Projekt: Ziele

Wo setzt TrainerPlus an und was sind die Ziele dieses Programms?

Idealerweise setzen Präventionsprogramme in einem Alter von 12 bis 16 Jahren an, denn dort entwickeln sich die entscheidenden Verhaltensmuster für den Konsum10,11. Das Ziel des Präventionsprogramms TrainerPlus besteht jedoch nicht in einer lebenslangen Alkoholabstinenz, was angesichts der gesellschaftlichen Akzeptanz und Präsenz von Alkohol unrealistisch wäre, vielmehr geht es um das Hinauszögern des Einstiegsalters. Denn je früher Kinder und Jugendliche mit dem Alkoholtrinken anfangen, umso eher bekommen sie später größere Probleme mit dem Alkohol12 .

Was können Trainer tun?

Jugendfußballtrainer können in beson­derem Maße positiv auf das Trinkverhalten ihrer jungen Spieler Einfluss nehmen. Das TrainerPlus-Programm versucht dabei, Unterstützung durch konkrete Impulse für die Trainings­arbeit anzubieten sowie durch die Vermittlung von Hintergrundwissen die Bedeutsamkeit dieser Thematik zu erhöhen. Unter der Leitung von gesundheitspsychologischen Experten erlernen die Jugendfußballtrainer in Trainingsseminaren pädagogische Methoden, die sie im Trainingsalltag mit den Jugendlichen umsetzen. Dadurch sollen die Trainer befähigt werden, ihr Training so zu gestalten, dass die Lebenskompetenzen der Jugendlichen gefördert werden. So soll z.B. der Selbstwert der Jugendlichen gestärkt und ihre sozialen Kompetenzen und Problemlösefähigkeiten weiterentwickelt werden, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Alkohol zu stärken (entspricht dem Ansatz zur Stärkung der allgemeinen Lebenskompetenzen13). TrainerPlus ist wissenschaftlich fundiert und wird wissenschaftlich evaluativ begleitet.

Quellen

[10] Jerusalem, M. (2006). Theoretische Konzeptionen der Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter. In A. Lohaus, M. Jerusalem & J. Klein-Heßling (Eds.). Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter (S. 31-57). Göttingen: Hogrefe.

[11] Jerusalem, M. (2007). Gesundheitspsychologische Prävention. In B. Röhrle (Ed.), Prävention und Gesundheitsförderung, Bd. III Kinder und Jugendliche (S. 127-149). Tübingen: dgvt-Verlag.

[12] Moffitt, T.E. & Caspi, A. (2001). Childhood predictors differentiate life-course persistent and adolescence-limited antisocial pathways among males and females. Development and Psychopathology, 13, 355-375.

[13] Botvin, G. J. & Griffin, K. W. (2007). School-based programs to prevent alcohol, tobacco and other drug use. International Review of Psychiatry, 19, 607-615.