{"id":902,"date":"2020-04-21T14:20:52","date_gmt":"2020-04-21T12:20:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/curatingthedigital\/?p=902"},"modified":"2020-07-17T13:18:03","modified_gmt":"2020-07-17T11:18:03","slug":"affordanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/curatingthedigital\/2020\/04\/21\/affordanzen\/","title":{"rendered":"Affordanzen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide\" style=\"grid-template-columns:37% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" width=\"984\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/curatingthedigital\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Affordanzen-984x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1232\" srcset=\"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/curatingthedigital\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Affordanzen-984x1024.png 984w, https:\/\/www2.hu-berlin.de\/curatingthedigital\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Affordanzen-288x300.png 288w, https:\/\/www2.hu-berlin.de\/curatingthedigital\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Affordanzen-768x799.png 768w, https:\/\/www2.hu-berlin.de\/curatingthedigital\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Affordanzen-1477x1536.png 1477w, https:\/\/www2.hu-berlin.de\/curatingthedigital\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Affordanzen-830x863.png 830w, https:\/\/www2.hu-berlin.de\/curatingthedigital\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Affordanzen-230x239.png 230w, https:\/\/www2.hu-berlin.de\/curatingthedigital\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Affordanzen-350x364.png 350w, https:\/\/www2.hu-berlin.de\/curatingthedigital\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Affordanzen-480x499.png 480w, https:\/\/www2.hu-berlin.de\/curatingthedigital\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Affordanzen.png 1689w\" sizes=\"(max-width: 984px) 100vw, 984px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Affordanzen als Begriff beschreiben die relationalen Beziehungen zwischen Gegenst\u00e4nden und deren Nutzer*innen im praktischen Gebrauch. Die Beschaffenheit eines Objekts beeinflusst die M\u00f6glichkeiten seiner Nutzung \u2013 mit einer Gabel kann man beispielsweise schlecht Suppe essen. Der praktische Gebrauch eines Objekts h\u00e4ngt gleichsam von den Eigenschaften und vom Wissen der benutzenden Personen ab. Ein Einj\u00e4hriger zum Beispiel kann in der Regel auch mit einem L\u00f6ffel weniger geschickt Suppe essen. Dazu kommt, dass das Wissen dar\u00fcber, <i>wie<\/i> und <i>wof\u00fcr<\/i> ein Gegenstand benutzt werden k\u00f6nnte oder sollte, von sozialen Konventionen und Gewohnheiten abh\u00e4ngt. Daher ist der Anblick von sich mit L\u00f6ffeln am R\u00fccken kratzenden Menschen eher selten, obwohl die Objekteigenschaften diesen Gebrauch einschlie\u00dfen. In der Digitalanthropologie ist der Begriff Affordanzen hilfreich, um das Zusammenspiel von User*innen, Technologie und Medienpraktiken zu verstehen und zu untersuchen. In digitale Medien sind vielfache Funktionen eingeschrieben, die Handlungsaufforderungen- und beschr\u00e4nkungen enthalten. Als Gegenstand erm\u00f6glicht \u2013 oder affordiert  \u2013 der Like-Button auf Facebook beispielsweise, das \u201aM\u00f6gen\u2019 von Inhalten zu signalisieren. Diese technische Funktion erm\u00f6glicht so den Ausdruck einer Emotion und ist heute wichtiger Bestandteil unserer allt\u00e4glichen Interaktionen und Kommunikation. Wie User*innen mit den Like-Button umgehen, h\u00e4ngt sowohl von ihrem Medienwissen als auch vom sozialen Kontext der Gebrauchssituation ab \u2013 das Profilfoto deines Flirtes aus dem Jahr 2010 aus Versehen zu liken w\u00e4re peinlich. Routinen und Gewohnheiten rund um das angemessene\u2019 Liken in sozialen Medien sind dabei nicht unbedingt bewusst, sondern laufen gef\u00fchlt \u201aintuitiv\u2019 ab. Die Affordanzen sind somit zwischen User*innen, Technik und Praktiken wirksam.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Affordanzen als Begriff beschreiben die relationalen Beziehungen zwischen Gegenst\u00e4nden und deren Nutzer*innen im praktischen Gebrauch. Die Beschaffenheit eines Objekts beeinflusst die M\u00f6glichkeiten seiner Nutzung \u2013 mit einer Gabel kann man beispielsweise schlecht Suppe essen. Der praktische Gebrauch eines Objekts h\u00e4ngt gleichsam von den Eigenschaften und vom Wissen der benutzenden Personen ab. 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