<\/a>\u00a0als Legitimation kolonialer Herrschaftssysteme ist genauso zentral, wie die Rolle von Frauen als kolonialisierende Akteurinnen. Die Rolle von\u00a0<em>gender\u00a0<\/em>wurde und wird zwar innerhalb der feministisch-postkolonialen Theorie thematisiert, allerdings vers\u00e4umt das DHM es komplett, diese bereits existierenden Diskussionen in die Ausstellung einzubeziehen.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Der Name des Podcasts\u00a0<em>Kolonialismus im Kasten?\u00a0<\/em>bezieht sich auf den schon erw\u00e4hnten\u00a0<em>Kolonialkasten<\/em>\u00a0\u2013 eine gro\u00dfe Glasvitrine, die sich ausdr\u00fccklich mit der deutschen Kolonialgeschichte befasst und sich halb versteckt unter einer Treppe befindet. Auf der Texttafel zu jenem Kasten lassen sich weder Einzelheiten zu den Eroberungen bestimmter Gebiete, noch zur Unterwerfung und Ausbeutung der dort lebenden Menschen finden. Der\u00a0<em>Kolonialkasten<\/em>\u00a0enth\u00e4lt ein Sammelsurium unterschiedlicher Funde, die von einem Kolonialbeamten stammen k\u00f6nnen. Neben Bildern, Kaffeedosen und einer Uniform, f\u00e4llt ein Fotoalbum auf, das das Zentrum der Vitrine bildet. Es handelt sich um das Album eines deutschen \u201eSchutztruppen\u201c-Soldaten und zeigt eine brutale Hinrichtungsszene. Diese besonders grausame schwarz-wei\u00df Fotografie wirft Fragen auf: \u201eWie geht man mit solchen Quellen in einer Ausstellung um? Was kann man zeigen? Und wie kann man es zeigen und besprechen? Wie l\u00e4sst sich der historische Zusammenhang verdeutlichen und gleichzeitig die Erinnerung und W\u00fcrde der Opfer wahren, die darauf zu sehen sind?\u201c Im Audio-Guide wird betont, dass die Verantwortlichen des DHM hier auf die reine Aussagekraft ihrer Ausstellungsobjekte vertraut haben m\u00fcssen. Gerade Fotografien gelten als genaue Abbildung dessen, was geschehen ist. Dass es sich hierbei um einen Ausschnitt handelt, der das Davor und Danach ausblendet wird nicht besprochen. Das Foto soll f\u00fcr sich stehen und als BesucherIn ist man allein gelassen mit der Abbildung einer Folterszene, ohne eine Erkl\u00e4rung, eine Analyse oder eine kritische Einordnung zu erhalten. Neben der unm\u00f6glichen Darstellung der einzelnen Objekte im\u00a0<em>Kolonialkasten\u00a0<\/em>beschr\u00e4nkt sich das Museum also auf rein deskriptive Arbeit in den Beschreibungstexten. So werden die Notizen eines Zeitzeugen, die neben die Fotografie gekritzelt wurden, als f\u00fcr sich selbst sprechend alleingelassen.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Die Sicht auf den Kolonialismus \u2013 sofern \u00fcberhaupt thematisiert \u2013 bleibt einseitig. Bei den ausgestellten Artefakten handelt es sich um Gegenst\u00e4nde aus den H\u00e4nden der Kolonisierenden, was die Kolonisierten wiederum zu Objekten macht und ihnen ihre Rolle als handlungsf\u00e4hige Subjekte abspricht. Die kurzen Begleittexte gleichen dies nicht aus, sie lassen geschichtliche Zusammenh\u00e4nge aus und setzten der Sicht der KolonialherrscherInnen keine Position entgegen. Dabei, so macht der Audio-Guide klar, lie\u00dfen sich anhand aller Ausstellungsst\u00fccke auch Gegengeschichten erz\u00e4hlen, beispielsweise vom Widerstand gegen koloniale Gewalt oder auch von den Auswirkungen der Kolonialzeit auf die deutsche Gesellschaft. Beim Besuch des DHM musste ich an die Arbeit des argentinischen Literaturwissenschaftlers Walter Mignolo denken in der verdeutlicht wird, wieso die Kolonialgeschichte in der so genannten \u201ewestlichen\u201c Welt st\u00e4ndig ausgeblendet wird: \u201eThere is a double implication: Western civilization is both the generator and the result of coloniality. That is why coloniality is the darker side of western modernity and that is why the triumphal narrative of modernity has to hide the logic of coloniality.\u201c<a href=\\\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/507\/#_ftn2\\\">[2]<\/a><\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Wenn es also eine M\u00f6glichkeit g\u00e4be, den \u201ekolonialen Blick\u201c au\u00dfer Kraft zu setzten, dann doch am ehesten innerhalb des Museums als Ort von Wissensvermittlung. Diese gro\u00dfe Chance des Museums und der Ausstellung als seinem Medium wurde vom DHM vertan. Oder in anderen Worten: Die Kunst des Ausstellens besteht darin, das \u201eUngedachte ins Denken zu ziehen, dasjenige sicht- und sp\u00fcrbar zu machen, was (\u2026) aus guten oder schlechten Gr\u00fcnden ignoriert, verdr\u00e4ngt, untergeordnet oder marginalisiert wurde.\u201c\u00a0<a href=\\\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/507\/#_ftn3\\\">[3]<\/a>\u00a0Diese von Daniel Tyradellis als \u201eproduktiv\u201c beschrieben Kraft des Museums bleibt in der Dauerausstellung aus. Auf den alten gesicherten Bahnen des Denkens erfolgt die Wissensvermittlung \u00fcber die deutsche Kolonialgeschichte im DHM, die \u2013 sofern\u00a0<em>\u00fcberhaupt<\/em>\u00a0dargestellt \u2013 unreflektiert und ausgelagert erfolgt, ohne in irgendeinen geopolitischen Kontext gesetzt zu werden.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\">Die Idee der Historikerinnen von\u00a0<em>Kolonialismus im Kasten?<\/em>\u00a0schafft dagegen \u2013 trotz der mangelhaften Darstellung des DHM \u2013 einen gelungenen und vor allem vollst\u00e4ndigen \u00dcberblick \u00fcber die deutsche Kolonialgeschichte zu vermitteln. Gleichzeitig verweist der Audio-Guide aber auf die Diskrepanz und Frage, ob ein Neudenken nur von\u00a0<em>au\u00dfen\u00a0<\/em>\u2013 in Form einer komplett unabh\u00e4ngigen Initiative \u2013 kommen und so Einzug in die Institution Museum finden kann. Die Umwandlung des Museums scheint durch ihre Beschr\u00e4nkung auf die auditive Ebene utopisch zu sein und zeigt einmal mehr die Abkopplung zwischen Forschung und Museumswissenschaft, die hier auf den Punkt gebracht wird. G\u00e4be es mehr institutionelle Verschr\u00e4nkungen, h\u00e4tte die postkoloniale Wende vielleicht schon lange Einzug ins DHM und in \u00f6ffentliche Diskurse allgemein gefunden.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\">\u00a0<\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><a href=\\\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/507\/#_ftnref1\\\">[1]<\/a>\u00a0Castro Varel, Maria do Mar und Nikita Dhawan (2009): \u201eEuropa provinzialisieren? Ja, bitte! Aber wie?\u201c. In: Femina Politica 18(2), S. 9-19.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><a href=\\\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/507\/#_ftnref2\\\">[2]<\/a>\u00a0Mignolo, Walter (2011): Border Thinking, Decolonial Cosmopolitanism and Dialogues among Civilizations. In: Maria Rovisco &amp; Magdalena Nowicka (eds.): The Ashgate Research Companion to Cosmopolitanism. Farnham: Ashgate. S. 431.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 20px;\\\"><a href=\\\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/507\/#_ftnref3\\\">[3]<\/a>\u00a0Tyradellis, Daniel (2014): M\u00fcde Museen. Oder: Wie Ausstellungen unser Denken ver\u00e4ndern k\u00f6nnten. Hamburg, S. 146.<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 7,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 18,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 1541,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">Audio-Guide \u201eKolonialismus im Kasten?\u201c von Manuela Bauche, D\u00f6rte Lerp, Susann Lewerenz, Marie Muschalek und Kristin Weber.<\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">Download umsonst unter\u00a0<a href=\\\"http:\/\/www.kolonialismusimkasten.de\/der-guide\/\\\">www.kolonialismusimkasten.de<\/a><\/span><\/p><p style=\\\"line-height: 1;\\\"><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">Dauerausstellung<\/span><br \/><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">Deutsches Historisches Museum<\/span><br \/><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">Unter den Linden 2<\/span><br \/><span style=\\\"font-size: 15px;\\\">10117 Berlin<\/span><br \/><span style=\\\"font-size: 15px;\\\"><a href=\\\"https:\/\/www.dhm.de\/\\\">www.dhm.de<\/a><\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 8,\r\n      \"col\": 5,\r\n      \"colspan\": 10,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 5,\r\n      \"relid\": 621,\r\n      \"frameOverflow\": \"\"\r\n    }\r\n  ]\r\n}","phonegrid":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p7ChHw-dc","jetpack-related-posts":[{"id":331,"url":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/worldpressphoto\/","url_meta":{"origin":818,"position":0},"title":"World Press Photo 2016, Willy-Brandt-Haus Berlin","author":"Die Redaktion","date":"3. Juli 2016","format":false,"excerpt":"Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. Juni die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Presse Awards\u2026","rel":"","context":"In &quot;2016&quot;","block_context":{"text":"2016","link":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/category\/2016\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Unbenannt.jpg?fit=908%2C690&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Unbenannt.jpg?fit=908%2C690&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Unbenannt.jpg?fit=908%2C690&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Unbenannt.jpg?fit=908%2C690&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":860,"url":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/ein-haus-fuer-mode\/","url_meta":{"origin":818,"position":1},"title":"Dauerausstellung Ein Haus f\u00fcr Kunst, Mode und Design, Kunstgewerbemuseum Berlin","author":"Die Redaktion","date":"5. Juni 2016","format":false,"excerpt":"Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. Juni die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Presse Awards\u2026","rel":"","context":"In &quot;Alle&quot;","block_context":{"text":"Alle","link":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/category\/alle\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/KGM_Kleider-der-1960er-Jahre_xl.jpeg?fit=1200%2C586&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/KGM_Kleider-der-1960er-Jahre_xl.jpeg?fit=1200%2C586&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/KGM_Kleider-der-1960er-Jahre_xl.jpeg?fit=1200%2C586&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/KGM_Kleider-der-1960er-Jahre_xl.jpeg?fit=1200%2C586&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/KGM_Kleider-der-1960er-Jahre_xl.jpeg?fit=1200%2C586&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]},{"id":964,"url":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/kunstgewerbemuseum-berlin\/","url_meta":{"origin":818,"position":2},"title":"Dauerausstellung Ein Haus f\u00fcr Kunst, Mode und Design, Kunstgewerbemuseum Berlin","author":"Die Redaktion","date":"5. Juni 2016","format":false,"excerpt":"Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. Juni die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Presse Awards\u2026","rel":"","context":"In &quot;Alle&quot;","block_context":{"text":"Alle","link":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/category\/alle\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/mode3.png?fit=775%2C582&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/mode3.png?fit=775%2C582&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/mode3.png?fit=775%2C582&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/mode3.png?fit=775%2C582&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":1209,"url":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/saurierwelt-museum-fuer-naturkunde-berlin\/","url_meta":{"origin":818,"position":3},"title":"Saurierwelt, Museum f\u00fcr Naturkunde Berlin","author":"Die Redaktion","date":"11. August 2025","format":false,"excerpt":"Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. Juni die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Presse Awards\u2026","rel":"","context":"In &quot;2025, Migration&quot;","block_context":{"text":"2025, Migration","link":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/category\/2025\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Gelhart_Titelbild.jpeg?fit=1200%2C801&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Gelhart_Titelbild.jpeg?fit=1200%2C801&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Gelhart_Titelbild.jpeg?fit=1200%2C801&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Gelhart_Titelbild.jpeg?fit=1200%2C801&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Gelhart_Titelbild.jpeg?fit=1200%2C801&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]},{"id":1066,"url":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/anna-ehrenstein-kow-galerie-berlin\/","url_meta":{"origin":818,"position":4},"title":"Anna Ehrenstein, KOW Galerie Berlin","author":"Die Redaktion","date":"16. Februar 2022","format":false,"excerpt":"Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. Juni die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Presse Awards\u2026","rel":"","context":"In &quot;2021&quot;","block_context":{"text":"2021","link":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/category\/2021\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Unbenannt.jpg?fit=540%2C791&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Unbenannt.jpg?fit=540%2C791&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Unbenannt.jpg?fit=540%2C791&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x"},"classes":[]},{"id":1054,"url":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/anna-dorothea-therbusch-gemaeldegalerie-berlin\/","url_meta":{"origin":818,"position":5},"title":"Anna Dorothea Therbusch, Gem\u00e4ldegalerie Berlin","author":"Die Redaktion","date":"8. Februar 2022","format":false,"excerpt":"Unsere Gegenwart scheint vor allem eines zu sein: gepr\u00e4gt von Krieg, Zerst\u00f6rung, Flucht, Tod und Trauer. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte und international anerkannte Wettbewerb f\u00fcr Pressefotografie zeigt dieses unverbl\u00fcmte Abbild unserer Zeit auf sehr eindringliche und radikale Weise. Wer sich noch bis zum 26. Juni die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Presse Awards\u2026","rel":"","context":"In &quot;2021&quot;","block_context":{"text":"2021","link":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/category\/2021\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/koepp.jpg?fit=721%2C959&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/koepp.jpg?fit=721%2C959&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/koepp.jpg?fit=721%2C959&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/koepp.jpg?fit=721%2C959&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/818","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=818"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/818\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-json\/wp\/v2\/media\/532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=818"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=818"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=818"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/ausstellungskritik\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}