Forschung

Extraterritorial. Das andere Europa.

Es gibt ein Land, das auf keiner Weltkarte verzeichnet ist, ein verkanntes und fremdes Land, von einem unglaublichen, fast irrealem Ausmaß, mit ständig wechselnden Grenzen, die alle Kontinente überschreiten und alle Meere umspülen – Jiddischland.

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Esperanto

1887 wurde Unua libro, das erste Manifest für das Esperanto – auf Russisch von einem jüdischen (jiddischsprechenden) Augenarzt, der als Dr. Esperanto (Dr. „Der Hoffende“) unterschrieb – in Warschau veröffentlicht. Wenn sie auch nicht die erste Plansprache gewesen ist, so ist sie doch diejenige, die sich durchgesetzt hat. Anderes als Volapük oder Neo-Latein wurzelt das Esperanto tief in der jüdischen Tradition.

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Deutschsprachig jüdisches Exil in Lateinamerika

Zwischen 1933 und 1943 konnten etwa 100.000 zentraleuropäische, deutschsprachige Juden und Jüdinnen ihr Leben auf den Subkontinent retten. Diese Migration hat einen starken Einfluss hinterlassen, nicht nur auf das jüdische Leben im Allgemeinen, sondern auch auf die lateinamerikanische Gesellschaft.

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Jewish Central Europe

A joint research project with University of São Paulo and the Humboldt University of Berlin

The universe of the German-speaking Jews of the ancient lands of the Habsburg Monarchy and Germany was systematically obliterated from European reality, through the Shoah; through the policies of authoritarian regimes that governed this region and gravitated toward the Soviet Union after the war; as well as through the ideology that was hegemonic during the first decades of existence of the State of Israel, which demanded its citizens renounce their diasporic past in order to encourage the emergence of a new Hebrew-Israeli identity.

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