Thuja occidentalis L. ‘Malonyana’

Thuja occidentalis L. ‘Malonyana’

Abend­län­di­scher Lebens­baum (Sor­te)
Fami­lie:
Cup­res­saceae — Zypes­sen­ge­wäch­se
Habi­tat:
Hei­mat der Art: atlan­ti­sches N‑Amerika
Im Arbo­re­tum seit:
1938
Koor­di­na­ten:
013.474600668 52.455458091
Lizenz:
CC BY HU
1938 kam die­ser Lebens­baum aus dem Bota­ni­schen Gar­ten und Muse­um Ber­lin-Dah­lem ins Arbo­re­tum.

Der Abend­län­di­sche Lebens­baum ist in Nord­ame­ri­ka in der Regi­on der Gro­ßen Seen und wei­ter süd­lich in den Appa­la­chen hei­misch; er wird oft in sump­fi­gen Stand­or­ten gefun­den, aber die bes­ten Bestän­de befin­den sich auf gut durch­läs­si­gen Böden. Eine jun­ge Pflan­ze, die wahr­schein­lich 1536 von Jac­ques Car­tier aus dem Sankt-Lorenz-Strom-Gebiet mit­ge­bracht wur­de, leb­te vie­le Jah­re im könig­li­chen Gar­ten von Fon­taine­bleau und muss eine der aller­ers­ten Arten Nord­ame­ri­kas gewe­sen sein, die die Alte Welt erreich­te. Als dort die ers­ten dau­er­haf­ten Sied­lun­gen gegrün­det wur­den, war er in Euro­pa, ein­schließ­lich Groß­bri­tan­ni­en, bereits weit ver­brei­tet als Arbor Vitae.

Der Abend­län­di­sche Lebens­baum kann Wuchs­hö­hen von etwa 20 Metern (in Ein­zel­fäl­len bis maxi­mal 38 Metern) errei­chen; er wächst aber sehr lang­sam.

Heut­zu­ta­ge wird der Abend­län­di­sche Lebens­baum häu­fig als zypres­sen­ähn­li­cher Baum auf Fried­hö­fen sowie als ganz­jäh­rig blick­dich­te Hecke ange­pflanzt.

Das Holz, die Zap­fen sowie die Zweig­spit­zen ent­hal­ten das äthe­ri­sche Öl Thu­jon und sind somit gif­tig. Es kann bei Kon­takt zu Rötun­gen und Juck­reiz kom­men. Nach Ver­zehr gif­ti­ger Pflan­zen­be­stand­tei­le kann es neben Schleim­haut­rei­zun­gen zu Magen-Darm-Beschwer­den mit Übel­keit, Brech­reiz, Blä­hun­gen und Durch­fall kom­men. In sel­te­nen Fäl­len wur­den Schä­den an Nie­ren und Leber sowie Krampf­an­fäl­le beob­ach­tet. Für Tie­re kann der Ver­zehr töd­lich sein.

In dem durch sei­ne Pflan­zen­schät­ze bekann­ten Park zu Mano­lya ent­stand im Jahr 1913 eine Säu­len­t­hu­ja-Art, die Thu­ja occi­den­ta­lis ‘Mal­on­ya­na’ benannt wur­de. Der Wuchs ist schlank, säu­len­för­mig und sehr fest. Selbst 5 — 6 m hohe Pflan­zen zei­gen kei­ne Nei­gung zum Aus­ein­an­der­fal­len und Kahl­wer­den.

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