{"id":3334,"date":"2019-01-10T15:17:19","date_gmt":"2019-01-10T14:17:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/extraterritorial\/?page_id=3334"},"modified":"2022-09-13T21:16:30","modified_gmt":"2022-09-13T19:16:30","slug":"virtuelles-archiv","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/extraterritorial\/virtuelles-archiv\/","title":{"rendered":"Forschungsseminar zum deutschprachigen j\u00fcdischen Exil in Lateinamerika"},"content":{"rendered":"<p><em>Forschungsseminar am Institut f\u00fcr Kulturwissenschaft der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin im Wintersemester 2017\/2018<\/em><\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Zwischen 1933 und 1943 konnten etwa 100.000 zentraleurop\u00e4ische, deutschsprachige Juden und J\u00fcdinnen ihr Leben auf den Subkontinent retten. Diese Migration hat einen starken Eindruck hinterlassen, nicht nur auf das j\u00fcdische Leben im Allgemeinen, sondern auch auf die lateinamerikanische Gesellschaft.<\/p>\n<p>Drei Gruppen waren dabei besonders einflussreich: Psychoanalytiker_innen, K\u00fcnstler_innen und nicht zuletzt Rabbiner sowie Kantoren. Das Projektseminar er\u00f6ffnete einen Einblick in die deutsch-j\u00fcdischen Erfahrungen in Lateinamerika: vom Heine-Club der Exilierten in Mexiko \u00fcber die \u201eargentinische&#8220; Geschichte der Frankfurter Schule bishin zu der Geschichte der deutsch-j\u00fcdischen Presse und anderer kultureller \u00dcbersetzungen (wie bspw. die Gr\u00fcndung der lateinamerikanischen psychoanalytischen Gesellschaft sowie Marie Langers Kritik an der Freudschen Weiblichkeitstheorie). Oft haben Exilierte und Vertriebene, Reisende und Abenteurer_innen in der Emigration Neues hervorgebracht und nicht nur ihr eigenes Leben, sondern bedeutende Quellen und Dokumente der \u201eeurop\u00e4ischen&#8220; Kultur gerettet, die unter dem NS- Totalitarismus nicht \u00fcberlebt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>In Verbindung mit dem Prozess der \u201eEurop\u00e4isierung&#8220; oder \u00d6konomisierung Lateinamerikas, der patriarchalen Dominanz m\u00e4nnlicher Protagonisten in Gesellschaft und Geschichtsschreibung, aber auch dem Einfluss von Feministinnen und den entstandenen Allianzen im Widerstand gegen NS und Milit\u00e4rdiktaturen, l\u00e4d die Geschichte der Einwanderung dazu ein, sich dieser aus kritischer, intersektionaler, feministischer, gender- oder postkolonialtheoretischer Perspektive zu n\u00e4hern.<\/p>\n<p>Nach einer Einf\u00fchrung in die Geschichte dieser Einwanderung und des Kulturtransfers haben die Teilnehmer_innen des Projektseminars gemeinsam an dem Aufbau eines digitalen Archivs gearbeitet, das diese vergessene(n) Geschichte(n) dokumentiert und mit eigens daf\u00fcr verfassten Texten bekannt machen soll.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><span style=\"color: #008080;\">Hinweis: Aufgrund der komplexen Urheberrechtsrichtlinien kann leider die Mehrheit der Beitr\u00e4ge nicht online gestellt werden. Wir bitten um Verst\u00e4ndnis. Bei Interesse an einem bestimmten Beitrag schreiben Sie gern an: tizian.raschpichler@hu-berlin.de<br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forschungsseminar am Institut f\u00fcr Kulturwissenschaft der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin im Wintersemester 2017\/2018 Zwischen 1933 und 1943 konnten etwa 100.000 zentraleurop\u00e4ische, deutschsprachige Juden und J\u00fcdinnen ihr Leben auf den Subkontinent retten. Diese Migration hat einen starken Eindruck hinterlassen, nicht nur auf das j\u00fcdische Leben im Allgemeinen, sondern auch auf die lateinamerikanische Gesellschaft. Drei Gruppen waren dabei [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":4625,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"templates\/grid-page.php","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/extraterritorial\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3334"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/extraterritorial\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/extraterritorial\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/extraterritorial\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/extraterritorial\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3334"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/extraterritorial\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3334\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6975,"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/extraterritorial\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3334\/revisions\/6975"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/extraterritorial\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4625"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www2.hu-berlin.de\/extraterritorial\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3334"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}