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Aktuelle Texte
 

2019 / 12 / 23

This link will open a new tab "Disruptivität, Transgressivität, Monstrosität - Das Monströse als third term in den Isländersagas"
Rebecca Merkelbach

Abstract: Monster wurden seit jeher als transgressive Wesen erkannt, deren hybride Körper Dinge kombinieren, die normalerweise streng getrennt sind: Gebildet aus menschlichen und tierischen Teilen, aus Natur und Kultur, operieren diese Körper am Schnittpunkt zwischen scheinbar entgegengesetzten Kräften. Doch sind es in den Isländersagas nicht die hybriden Körper, die im Vordergrund stehen, sondern gesellschaftlich transgressive und dadurch disruptive Verhaltensweisen. Dieser Artikel nimmt als seinen Ausgangspunkt Cohens Erklärung, dass Monster ein »third term that problematizes the clash of extremes« sind. Davon ausgehend, wird zum einen eine um Monstrosität erweiterte Theorie der Figur des Dritten entwickelt, und dieser Startpunkt zum anderen mit der spezifischen Form von Monstrosität verbunden, die man in den Íslendingasögur findet, und die auf sozialer Aktion und Interaktion basiert. Schlussendlich wird darauf eingegangen, was in den Räumen lauert, die das Monster als third term problematisiert und aufbricht: Fundamentale Ängste, die das Fortbestehen der isländischen Gesellschaft bedrohen, und die ihren Ausdruck in den Monstern der Isländersagas fanden.
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  • Jahrgang 2019
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2019 / 12 / 23

This link will open a new tab "Tertium comparationis - Figuren und Strukturen des "Dritten" in der Færeyinga saga im Kontext des isländischen 13. Jahrhunderts"
Andreas Schmidt

Abstract: Der Artikel verfolgt eine Lesung der sog. Færeyinga saga auf der Basis des Konzepts des »Dritten«, das dabei helfen kann, narrative Ambiguität in der Sagaliteratur zu erhellen. In der Færeyinga saga sorgen Elemente des »Dritten« dafür, die in der Forschung bisher fokussierten Binarismen ihrer äußeren Struktur zu durchbrechen. Dichotomisch gegenüber gestellte Figuren weisen in sich Züge »dritter« Figuren wie des Tricksters oder des Mediators auf, figürliche und konzeptionelle Triaden spielen eine wichtige Rolle und die Darstellung der Saga bricht häufig mit narrativen Konventionen. In Folge dessen wird die Saga als Tertium im Kontext der Isländersagas und der isländischen Gesellschaft des 13. Jahrhunderts lesbar.
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  • Jahrgang 2019
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2019 / 12 / 23

This link will open a new tab "Troll und Mensch - Die Darstellung des "Mischlings" (blendingr) in der altisländischen Literatur"
Mathias Kruse

Abstract: Als Typus des ›Dritten‹, für den das Altisländische eine erstaunlich ausdifferenzierte Terminologie bereithält, erscheint die in zahlreichen Erzählungen auftretende Figur des »Halbriesen« (hálfrisi, hálftrǫll) und »Mischlings« (blendingr). Er tritt nicht nur in Ahnenreihen in Erscheinung, sondern prägt – als Helfer ebenso wie als Widersacher – die Handlung manch isländischer Saga, indem er als Randfigur, die zwischen Mensch und Riese steht, in Rollen schlüpft, für die seine besondere Natur ihn prädestiniert. Eine mittlere Position auf einer Skala der Devianz einnehmend, die vom normativ Menschlichen ausgehend bis hin zum »ganzen«‚ »voll ausgebildeten« Troll (aðaltrǫll; fullkomit trǫll) reicht, ist er sowohl Außenstehender als auch Teil beider Gemeinschaften, vermittelt oder entzweit.
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  • Jahrgang 2019
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2019 / 12 / 23

This link will open a new tab "Einleitung zum Themenschwerpunkt: »Figuren des Dritten« in der altnordischen Literatur"
Anita Sauckel, Jan Alexander van Nahl

Abstract: Einleitung zum Themenschwerpunkt
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  • Jahrgang 2019
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2019 / 04 / 18

This link will open a new tab "NORDEUROPAforum Editorial 2019"
Hanna Eglinger

Abstract: Von Skandinaviens Sichtbarkeit und Träumen in Tüten
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  • Jahrgang 2019
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2018 / 11 / 06

This link will open a new tab "The Narrative Uses of Toponyms in Harðar saga"
Matthias Egeler

Abstract: Der Beitrag analysiert, wie die spätmittelalterliche Harðar saga Ortsnamen als literarische Ausdrucksmittel verwendet. Dabei wird vorgeschlagen, dass Toponyme nicht nur herangezogen werden, um die Schauplätze von Elementen der Sagahandlung zu lokalisieren, sondern auch zu Zwecken der Subversion, als insbesondere in ironischer und grotesker Weise verwendete Stichwortgeber für die Entwicklung von einzelnen Episoden der Saga, zur Schaffung eines (erneut typischerweise ironischen) Subtexts, und zur Evozierung des visuellen Erscheinungsbilds der physischen Topographie im Rahmen von Reisebeschreibungen. Damit erweisen sich Ortsnamen als ein zentraler Teil des »Werkzeugkastens« des Erzählers, der für eine Interpretation der Saga wichtige Anhaltspunkte geben kann.
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  • Jahrgang 2018
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2018 / 11 / 05

This link will open a new tab "Wir Menschen der Zukunft? Biopolitik und Utopie in der nordeuropäischen Gegenwartsliteratur"
Judith Meurer-Bongardt

Abstract: Im ersten Teil des Beitrags wird eine Zusammenführung der Begriffe »Utopie« und »Biopolitik« aus historischer und theoretischer Perspektive versucht. Es werden zudem zwei Begriff eingeführt, die »Heterotopie« und die »Figur des Dritten«, anhand derer im zweiten Teil gezeigt wird, wie es aktuellen Utopien / Dystopien gelingt, die eigene Zeit nicht nur kritisch zu beleuchten, sondern auch positives Zukunftspotenzial freizulegen. Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht eine Auswahl von Texten, die als beispielhaft für das in den letzten Jahren im Norden populäre Genre des utopischen / dystopischen Romans verstanden werden kann, und anhand derer deutlich wird, welche Rolle Biopolitik in dieser Gattung spielt.
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  • Jahrgang 2018
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2018 / 06 / 05

This link will open a new tab "Knowing the Right Thing, but Not Doing It. Knut Hamsun’s Markens grøde in the Anthropocene"
Reinhard Hennig

Abstract: Knut Hamsuns Roman Markens grøde ist als ein Manifest für ein einfaches und nachhaltiges Leben in Harmonie mit der Natur interpretiert worden. Vor dem Hintergrund menschengemachter Umweltveränderungen, die den Planeten in eine neue geologische Epoche, das Anthropozän, geführt haben, kann Markens grøde jedoch nicht als ökologischer Text gelten. Der Roman basiert auf einem Fortschritts- und Wachstumsnarrativ, das mögliche Grenzen und unbeabsichtigte Nebeneffekte ignoriert. In Markens grøde wird angenommen, die menschliche Natur erzeuge Begehrlichkeiten, die nur durch permanentes Wachstum von Produktion und Konsum, ungeachtet materieller und umweltbezogener Begrenzungen, erfüllt werden können. In Kombination mit einer Ideologie menschlichen Bevölkerungswachstums vermittelt der Roman daher keine »grünen Werte«, sondern liefert eine literarische Darstellung genau jener Ideen und Vorgänge, die den Übergang ins Anthropozän bewirkt haben.
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  • Jahrgang 2018
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2018 / 04 / 03

This link will open a new tab "NORDEUROPAforum Editorial 2018"
Bernd Henningsen

Abstract: "Vom Sinn und Zweck der Skandinavistik"
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  • Jahrgang 2018
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2017 / 10 / 22

This link will open a new tab "Migration in the Media. Metaphors in Swedish and German News Coverage"
Bo Petersson & Lena Kainz

Abstract: Ereignisse zum Thema Flucht und Migration erhielten während der letzten Jahre erhöhte Aufmerksamkeit in der medialen Berichterstattung innerhalb Europas. Dieser Artikel untersucht die Verwendung von Metaphern in Bezug auf Geflüchtete durch den Vergleich von Mediendiskursen in je zwei nationalen und zwei regionalen Tageszeitungen in Schweden und Deutschland. Im Rahmen einer korpus-basierten Analyse stehen die Metaphern im Fokus, die in der Berichterstattung während des EU-Valletta-Gipfels zum Thema Migration vom November 2015 überwiegend zu finden sind. Dieser Artikel ist inspiriert von Lakoffs und Johnsons bahnbrechender Veröffentlichung Metaphors We Live By, der zufolge Metaphern als Bestandteile alltäglicher Sprache einen tiefgreifenden Einfluss auf Gedankengänge wie auch Handlungen ausüben. Nach dieser Logik sind Metaphern dann am einflussreichsten, wenn sie als selbstverständlich angesehen werden und sich dem Bewusstsein der Leser_innen entziehen. Neben der Aufdeckung vermeintlich normalisierter metaphorischer Redewendungen in schwedischer wie deutscher Berichterstattung wird auch erörtert, wie die den Metaphern innewohnenden Konnotationen die Wahrnehmung migrationspolitischer Fragen zu beeinflussen vermögen.
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Termine

14. 11. 2019 - 15. 11. 2019 
SAALS 4: 4th Saami Linguistics Symposium

27. 11. 2019 - 29. 11. 2019 
Møte om norsk språk – MONS

05. 12. 2019 - 06. 12. 2019 
Poesididaktik-symposium med bland andra poeten Olivia Bergdahl

Via vifanord.de
Neuigkeiten

2019 / 10 / 29 _ NEUER BLOGBEITRAG: "Glanzvolle Sachlichkeit - Zur Erinnerung an Sara Danius"

Stefanie von Schnurbein schrieb einen bewegenden Nachruf auf die bemerkenswerte Literaturwissenschaftlerin Sara Danius.

https://nofoblog.hypotheses.org

2019 / 07 / 05 _ NEUER BLOGBEITRAG: "Von Dänemark lernen?"

Bernd Henningsen legt die Herausforderungen der seit Ende Juni bestehenden, sozialdemokratischen Regierung Dänemarks dar.

https://nofoblog.hypotheses.org

2019 / 02 / 16 _ NEUE PUBLIKATION: Rechtspopulismus in Einwanderungsgesellschaften. Die politische Auseinandersetzung um Migration und Integration

In diesem Band erschien von unserem Mitherausgeber Sven Jochem kürzlich der Beitrag: Rechtspopulismus, Integration und Migrationspolitik in Nordeuropa – Die Volksheime unter Druck

Zur Publikation

2019 / 01 / 20 _ NEUER BLOGBEITRAG: "Schwedens neue Regierung - Inhalt und Bedeutung einer historischen Zäsur"

Sven Jochem beschreibt, welche Wege die neue Regierung Schwedens einschlagen kann und welche Risiken und Hoffnungen diese mit sich brächten.

https://nofoblog.hypotheses.org


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